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	<title>Cordelia Edvardson - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:46:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jreiners: Ergänzung</title>
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		<updated>2025-11-14T20:40:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cordelia-Edvardson-journalist.jpg|mini|hochkant|Cordelia Edvardson (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cordelia Maria Edvardson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|LL-Q9027 (swe)-Moonhouse-Cordelia Edvardson.wav}} (* [[1. Januar]] [[1929]] in [[München]]; † [[29. Oktober]] [[2012]] in [[Stockholm]]) war eine schwedisch-israelische Journalistin und Schriftstellerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Edvardson wurde 1929 als uneheliche Tochter der deutschen Schriftstellerin [[Elisabeth Langgässer]] und des Staatsrechtlers [[Hermann Heller (Jurist)|Hermann Heller]] in München geboren. Sie wuchs bis 1943 bei ihrer Mutter, der Großmutter und einem Onkel in Berlin auf, zunächst in [[Siemensstadt]], nach der Hochzeit ihrer Mutter ab 1935 in der [[Siedlung Eichkamp]]&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Krüger: Cordelias Geschichte, in: Horst Krüger: Kennst du das Land. Reise-Erzählungen, Hoffmann und Campe, Hamburg 1987, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1943 versuchte Elisabeth Langgässer, die [[Nürnberger Gesetze|Nürnberger Rassegesetze]] zu umgehen, indem sie ihre Tochter von einem spanischen Ehepaar adoptieren ließ. Das Kind trug ab diesem Zeitpunkt den Namen Cordelia Garcia-Scouvart. Die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] drohte jedoch Cordelia an, ihrer Mutter nachzustellen, wenn sie nicht bereit wäre, eine doppelte Staatsbürgerschaft anzunehmen, wodurch sie erneut den Rassegesetzen unterworfen war. Im März 1944 wurde sie nach [[Ghetto Theresienstadt|Theresienstadt]]&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Krüger: Cordelias Geschichte, in: Horst Krüger: Kennst du das Land. Reise-Erzählungen, Hoffmann und Campe, Hamburg 1987, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; und später nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] deportiert, wo sie die Häftlingsnummer A3709 erhielt. Sie leistete [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]] zunächst in der Glühbirnenproduktion, später als Schreibkraft, unter anderem für [[Joseph Mengele]]. Für ihn führte sie Listen, sortierte Namen, vervollständigte Karteikästen.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Krüger: Cordelias Geschichte, in: Horst Krüger: Kennst du das Land. Reise-Erzählungen, Hoffmann und Campe, Hamburg 1987, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 erlebte sie die Befreiung mit und wurde mit einem „[[Rettungsaktion der Weißen Busse|Weißen Bus]]“ nach Schweden gebracht, wo sie bis 1974 lebte und als Journalistin arbeitete. Von 1948 bis 1953 war sie mit dem Sportjournalisten und Schriftsteller Ragnar Edvardson verheiratet und hatte mit ihm den Sohn Martin (geb. 1948) und die Tochter Elisabeth (geb. 1950), die später von Wilhelm Hoffmann, dem Mann Elisabeth Langgässers, adoptiert wurde und die Briefe ihrer Großmutter herausgegeben hat. Später bekam sie noch drei Kinder: Daniel (1954–1965), Miriam  (1957–2022) und, zusammen mit dem Schriftsteller und Journalisten Tore Zetterholm, Simon (geb. 1964).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter erfuhr erst ein Jahr nach Kriegsende, dass Cordelia überlebt hatte. Erst 1949 trafen sich beide kurz vor dem Tod der Mutter zum ersten Mal wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Jom-Kippur-Krieg]]es zog Edvardson nach Israel. Von 1977 bis 2006 war sie die Korrespondentin der [[Svenska Dagbladet]] in Israel. Im Herbst 2006 zog sie nach Stockholm zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verfasste die autobiographischen Bücher &amp;#039;&amp;#039;Gebranntes Kind sucht das Feuer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Welt zusammenfügen&amp;#039;&amp;#039; sowie den Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Jerusalems Lächeln&amp;#039;&amp;#039;. Die Bücher erschienen zunächst auf Schwedisch und wurden bald übersetzt; für &amp;#039;&amp;#039;Gebranntes Kind sucht das Feuer&amp;#039;&amp;#039; erhielt Edvardson den [[Geschwister-Scholl-Preis]]. 2001 erhielt sie den &amp;#039;&amp;#039;Königlichen Preis&amp;#039;&amp;#039; der [[Svenska Akademien|Schwedischen Akademie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adaptionen ===&lt;br /&gt;
* Der Regisseur [[Stefan Jarl]] produzierte 2004 eine Dokumentation über Edvardson und ihr Leben. Der Film mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen von Auschwitz&amp;#039;&amp;#039; (Flickan från Auschwitz) hatte 2005 Premiere.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Pfister]]: &amp;#039;&amp;#039;Unauslöschliche Siegel&amp;#039;&amp;#039;. Technische Realisierung: Anna-Maria Tietze, Sabine Mengel. HR 1991. ARD Hörspielbank.&amp;lt;ref&amp;gt;https://hoerspiele.dra.de/detailansicht/1372806&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hörspiel ist ein „semi-dokumentarisches Gespräch zu dritt“ über Mutter-verlässt-Tochter-Wiederholungen in der Familie Langgässer und konfrontiert Interviews mit Cordelia Edvardson (Tochter) sowie Elisabeth Hoffmann (Enkelin) mit der fiktiven Figur der Elisabeth Langgässer (Großmutter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Eichkatzweg 33 (Weste) Cordelia Edvardson.jpg|miniatur|[[Stolpersteine|Stolperstein]] vor dem Haus Eichkatzweg 33 in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
