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	<title>Constantin Brunner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Constantin_Brunner&amp;diff=600104&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luha: /* Einzelnachweise */ kat</title>
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		<updated>2025-08-21T12:20:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Constantin Brunner.jpg|mini|Constantin Brunner (1862–1937)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Constantin Brunner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. August]] [[1862]] in [[Bezirk Altona|Altona]]; † [[27. August]] [[1937]] in [[Den Haag]]) war das Pseudonym des [[Geschichte der Juden in Deutschland|deutsch-jüdischen]] Philosophen, Schriftstellers, Literaturkritikers und -agenten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arjeh Yehuda Wertheimer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Rufname &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Aufgrund seines Rufnamens findet sich in Darstellungen zu seiner Person auch die falsche Angabe, sein vollständiger Name sei &amp;#039;&amp;#039;Leopold Wertheimer&amp;#039;&amp;#039; gewesen. Brunner gilt als Vertreter des [[Holismus]] und wandte sich in mehreren Schriften ausgiebig gegen den [[Antisemitismus]]. Daneben äußerte er sich auch ablehnend gegenüber dem [[Zionismus]], da dieser die [[jüdische Emanzipation]] gefährde, für deren stark [[Assimilation (Soziologie)|assimilatorisch]] geprägte Variante er stritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Abstammung ===&lt;br /&gt;
Constantin Brunner entstammte einer Familie Altonaer [[Tora]]-Gelehrter. Am bekanntesten ist sein Großvater, der erste [[Rabbiner|Oberlandesrabbiner]] von Altona und Schleswig-Holstein, [[Akiba Israel Wertheimer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Ahnentafel-compact5&lt;br /&gt;
| 1=geborener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arjeh Yehuda Wertheimer (1862–1937)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 2=Moses Ekiva Wertheimer (1807–1887)&lt;br /&gt;
| 3=Rachel (Rieke) Levy (?–?)&lt;br /&gt;
| 4=[[Akiba Israel Wertheimer]] (1778–1835)&lt;br /&gt;
| 5=Vogel (Fanny) Meyer (?-?)&lt;br /&gt;
| 6=&lt;br /&gt;
| 7=&lt;br /&gt;
| 8=Awigdor Wertheimer (?–1826)&lt;br /&gt;
| 9=&lt;br /&gt;
|10=&lt;br /&gt;
|11=&lt;br /&gt;
|12=&lt;br /&gt;
|13=&lt;br /&gt;
|14=&lt;br /&gt;
|15=&lt;br /&gt;
|16=Akiwa Wertheimer (?–?)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studium in Altona, Köln, Berlin und Freiburg&amp;lt;!-- (1862–1891) --&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Riehl Alois.jpg|mini|hochkant|Alois Riehl (1844–1924) lehrte Brunner den später von diesem scharf kritisierten Kantianismus]]&lt;br /&gt;
Leo Wertheimer wurde im [[Orthodoxes Judentum|orthodox]] jüdischen Glauben erzogen und studierte in Köln am jüdischen Lehrerseminar. Sein dortiger Lehrer [[Hirsch Plato]] unterrichtete ihn auch privat in Religionsphilosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Stenzel: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie als Antimetaphysik. Zum Spinozabild Constantin Brunners.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2002, ISBN 3-8260-2071-5, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Suche nach der „besten“ Religion brach er das Studium ab. Vergleichende [[Religionswissenschaft]]en standen nun im Mittelpunkt seines Interesses. An der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] und der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] studierte er von 1884 bis 1888 Philosophie und Geschichte. Judenhass und [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]], wie sie ihm dort begegneten, wurden zu seinen zentralen Themen. 1882 schrieb er sein erstes Werk, die &amp;#039;&amp;#039;Rede der Juden&amp;#039;&amp;#039; (Erstveröffentlichung 1918), worin er sich mit Antisemitismus, Religionsgeschichte, der Möglichkeit einer jüdischen Emanzipation in Deutschland und mit philosophischen Fragen beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spinoza.jpg|mini|hochkant|Baruch de Spinoza (1632–1677) wurde von Brunner hoch verehrt und galt für ihn als einer der großen „Geistigen“]]&lt;br /&gt;
