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	<title>Copolymerisation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T00:14:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Copolymerisation&amp;diff=313676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lila Pikmin: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0 */</title>
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		<updated>2025-08-08T10:30:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Copolymerisation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sonderform einer [[Polyreaktion]]. Sie unterscheidet sich von der „einfachen“ Polyreaktion dadurch, dass statt eines [[Monomer]]s (= Homopolymerisation) ein Gemisch von zwei oder mehreren chemisch unterschiedlichen Monomeren eingesetzt wird. Das [[Produkt (Chemie)|Produkt]] der Copolymerisation ist ein [[Copolymer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur einfachen &amp;#039;&amp;#039;Homopolymerisation&amp;#039;&amp;#039;, bei der nur eine einzige [[Monomer]]art zum Einsatz kommt, werden bei der Copolymerisation verschiedene Monomere gleichzeitig oder nacheinander zur Reaktion gebracht. Das [[Produkt (Chemie)|Produkt]] der Copolymerisation ist ein [[Copolymer]], das unterschiedliche Monomerarten in &amp;#039;&amp;#039;einem&amp;#039;&amp;#039; Molekül besitzt. Je nach der Verteilung der verschiedenen Monomerarten im Polymer unterscheidet man zwischen statistischen, alternierenden, Block- und Pfropf-Copolymeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copolymerisation macht eine Vielzahl von Werkstoffen zugänglich. Durch Abstimmung der Art und Molverhältnisse der Monomeren im Polymer lassen sich viele Eigenschaften über einen weiten Bereich variieren. Eine wichtige Klasse sind die [[Thermoplastische Elastomere|thermoplastischen Elastomere]]. Diese werden bei erhöhter Temperatur zu Thermoplasten und können wie diese einfach verarbeitet werden. Nach Erkalten zeigen sie wieder (gummi)elastische Eigenschaften. Auch [[Weichmacher|Weichmachung]] (Innere Weichmachung) ist durch Copolymerisation erreichbar. Ein externer Weichmacher wird dann nicht mehr benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionskinetik ==&lt;br /&gt;
Für die Prozessführung der Synthese ist es wichtig zu wissen, welche Zusammensetzung das Copolymer haben soll. Dementsprechend müssen die Monomere eingesetzt werden. Betrachtet man zunächst die Synthese eines Copolymeren aus zwei Monomeren (für höhere Systeme gilt das Modell entsprechend). Grundsätzlich sind vier Einzelreaktionen am Kettenende eines Makromoleküls zu dessen Propagation möglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\backsim M_1^{\bullet} + M_1 \xrightarrow{{k_{11}}} \backsim M_1M_1^{\bullet}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\backsim M_1^{\bullet} + M_2 \xrightarrow{{k_{12}}} \backsim M_1M_2^{\bullet}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\backsim M_2^{\bullet} + M_1 \xrightarrow{{k_{21}}} \backsim M_2M_1^{\bullet}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\backsim M_2^{\bullet} + M_2 \xrightarrow{{k_{22}}} \backsim M_2M_2^{\bullet}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den vier [[Geschwindigkeitskonstante]]n erstellt man nun Quotienten, die auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Copolymerisationsparameter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;r_1=\frac{k_{11}}{k_{12}}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;r_2=\frac{k_{22}}{k_{21}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parameter geben die Wahrscheinlichkeit an, mit der das Monomer M&amp;lt;math&amp;gt;_1&amp;lt;/math&amp;gt; oder M&amp;lt;math&amp;gt;_2&amp;lt;/math&amp;gt; an ein Kettenende angelagert wird, welches eine M&amp;lt;math&amp;gt;_1&amp;lt;/math&amp;gt; oder M&amp;lt;math&amp;gt;_2&amp;lt;/math&amp;gt; Gruppe trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Copolymerisationsdiagramm.png|mini|400px|Copolymerisationsdiagramm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;math&amp;gt;r_1 &amp;lt; 1&amp;lt;/math&amp;gt;, wird das Monomer 2 bevorzugt an das Kettenende 1 angelagert. Für &amp;lt;math&amp;gt;r_1 &amp;gt; 1&amp;lt;/math&amp;gt; ist es genau umgekehrt. Sind beide Parameter gleich eins, so ist keine der vier Reaktionen bevorzugt, und es kommt zu einem rein statistisch verteilten Copolymer. Aus dem [[Geschwindigkeitsgesetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{dM_1}{dM_2} = \frac{m_1}{m_2}= \frac{M_1}{M_2} \cdot \frac{r_1 M_1 + M_2}{r_2 M_2+M_1}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lassen sich die [[Molenbruch|Molenbrüche]] im Polymer berechnen, da der Quotient von Geschwindigkeitskonstanten eine [[Gleichgewichtskonstante]] ist. Trägt man den Molenbruch einer Monomerspezies im Reaktionsansatz gegen ihren Molenbruch im Polymer auf, so erhält man das abgebildete Copolymerisationsdiagramm. Der Schnittpunkt der Kurven mit der Winkelhalbierenden (hier grün) stellt den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;azeotropen Punkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dar. Wird eine Reaktion unter diesen Bedingungen geführt, ist der Molenbruch einer Spezies im Reaktionsansatz genauso groß wie im resultierenden Polymer. In anderen Fällen kommt es zu einer Verschiebung des Molenbruchs während der Reaktion. Dies wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktivität der Monomere ==&lt;br /&gt;
