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	<title>Copperbelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-28T11:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Central African Copper Belt.png|mini|Geographische Lage des Copperbelt]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Karte der Demokratischen Republik Kongo.png|mini|Karte der DR Kongo]]&lt;br /&gt;
[[Datei:sambia karte.png|mini|Karte Sambias]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Carrollite-Chalcopyrite-Calcite-165263.jpg|mini|[[Carrollit]] (silbrig) und [[Chalkopyrit]] (messinggelb) auf [[Calcit]] (weiß) aus [[Katanga (Provinz)|Katanga]], Demokratische Republik Kongo (Größe:&amp;amp;nbsp;5,3&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;3,8&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;3,0&amp;amp;nbsp;cm)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Copper-20507.jpg|mini|[[Gediegen]]es Kupfer aus dem Copperbelt (Größe:&amp;amp;nbsp;3,1&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;2,9&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;cm)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Copperbelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Kupfergürtel}}) ist eine [[Montanindustrie |montanwirtschaftlich]] geprägte Industrieregion in [[Sambia]] und der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]]. Er ist das bedeutendste [[Kupferbergbau]]gebiet in [[Afrika]] und das größte Industriegebiet in [[Subsahara-Afrika]] außerhalb [[Südafrika]]s. Neben Kupfer werden auch [[Cobalt]] und weitere Metalle gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der Copperbelt zeichnet sich durch das Vorkommen von Kupfererzen aus. Er liegt auf einer [[Hochebene]] am östlichen Ende der [[Lundaschwelle]] etwa 1200&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;1300 Meter über dem Meeresspiegel. Er liegt im Zentrum Sambias und im Südosten der Demokratischen Republik Kongo und ist ein etwa 800 Kilometer langes und 250 Kilometer breites Gebiet, das von [[Luanshya (Sambia)|Luanshya]] im Südosten bis nördlich von [[Kolwezi]] im Nordwesten reicht. Der sambische Teil gehört überwiegend zur Provinz [[Copperbelt (Provinz)|Copperbelt]], der kongolesische Teil zur ehemaligen Provinz [[Katanga (Provinz)|Katanga]]. Dieser Teil reicht weit in sambisches Staatsgebiet hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Städte im sambischen Teil sind [[Ndola (Sambia)|Ndola]], [[Kitwe]], [[Chingola (Sambia)|Chingola]], Luanshya und [[Mufulira (Sambia)|Mufulira]], die zu den zehn größten sambischen Städten zählen. Bedeutende Verkehrswege sind hier die Eisenbahnstrecke zwischen [[Lusaka]] und Lubumbashi einschließlich abzweigender Nebenstrecken sowie die Fernstraßen [[T3 (Sambia)|T3]] sowie [[T4 (Sambia)|T4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte kongolesische Stadt im Copperbelt ist [[Lubumbashi]], welche die zweitgrößte Stadt des Landes darstellt. Der Teil nördlich von Lubumbashi ist nicht so stark durch den Kupferbergbau bestimmt und wird gelegentlich nicht zum Copperbelt gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bergbau in Sambia}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo}}&lt;br /&gt;