Brunner lernte bei dem Neukantianer [[Alois Riehl]] und war zeitweise der Philosophie [[Immanuel Kant]]s verbunden. Später wurde er einer der schärfsten Kritiker des [[Kantianismus]]. Bei [[Eduard Zeller]] erwarb er Kenntnisse der [[Griechische Philosophie|griechischen Philosophie]]. Einflüsse im Studium hatten auf Brunner auch die [[Indologie]] und die Philosophie [[Arthur Schopenhauer]]s, die ihm [[Paul Deussen]] vermittelte. Hinzu kamen das Denken [[Wilhelm Dilthey]]s und das von [[Julius Ebbinghaus]], die neuere [[Ethnologie]] [[Adolf Bastian]]s und der Unterricht bei dem [[Zoologie|Zoologen]] [[August Weismann]]. Brunner kritisierte den [[Darwinismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinem Studium der Kantischen Philosophie folgte eine gründliche Auseinandersetzung mit [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] und schließlich mit [[Baruch Spinoza]]. An diesem schätzte er die „wahre“ und „aktive“ Philosophie und deren Umsetzbarkeit ins praktische Leben. Brunner sah in Spinoza ebenso wie in [[Mose]]s, [[Sokrates]], [[Buddha]] und [[Jesus von Nazaret|Jesus]] Menschen, die er als „[[Genie]]s“ bzw. als „Geistige“ bezeichnet, welche Leben und Werk vereinen und dabei die eine, immerwährende und überall gleiche absolute, geistige Wahrheit vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Literaturkritiker und -vermittler in Hamburg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Studium arbeitete Constantin Brunner ab 1891 als [[Literaturkritiker]] in Hamburg. Er freundete sich dabei mit [[Detlev von Liliencron]], [[Gustav Falke]] und [[Richard Dehmel]] an. Er gründete ein Literaturvermittlungsbüro, aus dem 1893 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Zuschauer&amp;#039;&amp;#039; hervorging, die er zusammen mit [[Leo Berg]] und [[Otto Ernst (Schriftsteller)|Otto Ernst]] (der „Freund Trotzdem“ in seiner späteren Schrift &amp;#039;&amp;#039;Materialismus und Idealismus&amp;#039;&amp;#039;) herausgab. Darin verwendet er auch sein Pseudonym Constantin Brunner. Diesen Namen ließ er sodann als bürgerlichen Namen eintragen. &amp;#039;&amp;#039;Der Zuschauer&amp;#039;&amp;#039; richtete sich an die Multiplikatoren im Literaturbetrieb. Die Zeitschrift vertrat eine praktische Ästhetik, die sich an den Erfahrungswissenschaften orientieren müsse. Plädiert wurde für eine sinnliche und vorstellungsreiche Dichtung und die anschauliche Darstellung abstrakter Begriffe. Dagegen wurde das „Aufbrütesame“, aus dem „Einfluss [[Max Stirner]]s und [[Friedrich Nietzsche|Nietzsches]], mit der großen Begriffsverwirrung, die durch [[Sozialismus|Socialismus]], [[Individualismus]], [[Pessimismus]] in so viele Köpfe gekommen ist“, als unproduktiv für das künstlerische Schaffen kritisiert. Deutlich wendete sich Brunner seit 1893 gegen das [[Scholastik|scholastische]] Begriffsdenken, die jüdisch-christliche Religion und den Judenhass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Philosoph und Schriftsteller in Berlin und Potsdam ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Landauer.jpg|mini|hochkant|Gustav Landauer (1870–1919), lange Zeit enger Freund und Unterstützer Brunners]]&lt;br /&gt;
Zwar veröffentlichte Brunner noch in seiner Hamburger Zeit den für seine Philosophie wichtigen Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Zur Technik des künstlerischen Schaffens&amp;#039;&amp;#039;, aber erst nachdem er Ende 1895 nach Berlin umgezogen war, begann eine umfangreichere Ausarbeitung seiner Philosophie. Anlass für den Wechsel von der Berufstätigkeit hin zur Konzentration auf die eigene Philosophie war ein Kunsterlebnis: 1895 ließ Brunner sich während eines Museumsbesuches in London durch die Skulptur &amp;#039;&amp;#039;[[Tauschwestern]]&amp;#039;&amp;#039; in seiner Philosophie grundlegend inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr 1895 heiratete er [[Leonie Brunner|Rosalie, geb. Auerbach]], die sich künftig „Leonie“ nannte, in Anlehnung an Brunners Rufnamen „Leo“. Mit ihrer Tochter [[Lotte Brunner|Elise Charlotte, geb. Auerbach]], die fortan den Namen Lotte Brunner trug, verband Brunner später ein intensiver Austausch über Literatur und Philosophie. Lotte Brunner veröffentlichte unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;E. C. Werthenau&amp;#039;&amp;#039; und führte von 1903 bis 1932 ein Tagebuch über Bemerkungen Brunners zu seiner Philosophie und über Besuche und Gespräche im Hause Brunners. Leonie und Lotte Brunner wurden im Februar 1943 im [[Durchgangslager Westerbork|Lager Westerbork]] inhaftiert und im März 1943 im [[Vernichtungslager Sobibor]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Umzug aus Hamburg widmete sich Brunner nahezu ausschließlich seiner Familie, seiner Freundschaft u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Gustav Landauer]] und seiner Philosophie. Durch die Unterstützung seiner Freundin [[Frida Mond]] und ihres Sohnes Lord [[Alfred Mond|Alfred Melchett]] war er in Berlin finanziell unabhängig und frei von den Zwängen erwerblicher Betätigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 mündete die dreizehn Jahre währende Ausarbeitung seiner Philosophie in die Veröffentlichung seines Werkes &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von den Geistigen und vom Volk&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Landauer, mit dem Brunner in jener Zeit zusammenarbeitete und freundschaftlich verbunden war, unterstützte Brunner bei der Veröffentlichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunner arbeitete intensiv über Spinoza und unterhielt enge Kontakte zu den Spinozaforschern seiner Zeit, wie [[Carl Gebhardt]], [[Adolph S. Oko]] und [[Stanislaus von Dunin-Borkowski]]. [[Ernst Altkirch]] regte er dabei zu den Arbeiten &amp;#039;&amp;#039;Spinoza im Porträt&amp;#039;&amp;#039; (1913) und &amp;#039;&amp;#039;Maledictus und Benedictus&amp;#039;&amp;#039; (1924) an. An der Veröffentlichung [[K. O. Meinsma]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Spinoza und sein Kreis&amp;#039;&amp;#039; (1909) in deutscher Sprache wirkte er im Lektorat mit und verfasste ein Vorwort zu diesem Werk, das 1910 unter dem für Brunner programmatischen Titel &amp;#039;&amp;#039;Spinoza gegen Kant und die Sache der geistigen Wahrheit&amp;#039;&amp;#039; eigenständig publiziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schülern um Brunner, die sich in der von [[Fritz Blankenfeld]] gegründeten „Constantin Brunner-Gemeinschaft“ in Berlin versammelten, gehörten [[George Goetz]], [[Fritz Ritter (Schriftsteller)|Fritz Ritter]] und [[Ernst Ludwig Pinner]]. 1924 hatte Ernst Pinner mit Fritz Blankenfeld in Berlin die „Constantin Brunner-Gesellschaft“ gegründet. Die Freundschaft der beiden Männer bestand bis zum Tod von Constantin Brunner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiane Goldenstedt |Hrsg=Helga Grubitzsch |Titel=Letzte Zuflucht Palästina - Margarete Turnowsky-Pinner und Ernst Pinner |Sammelwerk=Wagnis des Lebens. Eine biografische Suche nach den Spuren der NS-Zeit |Verlag=Kellner Verlag |Ort=Bremen |Datum=2022 |ISBN=978-3-95651-331-2 |Seiten=199}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Palästina wurde in der Siedlung Beth Jizchak bei [[Netanja|Nathanya]] eine „Constantin-Brunner-Gemeinschaft“ gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutender für die Auseinandersetzung mit Brunner war die von [[Friedrich Kettner]] geleitete „Brunner-Studiengruppe“ in [[Czernowitz]], das so genannte „Ethische Seminar“. Dazu zählten der Biologe [[Israel Eisenstein]], Autor des Buches &amp;#039;&amp;#039;Irrtum und Wahrheit der Biologie – Kritik der Abstammungslehre&amp;#039;&amp;#039;, und der Psychologe [[Walter Bernard]]. Dem aus dem Seminar sich bildenden „Brunner-Freundeskreis“ gehörten sowohl [[Lothar Bickel]], der von Brunner bestimmte Nachlassverwalter, als auch die Dichterin [[Rose Ausländer]] an, eine langjährige enge Freundin Brunners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Haager Exil ===&lt;br /&gt;
Brunner warnte schon früh vor den Gefahren des [[Nationalsozialismus]]. Er war nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft, sondern auch wegen seiner Äußerungen gegen den Nationalsozialismus zu einem erklärten Feind der Machthaber geworden und flüchtete 1933 ins [[Exil]] nach [[Den Haag]]. Dort wurde er von seiner Schülerin [[Magdalena Kasch]] betreut. Seine Bücher wurden in Deutschland verbrannt und verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Exil suchte Brunner sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Unser Charakter oder Ich bin der Richtige!&amp;#039;&amp;#039; zu vollenden. Brunner zeichnet darin einen in „Selbsttäuschung befangenen“ Menschen, der „seinen natürlichen Egoismus“ nicht wahrhaben möchte und „hochmütig moralisierend meint, recht zu haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken ==&lt;br /&gt;
