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	<title>Cornelius Weiss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:57:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cornelius_Weiss&amp;diff=237887&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jürgen Oetting: Stefan Locke entlinkt, Zielartikel wurde gelöscht</title>
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		<updated>2025-11-21T09:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Stefan_Locke&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Stefan Locke (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Stefan Locke&lt;/a&gt; entlinkt, Zielartikel wurde gelöscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:CorneliusWeiss2012-2.JPG|mini|Cornelius Weiss auf der [[Leipziger Buchmesse]] 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cornelius Weiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. März]] [[1933]] in [[Berlin]]; † [[27. Oktober]] [[2020]] in [[Leipzig]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;gestorben&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;trauer-um-altrektor&amp;quot; /&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chemiker]] und [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Er war Professor für Theoretische Chemie und von 1991 bis 1997 [[Rektor]] der [[Universität Leipzig]]. Von 1999 bis 2009 war er [[Abgeordneter]] des [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Cornelius Weiss war der älteste Sohn des Atomphysikers [[Carl Friedrich Weiss]] und dessen Ehefrau Hildegard. Er besuchte Schulen in Berlin, [[Rittersgrün]] (woher sein Großvater stammte) und [[Ronneburg (Thüringen)|Ronneburg]]. Sein Vater musste von 1945 bis 1955 in der [[Sowjetunion|UdSSR]] unter Lagerbedingungen am Aufbau von Kernkraftanlagen mitarbeiten. Ab 1946 war Weiss nebst seiner Eltern und zwei Geschwistern ebenfalls dort interniert. Er legte 1952 sein [[Abitur]] an der Lagerschule [[Obninsk]] ab. Anschließend studierte Weiss ab 1953 [[Chemie]] in [[Minsk]] und [[Rostow am Don]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hardwin Jungclaussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Frei in drei Diktaturen - Wie ich mein Leben erlebte und wie ich mein Glück fand.&amp;#039;&amp;#039; Autobiografie. trafo Verlagsgruppe Dr. Wolfgang Weist, trafo Literaturverlag, Reihe Autobiographien Band 48, Berlin 2015, S. 109, ISBN 978-3-86465-050-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; und schloss das Studium 1960 in [[Leipzig]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1964 war er zunächst als Lehrkraft für [[Theoretische Chemie]] tätig, als deren Mitbegründer in Leipzig er gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trauer-um-altrektor&amp;quot; /&amp;gt; 1970 wurde er zum Dozenten berufen. 1973 erwarb er den [[Promotion B|Dr. sc. nat.]] (in der DDR äquivalent zur [[Habilitation]]) mit einer Arbeit zur [[Quantenchemie]]. Weiss weigerte sich, der SED oder einer Blockpartei beizutreten. Erst 1989 erhielt er – noch in der DDR – eine außerordentliche Professur in Leipzig. 1990 wurde Weiss Direktor der Sektion Chemie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GrabCorneliusWeiss.jpg|mini|Grabstätte Cornelius Weiss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 1991 bestimmte ihn das erste frei gewählte Konzil zum [[Rektor]] der [[Universität Leipzig]], ein Amt, das er bis 1997 innehatte. Zu seinen großen Aufgaben gehörte die personelle und strukturelle Erneuerung der Hochschule in kürzester Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trauer-um-altrektor&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion hatte er die Mitarbeiterzahl der Universität, nicht nur Funktionäre, sondern auch Fachkräfte, um Tausende zu reduzieren. Von 1993 bis 1997 war Weiss Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Sachsen und seit 1996 Vizepräsident der [[Hochschulrektorenkonferenz|Deutschen Hochschulrektorenkonferenz]] sowie ordentliches Mitglied der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 war Weiss Mitbegründer der „Initiativgruppe zur demokratischen Erneuerung der Universität“. Weiss hatte „fassungslos“ die Sprengung der [[Paulinerkirche (Leipzig)|Universitätskirche St. Pauli]] 1968 miterlebt, war allerdings Gegner eines „originalen“ Wiederaufbaus. 1999 wurde Weiss das [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse verliehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2012 erschien seine Autobiografie &amp;#039;&amp;#039;Risse in der Zeit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Autobiografie&amp;quot; /&amp;gt; Im Juli 2020 stand er für die Podcast-Serie „Die Universität im Sturm der Revolution“ Rede und Antwort, die anlässlich von 30 Jahren [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutscher Einheit]] veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trauer-um-altrektor&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiss war 2016 Mitbegründer der Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“. In der Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Wie russisch ist der Osten?&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2020 beschrieb Weiss seine Beziehung zu [[Russland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-741132.html |titel=Wie russisch ist der Osten? |werk=MDR-Fernsehen |abruf=2022-05-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
