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	<title>Cornelis Floris II. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-03-05T16:24:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Square du Petit Sablon - Corneille De Vriendt.JPG|mini|hochkant|Cornelis Floris II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cornelis Floris de Vriendt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1514]] in [[Antwerpen]]; † [[20. Oktober]] [[1575]] ebenda) war ein [[Flandern|flämischer]] Bildhauer, Architekt und Entwerfer für den [[Ornamentstich]]. Zusammen mit seinem Bruder [[Frans Floris]] beteiligte er sich maßgeblich an der Herausbildung der [[Niederländische Renaissance|nordischen Renaissance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hansehausantwerpen.jpg|mini|[[Kontor]]haus der [[Hanse]] in [[Antwerpen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cornelis Floris wurde 1538 Meister der [[Lukasgilde]]. Von einem mehrjährigen Italienaufenthalt brachte er die [[Groteske (Ornament)]] als Dekorationselement mit, das er durch verschiedene Publikationen für Druckgrafik, Malerei, Skulptur und Architektur popularisierte. 1549 erhielt er erste gestalterische Aufträge, und zwar für die Wandgräber der Herzoginnen Dorothea und [[Anna Maria von Braunschweig|Anna Maria von Preußen]] im [[Königsberger Dom]]. Später schuf er dort auch das Wandgrab für Herzog [[Albrecht (Preußen)|Albrecht]]. Im [[Schleswiger Dom]] fertigte er von 1550 bis 1552 das [[Kenotaph]] für König [[Friedrich I. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich I. von Dänemark]] in strenger Renaissance mit Liegebetfigur und maßvoller Dekoration, ein Hauptwerk der Gattung Freigräber. Das Grabmal für König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III. von Dänemark]] in [[Roskilde]] wurde mit seinem streng architektonischen Aufbau zum Vorbild für die deutschen und nordischen Hallengräber der Folgezeit. Außerdem entstammen mehrere [[Tabernakel]], in denen er den mehrstöckigen [[Gotik|gotischen]] Turmaufbau mit Renaissanceelementen verband (z.&amp;amp;nbsp;B. in St. Leonardus in [[Zoutleeuw|Léau]]), und [[Lettner]] (z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Kathedrale in Tournai]]) aus seiner Werkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Antwerpen]] 1560 einen Wettbewerb für ein neues Rathaus ausschrieb, obsiegte Cornelis Floris mit einem Entwurf, der ein gotisches Giebelhaus als [[Risalit]] in eine florentinische Palazzo-Fassade hineinkomponierte. Im Erdgeschoss [[Bossenwerk|Rustika]], im Hauptgeschoss strenge [[Pilaster]]ordnung, darüber [[Balustrade]]n[[loggia]], Kranz[[gesims]] und [[Satteldach]]. Die plastische Dekoration ([[Herme]]n, [[Obelisk]]en) beschränkt sich auf den Giebel. Mit diesem Rathaus schuf Floris den für die gesamten Niederlande maßgebenden Typus.&amp;lt;ref&amp;gt;Holm Bevers, Das Rathaus von Antwerpen (1561–1565). Architektur und Figurenprogramm, Olms, Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. 1985 (Studien zur Kunstgeschichte; 28).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das für seinen Bruder [[Frans Floris|Frans]] gebaute Haus ist ebenso wenig erhalten wie das von ihm für die Flandernfahrer der [[Hanse]] unter dem [[Syndikus]] [[Heinrich Sudermann]] als Nachfolge des [[Hansekontor in Brügge]] errichtete Haus der Osterlinge in Antwerpen (1893 abgebrannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 2021 aufgestellte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Thürlemann |Titel=Weshalb die ‚Römischen Skizzenbücher von Marten van Heemskerck‘ nicht von Heemskerck stammen können: Quellenkritische, überlieferungsgeschichtliche und kennerschaftliche Anmerkungen zu zwei Neuerscheinungen |Sammelwerk=21: Inquiries into Art, History, and the Visual |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2021 |ISSN=2701-1550 |DOI=10.11588/xxi.2021.1.79015 |Seiten=47–76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2024 präzisierte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Thürlemann |Titel=Der Blick des Pan. Cornelis Floris und die ‚Heemskerck‘-Skizzenbücher |Band=2 Bde. |Verlag=Reimer Verlag - Edition Imorde |Ort=Berlin |Datum=2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hypothese, dass der Zeichnungsbestand aus den beiden Berliner Sammelalben nicht von [[Maarten van Heemskerck]] und den Anonimi A und B, sondern bis auf wenige Ausnahmen vollständig von Cornelis Floris ausgeführt worden und zwischen 1535/36 und 1538 zu datieren sei, wurde von der archäologischen und kunsthistorischen Forschung nicht aufgegriffen und durch mehrere Beiträge des Berliner Ausstellungskatalogs „Faszination Rom. Maarten van Heemskerck zeichnet die Stadt“ widerlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Faszination Rom. Maarten van Heemskerck zeichnet die Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer-Verlag, München 2024, darin die Beiträge von Tatjana Bartsch, Francesca Mattei, Christien Melzer sowie Dietz/Penz/Wintermann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florisstil ==&lt;br /&gt;