Der Freundeskreis Brunners wurde durch die Nationalsozialisten brutal zerschlagen. Auch nach 1945 gelang keine Fortführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magdalena Kasch, die viele Schriften Brunners retten konnte, gründete mit Überlebenden das [[Internationaal Constantin Brunner Instituut]] (ICBI) in Den Haag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunners Denken wird als [[Holismus]] charakterisiert. Bedeutende politische Positionen markieren sein Engagement für die Emanzipation der Juden in Deutschland und das Judentum sowie seine [[Antizionismus|anti-zionistische]] Einstellung und [[Ideologiekritik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yehudi Menuhin]], [[Ferdinand Alquié]], [[André Breton]] und der Hamburger Literarhistoriker und Essayist [[Heinz Stolte]] bezogen sich auf das Denken Constantin Brunners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right; margin:0 0 1em 1em; text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Brunner Doctrine schema.jpg|250px|rahmenlos|Brunners drei Fakultäten des Denkens]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Internationaal Constantin Brunner Instituut“ ===&lt;br /&gt;
Das „Internationaal Constantin Brunner Instituut“ (ICBI) beschreibt Brunners &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von den Geistigen und vom Volk&amp;#039;&amp;#039; (1908), welches die Grundlagen seiner Philosophie legt, wie folgt: „Durch die Unterscheidung von drei ‚[[Fakultät (Hochschule)|Fakultäten]]‘ des Denkens – die praktische, die geistige und die analogische – legt Brunner in diesem Buch das Fundament seiner Philosophie. Da nach ihm das praktische Denken des Menschen notwendig entweder auf das wahre, geistige oder aber auf das [[Fiktion|fiktive]], [[Analogie (Philosophie)|analogische]] Prinzip gegründet ist, kommt er zu der These eines durch die gesamte Geschichte hindurch aufzeigbaren Antagonismus zwischen geistig und [[Aberglaube|abergläubisch]] Denkenden. Das analogische Denken ist kein rein, sondern ein verworren absolutes, das heißt ein verabsolutiert praktisches Denken. Grundlegend für seine Lehre ist die nicht weiter erforschbare Unterscheidung zwischen dem absoluten, geistigen und dem relativen, praktischen Denken, die auf Spinozas Differenz zwischen Substanz und Attribut zurückgeht. (…) Seine Bewegungslehre mündet in eine ‚Psychologie ohne Seele‘, schließlich in eine ‚[[Pneumatologie]]‘, in der Brunner die Herkunft unsres Bewußtseins aus der Beseeltheit der Welt ableitet. In zahlreichen Exkursen hebt er den scholastischen [[Moralismus]] Kants hervor, den er der folgerichtig durchdachten Philosophie Spinozas gegenüberstellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brunner und Antisemitismus ===&lt;br /&gt;
Elias Rottner schrieb: „Der Begriff Judenhaß erhält im Buch [&amp;#039;&amp;#039;Der Judenhaß und die Juden&amp;#039;&amp;#039; (1. Auflage, 1918)] den ihm zukommenden Platz, nämlich im Begriff &amp;#039;&amp;#039;Menschenhaß&amp;#039;&amp;#039;, der psychologisch ebenso gründlich wie originell entwickelt wird. (Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039; wird von Brunner als euphemistisches, irreführendes Tarnwort verworfen.) Ferner wird der Judenhass als Menschen-, Volk- und Staat-verderbende und zerstörende Massenpsychose unzweideutig erwiesen. Das Thema ist aufs engste mit den Begriffen Staat, Nation, Politik, politische Parteien, Individuum, Kultur und kulturtragende Gedanken verknüpft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eli Rottner: &amp;#039;&amp;#039;Das Ethische Seminar in Czernowitz. Die Wiege des internationalen Constantin-Brunner-Kreises.