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	<title>Convivium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:29:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Convivium&amp;diff=2685680&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-15T19:57:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SEUSO lakomája.png|miniatur|Ein [[spätantike]]s &amp;#039;&amp;#039;convivium&amp;#039;&amp;#039; mit [[Stibadium]] auf einer Silberplatte aus dem [[Seuso-Schatz]] (4./5. Jahrhundert n. Chr.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Convivium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]ischer Plural &amp;#039;&amp;#039;convivia&amp;#039;&amp;#039;, im Deutschen auch &amp;#039;&amp;#039;Convivien&amp;#039;&amp;#039;, Tischgesellschaft, Gastmahl) bezeichnete im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] ein [[Bankett (Festessen)|Bankett]] der römischen Aristokratie. Es war die römische Entsprechung des griechischen [[Symposion]] und wichtiger Teil der [[Esskultur im Römischen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike und Mittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gastmähler boten neben überschäumender Lebensfreude eine Gelegenheit der Ordnung des gesellschaftlichen Lebens. Hier bildete sich einerseits die öffentliche Meinung, andererseits die Strukturen der sozialen Hierarchie, wie sie etwa durch die Sitzordnung vorgeprägt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Schnurbusch: &amp;#039;&amp;#039;Convivium. Form und Bedeutung aristokratischer Geselligkeit in der römischen Antike&amp;#039;&amp;#039;. 2011, ISBN 3-515-09860-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits galt das &amp;#039;&amp;#039;convivium&amp;#039;&amp;#039; auch als ein Ort, an dem demonstrativ Standesunterschiede – insbesondere der zwischen dem [[Patronat (Römer)|Patron]] und seinen [[Klient]]en – vorübergehend eingeebnet wurden. Bei den römischen Schriftstellern findet sich nicht selten die Forderung, dass beim &amp;#039;&amp;#039;convivium&amp;#039;&amp;#039; demonstrativ die &amp;#039;&amp;#039;[[amicitia]]&amp;#039;&amp;#039; – die Freundschaft ohne formalisierte Standesunterschiede – statt der Hierarchie des &amp;#039;&amp;#039;patronicium&amp;#039;&amp;#039; geübt werden müsse, und ebenso häufig die Klage darüber, dass die Gleichheit – etwa in der Qualität der Weine, die die Gäste erhielten – nicht eingehalten werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlin A. Barton: &amp;#039;&amp;#039;The Sorrows of the Ancient Romans. The Gladiator and the Monster.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton, NJ. 1993, S. 109 f. Vgl. zur Gleichheit des Conviviums auch John D’Arms: &amp;#039;&amp;#039;The Roman Convivium and the Idea of Equality.&amp;#039;&amp;#039; In: Oswyn Murray (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sympotica: A Symposium on the Symposion.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1990, ISBN 9780198148616, S. 308–320 ([[doi:10.1093/oso/9780198148616.003.0023]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Triclinium.jpg|mini|Schema der Platzverteilung in einem Triclinium für maximal neun Personen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblich war die Anwesenheit von Musikern, [[Mimos (Antike)|Mimendarstellern]], Tänzern und Tänzerinnen und weiteren Unterhaltern wie von &amp;#039;&amp;#039;[[scurra]]e&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;derisores&amp;#039;&amp;#039;, die als [[Clown]]s oder [[Narr]]en dafür zuständig waren, für Lachen zu sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlin A. Barton: &amp;#039;&amp;#039;The Sorrows of the Ancient Romans. The Gladiator and the Monster.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton, NJ. 1993, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz ihrem Hang zur Ausschweifung und dem oft reichlichen Genuss von Wein unterlagen die &amp;#039;&amp;#039;convivia&amp;#039;&amp;#039; klaren Regeln, wie etwa [[Ovid]] betont.&amp;lt;ref&amp;gt;Ovid, &amp;#039;&amp;#039;Tristia&amp;#039;&amp;#039; 2,488.&amp;lt;/ref&amp;gt; So war die Zahl der Teilnehmer auf neun oder maximal zwölf begrenzt, die zunächst – in der [[Römische Republik|Römischen Republik]] – in einem [[Triclinium]] lagen, wo die Gäste hufeisenförmig um einen Tisch herum auf drei [[Kline]]n (Liegesofas) lagen. Seit [[Augustus|augusteischer]] Zeit findet sich dann verstärkt statt des Tricliniums das [[Stibadium]], ein halbkreisförmiges Speiselager, das als einheitliches Möbel fünf bis sieben Gäste fassen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|IV,1|1201|1208|Convivium|[[August Mau]]|RE:Convivium|Fundstelle=hier Sp. 1204}} Vgl. zum &amp;#039;&amp;#039;sigma&amp;#039;&amp;#039; {{RE|II A,2|2323|2324|Sigma|[[Gerhart Rodenwaldt]]|RE:Sigma 