Mehr als ein Zehntel der weltweiten Kupfervorkommen befinden sich im Copperbelt. Sambia erzielte 1988 über 90 Prozent seiner [[Außenhandel]]serlöse durch den Export von Kupfer, die Demokratische Republik Kongo bis zu 40 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fischer Weltalmanach ’95&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die DR Kongo ist Weltmarktführer bei der Gewinnung von [[Cobalt]]. Rund 53 Prozent des weltweit exportierten Cobalts stammten 2006 aus dem Copperbelt, davon fast drei Viertel aus der DR Kongo.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/commodity/cobalt/cobalmcs07.pdf Website zu Mineralien der US-Regierung] (englisch, PDF-Datei; 62&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 27. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Kupfererze lagern in späten [[Präkambrium|präkambrischen]] [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]]. Es handelt sich um bis zu zwölf Meter dicke [[Horizont (Geologie)|Erzhorizonte]] in Abfolgen von [[Sandstein]], [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeraten]], [[Bitumen|bituminösen]] [[Tonschiefer]]n und [[Dolomit (Gestein)|Dolomiten]] eingelagert. Sie gehören dem &amp;#039;&amp;#039;Unteren Roan&amp;#039;&amp;#039; der Shaba-[[Formation (Geologie)|Formation]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Kramer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Haack Kartenbuch Afrika.&amp;#039;&amp;#039; VEB Hermann Haack Geographisch-kartographische Anstalt, Gotha 1989, ISBN 3-7301-0092-0, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilweise kommt das Kupfer auch [[gediegen]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Copperbelt ist Bestandteil des [[Lufilian-Bogen]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mwabanwa Louis Kipata, Damien Delvaux, Mwene Ntabwoba Sebagenzi, Jacques Cailteux, Manuel Sintubin |Titel=Brittle tectonic and stress field evolution in the Pan-African Lufilian arc and its foreland (Katanga, DRC): from orogenic compression to extensional collapse, transpressional inversion and transition to rifting. |Sammelwerk=[[Geologica Belgica]] |Band=16 |Nummer=1/2 |Datum=2013 |Seiten=1–17 |Online=[http://popups.ulg.ac.be/1374-8505/index.php?id=3978&amp;amp;file=1&amp;amp;pid=3967 PDF]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor ca. 880 Millionen Jahren setzte intrakontinentales [[Rifting]] ein, das vom [[Magmatismus]] begleitet war. Die durch [[aulakogen]]e, nicht zu [[Ozeanbodenspreizung|ozeanische Spreizungen]] führende und relativ flache Grabenbrüche entstandenen Becken füllten sich mit Meereswasser und nahmen 5 bis 10&amp;amp;nbsp;km dicke Sedimentschichten auf, die als Katanga Supergroup&amp;lt;ref&amp;gt;Marek Wendorff: {{Webarchiv|url=https://gsa.confex.com/gsa/2001ESP/finalprogram/abstract_7866.htm |wayback=20040201030740 |text=&amp;#039;&amp;#039;Katanga Supergroup&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-04-04 18:45:17 InternetArchiveBot }}. Abstract, Geology Department, [[University of Botswana]].&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet werden. Als Sedimentquelle dienten die umliegenden [[Terran]]e und [[Orogen]]e, insbesondere der noch zusammenhängende &amp;#039;&amp;#039;Kongo-São Francisco Kraton&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  Katanga Supergroup wird standardmäßig in drei [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Gruppen und mehrere Untergruppen unterteilt. Die Gruppen entsprechen den jeweiligen Grabenbrüchen, während die Untergruppen weitere, in den Grabenbrüchen entstandene Becken darstellen. Die unterste bildet die 880&amp;amp;nbsp;[[mya (Zeitskala)|mya]] alte Roan-Gruppe,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pubs.usgs.gov/sir/2010/5090/t/pdf/sir2010-5090T.pdf &amp;#039;&amp;#039;Roan-Gruppe&amp;#039;&amp;#039;] USGS Scientific Investigations Report 2010–5090–T.