&amp;#039;&amp;#039; Dortmund 1973, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschenhaß, Judenhaß und die Ursache des Krieges&amp;#039;&amp;#039; (Aufsatz 1917 erschienen in &amp;#039;&amp;#039;Nord und Süd vereint mit Morgen&amp;#039;&amp;#039; Band 160 S. 46; behandelt die herbeimanipulierte Deutschenfeindlichkeit im 1.WK und zieht Wortwahlparallelen zw. Judenhaß und Deutschenhaß)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rede der Juden: Wir wollen ihn zurück!&amp;#039;&amp;#039; (1893 entstanden/nicht veröffentlicht; 1918 verändert veröffentlicht in: &amp;#039;&amp;#039;Der Judenhaß und die Juden.&amp;#039;&amp;#039; S. dort) Stuttgart 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/dielehrevondenge01brun/page/n7 Die Lehre von den Geistigen und vom Volk.]&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart (1908, 1927) 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/spinozagegenkant00brun/page/n3 Spinoza gegen Kant und die Sache der geistigen Wahrheit.]&amp;#039;&amp;#039; (1909, 1910) Assen 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/derjudenhassundd00brunuoft/page/n3 Der Judenhaß und die Juden.]&amp;#039;&amp;#039; (1913 geschrieben, 1918, 1919, 1974) Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft des Hochmuts (Memscheleth sadon). Letztes Wort über den Judenhaß und die Juden.&amp;#039;&amp;#039; (1920) Stuttgart 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Christus oder das Wesen des Genies.&amp;#039;&amp;#039; (1921) Köln / Berlin 1958,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Judenhaß und das Denken.&amp;#039;&amp;#039; (1922) Den Haag 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liebe, Ehe, Mann und Weib.&amp;#039;&amp;#039; (1924) Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Einsiedler Constantin Brunner Potsdam.&amp;#039;&amp;#039; 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Tagebuch.&amp;#039;&amp;#039; (1928) Stuttgart 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Materialismus und Idealismus.&amp;#039;&amp;#039; (1928, 1959) Köln / Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von den Pflichten der Juden und von den Pflichten des Staates.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Höre Israel und Höre Nicht-Israel.&amp;#039;&amp;#039; (Die Hexen) (1931) Den Haag 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der entlarvte Mensch.&amp;#039;&amp;#039; (1933 entstanden, 1951 gekürzt) Den Haag 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Charakter oder Ich bin der Richtige!&amp;#039;&amp;#039; (postum 1939). 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Philosophie, Mystik.&amp;#039;&amp;#039; (Gesammelte Aufsätze). Zürich 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vermächtnis.&amp;#039;&amp;#039; Den Haag 1952, Darin: &amp;#039;&amp;#039;Lebensregeln, Am 6. März, Über die notwendige Selbstemanzipation der deutschen Juden, Nachwort zu meinem Testament, Rede zum siebzigsten Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Geist und von der Torheit.&amp;#039;&amp;#039; (Gesammelte Aufsätze) Hamburg 1971.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Briefe 1884–1937.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Jürgen Stenzel]] und [[Irene Aue-Ben-David]]. Wallstein Verlag, Göttingen 2012, 608 S., ISBN 3-8353-1094-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brunner-Forschung ==&lt;br /&gt;
=== Briefeditionsprojekt ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ziel, eine Edition der Briefe Brunners herauszugeben, beschäftigt sich im Zeitraum Mai 2010 bis April 2013 ein kooperatives Projekt zwischen dem Seminar für [[Germanistik|Deutsche Philologie]] der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und dem Franz Rosenzweig Minerva Research Center an der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität Jerusalem]]. Das Projekt wird vom [[Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur|Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur]] gefördert. Die Edition wird eine Lücke in der deutsch-jüdischen Geistes-, Kultur- und politischen Geschichte schließen, da zuvor Brunners umfangreicher, historisch und philosophisch exemplarischer, darüber hinaus auch literarhistorisch beeindruckender Briefwechsel fast vollständig unediert geblieben und nahezu unbekannt ist. Sämtliche Briefe Constantin Brunners