Cornelius Weiss war ab Ende 1997 Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und war von September 1999 bis September 2009 Abgeordneter im [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtag]]. In der 3. Wahlperiode (1999 bis 2004) wurde er stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für Wissenschafts- und Hochschulpolitik der SPD-Fraktion. In der 4. Wahlperiode (2004 bis 2009) war Weiss [[Alterspräsident]] des Landtages. Im November 2004 wurde er [[Fraktionsvorsitzender|Vorsitzender seiner Fraktion]], 2007 trat er von dieser Funktion zurück. Zuletzt saß er als Mitglied im [[Gremium|Ausschuss]] für Schule und Sport, im [[Petitionsausschuss]] sowie im Sonderausschuss „Demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensbereiche der Menschen im Freistaat Sachsen sowie ihre Folgen für die politischen Handlungsfelder“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2018 engagierte sich Cornelius Weiss aktiv in der Leipziger Ortsgruppe der [[Politische Linke|linken]] Sammlungsbewegung „[[aufstehen]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;l-iz&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aufstehen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Weiss war verheiratet und hatte drei Kinder. Er wurde auf dem [[Südfriedhof (Leipzig)|Leipziger Südfriedhof]], innerhalb der Universitätsrabatte der II. Abteilung, beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1982: [[Humboldt-Medaille]] in Gold&lt;br /&gt;
* 1995: Officier dans l’[[Ordre des Palmes Académiques]]&lt;br /&gt;
* 1998: [[Ehrenmedaille der Stadt Leipzig]]&lt;br /&gt;
* 1999: [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=cornelius-weiss|lemma=Weiss, Cornelius|autor=Hans-Georg Bartel|band=2|idNum=3744}}&lt;br /&gt;
* Cornelius Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Risse in der Zeit. Ein Leben zwischen Ost und West&amp;#039;&amp;#039;. (Autobiografie). Rowohlt-Verlag, 2012&lt;br /&gt;
* Stefan Locke: &amp;#039;&amp;#039;Doch, es war schlimm&amp;#039;&amp;#039; (Lebenslauf von Cornelius Weiss auf der Grundlage eines Interviews und seiner Autobiografie), Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. März 2013, S. 3.&lt;br /&gt;
* Universität Leipzig: &amp;#039;&amp;#039;[https://feeds.podcastproduzenten.de/uni-im-sturm-der-revolution/ein-geborener-diplomat/embed/ Ein geborener Diplomat]&amp;#039;&amp;#039;. Uni im Sturm der Revolution (Podcast). Universität Leipzig, 2020.&lt;br /&gt;
* Harald Krautscheid &amp;#039;&amp;#039;Cornelius Weiss. 14. März 1933 – 27. Oktober 2020 [Nachruf].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Jahrbuch 2019–2020.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2021, S. 129–131.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|137826788}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Weiss_1071}}&lt;br /&gt;
* [http://genealogy.theochem.uni-hannover.de/view.php?id=874 Cornelius Weiss] beim [[Theoretical Chemistry Genealogy Project]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gestorben&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/uni-rektor-weiss-tot-100.html |titel=Ehemaliger Unirektor Cornelius Weiss gestorben |hrsg=MDR |datum=2020-10-28 |abruf=2020-10-28}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;trauer-um-altrektor&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Universität Leipzig |url=https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/trauer-um-altrektor-cornelius-weiss-2020-10-28/ |titel=Trauer um Altrektor Cornelius Weiss  |datum=2020-10-29 |abruf=2020-10-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Autobiografie&amp;quot;&amp;gt;Cornelius Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Risse in der Zeit. Ein Leben zwischen Ost und West&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 2012, ISBN 978-3-498-07374-9.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;l-iz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2018/11/Erste-Demo-ein-voller-Erfolg-fuer-aufstehen-Leipzig-242570 |titel=Erste Demo ein voller Erfolg für „aufstehen“ Leipzig |werk=Leipziger Internet Zeitung, 4. November 2018 |abruf=2019-03-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190308080806/https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2018/11/Erste-Demo-ein-voller-Erfolg-fuer-aufstehen-Leipzig-242570 |archiv-datum=2019-03-08 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;aufstehen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://aufstehen.de/unterstuetzer/prof-dr-cornelius-weiss/ |titel=Unterstützer – Prof. Dr. Cornelius Weiss |werk=Website von &amp;#039;&amp;#039;aufstehen&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2019-03-07}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste SPD-Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137826788|LCCN=no97023345|VIAF=86004396}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weiss, Cornelius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoretischer Chemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (SPD Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordre des Palmes Académiques (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weiss, Cornelius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wissenschaftler und Politiker (SPD), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. März 1933&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jürgen Oetting</name></author>
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