&amp;lt;/ref&amp;gt; die ein Kontinentaldrift mit [[Fluviatiles Sediment|fluviatilen]] (Fluss) und lakrustinen (Binnensee) Sedimenten darstellt. Die Nguba-Gruppe&amp;lt;ref name=&amp;quot;batumike&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. J. Batumike, A. B. Kampunzu, J. H. Cailteux |Titel=Petrology and geochemistry of the Neoproterozoic Nguba and Kundelungu Groups, Katangan Supergroup, southeast Congo: Implications for provenance, paleoweathering and geotectonic setting |Sammelwerk=[[Journal of African Earth Sciences]] |Band=44 |Nummer=1 |Datum=2006-01 |Seiten=97–115|DOI=10.1016/j.jafrearsci.2005.11.007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; folgte ab 765&amp;amp;nbsp;mya und war ein proto-ozeanisches Rift, ähnlich dem [[Afar-Dreieck]]/[[Rotes Meer|Roten Meer]]. Ab 650&amp;amp;nbsp;mya lagerte sich die Kundelungu-Gruppe&amp;lt;ref name=&amp;quot;batumike&amp;quot; /&amp;gt; ab, die einer [[Schelf|epikontinentalen]] Lagune entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erze waren wahrscheinlich in [[Hydrothermale Lösung|hydrothermalen]], metallhaltigen Flüssigkeiten enthalten, die sich wiederum aus [[Sole]]n während der Beckenbildungen und tektonischen Vorgängen entwickelten. Die Ausbreitung der Metallfluide erfolgte entlang der Hauptschubzonen und anderer struktureller [[Diskontinuität (Geologie)|Diskontinuitäten]] wie Verwerfungen, [[Brekzie]]n oder [[Karst]]e. In diesen Bereichen schieden sich die [[Erz]]e bevorzugt in Form des [[Mineral]]s [[Chalkopyrit]] aus, dessen Kupfergehalt bis etwa 34 % betragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzvorkommen in dem etwa 600 bis 800&amp;amp;nbsp;km langen kongolesischen Katanga-Copperbelt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.portergeo.com.au/database/mineinfo.asp?mineid=mn872 &amp;#039;&amp;#039;Katanga Copperbelt&amp;#039;&amp;#039;]. Porter Geo Consultancy.&amp;lt;/ref&amp;gt; entwickelten sich in [[Carbonate|karbonat]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;reichen Metasedimentgesteinen eines ursprünglichen [[Evaporit]]milieus mit häufigen Meerwasser[[Transgression (Geologie)|transgressionen]] und [[Regression (Geologie)|Regressionen]]. Lithostratigraphisch gehören sie zu den drei oberen Untergruppen Mines (R2), Dipeta (R3) und Mwashya (R4) der Roan-Gruppe sowie zur basalen Schicht der Nguba-Gruppe. Bedeutende Minen sind Lonshi im Süden, Shinkolobwe in der Mitte und Tenke-Fungurume&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.infomine.com/publications/docs/InternationalMining/Chadwick2012g.pdf &amp;#039;&amp;#039;Tenke-Fungurume&amp;#039;&amp;#039;]. Tenke Fungurume Mining.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sambischen Copperbelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.portergeo.com.au/database/mineinfo.asp?mineid=mn126 &amp;#039;&amp;#039;Sambia Copperbelt&amp;#039;&amp;#039;]. Porter Geo Consultancy.&amp;lt;/ref&amp;gt; der etwa 160&amp;amp;nbsp;km lang ist und parallel zum unteren Bereich des Katanga-Copperbelt verläuft, entstanden die Erzvorkommen im [[Siliziklastika|siliziklastischen]] Lagen eines Riftbeckens ohne Evaporitbedingungen. Lithostratigraphisch liegen sie in der obersten Schicht der Nkana-Mindola-Formation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eprints.utas.edu.au/12216/4/Nkana_Mindola_Chap3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Nkana-Mindola Formation&amp;#039;&amp;#039;]. eprints.utas.edu.au Chapter 3: Mawson R. D. Croaker: [https://core.ac.uk/download/pdf/33320994.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Geology of the Nkana-Mindola sediment-hosted Copper-Cobalt Deposit, Zambian Copperbelt, Zambia&amp;#039;&amp;#039;]. Dissertation, [[University of Tasmania]], Hobart 2011, online auf &amp;#039;&amp;#039;www.core.ac.uk&amp;#039;&amp;#039; (englisch, PDF), nur Inhaltsverzeichnis ([https://eprints.utas.edu.au/12216/ Vollversion])&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Copperbelt Orebody Member.