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	<title>Contra principia negantem disputari non potest - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:06:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Contra_principia_negantem_disputari_non_potest&amp;diff=485638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PerfektesChaos: tk k</title>
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		<updated>2023-12-10T21:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Contra principia negantem disputari non potest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;contra principia negantem non est disputandum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Contra principia negantem disputari nequit&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Latein|lateinisches]] [[Sprichwort]], das die Anerkennung gemeinsamer [[Kommunikation]]sgrundlagen fordert und eine Absage an [[Ideologie|ideologische]] Argumentationen enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sentenz]] geht zurück auf eine Stelle in [[Aristoteles]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Physik (Aristoteles)|Physik]]&amp;#039;&amp;#039; (1,2 185a 1-3), an der es darum geht, dass eine Debatte um Geometrie an Grenzen stößt, wenn der Debattengegner die Prinzipien der Geometrie nicht anerkennt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayertz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Kurt Bayertz]] |Titel=Warum überhaupt moralisch sein? |Reihe=Beck’sche Reihe |BandReihe=1696 |Auflage=1. |Verlag=Beck |Ort=München |Datum=2006 |ISBN=3-406-54132-1 |Online={{Google Buch |BuchID=feeNBAAAQBAJ |SeitenID=PT222}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutsche Sprache|deutscher]] Übersetzung lautet der Satz: „Gegen den, der die Prinzipien leugnet, läßt sich nicht streiten.“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Friedrich Kirchner]], Carl Michaëlis |Titel=contra principia negantem disputari non potest |Sammelwerk=Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe |Reihe=Philosophische Bibliothek |BandReihe=67 |Auflage=5. |Verlag=Verlag der Dürr’schen Buchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1907 |Seiten=127 |Online={{Zeno-Werk|Kirchner-Michaelis-1907/A/contra+principia+negantem+disputari+non+potest|zeno.org}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; also etwa: „Mit jemandem, der die Prinzipien/Grundlagen (der Diskussion/Kommunikation) leugnet, lässt sich keine Auseinandersetzung führen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Frage oder ein Streit, dessen Gegenstand die Prinzipien selbst sind, nennt man eine Prinzipienfrage oder einen [[Prinzipienstreit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Princīp |Band=13 |Seite=596 |SeiteBis=597 |zenoID=20010682406}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Argumentieren stößt sowohl bei Diskussionen um [[Ethik]], [[Alltag]]süberzeugungen,  [[Geisteswissenschaft]]en als auch im Bereich der [[Empirie|empirischen]], [[Naturwissenschaft|naturwissenschaftlichen]] [[Erkenntnis]] gelegentlich auch in der Gegenwart an Grenzen, so dass die Sentenz zur Anwendung kommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayertz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz findet in sich in zahlreichen Erörterungen zum Thema Diskussionen und [[Streitfrage]]n, zum Beispiel in &amp;#039;&amp;#039;[[Eristische Dialektik]]&amp;#039;&amp;#039; (1830) von [[Arthur Schopenhauer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Schopenhauer |Titel=Die Kunst, recht zu behalten |Reihe=Reclams Universal-Bibliothek |BandReihe=19091 |Verlag=Reclam |Ort=Ditzingen |Datum=2014 |ISBN=978-3-15-019091-3 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Logischer Empirismus|logische Empirist]] [[Walter Dubislav]] wandte sich 1929 gegen die seiner Auffassung nach häufige Behauptung der Vertreter des [[Kritizismus]] nach [[Immanuel Kant]], der Satz gelte nicht, wenn es um einige [[Philosophie|philosophische]] Behauptungen gehe, weil jeder Streit über Philosophie auf die im Unterschied zur [[Mathematik]] nicht klar auf der Hand liegenden Prinzipien der Philosophie hinauslaufe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Dubislav |Hrsg=[[Nikolay Milkov]] |Titel=Zur Methodenlehre des [[Kritizismus]] |TitelErg=(1929) |Sammelwerk=Die [[Berliner Gruppe (Philosophie)|Berliner Gruppe]]. Texte zum [[Logischer Empirismus|Logischen Empirismus]] von Walter Dubislav, [[Kurt Grelling]], [[Carl G. Hempel]], [[Alexander Herzberg (Mediziner)|Alexander Herzberg]], [[Kurt Lewin]], [[Paul Oppenheim]] und [[Hans Reichenbach]] |WerkErg=Herausgegeben, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Nikolay Mikov |Reihe=Philosophische Bibliothek |BandReihe=671 |Auflage=1. |Verlag=Felix Meiner Verlag |Ort=Hamburg |Datum=2015 |ISBN=978-3-7873-2534-4 |Seiten=406 |Online={{Google Buch |BuchID=YQuKDwAAQBAJ |Seite=406}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 vertrat der Philosoph [[Karl Jaspers]] die Ansicht, dass in der [[Logik|logischen]] [[Disputation]] der Wissenschaft durch die Voraussetzung fester Prinzipien und der Ableitung von Folgen aus ihnen zwar für formale Klarheit gesorgt wird, aber Disputationen letztlich häufig mit der Feststellung des Satzes enden und einem „geistigen Ganzwerden“ nicht immer dienlich seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Jaspers]] |Titel=Die Idee der Universität |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin / Heidelberg / New York |Datum=1980 |ISBN=3-642-61848-0 |Kapitel=Disputation und Diskussion |Seiten=61 |Kommentar=Reprint der Ausgabe von 1946 |Online={{Google Buch |BuchID=hWgmBgAAQBAJ |Seite=61}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Karl Popper]] sah es 1994 als Irrtum an, dass jede [[Rationalität|rationale]] Diskussion von einigen Prinzipien oder [[Axiom]]en ausgehen müsse, die [[Dogma|dogmatisch]] akzeptiert werden müssen, wenn ein unendlicher [[Regress (Logik)|Regress]] vermieden werden soll. Popper diskutiert die Frage, ob es nötig sei, wenn man über die Gültigkeit von Prinzipien oder Axiomen rational diskutieren möchte, zugleich erneut wieder auf Prinzipien und Axiome zurückzugreifen. Nach Popper bestehen die Vertreter des Prinzips meistens entweder dogmatisch auf der Wahrheit eines Rahmens von Prinzipien oder Axiomen, oder aber sie werden [[Relativismus|Relativisten]] und sagen, dass es unterschiedliche Rahmenbedingungen gebe und daher keine rationale Diskussion zwischen ihnen, also keine weitere rationale Wahl gebe. Popper sieht das als einen Irrtum an, der stillschweigend annimmt, jede rationale Diskussion habe den Charakter einer Rechtfertigung, eines Beweises, einer Demonstration oder einer logischen Ableitung aus anerkannten [[Prämisse]]n. Diese naturwissenschaftliche Art der Diskussion könne auch der Philosophie zeigen, dass es eine weitere Art der rationalen Diskussion gebe, und zwar eine kritische Diskussion, die nicht versucht, eine Theorie zu beweisen, zu rechtfertigen oder zu etablieren. Eine solche Diskussion versucht nicht, von höheren Prämissen abgeleitet zu werden, sondern versucht, die jeweils diskutierte Theorie zu testen dadurch, dass sie herausfindet, ob ihre logischen Folgen alle akzeptabel sind oder ob sie möglicherweise unerwünschte Folgen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Popper]] |Hrsg=Mark Amadeus Notturno |Titel=The Myth of the Framework. In Defence of Science and Rationality |Verlag=Routledge |Ort=London / New York |Datum=1994 |ISBN=0-415-13555-9 |Seiten=59–60 |Sprache=en |Kommentar=Reprint 1997 |Online={{Google Buch |BuchID=Ye2tAhDX7agC |Seite=59}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Diskussionen um das Verhältnis von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften taucht die Sentenz immer wieder auf. Die Begriffe [[Bedeutung (Sprachphilosophie)|Bedeutung]], [[Verstehen]] und [[Bewusstsein]] werden im geisteswissenschaftlichen Begriffsfeld anders verstanden, als sie im naturwissenschaftlichen Feld aufgefasst werden. Das macht es nötig, zu vermeiden, dass ein gegenseitiger Vorwurf, die Prinzipien nicht anzuerkennen, erhoben werden kann, also eine gemeinsame Terminologie und Kommunikation über die Argumentation zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nadia Zaboura |Titel=Das empathische Gehirn. [[Spiegelneuron]]e als Grundlage menschlicher Kommunikation |TitelErg=Mit einem Geleitwort von [[Jo Reichertz]] |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2009 |ISBN=978-3-531-16390-1 |Kapitel=Bedeutung/Sinn: Ein Auslaufmodell in Zeiten des [[Naturalismus (Philosophie)|Naturalismus]]? |Seiten=116–117 |Online={{Google Buch |BuchID=MHB2HJNnjRoC |Seite=116}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Intersubjektivität]]&lt;br /&gt;
* [[Streitfrage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hubert Schleichert]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Anleitung zum subversiven Denken&lt;br /&gt;
   |Reihe=Beck’sche Reihe&lt;br /&gt;
   |BandReihe=1344&lt;br /&gt;
   |Auflage=5.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Beck&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-406-58378-4&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=0p1vXxHc8hgC}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprichwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aristoteles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PerfektesChaos</name></author>
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