<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Consumerization</id>
	<title>Consumerization - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Consumerization"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Consumerization&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-22T06:46:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Consumerization&amp;diff=2453808&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A.Abdel-Rahim: Präzisierung eingearb.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Consumerization&amp;diff=2453808&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-25T01:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Präzisierung eingearb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Consumerization&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsumentisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. aus [[Consumer]], dt. [[Verbraucher]] und &amp;#039;&amp;#039;ization&amp;#039;&amp;#039;, engl. als Wortendung für die Substantivierung eines Vorganges; wörtlich &amp;#039;&amp;#039;verbraucherischer machend&amp;#039;&amp;#039;, sinngemäß etwa &amp;#039;&amp;#039;auf den Verbraucher fokussierend&amp;#039;&amp;#039;) beschreibt die Umkehrung der traditionellen Vorgehensweise, wonach (bei besagtem traditionellem Vorgehen) [[Technologie]]n zunächst für [[Unternehmen]], [[Organisation]]en und [[Behörden]] entwickelt werden und dann gegebenenfalls für den privaten Gebrauch eine Anpassung erfolgt. Stattdessen werden Technologien heute häufig auf der Verbraucherseite zuerst als Verbraucherprodukte eingeführt und finden nach Anpassung ihren Weg hinein in Unternehmen, Organisationen und Behörden als organisationsspezifische Anwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Speziellen bezeichnet „Konsumentisierung der Informationstechnik des Arbeitsplatzes“ den [[Sachverhalt]] bzw. die [[Phänomen|Erscheinung]], dass, anstatt organisationsspezifisches Computing an Mitarbeiterbedürfnisse anzupassen, soweit zweckmäßig, dazu übergegangen wird, [[elektronisch]]e [[Endgerät]]e (wie beispielsweise [[Smartphone]]s, [[Tablet-PC]]s, [[Laptop]]s usw.) von [[Arbeitnehmer]]n, die bekanntermaßen Konsumentenprodukte sind, für deren [[Erwerbsarbeit]] im organisationsspezifischen Einsatz anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Konsumentisierung&amp;quot; ist die Neuausrichtung von [[Produktdesign|Produkt-]] und [[Service Design|Dienstleistungsgestaltungen]], die sich auf den Endverbraucher als einzelnen [[Verbraucher]] konzentrieren (und an ihn [[Vermarktung|vermarkten]]), im Unterschied zu einer früheren Ära von ausschließlich organisationsorientierten Angeboten (Angebote ausschließlich für [[Business-to-Business]]- oder [[Business-to-Government]]-[[Verkauf|Verkäufe]]). [[Technologie]]n, deren erste [[Kommerzialisierung]] auf organisationsübergreifender Ebene erfolgte, haben daher [[Potenzial]] für eine spätere &amp;quot;Konsumentisierung&amp;quot;. Das Aufkommen des einzelnen Verbrauchers als primärer [[Treiber]] der Produkt- und Dienstleistungsgestaltungen wird am häufigsten mit der [[Informationstechnik|IT]]-[[Wirtschaftszweig|Branche]] in Verbindung gebracht, da große [[Unternehmen]] und Regierungsorganisationen die ersten [[Jahrzehnt]]e der [[Nutzung (Technik) #Computer-Systeme|Computernutzung]] und -entwicklung dominierten. Somit ist die [[Digitale Revolution #Technische Aspekte|Mikrocomputerrevolution]], bei der sich die [[elektronische Datenverarbeitung]] von der ausschließlichen [[Nutzung]] durch Unternehmen und Regierungen hin zu [[Personal Computing]] verlagerte, ein Kardinalbeispiel für die &amp;quot;Konsumentisierung&amp;quot;. Aber auch viele technologiebasierte Produkte wie [[Taschenrechner]] und [[Mobiltelefone]] haben ihren Ursprung in Organisations-spezifischen Märkten und wurden erst im Laufe der Zeit von der Massennutzung durch Verbraucher dominiert, da erst einhergehend mit einer Wandlung von Märkten diese Produkte zur [[Massenware]] wurden und die Preise fielen. Ein Beispiel für Organisations-spezifische [[Software]], die zu Verbrauchersoftware wurde, ist [[Texterkennung #OCR-Software|Software zur optischen Erkennung von alphanumerischen Zeichen]], die ihren Ursprung in [[Bank]]en und Postsystemen hatte (um die Scheckabfertigung und Postsortierung zu automatisieren), jedoch schließlich zu einer individuellen [[Produktivitätssoftware]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem anderen Sinne ist &amp;quot;Konsumentisierung&amp;quot; der Informationstechnik des [[Arbeitsplatz]]es als die Verbreitung von persönlicher [[Informationstechnik|IT]] am Arbeitsplatz (zusätzlich oder sogar anstelle von unternehmenseigener IT) zu sehen, die ihren Ursprung im Verbrauchermarkt besitzt, um für [[Beruf|berufliche]] Zwecke genutzt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Köffer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Exploring the relationship between IT consumerization and job performance: A theoretical framework for future research.