In Berlin wurde vor ihrem ehemaligen Wohnhaus im Eichkatzweg 2008 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/eichkatzweg33.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Botschafter in Schweden Joachim Rücker verlieh Cordelia Edvardson am 22. September 2009 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] I. Klasse in Würdigung ihrer Verdienste um die deutsch-schwedischen Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Münchner Stadtteil [[Schwabing-Freimann|Neufreimann]] wurde 2023 die Cordelia-Edvardson-Straße nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://stadt.muenchen.de/infos/cordelia-edvardson-strasse.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gebranntes Kind sucht das Feuer. Roman.&amp;#039;&amp;#039;, aus dem Schwedischen von [[Anna-Liese Kornitzky]], Hanser, München und Wien 1986, ISBN 3-446-14260-6; Neuübersetzung aus dem Schwedischen von [[Ursel Allenstein]], mit einem Nachwort von [[Daniel Kehlmann]], ISBN 978-3-446-27756-4.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Zeillinger]]: [https://www.derstandard.at/story/3000000194652/von-der-eigenen-mutter-an-die-nazis-ausgeliefert &amp;#039;&amp;#039;Rezension: Von der eigenen Mutter an die Nazis ausgeliefert.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Standard]] vom 11. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Welt zusammenfügen.&amp;#039;&amp;#039; Hanser 1989, ISBN 3-446-15498-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jerusalems Lächeln. Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Hanser 1993, ISBN 3-446-17015-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wenn keiner weiterweiß. Berichte von der Grenze.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-34574-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mirjam aus Israel&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Miriam bor i en kibbutz&amp;#039;&amp;#039;, 1969, aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Kinder unserer Erde]]&amp;#039;&amp;#039;), Oetinger, Hamburg 1970, ISBN 978-3-7891-5889-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sonja Hilzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Langgässer – Eine Biografie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2009, ISBN 978-3-86650-250-5.&lt;br /&gt;
* [[Lotta Lundberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Stunde Null&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Aus dem Schwedischen von Nina Hoyer. Hamburg : Hoffmann und Campe, 2015&lt;br /&gt;
* Manuela Günter: &amp;#039;&amp;#039;Edvardson, Cordelia.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas B. Kilcher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur. Jüdische Autorinnen und Autoren deutscher Sprache von der Aufklärung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, ISBN 978-3-476-02457-2, S. 125f.&lt;br /&gt;
* Manfred Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Cordelia Edvardson.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Manfred Schäfer, Literaten in Oberstdorf. Von Gottfried Benn bis Carl Zuckmayer.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2023. ISBN 978-3-643-15248-0, S. 46–62.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Edvardson, Cordelia&amp;#039;&amp;#039;. In: Renate Wall: &amp;#039;&amp;#039;Verbrannt, verboten, vergessen. Kleines Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Köln : Pahl-Rugenstein, 1989, S. 37f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118815733}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2070803}}&lt;br /&gt;
* Nachrufe: [http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14361 &amp;#039;&amp;#039;Abschied vom »gebrannten Kind«&amp;#039;&amp;#039;] Jüdische Allgemeine online, 30. Oktober 2012; [http://www.svd.se/kultur/cordelia-edvardson-har-avlidit_7625918.svd &amp;#039;&amp;#039;Cordelia Edvardson har avlidit&amp;#039;&amp;#039;] Svenska Dagbladet online, 30. Oktober 2012 (schwed.)&lt;br /&gt;
* [http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/cordelia-edvardson/ Biografie und Bild] Fembio.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118815733|LCCN=n80034226|VIAF=66494475|NDL=00465992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Edvardson, Cordelia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Schweden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schwedisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust-Biograph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Geschwister-Scholl-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elisabeth Langgässer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Israel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Edvardson, Cordelia&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Edvardson, Cordelia Maria (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schwedisch-israelische Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Oktober 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stockholm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jreiners</name></author>
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