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eprints.utas.edu.au/12216/7/Nkana_Mindola_Chap6.pdf &amp;#039;&amp;#039;Copperbelt Orebody Member&amp;#039;&amp;#039;]. eprints.utas.edu.au Chapter 6: Mawson R. D. Croaker: [https://core.ac.uk/download/pdf/33320994.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Geology of the Nkana-Mindola sediment-hosted Copper-Cobalt Deposit, Zambian Copperbelt, Zambia&amp;#039;&amp;#039;]. Dissertation, [[University of Tasmania]], Hobart 2011, online auf &amp;#039;&amp;#039;www.core.ac.uk&amp;#039;&amp;#039; (englisch, PDF), nur Inhaltsverzeichnis ([https://eprints.utas.edu.au/12216/ Vollversion])&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere bildet die unterste Lage in der Kitwe-Formation der Unteren Roan-Untergruppe in der für Sambia speziellen Lithographiefolge. Diese sind stratigraphisch vergleichbar mit den Subgruppen R.A.T. (R1) und der Mines (R2) der Roan-Gruppe des Katanga-Copperbelt. Ergiebige Minen liegen um Luanshya im Süden, Kitwe in der Mitte und Chingola im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZM-Nkana-headgear-Kitwe.jpg|mini|Tagebaurestloch und Fördertürme eines Bergwerks der [[Zambia Consolidated Copper Mines|ZCCM]] bei [[Kitwe]]]]&lt;br /&gt;
Die afrikanischen Einwohner im Gebiet des heutigen Copperbelts verfügten schon seit Jahrhunderten über die Fähigkeit, Kupfer aus den Erzen zu gewinnen und mit den daraus gefertigten Gütern Handel zu betreiben.&lt;br /&gt;
Mit den belgischen Geologen Jules Cornet gelangten durch seine Expedition im Jahre 1892 die ersten umfassenden Kenntnisse über den mineralischen Reichtum der Region Katanga nach Europa. Das Wissen um den hier vorherrschenden Rohstoffreichtum entwickelte sich zu einem politischen Konflikt zwischen Belgien und England, der 1894 zur Aufteilung der Kupferregion zwischen beiden Mächten führte. Es folgten weitere Expeditionen zwischen 1899 und 1902 mit weiteren Erkenntnissen über die gewaltigen Rohstofflagerstätten. Die geographische Aufteilung des Kupfergürtels in ein britisches und belgisches Interessensgebiet ist ein Ergebnis der Kolonialzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Wiese: &amp;#039;&amp;#039;Zaire: Landesnatur, Bevölkerung, Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]], Darmstadt 1980, S. 12, 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 stellte der US-Amerikaner [[Frederick Russell Burnham]] im Rahmen einer Expedition fest, dass es in dem Gebiet große Kupfervorkommen geben müsse. Damals gehörte der Nordteil des Copperbelt zum Kolonialgebiet von [[Belgien]], der Südteil zu dem des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreichs]]. Die [[British South Africa Company]] übernahm die Ausbeutung dieser Vorkommen im südlichen Teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;getjobs&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.getjobs.net/index.php?path=gj&amp;amp;arc=851 |wayback=20120503090055 |text=Website zur Industrie weltweit}}, abgerufen am 27. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem entstanden hier im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts Eisenbahnstrecken, die ein Verschiffen der Kupferbergbauprodukte von afrikanischen Häfen am Atlantischen und Indischen Ozean zu weiteren Abnehmern ermöglichten. Ein Anstieg der europäischen Bergbauaktivitäten in dieser Region ist seit dem Jahr 1910 zu verzeichnen. Dieser Zeitpunkt steht mit der Entwicklung des Schienenverkehrs im Zusammenhang, als die Eisenbahnstrecke vom Süden aus über [[Ndola]] schließlich [[Lubumbashi|Élisabethville]] (Lubumbashi) und nahe dieser Stadt das Bergwerk &amp;#039;&amp;#039;Étoile du Congo&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Stern des Kongo“) erreichte. Von Beginn an war der Kupferbergbau als [[Monopol]] organisiert, da die 1906 gegründete und durch [[Belgien|belgisches]] Kapital