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Communications of the Association for Information Systems.&amp;#039;&amp;#039; ({{ISSN|1529-3181}}) Bd. 35 (Dezember 2014), S. 261–283.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Aufkommen von Smartphones (etwa dem Apple iPhone 1 im Jahre 2007) wurden mobile Endgeräte, obwohl sie mobil nutzbar sind, meistens stationär an einem Arbeitsplatz eingesetzt (beispielsweise [[Personal Digital Assistant]]s). Durch das Aufkommen der mobilen Endgeräte neuerer Prägung ab 2007 (Smartphone, [[Tabletcomputer]] u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m.) änderte sich dieser Umstand dahingehend, dass das Nutzen eines mobilen [[Computer]]s und der Zugriff auf [[Computernetzwerk]]e von unterwegs zur [[Normalität]] geworden ist. Im Zuge dessen ist noch ein weiterer Effekt aufgetreten, welcher Unternehmen vor einige technische Herausforderungen stellt. Dadurch, dass der Trend durch Privatanwender vorangetrieben wird und beim Anwender die [[Informationstechnik|IT]]-[[Affinität]] steigt, wünschen diese sich ein Entgegenkommen der IT-Abteilung ihres [[Arbeitgeber]]s hinsichtlich Verantwortung und Selbstbestimmung. Dieses Entgegenkommen wird vonseiten der IT-Abteilungen von Unternehmen als &amp;quot;Consumerization bzw. Konsumentisierung der Informationstechnik des Arbeitsplatzes&amp;quot; bezeichnet. Der Trend „[[Bring your own device|Bring Your Own Device]]“ hat die [[Informationstechnik|IT]]-[[Richtlinie]]n von Unternehmen erheblich verändert, da die Mitarbeiter nunmehr hardwareseitig oft ihre eigenen [[Laptop]]s, [[Netbook]]s, [[Tablet]]s und [[Smartphone]]s und softwareseitig [[Social Media]], [[Webkonferenz]]en, [[Cloud Computing|Cloud]]-[[Datenspeicher|Speicher]] und [[Software as a Service]] verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konsumentisierung der IT des Arbeitsplatzes durch Integration Arbeitnehmer-eigener IT-Geräte in den Arbeitsprozess ==&lt;br /&gt;
Die Konsumentisierung der Informationstechnik des Arbeitsplatzes durch [[Integration]] Arbeitnehmer-eigener IT-Geräte in den [[Arbeitsprozess (Arbeitssoziologie)|Arbeitsprozess]] stellt einerseits ein Stück [[Realität]] in der [[Arbeit (Philosophie)#Aufhebung des Arbeitsbegriffs seit Mitte des 20. Jahrhunderts|Arbeitswelt]] dar, dadurch, dass Menschen heute meist mit einer Vielzahl an digitalen Geräten ausgestattet sind, andererseits verlangt die partielle [[Entgrenzung der Arbeit]] unter Umständen dem Arbeitnehmer stärker als bislang die [[Fähigkeit]] ab, die [[Ressource]] „[[Zeit]]“ gut [[Strukturierung|strukturieren]] zu können. Technisch wird die Integration Arbeitnehmer-eigener IT-Geräte in den Arbeitsprozess dadurch gelöst, dass man die Arbeitnehmer-eigenen Geräte in [[Container]]-Anwendungen laufen lässt und von Virtualisierung Gebrauch macht, um die Unternehmens-IT vor Angriffen abzuschotten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot;&amp;gt;[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/1591402/ &amp;#039;&amp;#039;„Die IT-Abteilungen müssen diesen Paradigmenwechsel erkennen“ – ‚Consumerization‘ des Arbeitsplatzes bringt IT-Verantwortliche ins Schwitzen.&amp;#039;&amp;#039; (Interview mit Peter Welchering beim Deutschlandfunk, interviewt durch Manfred Kloiber).] dradio.de-Internetportal (Deutschlandfunk online), Rubrik &amp;quot;Computer und Kommunikation&amp;quot;, 29. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise werden die [[Zugriffsrecht]]e des Arbeitnehmers auf sensible Objekte im Unternehmensnetzwerk mit [[Mandatory Access Control]] oder mit anderen Zugriffskontrollverfahren kontrolliert. Vor- und Nachteile der Konsumentisierung des Arbeitsplatzes sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Bestimmte Arbeiten lassen sich [[Dezentralisation|dezentralisieren]] und flexibler organisieren und durchführen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mehr [[Souveränität]] der Arbeitnehmer über ihre Zeit und Arbeitsbeziehungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme ===&lt;br /&gt;
