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	<title>Conversio Bagoariorum et Carantanorum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:23:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conversio_Bagoariorum_et_Carantanorum&amp;diff=482276&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Peter Štih; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-04T19:00:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Peter Štih; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conversio Bagoariorum et Carantanorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Bekehrung der Baiern und Karantanen&amp;#039;&amp;#039;) ist ein lateinischer Text über die Missionstätigkeit des [[Bistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]] im Gebiet der [[Bajuwaren]] und [[Karantanen]] seit dem 7. Jahrhundert. Er entstand um 870 in [[Salzburg]] wahrscheinlich auf Initiative von Erzbischof [[Adalwin]]. Ihr Ziel war es, die Ansprüche des Erzbistums für die Missionstätigkeit im [[Plattensee-Fürstentum]] zu belegen. Die Conversio ist ein historisch einzigartiger Text über die Verhältnisse in [[Kärnten]] und das angrenzende Gebiet der [[Awaren]] im 8. und 9. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Conversio beginnt mit einer Darstellung  des Lebens und Wirkens des heiligen Erzbischofs [[Rupert von Salzburg]] seit dem späten 7. Jahrhundert in [[Lorch (Oberösterreich)|Lorch]] an der Grenze des [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reiches]] zum Reich der Awaren, danach in Salzburg. Danach werden die [[Bischöfe]] und [[Abt|Äbte]] des Salzburger [[Bischofssitze]]s aufgezählt. Abschließend wird die Geschichte der Karantanen seit dem 7. Jahrhundert dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Plattensee-Fürstentum#Koceľ und die Slawenapostel Kyrill und Method|titel1=„Koceľ und die Slawenapostel Kyrill und Method“ im Artikel Plattensee-Fürstentum}}&lt;br /&gt;
Im Jahr 870 hatte Papst [[Hadrian II.]] den byzantinischen Geistlichen [[Method von Saloniki|Methodios]] zum [[Liste der Bischöfe von Syrmien|Erzbischof für Sirmium]], das &amp;#039;&amp;#039;Plattensee-Fürstentum&amp;#039;&amp;#039; und das [[Mährerreich]] ernannt. Dagegen entstand im Erzbistum Salzburg Widerspruch, da es eigene Ansprüche auf Missionstätigkeit und [[Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen#Römisch-katholische Kirche|kirchliche Organisation]] in Teilen des Gebietes verletzt sah. 870 wurde Methodios durch die bayerische Kirche gefangengesetzt. Die Conversio sollte nun bei einem Gerichtsprozess vor König [[Ludwig der Deutsche|Ludwig den Deutschen]] belegen, dass das Erzbistum Salzburg Ansprüche auf die Missionstätigkeit in Pannonien hatte. Die Conversio betonte die Rolle Salzburgs bei der Missionierung Bayerns, Karantaniens und Pannoniens besonders. Sie beschreibt zwar die Missionstätigkeit Salzburgs genau, vergisst jedoch bewusst jene des [[Bistum Passau|Bistums Passau]] und verändert Details zu Gunsten Salzburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Methodios wurde erst 873 wieder freigelassen und wirkte wieder in Pannonien. 874 gelang es Erzbischof [[Theotmar|Theotmar von Salzburg]], in Pannonien Einfluss zu erlangen. 880 floh Methodios nach Mähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 970 entstanden mit ähnlichen Absichten die so genannten [[Lorcher Fälschungen]] durch das Bistum Passau.&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Missionstätigkeit von Method in Pannonien und Mähren ===&lt;br /&gt;
Um den Streit zwischen der Salzburger Missionstätigkeit und den Brüdern [[Kyrill von Saloniki|Konstantin]] und [[Method von Saloniki|Method]] zu verstehen, muss man etwas weiter zurückgehen. Um 860 beschlossen die beiden Mährerfürsten [[Rastislav]] und [[Sventopluk|Zwentibald]] (Svatopluk) sich mit der Bitte an den Papst zu wenden, Lehrer und lokale Priester in sein Herrschaftsgebiet zu entsenden, um sich dem Einfluss Ludwigs des Deutschen zu entziehen. Byzantinische Geistliche, die schon lange in Mähren tätig waren, drängten Rastislav dazu, das gleiche Gesuch an den byzantinischen Kaiser [[Michael III. (Byzanz)|Michael III.]] zu schicken, was Rastislav 862 in einem griechisch verfassten Brief auch tat. In diesem Brief wurde nicht nur um einen Bischof gebeten, sondern auch Michael III. als Herrscher anerkannt. In Wahrheit ging es Rastislav weniger um die [[Missionierung]] seines Landes, da diese schon in den 820er und 830er Jahren von Salzburger und Passauer Missionaren vollzogen worden war, sondern vielmehr um den Aufbau einer eigenen [[Landeskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