Das architektonische Element gewinnt im Laufe der Entwicklung von Cornelis Floris immer mehr die Oberhand über das Dekorative, und durch Zusammenfassung aller vorhandenen Elemente entsteht ein neuer universaler Dekorationsstil, der höchste Gesamt- und Einzelwirkung erstrebt. Der Florisstil wurde zu einem Sammelbegriff, der zahlreiche Künstlernamen einschließt. Man versteht darunter alle Elemente der niederländischen Hochrenaissance in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem [[Rollwerk|Roll-]] und [[Beschlagwerk]]. Cornelis Floris’ {{&amp;quot; |Text=Schüler und Nachfolger haben diesen Stil nicht nur in den Niederlanden, sondern auch nach Dänemark und über die Küstenländer der Ostsee, Norddeutschland, bis tief hinein nach Süddeutschland verbreitet.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ThiemeBecker |Autor=Bernd Curt Kreplin |Lemma=Floris, Cornelis II |Band=12 |Seite=123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} So verweist z.&amp;amp;nbsp;B. auch das [[Edo-Wiemken-Denkmal]] in [[Jever]] und die elegante Renaissancelaube des [[Rathaus (Köln)|Kölner Rathauses]] auf den Einfluss seiner Werkstatt ebenso wie das von Peter Osten, einem Neffen von [[Georg Robin|Joris Robijn]] und Jan Robijn (Robin), geschaffene Grabmonument für Sebastian Echter von Mespelbrunn&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Kummer]]: &amp;#039;&amp;#039;Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 597–599.&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Würzburger Dom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roskilde Dom10.jpg|Grabmal [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|König Christians III. von Dänemark]] im [[Dom von Roskilde]]&lt;br /&gt;
Datei:Kenotaph Friedrichs I. Schlesw Dom.jpg|Kenotaph [[Friedrich I. (Dänemark und Norwegen)|König Friedrichs I. von Dänemark]] im [[Schleswiger Dom]]&lt;br /&gt;
Datei:Schleswig Dom Friedrch I. detail (l).jpg|Kenotaph im Schleswiger Dom, Detail Friedrich I.&lt;br /&gt;
Datei:Tournai Kathedrale2.JPG|Lettner der [[Kathedrale in Tournai]] (Belgien)&lt;br /&gt;
Datei:Koelner Dom Epitaph Schaumburg.jpg|Epitaph des Erzbischofs [[Adolf von Schaumburg]] im [[Kölner Dom]]&lt;br /&gt;
Datei:00 Charles le Téméraire JPG1.jpg|Das Grab [[Karl der Kühne|Karls des Kühnen]] in der [[Liebfrauenkirche (Brügge)|Liebfrauenkirche in Brügge]] (Belgien)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Hedicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Cornelis Floris und die Florisdekoration. Studien zur niederländischen und deutschen Kunst im XVI. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Bard, Berlin 1913 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/hedicke1913ga Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=[[Bernd Curt Kreplin]] |Lemma=Floris, Cornelis II |Band=12 |Seite=122 |SeiteEnde=123}}&lt;br /&gt;
* Antoinette Huysmans, Jan Van Damme, Carl Van de Velde e.a., &amp;#039;&amp;#039;Cornelis Floris (1514-1575) beeldhouwer, architect, ontwerper&amp;#039;&amp;#039;, Brussel 1996.&lt;br /&gt;
* [[Felix Thürlemann]], &amp;#039;&amp;#039;Der Blick des Pan. Cornelis Floris und die ‚Heemskerck‘-Skizzenbücher&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Reimer Verlag – Edition Imorde 2024, 2 Bände.&amp;lt;ref&amp;gt;Rezensionen: Martin Raspe, arthistoricum.net, Heidelberg 2024, URL: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2024/9101 [[DOI:10.11588/artdok.00009101]]; Holm Bevers, &amp;#039;&amp;#039;On the Roman Drawings of Maarten van Heemskerck&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Master Drawings&amp;#039;&amp;#039; 62, 2024, S. 361–376 ([https://masterdrawings.org/?ddownload=33908 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cornelis Floris|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.museen-sh.de/ml/digicult.php?digiID=200.6885373&amp;amp;s=2 Grotesken von Cornelis Floris] im [[Museumsberg Flensburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119454858|LCCN=n86090890|VIAF=29805900}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Floris, Cornelis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Flandern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Flandern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Antwerpen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1514]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1575]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Floris, Cornelis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Floris de Vriendt, Cornelis&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=flämischer Architekt und Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1514&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Antwerpen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1575&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Antwerpen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnirps</name></author>
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