Die Reaktivität der Monomere und somit das Einbauverhalten der Monomerkomponenten in das Copolymer werden grundlegend durch zwei Faktoren dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Resonanzeffekte&lt;br /&gt;
* Polaritätseffekte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktivität eines Monomers kann durch seine kinetische Aktivität beschrieben werden. Das Copolymerisationsverhalten wird durch den Copolymerisationsparameter r bestimmt und ist folglich eine Funktion der Reaktivitäten der einzelnen Monomere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Resonanzeffekte ===&lt;br /&gt;
Die Reaktivität eines Vinylmonomer wird durch die Struktur seines Substituenten determiniert. [[Mesomerie|Resonanzstabilisierte]] Vinylgruppen weisen je nach Stärke der Stabilisierung eine erhöhte Aktivität des Monomers gegenüber dem Radikal auf. Stark resonanzstabilisierte Vinylmonomere sind reaktive Monomere und zugleich reaktionsträge Radikale. Dies kann zur Folge haben, dass bei einer ungeeigneten Monomerkombination (z.&amp;amp;nbsp;B.: Styrol/Vinylacetat), Homopolymerisation eintritt, da die Reaktivität der beiden Komponenten zu unterschiedlich ausgeprägt sind (r&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;=55, r&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;=0,01).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polaritätseffekte ===&lt;br /&gt;
Einen großen Einfluss auf das Copolymerisationsverhalten hat darüber hinaus die Polarisierung der vinylischen Doppelbindung. Elektronenziehende Substituenten (EWG&amp;#039;s) erniedrigen die Elektronendichte der Doppelbindung, wohingegen Elektronendonoren diese erhöhen.&lt;br /&gt;
Zu den Elektronenziehenden Gruppen zählen Molekülstrukturen mit ausgeprägten [[Induktiver Effekt|−I-]] oder [[Mesomerer Effekt|−M-Effekt]], wie Ester, Ketone oder Cyanide. Den Elektronendonoren, solche mit +I- oder +M-Eigenschaften, können Alkyle oder Ether zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
Eine Monomerkombination von Monomeren unterschiedlicher Polarität zeigen dabei eine Neigung zur alternierenden Monomerabfolge im Copolymer. Sind die Polaritäten einander ähnlich so erfolgt eine statistische Abfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Q-e-Schema ===&lt;br /&gt;
Eine semiempirische Methode der Zuordnung von Reaktivitäten Q und Polaritäten e an Monomerverbindungen wurde von Alfrey und Price beschrieben. Mit dieser Methode lassen sich Reaktivitätsverhältnisse allein aufgrund dieser beiden Parameter berechnen. Die grafische Auftragung der Reaktivitäten verschiedener Monomere im Q-e-Koordinatensystem wird auch als Q-e-Schema bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschwindigkeitskonstante eines Polymerwachstumsschritt wird durch die [[Arrhenius-Gleichung]] beschrieben. Die Faktoren Reaktivität Q und Polarität e sind in die Aktivierungsenergie integriert, wodurch folgende Beziehung angegeben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;k_{12} = A_{12} \cdot e^{-(p_1 + q_2 + e_1 \cdot e_2)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei sind p&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; die Reaktivität des aktiven Kettenendes, q&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; die des Monomers und e&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; und e&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; die Polaritäten von aktiven Kettenende und Monomer. Die Reaktivitäten können dabei in den [[Stoßtheorie|Frequenzfaktor]] A&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt; eingezogen werden, so dass man folgende Beziehung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;k_{12} = P_1 \cdot Q_2 \cdot e^{-e_1 \cdot e_2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parameter Q (P) und e werden aus experimentellen Befunden (ermittelte r&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, r&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Werte) bestimmt und in Relation zum Standard [[Styrol]] gesetzt, der willkürlich die Werte Q=1 und e= −0,8 zugeordnet bekommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* B. Tieke: &amp;#039;&amp;#039;Makromolekulare Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH, 2005, ISBN 3-527-31379-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4070106-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polymerbildende Reaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lila Pikmin</name></author>
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