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	<title>Coombs-Test - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T21:11:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Coombs-Test&amp;diff=328028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Harald Gallinnis: /* Direkter Coombs-Test (Direkter Antihuman-Globulin-Test, DAT, direkter AHG) */ Archivlink überprüft</title>
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		<updated>2026-02-09T21:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Direkter Coombs-Test (Direkter Antihuman-Globulin-Test, DAT, direkter AHG): &lt;/span&gt; Archivlink überprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Coombs test schema.png|mini|450px|Schematische Darstellung. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oben direkter Coombstest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Empfänger- oder Patienten[[Erythrozyt|erythrozyten]] tragen auf ihrer Zellmembran Antikörper und werden mit dem Coombsserum inkubiert. In der Folge verklumpen die roten Blutkörperchen. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unten indirekter Coobstest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Empfänger- oder Patienten[[Blutserum|serum]] enthält (nicht-verklumpende) [[Antikörper]] des Typs [[IgG]]. Hierzu werden Spendererythrozyten (zu transfundierende Blutkonserve) gegeben. Die freien Serumantikörper binden auf den Spendererythrozyten und nach der Zugabe des Coombsserums kommt es zur Agglutination.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coombs-Test,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antihumanglobulintest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AHG-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), selten auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Race-Coombs-Test&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Robert Russell Race]]), subsumiert zwei nach dem [[Cambridge]]r Pathologen [[Robin Coombs|Robin Royston Amos Coombs]] benannte Tests auf der Basis von Kaninchen-Antihumanglobulin (Antikörper gegen [[Immunglobulin]]). Mit ihnen werden so genannte &amp;#039;&amp;#039;inkomplette&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. nicht-verklumpende) [[Antikörper]] ([[IgG]]) gegen rote Blutkörperchen ([[Erythrozyten]]) nachgewiesen, die für sich alleine keine Agglutination von Erythrozyten verursachen können. Diese Antikörper der Klasse IgG werden auch als „inkomplette“ Antikörper bezeichnet. Hingegen sind die Antikörper der Klasse [[IgM]] in der Lage, aufgrund ihrer Pentamerstruktur auch ohne Zugabe eines Reaktionsverstärkers eine Agglutination der Erythrozyten zu bewirken und werden deshalb auch komplette Antikörper genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Coombs-Test wurde von [[Carlo Moreschi]] (1876–1921)&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Moreschi, Università degli Studi di Pavia [https://museoperlastoria.unipv.it/en/carlo-moreschi-4/]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Jahre 1908&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Moreschi: &amp;#039;&amp;#039;Neue Tatsachen über die Blutkörperchenagglutinationen.&amp;#039;&amp;#039; Zbl. Bakt. 46, 49, 456 (1908)&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben, aber erst Mitte der 1940er Jahre von Robin Coombs weiterentwickelt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines indirekten Coombs-Tests wird für den Nachweis der Antikörper das sogenannte Coombs-Serum oder Antihumanglobulin (leporide Antikörper gegen humane IgG-Antikörper) und Komplementbestandteile als Reaktionsverstärker eingesetzt. Coombs-Serum wird aus dem Serum von [[Kaninchen]] gewonnen, welche gegenüber humanen Antikörpern der Klasse IgG immunisiert worden sind. Da neben dem indirekten Coombs-Test noch der direkten Coombs-Test besteht, sind die Begriffe  ‚Coombstests‘ nicht mit dem ‚[[Antikörpersuchtest]]‘ gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden in der [[Hämatologie]] zur Diagnostik von [[Hämolytische Anämie|hämolytischen Anämien]] angewendet, etwa bei Neugeborenen mit [[Rhesus-Inkompatibilität]]. [[Transfusionsmedizin]]er nutzen sie bei der serologischen Verträglichkeitsuntersuchung, kurz auch [[Kreuzprobe (Medizin)|Kreuzprobe]] von [[Blutkonserve]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Christian Mueller-Eckhardt, Volker Kiefel | Titel=Transfusionsmedizin. Grundlagen – Therapie – Methodik | Auflage=3. | Verlag=Springer-Verlag | Ort=Berlin/Heidelberg | Jahr=2004 | ISBN=3-540-00991-4 | Seiten=161 | Online={{Google Buch | BuchID=_N3ywU3lGe4C | Seite=161 | Hervorhebung=Coombs}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Direkter Coombs-Test (Direkter Antihuman-Globulin-Test, DAT, direkter AHG) ==&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;direkten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Coombs-Test&amp;#039;&amp;#039; kann immunhämatologisch der Nachweis erbracht werden, ob die Patientenerythrozyten mit inkompletten Antikörpern (Immunglobulinen oder [[Komplementsystem|Komplementfaktoren]]) beladen sind. Der direkte Coombs-Test dient dem Nachweis einer [[in vivo|In-vivo]]-Beladung, durch Sensibilisierung von Patienten- oder Neugeborenen-Erythrozyten, mit irregulären Blutgruppen-Antikörpern oder Komplement.&lt;br /&gt;
Die Indikationen zu einem direkten Coombs-Test:&lt;br /&gt;
* bei Verdacht auf einen Transfusionszwischenfall,&lt;br /&gt;
* bei einem Verdacht auf einen [[Morbus haemolyticus neonatorum]], dem Abbau von Erythrozyten im [[Fetus]] bedingt durch eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind,&lt;br /&gt;
* bei Verdacht auf [[autoimmunhämolytische Anämie]], also der Zerstörung von roten Blutkörperchen durch eine körpereigene Bildung von Antikörpern, die ihre Aktivität auf die eigenen Erythrozyten richten,&lt;br /&gt;
* bei einer positiven Eigenprobe im indirekten Coombs-Test.&lt;br /&gt;
Zur immunhämatologischen Untersuchung werden polyspezifische Coombs-Seren eingesetzt, sie sind [[Monoklonaler Antikörper|monoklonal]] oder [[Klonalität|polyklonal]]. Sie enthalten Antikörper, die mit Immunglobulinen sowie mit [[Komplementsystem|Komplement]]faktoren reagieren, mit denen die Erythrozytenmembranen beladen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel: Gebrauchsinformation AHG blend Diagnostik Polyspezifisches Coombs-Serum, sd-nostik.de  {{Webarchiv|url=http://sd-nostik.de/documents/Gebinfo_AHG%20Blend.pdf |wayback=20170422040814 |text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indirekter Coombs-Test (Indirekter Antihuman-Globulin-Test, IAT, indirekter AHG) ==&lt;br /&gt;
Mit dem  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;indirekten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Coombs-Test&amp;#039;&amp;#039;  werden nicht-gebundene, im [[Blutserum|Serum]] zirkulierende Antikörper nachgewiesen. Der Test hat vor allem Bedeutung für den Nachweis inkompletter Antikörper im Serum der Mutter bei [[Rhesus-Inkompatibilität|Rhesusinkompatibilität]]. Siehe dazu [[Antikörpersuchtest]]. Der indirekte Coombs-Test erfolgt in zwei laborklinischen Schritten. Im ersten Schritt inkubiert man das zu untersuchende Blutplasma mit definierten [[Test-Erythrozyten]]. Sind im untersuchten Patientenserum Antikörper enthalten, kommt es zu einer Bindung an die Test-Erythrozyten, doch nicht zur Agglutination. Denn erst im zweiten Schritt, wenn das Coombs-Serum zu den zuvor behandelten (inkubierten) Testerythrozyten gegeben wird, kommt es bei einem positiven Befund zur Agglutination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indirekte Coombs-Test wird bei Rhesusinkompatibilität für den Nachweis inkompletter, zirkulierender Antikörper im Serum der Mutter verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Coombs-Test kann allerdings auch ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) positiv sein. Coombs-negative hämolytische Anämien gibt es u.