* Die sich auflösende Grenze zwischen [[Berufsleben|Berufs-]] und [[Privatsphäre|Privatleben]] fordert zu einer Standortbestimmung und der Definition von [[Verfügbarkeit]]sgrenzen und -bereichen auf;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* geringere Kontrollmöglichkeiten der Unternehmen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Firmen können über die [[Netzwerkverbindung]]en auf die privat genutzten Geräte zugreifen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der Zugang von außen über private Endgeräte birgt ein erhebliches zusätzliches Potential von elektronischen [[Gefährdung]]en für die Firmennetzwerke ([[Hacker (Computersicherheit)|Hacking]]) und die Dateninhalte ([[Wirtschaftsspionage]], Datenschutz);&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* (Betriebs)wirtschaftliche [[Softwareanwendung|Anwendungen]] laufen auf den kleineren Privatgeräten unter Umständen erheblich langsamer ab und sind umständlicher und zeitaufwändiger in der [[Benutzerfreundlichkeit|Bedienung]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* zur [[Sicherheit]], Harmonisierung und [[Pufferung]] braucht es eine weitere [[Arbeitsebene]] zwischen privater und betrieblicher [[Software]], eine sogenannte „[[Middleware]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsumentisierung_DLF-Interview_mit_P_Welchering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[BYOD|Bring your own device (BYOD)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Consumerization: enabling the introduction of IT services for mobile consumer devices.&amp;#039;&amp;#039; (Research on IT, service, innovation, collaboration; 12) Kassel University Press, Kassel 2016, zugl. Diss. Univ. Kassel, ISBN 978-3-7376-0168-9.&lt;br /&gt;
* Kevin Ortbach: &amp;#039;&amp;#039;IT consumerization and individualization of information systems: antecedents, effects, and managerial implications.&amp;#039;&amp;#039; Diss. Univ. Münster 2015.&lt;br /&gt;
* Thierry Jean Ruch: &amp;#039;&amp;#039;Consumerization of IT: studies to explore the phenomenon and implications for IT management, information security, and organizational structures.&amp;#039;&amp;#039; (Göttinger Wirtschaftsinformatik; 88) Cuvillier Verl., Göttingen [2017], zugl. Diss. Univ. Göttingen 2016, ISBN 978-3-7369-9558-1.&lt;br /&gt;
* Sebastian Köffer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Innovation through BYOD? : the influence of IT consumerization on individual IT innovation behavior.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Business &amp;amp; Information Systems Engineering.&amp;#039;&amp;#039; ({{ISSN|2363-7005}}) Bd. 57, H. 6 (2015), S. 363–375.&lt;br /&gt;
* Maximilian von Welck et al.: &amp;#039;&amp;#039;IT-consumerization: domain control, (reversed) presenteeism, and stress.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the 39th International Conference on Information Systems (ICIS), 13–16 December 2018, San Francisco, CA&amp;#039;&amp;#039;, presentation paper No. 8, S. 1–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.trendmicro.de/media/report/consumerization-exec-surveys-decisive-analytics-de.pdf | titel=Trends und Erkenntnisse zur Konsumerisierung mobiler Geräte. Befragung von IT-Verantwortlichen und CEOs | titelerg=Abschlussbericht | hrsg=Trend Micro Deutschland | datum=2012-08-31 | abruf=2012-12-29 | format=PDF;&amp;amp;nbsp;133&amp;amp;nbsp;kB}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.intel.com/content/www/us/en/mobile-computing/what-is-consumerization-animation-video.html | titel=An Overview of Consumerization: Embracing the Inevitable | hrsg=Intel | abruf=2013-05-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsinformatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT-Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitswelt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Middleware]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsumsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Wandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A.Abdel-Rahim</name></author>
	</entry>
</feed>