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	<title>Continuous Linked Settlement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:59:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Continuous_Linked_Settlement&amp;diff=2626030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-09-04T22:14:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Continuous Linked Settlement}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|dauerhaft vernetzte Abwicklung}}) ist im [[Bankwesen]] die Bezeichnung für ein übergeordnetes, als [[Clearinghaus]] institutionalisiertes [[Clearing|Abrechnungs- und Abwicklungssystem]], das weltweit von [[Finanzinstitut]]en genutzt wird. Es eliminiert die gegenseitigen [[Erfüllungsrisiko|Erfüllungsrisiken]] der [[Kreditinstitut]]e untereinander und trägt zur Verminderung der [[Vorleistungsrisiko|Vorleistungsrisiken]] bei. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der weltweite [[Interbankenhandel]] wird geprägt durch großvolumige [[Bankgeschäft]]e im [[Devisenhandel|Devisen-]], [[Wertpapier]]- und [[Derivat (Wirtschaft)|Derivatehandel]]. Diese Geschäfte bestehen aus der gegenseitigen [[Lieferung]] und [[Zahlung]] „[[Zug um Zug (Recht)|Zug um Zug]]“ am [[Settlement (Finanzwesen)|Erfüllungstag]]. An jenem Tag vertraut die erfüllende Bank bei der eigenen Leistung darauf, dass auch die Gegenseite (Kontrahent) ihre [[Gegenleistung]] erbringt. Die Gefahr, dass eine der beiden Leistungen ausbleibt und die eigene Leistung bereits erbracht wurde, wird Erfüllungsrisiko genannt. Eine Vielzahl von [[Bankenpleite]]n, insbesondere der [[Herstatt-Bank]] im Juni 1974, rückte dieses Erfüllungsrisiko in den Vordergrund der Diskussion. Der Kölner Herstatt-Bank wurde am 26. Juni 1976 durch die deutsche [[Bankenaufsicht]] verboten, nach 16:15 Uhr [[MEZ]] noch Zahlungen zu leisten. Das betraf sogar jene [[Devisenhandel]]stransaktionen, bei denen die Herstatt-Bank selbst bereits die Gegenerfüllung erhalten hatte. Zu jenem Zeitpunkt hatte der Geschäftstag in [[New York City]] gerade begonnen, und wenigstens 12 Herstatt-Partnerbanken hatten unwiderruflich Zahlungen in Höhe von geschätzten 200 Millionen US-Dollar geleistet; wegen der Zeitverschiebung erhielten sie jedoch nicht mehr die fällige Gegenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2024-02-26 |offline=ja |url=http://www.bf.uzh.ch/publikationen/dis/alexandra_schaller_dissertation.pdf |autor=Alexandra  Schaller |werk=bf.uzh.ch |titel=Continuous Linked Settlement: History and Implications |seiten=33 f. |format=PDF |sprache=en&amp;lt;!--vermutlich--&amp;gt; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schließung des Bankhauses Herstatt war der erste – aber nicht letzte – und spektakulärste Fall eines Bankzusammenbruchs, bei dem nicht vollständig abgewickelte Devisenhandelstransaktionen zu schwerwiegenden Problemen bei den Zahlungsverkehrs- und Abrechnungssystemen führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, &amp;#039;&amp;#039;Quartalsbericht Dezember 2002&amp;#039;&amp;#039;, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Risiko traf insbesondere auch die deutsche [[KfW]], die am 15. September 2008 aus einem [[Swap (Wirtschaft)|Devisenswap]] rund 319 Millionen [[Euro]] an [[Lehman Brothers]] überwies, als deren Konkurs bereits bekannt war. Die fällige Gegenleistung von Lehman Brothers über 500 Millionen [[US-Dollar]] blieb zunächst aus und musste von der KfW letztendlich zu 1/3 als [[Jahresfehlbetrag|Verlust]] verbucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lehman-ueberweisungspanne-kfw-bekommt-geld-zurueck-a-666735.html SPIEGEL ONLINE vom 12. Dezember 2009, Lehman-Überweisungspanne: KfW bekommt Geld zurück]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Risiko, dass die eine Partei eines Devisenhandelsgeschäfts die von ihr verkaufte Währung auszahlt, ohne die von ihr