863 wurden die Brüder Konstantin und Method von Michael III. und Patriarch [[Photius]] als Missionare nach [[Mähren]] geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstantin und Method kamen aus [[Thessaloniki]] und hatten sich gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie hatten auf Basis der slawischen Sprache eine eigene Schrift, die so genannte [[Glagolica]], entwickelt, die auf dem griechischen Alphabet beruhte und für die Einführung in die slawische [[Liturgie]] gedacht war. Mehr als drei Jahre wirkten die beiden Slawenapostel in Mähren und bekamen dabei immer größere Probleme mit den fränkischen Missionaren, die eine Feier der Liturgie in einer Volkssprache ablehnten. Konstantin und Method wiederum warfen den Franken vor, sie würden Mischformen und [[Synkretismus|Synkretismen]] zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
867 verließen Konstantin und Method Mähren und reisten über [[Venedig]] nach [[Rom]], wo sie von Papst Hadrian II. empfangen wurden. Konstantin erkrankte allerdings schwer, trat in ein Kloster ein und verstarb am 14. Februar 869.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Method seinerseits wurde daraufhin vom Papst zum päpstlichen [[Legat (Botschafter)|Legaten]] für die pannonisch-mährischen [[Slawen]] ernannt und den Fürsten Ratislav, Zwentibald und [[Kocel]] ausdrücklich empfohlen. So sollten diese Fürsten die Möglichkeit bekommen, Unabhängigkeit von der salzburgisch-bayrischen Kirche zu erlangen. Außerdem ernannte Hadrian II. Method zum Erzbischof von [[Sirmium]] (heute [[Sremska Mitrovica]]), wo sich bis zum Eindringen der [[Awaren]] (582) ein spätantikes [[Bistum]] befunden hatte. Method hielt sich allerdings die meiste Zeit in [[Zalavár|Moosburg]]&amp;lt;ref name=moos&amp;gt;http://www.uni-salzburg.at/fileadmin/oracle_file_imports/544327.PDF&amp;lt;/ref&amp;gt;, dem heutigen ungarischen Zalavár auf, da Sirmium unter bulgarischer Herrschaft stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt begann der Streit zu eskalieren, da Pannonien bis zur Ernennung Methods zwischen dem Erzbischof von Salzburg, dem [[Bistum Passau|Bischof von Passau]] und dem [[Aquileia|Patriarchen von Aquileia]] aufgeteilt gewesen war. Method wurde bei einem bayrisch-mährischen Aufeinandertreffen gefangen genommen und vor König Ludwig den Deutschen nach [[Regensburg]] zitiert um sich zu verantworten.&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Und hier kommt die Conversio ins Spiel. Bei einem formalen Gericht, das möglicherweise von Ludwig selbst geleitet wurde, tauchte die Conversio auf und erklärte, wie die Bayern Mähren und [[Kärnten]] christianisiert hätten und dass die einzigen Probleme dabei Method und die slawische Sprache gewesen seien. Man kann also ohne Übertreibung sagen, die Conversio ist als internationale Quelle ersten Ranges zur Beeinflussung Ludwigs des Deutschen bei der Einvernahme Methods im Jahr 870 geschrieben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst zweieinhalb Jahre später und nach scharfer Intervention des neuen Papstes [[Johannes VIII. (Papst)|Johannes VIII.]] wurde Method 873 freigelassen. Ihm wurde verboten Slawisch weiterhin als Messsprache zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Methods Bistum hielt nicht lange. Bereits 879 gelang es dem neuen Salzburger Erzbischof [[Theotmar]] in Pannonien wieder Fuß zu fassen und nach dem Tod Chozils 880 musste Method nach Mähren fliehen. Als Method schließlich 885 starb, war seine Idee einer slawisch geprägten Kirche in Mähren und Pannonien weitgehend gescheitert.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Lošek]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und der Brief des Erzbischofs Theotmar von Salzburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Germaniae Historica]]. Studien und Texte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 15). Hahn, Hannover 1997, ISBN 3-7752-5415-3.&lt;br /&gt;
* [[Christian Rohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bayern und Byzanz. Zur Missionierung Osteuropas im Früh- und Hochmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Beitrag zur Ringvorlesung der Salzburger Mittelalter-Studien im Wintersemester 2003/04 über „Das Bild und die Geschichte Osteuropas im Mittelalter“ am 20. Oktober 2003 ([https://www.plus.ac.at/wp-content/uploads/2021/02/544327.pdf online], abgerufen am 8. August 2024).&lt;br /&gt;
* [[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Conversio Bagoariorum et Carantanorum. Das Weißbuch der Salzburger Kirche über die erfolgreiche Mission in Karantanien und Pannonien&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben, übersetzt, kommentiert und um die &amp;#039;&amp;#039;Epistola Theotmari&amp;#039;&amp;#039; wie um gesammelte Schriften zum Thema ergänzt von Herwig Wolfram. Herausgeber für die [[Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste]]: [[Peter Štih]]. Slovenska Akademija Znanosti in Umetnosti, Ljubljana / Hermagoras, Klagenfurt, 2., gründlich überarbeitete Auflage 2012, ISBN 978-3-7086-0672-9 (Hermagoras).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4409107-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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