beherrschte Bergbaugesellschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Umicore|Union Minière du Haut Katanga]]&amp;#039;&amp;#039; (UMHK) die hiesige Rohstofferkundung und den Abbau singulär dominierte. Ihre Bergbaurechte hatte sie bis 1990 verliehen bekommen und diese umfassten ein Areal über 20.000 Quadratkilometer mit allen damals bekannten Kupfervorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;René Arthur Pelletier: &amp;#039;&amp;#039;Mineral Resources of South-Central Africa&amp;#039;&amp;#039;. [[Oxford University Press]], Cape Town 1964, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1967 konnte die UMHK machtvollen Imperium aufbauen, das sich zusätzlich über ein weiteres 14.000 Quadratkilometer großes Konzessionsgebiet für den [[Zinn]]abbau und auf Nutzungsrechte zum Abbau von [[Kalkstein]] und [[Kohle]] sowie auf die Nutzung der Wasserkraft erstreckte. Der Beginn des europäischen Bergbaus im Kupfergürtel ist eng mit dem 1908 begründeten Tagebau &amp;#039;&amp;#039;Étoile du Congo&amp;#039;&amp;#039; verbunden. Im Jahre 1911 begann die Kupferverhüttung in Élisabethville. In den 1920er Jahren nahmen an anderen Orten der Region weitere Bergbauaktivitäten zu, so ab 1926 bei [[Kipushi]]. In [[Likasi]]-Panda entstanden zwischen 1921 und 1928 für den nahen Bergbau zusätzliche Verhüttungsanlagen. Die [[Weltwirtschaftskrise]] beendete auch hier den rasanten Anstieg der montanwirtschaftlichen Entwicklung, der sich erst ab 1935 erholte. So kam es 1937 in [[Kolwezi]] zur bedeutsamen Entwicklung des Kupferbergbaus. Durch den Materialbedarf der Kriegswirtschaft stieg um 1940 die Nachfrage nach [[Germanium]], [[Cadmium]], [[Cobalt]] und Kupfer aus diesen Lagerstätten auf Höchstwerte an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wiese 193&amp;quot;&amp;gt;Bernd Wiese: &amp;#039;&amp;#039;Zaire&amp;#039;&amp;#039;. 1980, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des damaligen [[Belgisch-Kongo]] entstand eine Bahnstrecke nach [[Kalemie]] am [[Tanganjika-See]]. Von 1960 bis 1963 war das damalige [[Katanga (Staat)|Katanga]] nach einem Sezessionskrieg faktisch unabhängig. In den 1960er Jahren wurden in Sambia rund 750.000 Tonnen Kupfer gewonnen. Von 1971 bis 1999 hieß die DR Kongo [[Zaire|Zaïre]]; die Provinz Katanga wurde [[Katanga (Provinz)|Shaba]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Benguelabahn]] nach [[Lobito]] am Atlantik war durch den [[Angolanischer Bürgerkrieg|angolanischen Bürgerkrieg]] zerstört, die Verbindung nach [[Beira (Mosambik)|Beira]] am Indischen Ozean konnte wegen des Boykotts des damaligen Minderheitenregimes in [[Rhodesien]] ebenfalls nicht genutzt werden. 1976 wurde die [[Tanzania–Zambia Railway|TAZARA]] als Verbindung des Copperbelts mit dem [[Hafen Daressalam]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verfall der Kupferpreise auf dem Weltmarkt ab 1974 und besonders ab Ende der 1990er Jahre traf den Copperbelt besonders hart. 2000 betrug die Fördermenge in Sambia nur noch 256.900 Tonnen Kupfer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;getjobs&amp;quot; /&amp;gt; Zusätzlich schaffte die einseitige Abhängigkeit vom Kupferbergbau schwerwiegende Umweltprobleme. So werden beim [[Kupferraffination|Raffinieren]] der Kupfererze große Mengen an [[Arsen]]verbindungen und [[Kohlenmonoxid]] frei. Auch wurde die Landschaft durch den [[Tagebau]] großflächig zerstört. Die Siedlungsentwicklung wurde von den Interessen der Bergbaukonzerne bestimmt, so dass großflächige, städtische Ortschaften ohne ausreichende Infrastruktur entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www1.american.edu/TED/zambcopp.htm |wayback=20101012025606 |text=Analyse des Kupferbergbaus in Sambia}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2003 bis 2007 vervierfachte sich der Kupferpreis, so dass die Fördermenge zunahm. 