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	<title>Constantin Canaris - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Constantin_Canaris&amp;diff=2362464&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:38 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:38:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Constantin Richard Canaris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;Konstantin Canaris&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, (* [[8. November]] [[1906]] in [[Duisburg]]; † [[29. Dezember]] [[1983]] in [[Friedrichshafen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Friedrichshafen Nr. 578/1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Jurist]], [[Geheime Staatspolizei|Gestapobeamter]] und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Constantin Canaris war der Neffe von Admiral [[Wilhelm Canaris]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee90&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Schulbesuch studierte Canaris [[Rechtswissenschaften]] und wurde 1932 an der [[Universität zu Köln]] mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Der Elektrizitätslieferungsvertrag&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor der Rechte|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]]&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit 1927 war er Mitglied des [[Corps Hansea Bonn]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1996, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;60&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 497&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Canaris trat zum 1. April 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.032.858)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5380323&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 280.262) bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/lista5/lista5.html Constantin Canaris] auf www.dws-xip.pl&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS wurde Canaris 1942 zum [[SS-Standartenführer]] befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee90&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem 1935 bestandenen Assessorexamen war Canaris im [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizeiamt]] in [[Berlin]] tätig. 1936 wurde er mit der Leitung der Staatspolizeistelle [[Legnica|Liegnitz]] betraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki56&amp;quot;&amp;gt;[[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Alltag in Ostpreußen 1940–1945. Die geheimen Lageberichte der Königsberger Justiz&amp;#039;&amp;#039;. Sonderausgabe. Flechsig, Würzburg 2003, ISBN 3-88189-481-0, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1940 bis 26. November 1941 war Canaris Beauftragter des [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) in [[Brüssel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber40&amp;quot;&amp;gt;Wolfram Weber:&amp;#039;&amp;#039; Die innere Sicherheit im besetzten Belgien und Nordfrankreich 1940–44&amp;#039;&amp;#039;, Droste-Verlag, Düsseldorf 1978, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Funktion war er für die Einweisungen in das [[Fort Breendonk|Auffanglager Breendonk]] verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]]: &amp;#039;&amp;#039;Terror im Westen – nationalsozialistische Lager in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; (= Reihe &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Band 5) Metropol Verlag, Berlin 2004, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1941 bis Februar 1944 war er [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und in Personalunion Leiter der Staatspolizeileitstelle Königsberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki56&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterstand ihm auch das [[Arbeitserziehungslager]] Soldau, das spätere [[Konzentrationslager Soldau]], in dem tausende Häftlinge starben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee90&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. Februar 1944 bis 15. September 1944 war er wieder Beauftragter des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD in Brüssel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber40&amp;quot; /&amp;gt; Canaris, der als Standartenführer auch bis zum Oberst der Polizei befördert wurde, wurde im September 1944 nach Berlin beordert und von dort nach Kroatien versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Mueller: &amp;#039;&amp;#039;Canaris – Hitlers Abwehrschef.&amp;#039;&amp;#039; [[Ullstein Verlag|Propyläen]], Berlin 2006, ISBN 978-3-549-07202-8, S. 520.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung in Belgien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] befand sich Canaris in [[alliierte]]r Internierung und sagte mehrfach vor britischen Vernehmern aus. Später wurde er in Belgien vor Gericht gestellt. Canaris musste sich dort für die Mitverantwortung von Verschleppungen, [[Geisel]]morden und Misshandlungen von Häftlingen im [[Fort Breendonk|Auffanglager Breendonk]] verantworten. Canaris berief sich auf [[Handeln auf Befehl]] und darauf, dass er durch die Lagerleiter über die wahren Umstände in Breendonk getäuscht worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DerSpiegel12/1980&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14319120 |Titel=NS-Prozesse – Zur Maschine gemacht |Jahr=1980 |Nr=12 |Seiten=85–89}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Canaris wurde zu zwanzig Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Das Urteil wurde am 23. August 1951 rechtskräftig, da weder Verteidigung noch Staatsanwaltschaft dagegen Berufung einlegten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1951&amp;amp;month=8 chroniknet.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Canaris wurde vor Ostern 1952 aus der Haft entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DerSpiegel12/1980&amp;quot; /&amp;gt; Hélène Jeanty, belgische Widerstandskämpferin und Gestapo-Verfolgte, hatte in den Wochen zuvor mit ihm in seiner Haft ausführlich gesprochen und darüber dem Justizminister des Landes berichten lassen. Ihrer [[Weltanschauung]] entsprechend, habe Canaris in der Haft „ein neues Leben“ begonnen. Sie deutet in ihren Erinnerungen an, dass seine baldige Freilassung mit ihrer Intervention zusammenhängen mag.&amp;lt;ref&amp;gt;Hélène Jeanty Raven: &amp;#039;&amp;#039;Without frontiers&amp;#039;&amp;#039;. TB Hodder &amp;amp; Stoughton, London 1966, S. 179 – 184 (zuerst 1960)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete Canaris bei den [[Henkel (Unternehmen)|Henkel-Werken]] in [[Düsseldorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee90&amp;quot; /&amp;gt; Wegen der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Judendeportationen]] aus Belgien wurde seit den 1960er Jahren durch die [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen]] ermittelt. Nach Übergabe der Vorermittlungsergebnisse übernahm die Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen. Im Februar 1975 wurde Anklage gegen Constantin Canaris, seinen ehemaligen Vorgesetzten [[Ernst Ehlers (SS-Mitglied)|Ernst Ehlers]] sowie [[Kurt Asche]] erhoben. Eine Beschwerde der Angeklagten beim [[Bundesverfassungsgericht]] gegen die Eröffnung eines Gerichtsverfahrens wegen Verletzung ihrer Grundrechte wurde abgelehnt. Am 26. November 1980 begann vor dem [[Landgericht Kiel]] die Hauptverhandlung. Ehlers hatte kurz zuvor [[Suizid]] begangen und Canaris schied wegen Verhandlungsunfähigkeit aus dem Verfahren aus. Lediglich Asche wurde wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] zu sieben Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kerstin Freudiger: &amp;#039;&amp;#039;Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 2002, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Canaris war mit Ilse Krenzer (1909–2003) verheiratet. Aus der Ehe gingen u. a. die Söhne [[Claus-Wilhelm Canaris|Claus-Wilhelm]] und [[Volker Canaris]] hervor. Volker Canaris war der Produzent von [[Aus einem deutschen Leben]], einem Film, der das Leben des Leiters des [[KZ Auschwitz]], [[Rudolf Höß]], zum Gegenstand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.olokaustos.org/bionazi/leaders/canarisconst.htm | wayback=20120616041651 | text=Kurzbiografie von Canaris}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125391846|VIAF=313233912}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Canaris, Constantin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Canaris, Constantin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Canaris, Konstantin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Gestapo-Mitarbeiter und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Duisburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Friedrichshafen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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