gekaufte Währung zu erhalten, wird als Erfüllungsrisiko bei Devisenhandelstransaktionen oder als „[[Herstatt-Risiko]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Quartalsbericht Dezember 2002, S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt für alle übrigen [[Basiswert]]e. Um das Problem des Erfüllungsrisikos asynchroner Abwicklung zu lösen, präsentierte 1995 die [[Bank für Internationalen Zahlungsausgleich]] einen Lösungsansatz auf der Grundlage des Prinzips „Zahlung gegen Zahlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsverkehrssysteme in den Ländern der Zehnergruppe&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 551&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Weiterentwicklung dieses Ansatzes gründeten die G20-Banken im Juli 1997 ein [[Zweckgesellschaft|zweckgebundenes]] [[Finanzinstitut]], die &amp;#039;&amp;#039;CLS Bank International&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Quartalsbericht Dezember 2002, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Nach diesen jahrelangen Vorarbeiten gründeten die 20 führenden Devisenhandelsbanken im Juli 1997 die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; in New York und institutionalisierten mit ihr das System des &amp;#039;&amp;#039;Continuous Linked Settlement&amp;#039;&amp;#039;. Das gegenseitige Erfüllungsrisiko der Marktteilnehmer wird bei ihr durch das Prinzip „Zahlung gegen Zahlung“ ausgeschaltet. Die neue Bank installierte das weltweit erste Settlement-System, um hiermit das gegenseitige Erfüllungsrisiko im [[Devisenmarkt]] bei zunächst 17 Währungen zu eliminieren. Diese Währungen repräsentieren etwa 94 % des weltweit täglich gehandelten Devisenvolumens. Nach zahlreichen Tests wurde die Bank am 9. September 2002 mit 39 Mitgliedern und 7 Währungen in Betrieb genommen. Im Februar 2009 gab es 62 aktive Settlement-Mitglieder und 4.576 Drittparteien, die das System nutzen. Nach eigenen Angaben entfiel auf die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; ein Anteil von 68 % des weltweiten Devisenmarktes, woraus sich im März 2012 ein täglich über die Bank abgewickeltes Volumen von über 5 Billionen US-Dollar ergab.&amp;lt;ref&amp;gt;cls-group.com: {{Webarchiv|url=http://www.cls-group.com/SiteCollectionDocuments/CLS%20market%20share%20Feb%202011.pdf |wayback=20120213005613|text=&amp;#039;&amp;#039;CLS market share – February 2011&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 81&amp;amp;nbsp;KB, englisch }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;cls-group.com: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;CLS monthly market report – Dec 2015&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.cls-group.com/CLS%20Information/20151231%20CLS%20data%20market%20report1.0.pdf |wayback=20160222155137 |format=PDF; 999&amp;amp;nbsp;KB, englisch }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als monofunktionales Institut geplant, wickelt sie unter anderem ab 2008 auch [[Kreditderivat]]e und andere handelbare [[Finanzinstrument]]e ab. Die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; arbeitet in New York als [[Auslandsbank]] (so genannte „{{lang|en|edge corporation}}“) unter der Finanzaufsicht der [[Federal Reserve Bank of New York]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Continuous Linked Settlement&amp;#039;&amp;#039; versteht sich als kontinuierlicher Abwicklungsprozess, der auf einer simultanen Übertragung der beiden Erfüllungsteile auf die beiden Vertragspartner beruht. Anstatt bei einem Handelsgeschäft die Zahlungen gegenseitig bilateral auszutauschen, erbringt jeder Kontrahent etwa eines [[Devisenkassamarkt|Devisenkassageschäftes]] die auf ihn entfallende Zahlungsverpflichtung auf ein Multiwährungskonto bei der &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039;. Diese achtet darauf, dass die beiden Leistungen vertragsgemäß