2006 wurden in Sambia 497.000 Tonnen Kupfer gewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;getjobs&amp;quot; /&amp;gt; 2009 wurde mit der &amp;#039;&amp;#039;Lumwana Mine&amp;#039;&amp;#039; westlich von [[Solwezi]], bei [[Chisasa]], die größte sambische Kupfermine durch den Betreiber [[Barrick Gold]] in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.equinoxminerals.com/Development/Lumwana-Project |wayback=20110726092557 |text=Informationen zur Lumwana-Mine}} (englisch), abgerufen am 27. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.barrick.com/operations/zambia/lumwana/default.aspx |wayback=20141006103254 |text=Barrick: &amp;#039;&amp;#039;Lumwana copper mine&amp;#039;&amp;#039;. auf www.barrick.com}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Zusammenhang ist eine neue Eisenbahnstrecke geplant, die von Chingola in Richtung Angola projektierte &amp;#039;&amp;#039;North-Western Railway Line&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.trademarksa.org/news/government-construct-solwezi-walvis-bay-railway-link |wayback=20160127151619 |text=The Post: &amp;#039;&amp;#039;Government to construct Solwezi-Walvis Bay railway link&amp;#039;&amp;#039;. Meldung vom 19. August 2011 aus &amp;#039;&amp;#039;The Post&amp;#039;&amp;#039; auf www.trademarksa.org}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ukzambians.co.uk/home/2012/09/11/govts-move-on-rsz-issue-bold/ |wayback=20141006111133 |text=Times of Zambia: &amp;#039;&amp;#039;Govt’s move on RSZ issue bold&amp;#039;&amp;#039;. Meldung vom 11. September 2012 der &amp;#039;&amp;#039;Times of Zambia&amp;#039;&amp;#039;}}, ehemals auf &amp;#039;&amp;#039;www.ukzambians.co.uk&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Katanga-Kreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Kupfer/Tabellen und Grafiken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Francis L. Coleman: &amp;#039;&amp;#039;Northern Rhodesia Copperbelt, 1899–1962: Technological Development Up to the End of the Central African Federation&amp;#039;&amp;#039;. Manchester University Press, Manchester 1971, ISBN 0-7190-0419-5&lt;br /&gt;
* James Ferguson: &amp;#039;&amp;#039;Expectations of Modernity: Myths and Meanings of Urban Life on the Zambian copperbelt&amp;#039;&amp;#039;. University of California Press, Los Angeles 1999, ISBN 0-520-21702-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Zambia Tourism: [https://www.zambiatourism.com/towns/copperbelt/ &amp;#039;&amp;#039;The Copperbelt&amp;#039;&amp;#039;]. Informationen zur Geschichte des Copperbelts auf &amp;#039;&amp;#039;www.zambiatourism.com&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* Ningabo Aurélien, Sanoh Ousmane, Regean Pumulo Pitiya: [https://www.scirp.org/journal/paperinformation.aspx?paperid=115816 &amp;#039;&amp;#039;Zambia’s Copperbelt Area and Copper Mining: A Review&amp;#039;&amp;#039;]. In: Journal of Geoscience and Environment Protection, Vol.10 (2022), Nr. 3, S. 67–75. online auf &amp;#039;&amp;#039;www.scirp.org&amp;#039;&amp;#039; (englisch, als PDF verfügbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=12/23//S|EW=27/57//E|type=adm1st|region=ZM-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Sambia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Demokratische Republik Kongo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Sambia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Demokratische Republik Kongo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieregion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupferbergbau]]&lt;/div&gt;</summary>
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