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	<title>Cornberger Sandstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pfarrersfrau.jpg|mini|Grabstein aus Cornberger Sandstein für eine Pfarrersfrau auf dem Friedhof von [[Schenklengsfeld]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cornberger Sandstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein gelblich bis grau gefärbter, harter [[Sandstein]]. Er ist namensgebend für die Cornberg-Formation, eine geologische Formation des obersten [[Rotliegend]] (regional teilweise in den obersten Abschnitten „Weißliegend“ genannt), unmittelbar an der Basis des [[Zechstein]] in der geologischen Zeitepoche des [[Perm (Geologie)|Perm]], mit einem Alter von etwa 252 Millionen Jahren, also nach internationaler Nomenklatur aus dem [[Changhsingium]] oder [[Wuchiapingium]]. Er ist weit über die Region hinaus bekannt geworden als sogenannter [[Fährtensandstein]], in dem die Trittsiegel vieler Arten urtümlicher [[Tetrapoda|Tetrapoden]] gefunden wurden. Der Sandstein wurde bei [[Cornberg]] in der Nähe von [[Sontra]], [[Landkreis Hersfeld-Rotenburg]], in [[Hessen]] in einem [[Steinbruch]] abgebaut. Dieser ist seit 1995 nicht mehr in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der Cornberger Sandstein wurde abgelagert im Nentershäuser Becken, einem der sogenannten [[Variszische Orogenese|innervarszischen]] Rotliegendbecken Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Lützner, Gotthard Kowalczyk, Jörg W. Schneider (2012): &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Korrelation der innervariscischen Rotliegendbecken in Deutschland,&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphie von Deutschland X. Rotliegend. Teil I: Innervariscische Becken&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften 61: 861-879.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Erosion und Einebnung des im Karbon aufgefalteten variszischen Gebirges war die Landschaft in eine Abfolge grob südwestlich-nordöstlich orientierter Senken und Schwellen gegliedert, wobei die Sedimente der Schwellen in die Senken sedimentierten. Die Senken gingen im Nordosten in ein großes Becken über, das meist Randmeercharakter hatte (hier haben sich bei periodischem Rückzug des Meeres mächtige Steinsalzlager gebildet). Die Sedimente der Becken bestanden im Rotliegend aus im Süßwasser entstandenen, fluviatilen Sedimenten, bevor im darauffolgenden Zechstein die Landschaft von Norden her vom Flachmeer überflutet wurde. Dieser Übergang ist auch im Steinbruch Cornberg aufgeschlossen, wo über dem Cornberger Sandstein der marin abgelagerte [[Kupferschiefer]] folgt, auf den Kalkstein auflagert. Da sich die Becken weiter absenkten, bildeten sich mächtige Sedimentabfolgen, hier nach einer Bohrung im nahe gelegenen [[Nentershausen (Hessen)|Nentershausen]] zusammen 800 Meter mächtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gast&amp;quot;&amp;gt;Reinhard E. Gast (1994): &amp;#039;&amp;#039;Cornberg outcrops revisited (Hessen, Germany): The depositional environment of its saurian tracks and Weissliegend Sandstones.&amp;#039;&amp;#039; Meyniana 46: 59-75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Liegenden des Sandsteins steht das rotbraun gefärbte sogenannte Schlackental-[[Konglomerat (Gestein)|Konglomerat]] an, beide zusammen werden regional als Cornberg-Formation zusammengefasst. Der Sandstein ist im Steinbruch etwa 13 bis 15 Meter mächtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLNUG&amp;quot;&amp;gt;Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Hrsg.): Hessischer Geotop des Jahres 2016: Sandsteinbruch Cornberg. Faltblatt, {{Toter Link |datum=2024-11 |url=https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/geologie/geotope/Flyer |text=Geotop des Jahres 2016 final web.pdf PDF |archivebot=2024-11-19 22:00:07 InternetArchiveBot}} bei HLNUG Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem aufgrund von ausgeprägter [[Kreuzschichtung]] wird angenommen, dass der den Cornberger Sandstein bildende Sand als Dünengebiet abgelagert wurde, also als ein [[äolisches Sediment]]. Dünne Tonsteinlagen mit Pflanzenresten am Fuß der Dünen deuten auf flaches Süßwasser hin. Die obersten etwa zwei Meter des wohl schon verfestigten Sands wurden vermutlich bei der [[Transgression (Geologie)|Transgression]] des Zechsteinmeers aufgearbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gast&amp;quot; /&amp;gt; Später wurde ein kleines Gebiet um Cornberg, Sontra und Rockensüß in Form einer [[Horst (Geologie)|horstartigen]] Gebirgsscholle am Rand des [[Richelsdorfer Gebirge]]s gegenüber der umliegenden Region angehoben und so der Sandstein nur hier zur Oberfläche gehoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLNUG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbruch Cornberg 2018-06-03 c.JPG|mini|Steinbruch Cornberg im Jahr 2018]]&lt;br /&gt;