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Convivia zeichneten sich durch überbordende Verschwendung und Prasserei sowie einen höchsten Aufwand an [[Lucius Licinius Lucullus#Privatleben|lukullischen]] Spezialitäten aus und gingen mit demonstrativer Vernichtung wertvoller Güter. Sexuelle Ausschweifungen scheinen auch verbreitet gewesen zu sein; die Anwesenheit von &amp;#039;&amp;#039;[[Prostitution in der Antike#Prostitution bei den Römern|meretrices]]&amp;#039;&amp;#039; (gehobenen Prostituierten) wie [[Volumnia]] ist bezeugt, wenn sie auch teils kritisch betrachtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;S. L. James: &amp;#039;&amp;#039;A Courtesan’s Choreography: Female Liberty and Male Anxiety at the Roman Dinner Party.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Batstone, G. Tissol (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Defining Genre and Gender in Roman Literature.&amp;#039;&amp;#039; New York 2005, S. 269–301 (revidiert in: C. Faraone, L. McClure (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prostitutes and Courtesans in the Ancient World.&amp;#039;&amp;#039; Madison 2006, S. 224–262).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Mittelalter]] kannte weltliche (&amp;#039;&amp;#039;convivia saecularia,&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;convivia laicorum&amp;#039;&amp;#039;), sowie geistliche (&amp;#039;&amp;#039;convivia in refectorio&amp;#039;&amp;#039;) bzw. Convivien unter Beteiligung sowohl von Geistlichen und Laien. Die Oberschicht veranstaltete Convivien als Bestandteil des [[Hofzeremoniell]]s, die [[Krönungsmahl|Krönungen]] und Bündnisse besiegelten, Freundschaften festigten, besiegeln oder einen Vertrag feierlich abschlossen. Sowohl weltliche wie geistliche Convivien unterlagen bald der Kritik der Maßlosigkeit, wurden der Verschwörung bezichtigt und waren Verboten ausgesetzt, wie es etwa das Schicksal der [[Kaland]]e vor Augen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeitliche Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[18. Jahrhundert]] wurde in der [[Burschensprache|Studentensprache]] ein [[Kneipe (Studentenverbindung)|Kneipabend]] auf einer Studentenbude als Convivium bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Studentensprache&amp;#039;&amp;#039;. Trübner, Straßburg 1895 (Neuausgabe: Studentengeschichtliche Vereinigung des Coburger Convents, Nürnberg 1984–1985), S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachliche und bedeutungsmäßige Abschleifung erfuhr der Begriff als &amp;#039;&amp;#039;Konfiefchen&amp;#039;&amp;#039;. Damit wird in [[Niederdeutsche Sprache|Plattdeutsch]] ein persönliches Treffen von zwei oder – in begrenzten Umfang – mehreren Personen bezeichnet, die in einem Gespräch vertrauliche Informationen austauschen. Das „Miteinanderreden“ auf einem Konfiefchen wird auch als &amp;#039;&amp;#039;[[klönen]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[köddern]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/woerterbuch101_abc-K.html &amp;#039;&amp;#039;Konfiefchen&amp;#039;&amp;#039; im Wörterbuch des NDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der internationale Verein [[Slow Food]] hat den Begriff Convivium für seine lokalen Gruppen gewählt. Diese Gruppen treffen sich regelmäßig, leben Geselligkeit, bauen Kontakte zwischen Erzeugern, Köchen, Händlern und  Verbrauchern auf und fördern durch Veranstaltungen und Projekte den Erhalt der lokalen Lebensmittel, Küche und Esskultur. In Deutschland gibt es rund 85 Convivien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/ www.slowfood.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Weltweit zählt der Verein rund 1.500 Convivien in 150 Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.slowfood.com/our-network/network-of-members/ www.slowfood.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dirk Schnurbusch: &amp;#039;&amp;#039;Convivium. Form und Bedeutung aristokratischer Geselligkeit in der römischen Antike&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2011.&lt;br /&gt;
* [[Elke Stein-Hölterskamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Römische Gastmahl&amp;#039;&amp;#039;. München 2005.&lt;br /&gt;
* [[Konrad Vössing]]: &amp;#039;&amp;#039;Mensa Regia. Das Bankett beim hellenistischen König und beim römischen Kaiser&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 2004.&lt;br /&gt;
* M. B. Roller: &amp;#039;&amp;#039;Dining Posture in Ancient Rome: Bodies, values, and status.&amp;#039;&amp;#039; Princeton 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Veranstaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mündliche Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterhaltung im Römischen Reich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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