&amp;amp;nbsp;a. bei der [[Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie|paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber=John P. Greer u. a. | Titel=Wintrobe’s Clinical Hematology | Auflage=12. | Verlag=Lippincott Williams &amp;amp; Wilkins | Ort=Philadelphia | Jahr=2009 | ISBN=978-0-7817-6507-7 | Seiten=1011 | Online={{Google Buch | BuchID=68enzUD7BVgC | Seite=1011 | Hervorhebung=Coombs}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beim [[Morbus Wilson]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.eurowilson.org/professional/diagnosis/index.phtml | titel=For medical professionals | hrsg=EuroWilson | datum=2009-09-18| zugriff=2014-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei erblichen Erkrankungen wie der [[Thalassämie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Indikationen zu einem indirekten Coombs-Test sind:&lt;br /&gt;
* bei der Blutgruppenbestimmung, genauer gesagt, als fester Bestandteil des sogenannten Antikörpersuchtestes,&lt;br /&gt;
* bei der Vorbereitung von Bluttransfusionen auf Patienten die  zuvor schon häufig transfundiert wurden, sogenannte polytransfundierte Patienten,&lt;br /&gt;
* bei [[Anamnese|anamnestischen]] oder klinischen Verdacht auf immunisierte Personen, bedingt durch eine Schwangerschaft oder vorherigen Transfusionen,&lt;br /&gt;
* bei den Mutterschaftsvorsorge-Untersuchungen zwischen der 4. bis 8. sowie 24.  bis 27. [[Schwangerschaftswoche]],&lt;br /&gt;
* bei anamnestischen und klinischem Verdacht auf eine Rhesusinkompatibilität oder -unverträglichkeit,&lt;br /&gt;
* bei [[Onkologie|onkologischen]] Patienten die eine Bluttransfusion erhalten sollen,&lt;br /&gt;
* bei Verdacht auf autoimmunhämolytische Anämie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Rott: &amp;#039;&amp;#039;Der positive direkte Coombstest und die positive Eigenkontrolle. Relevanz im immunhämatologischen Labor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;mta, Fachzeitschrift der Technischen Assistenten in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Mai 1999, 14. Jahrgang, S.&amp;amp;nbsp;320–324.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Robin R. A. Coombs, Arthur E. Mourant, Rob R. Race | Titel=A New Test for the Detection of Weak and “Incomplete” Rh Agglutinins | Sammelwerk=[[British Journal of Experimental Patholology]] | Band=Band&amp;amp;nbsp;26 | Nummer=4 | Jahr=1945 | Seiten=255–266 | PMID=21006651 | PMC=2065689}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Jacqueline Stanley | Titel=Essentials of Immunology and Serology | Auflage=1. | Verlag=Cengage Learning | Ort=Albany (New York) | Jahr=2002 | ISBN=0-7668-1064-X | Seiten=219 | Online={{Google Buch | BuchID=nuCT5RVToN4C | Seite=219 | Hervorhebung=Coombs}}}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/RiliHaemotherapie2010.pdf | titel=Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) | hrsg=[[Bundesärztekammer]] | datum=2010-04-16| format=PDF | zugriff=2014-03-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mh-hannover.de/fileadmin/institute/transfusionsmedizin/downloads/Vorlesung_Seltsam_Immunhaematologie_ITM-MHH_0109.pdf Axel Seltsam: &amp;#039;&amp;#039;Immunhämatologie.&amp;#039;&amp;#039; Vorlesung Transfusionsmedizin Medizinische Hochschule]&lt;br /&gt;
* [http://www.shema.de/hospital/downloads/fortbildungtransfusionsmedizin.pps &amp;#039;&amp;#039;Praktische Anmerkungen zu Fragen der Transfusionsmedizin und Mutterschaftsvorsorge.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Blutgruppe]]&lt;br /&gt;
* [[Hämagglutination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immunologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Inneren Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labormedizinisches Untersuchungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Harald Gallinnis</name></author>
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