Cornberger Sandstein ist fein- bis grobsandig und teilweise [[kies]]elig gebunden. Seine Bindung ist [[Ton (Bodenart)|tonig]]-[[Eisen|ferritisch]] und schwach [[karbonat]]isch. Die Farbe wechselt von milchig-weiß über gelblich-braun bis grau. Die Hauptmineralbestandteile sind [[Quarz]] mit 60 Prozent, Gesteinsbruchstücke mit 25 Prozent und [[Feldspat]] mit 15 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: Denkmalatlas wichtiger Denkmalgesteine. Gestein Nr. 65 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist mäßig verwitterungsbeständig. Der Sandstein ist durch Gänge ausgefällter Eisenoxide teilweise dunkel gemustert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Sandstein zählt zu den wenigen Sandsteinen, die polierfähig sind. Er eignet sich als Massivstein für [[Mauerwerk]]e, Bodenplatten, [[Gesims]]e, Grabmale sowie als [[Schleifstein]]. Er wurde an vielen Gebäuden Cornbergs und an der Friedhofskapelle und auf dem Friedhof von [[Schenklengsfeld]] als Grabstein verwendet. Das [[Kloster Cornberg]] wurde in den Jahren 1292–1296 mit Cornberger Sandstein erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen des Cornberger Sandstein hat eine Mächtigkeit von bis zu 20 Meter. Nahezu 700 Jahre wurde er abgebaut. Erst 1995 wurde der Abbau beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Saurier“fährten ==&lt;br /&gt;
Der Cornberger Sandstein ist berühmt geworden durch seine Fährtenplatten. Die erste wurde bereits 1928 entdeckt und in die Universität Göttingen verbracht, wo sie heute noch aufbewahrt wird. Neuere Funde gelangen erst 1951 durch den Regierungsbaurat Arthur Milde, der Forscher am Kasseler Naturkundemuseum darauf aufmerksam machte. Milde baute eine umfangreiche Sammlung auf, die später ebenfalls ins Kasseler [[Ottoneum]] gelangte.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Schaumberg (1982): &amp;#039;&amp;#039;Paläozoische Reptilien in Nordhessen.&amp;#039;&amp;#039; Philippia 5 (1): 3-10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Stücke überließ er dem Kreisheimatmuseum in [[Rotenburg an der Fulda]]. Andere werden heute vor Ort im Sandsteinmuseum [[Kloster Cornberg]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cornberg.de/kultur_tourismus/sandsteinmuseum/sandsteinmuseum_kloster_cornberg.html Sandsteinmuseum Kloster Cornberg]. Gemeinde Cornberg, Kultur und Tourismus, abgerufen am 18. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das damals bekannte Material wurde von Hermann Schmidt vom Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Göttingen wissenschaftlich bearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Schmidt (1959): &amp;#039;&amp;#039;Die Cornberger Fährten im Rahmen der Vierfüssler-Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Abhandlungen des Hessischen Amts für Bodenforschung 28. 137 Seiten + Tafeln. [https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/geologie/geo-info-hessen/schriften/Abh._des_Hessischen_Landesamtes_fuer_Bodenforschung_Heft_28.pdf PDF] bei HLNUG Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erhaltenen Fährten sind recht scharf begrenzt als Abdrücke im Sandstein überliefert, teilweise mehrere nebeneinander. Einige erreichen Längen von mehreren Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in Cornberg nur Fährten, aber keine Spurerzeuger gefunden wurden, ist die Zuordnung zu diesen immer spekulativ. Aus der Anordnung, Größe und Entfernung der Abdrücke kann aber recht gut auf den Körperbau des Spurerzeugers rückgeschlossen werden. Als Erzeuger der Cornberger Fährten gelten unbekannte Vertreter der [[Diadectomorpha]], der [[Protorosauria]] und [[Pelycosauria]]. Diese gehören zu den [[Amnioten]], wobei die Protorosauria eher in die Stammgruppe der Vögel und Reptilien ([[Archosauria]]), die Pelycosauria in diejenige der [[Synapsiden]] gestellt werden, aus denen später (in der Trias) die Säugetiere hervorgingen. Eine &amp;#039;&amp;#039;Harpagichnus&amp;#039;&amp;#039; genannte Fährte mit kräftigen Krallenabdrücken könnte möglicherweise zur aus der Fossillagerstätte [[Korbacher Spalte]] mit Skelettfunden nachgewiesenen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Procynosuchus]]&amp;#039;&amp;#039; gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Fichter (1994): &amp;#039;&amp;#039;Permische Saurierfährten. Ein Diskussionsbeitrag zu der Bearbeitungsproblematik der Tetrapodenfährten des Cornberger Sandsteins (Perm, Deutschland) und des Coconino Sandsteins (Perm, USA)&amp;#039;&amp;#039;. Philippia 7 (1): 61-82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits Schmidt fiel die Ähnlichkeit vieler Fährten zu denjenigen des [[Coconino Sandstone]] in den westlichen USA auf, ebenso wie der Cornberger Sandstein ein äolisches Sediment des Perm mit ganz ähnlicher Zeitstellung. Auch die etwas älteren Funde aus [[Bromacker]] nahe Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zeigen Ähnlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Sandsteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.cornberg.de/kultur_tourismus/steinbruch/cornberger_quarzitsandsteinbruch.html Cornberger Quarzitsandsteinbruch] cornberg.de&lt;br /&gt;
* [https://www.cornberg.de/kultur_tourismus/sandsteinmuseum/sandsteinmuseum_kloster_cornberg.html Sandsteinmuseum] Kloster Cornberg&lt;br /&gt;
* [https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Kassel%2C%20Bezirk/Hersfeld-Rotenburg%2C%20Landkreis/Richelsdorfer%20Gebirge/Cornberg Cornberg]. Mineralienatlas – Fossilienatlas der Geolitho Stiftung gGmbH, mit zahlreichen Fotos.&lt;br /&gt;
* [https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/sandsteinmuseum-cornberg-lebensort-vor-dinos-11816418.html Auf den Spuren der Dino-Vorfahren im Sandsteinmuseum Cornberg]. Artikel, HNA Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 2. März 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.0419584|EW=9.8647842|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandsteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cornberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Perm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Perm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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