erfolgen, also übereinstimmen ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;matching principle&amp;#039;&amp;#039;}}). Durch die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; werden die gegenseitigen, bisher dezentral erfolgten Vertragsleistungen zentralisiert bei gleichzeitiger Synchronisierung der Erfüllungszeitpunkte. Die Asynchronität der gegenseitigen Erfüllungszeitpunkte ergibt sich sowohl aus den unterschiedlichen Zahlungszeitpunkten als auch aus möglichen Zeitunterschieden durch die bestehenden [[Zeitzone]]n. Durch Zusammenführung bei der &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; können diese Unterschiede ausgeglichen werden. Das hieraus resultierende System ist einfach: entweder erhalten beide Vertragspartner die ihnen jeweils zustehende Leistung zeitgleich oder keiner. Sind die Voraussetzungen beidseitig erfüllt, verteilt die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; die Zahlungen an den jeweils anderen Vertragspartner. Damit leistet die &amp;#039;&amp;#039;CLS-Bank&amp;#039;&amp;#039; einen wesentlichen Beitrag zur Ausschaltung des Erfüllungsrisikos.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=BmkoRfOOIQUC&amp;amp;pg=PA227&amp;amp;lpg=PA227&amp;amp;dq=cls+bank+1997&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=UZQ8zkEeqF&amp;amp;sig=7DPpq4HXsDJTDBWwVIarYuKEQvY&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=1GqQT8jyO9HOsgb7572pBA&amp;amp;ved=0CG0Q6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=cls%20bank%201997&amp;amp;f=false Gerald R. Riedl, &amp;#039;&amp;#039;Der bankbetriebliche Zahlungsverkehr&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 227]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die CLS-Bank ist kein [[Zentraler Kontrahent]], übernimmt keine Abwicklungsgarantie und betreibt kein [[Netting (Finanzen)|Netting]], sondern ist ein Clearinghaus, das das Settlement-Risiko der Kontrahenten durch Rückgabe der nicht „gematchten“ Transaktion ausschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftsablauf ==&lt;br /&gt;
Zunächst übermitteln die CLS-Mitglieder die Daten der abzuwickelnden [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]]; dies geschieht normalerweise bis 0.00 Uhr MEZ am Tag der Abwicklung. Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Transaktionen errechnet die CLS-Bank dann für jedes Mitglied den Nettobetrag, den es für jede [[Währung]] insgesamt zu leisten bzw. zu erhalten hat, und um 6.30 Uhr MEZ wird für jedes Mitglied ein entsprechender Einzahlungszeitplan herausgegeben. Die Zahlungen an die CLS-Bank sind in der Zeit von 7.00 bis 12.00 Uhr MEZ zu leisten, wobei die stündlichen Fristen genau einzuhalten sind. Diese Zeit deckt sich zumindest teilweise mit den Geschäftszeiten von sechs der sieben für Zahlungen an die bzw. von der CLS-Bank verwendeten [[Real Time Gross Settlement|RTGS-Systeme]]. Zahlungen zwischen Mitgliedern und der CLS-Bank werden über das lokale Zahlungsverkehrssystem abgewickelt und erfolgen über das Konto, das die CLS-Bank für jede Währung bei der jeweiligen [[Zentralbank]] unterhält. Innerhalb des CLS-Systems wird zwischen Abwicklung von Transaktionen und Ein- bzw. Auszahlungen, d.&amp;amp;nbsp;h. Zahlungen im Verhältnis der CLS-Mitglieder und der CLS-Bank untereinander, getrennt. Das Prinzip „Zahlung gegen Zahlung“ führt dazu, dass die Mitglieder auf ihren CLS-Konten jederzeit einen nicht negativen Gesamtsaldo (sämtlicher Währungen zusammengenommen) ausweisen müssen und deshalb insgesamt über keinen Intraday-[[Überziehung]]skredit verfügen. Am Ende des Tages ist der [[Saldo]] ihrer CLS-Konten immer null.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Quartalsbericht Dezember 2002, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlungsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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