werden im Rahmen des Projektes in einer Volltextedition über das Internet öffentlich zugänglich gemacht, und zwar über den Server des [[Göttinger Digitalisierungszentrum|Göttinger DigitalisierungsZentrums]] (GDZ) in der [[Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen|Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen]] sowie über die [[The National Library of Israel|National Library of Israel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Briefe sollen transkribiert im Volltext (aber ohne Sachkommentar) erscheinen. Sie werden an den Originalen kollationiert, diplomatisch getreu und mit textkritischem Kommentar versehen (Angaben über Quellen, Überlieferung, Datierung, ggf. äußere Merkmale und Lesarten) und chronologisch angeordnet. Die philosophisch und literarisch wertvollen und historisch-dokumentarisch aussagekräftigen Briefe wurden unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Briefe&amp;#039;&amp;#039; bereits in einem Band kritisch ediert, kommentiert und mit Einleitung und Registern versehen am 15. Oktober 2012 im [[Wallstein Verlag|Wallstein-Verlag]] Göttingen publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.brunner.uni-goettingen.de/Projekt.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20160129184930 |archiv-bot=2023-12-07 04:31:23 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefüberlieferung ===&lt;br /&gt;
Die Überlieferung der Briefe Brunners ist lückenhaft und fragmentarisch. Dies liegt vor allem an der Verfolgung der [[Briefwechsel|Korrespondenzpartner]] Brunners während der [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Nazi-Herrschaft]]. Viele von ihnen, häufig jüdischer Herkunft, kamen in [[Vernichtungslager]]n um oder gelangten nur unter Mühen ins Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Briefe konnten die Nazi-Zeit und den Zweiten Weltkrieg nur deshalb überstehen, weil sie von der Brunner-Vertrauten Magdalena Kasch hinter dem Grab des Philosophen vergraben oder an anderen Plätzen versteckt wurden. Nur mit Glück wurden sie nicht von den deutschen Besatzern der Niederlande entdeckt oder fielen keinen Bomben-Angriffen zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand keine Aussicht auf eine Veröffentlichung. Brunners Korrespondenz gehörte zunächst zum Bestand des von Magdalena Kasch betreuten Brunner-Archivs, dem [[Internationaal Constantin Brunner Instituut]] (ICBI), in Den Haag und wurde in den siebziger Jahren zum Teil an das New Yorker [[Leo Baeck Institut]] übergeben. Andere Briefe sind in das [[Schweizerisches Literaturarchiv|Schweizerische Literaturarchiv]] Bern, in die [[National Library of Israel|Jüdische National- und Universitätsbibliothek]] Jerusalem, in das Archiv der [[Columbia University]] New York, in das [[Internationales Institut für Sozialgeschichte|Internationale Institut für Sozialgeschichte]] in Amsterdam, in die [[Staatsbibliothek zu Berlin]], in das [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] in Koblenz sowie in die [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste Berlin]] gelangt. Im Jahre 2008 sind die beiden großen Brunner-Briefsammlungen jedoch aus dem Leo Baeck Institut New York und aus dem Archiv des Internationaal Constantin Brunner Instituut Den Haag in Berlin zusammengeführt worden. Sie befinden sich jetzt unter dem Dach des [[Jüdisches Museum Berlin|Jüdischen Museums]] im Leo Baeck Institut Berlin und werden dort derzeit katalogisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.brunner.uni-goettingen.de/Die_Briefe.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20160227070813 |archiv-bot=2023-12-07 04:31:23 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Korrespondenzpartnern Brunners gehören viele namhafte Personen, darunter:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.brunner.uni-goettingen.de/Verzeichnis_der_Briefpartner.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20131020092508 |archiv-bot=2023-12-07 04:31:23 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Lou Andreas-Salomé]]&lt;br /&gt;
* [[Rose Ausländer]]&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Avenarius]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Bab]]&lt;br /&gt;
* [[Eduard Bäumer]]&lt;br /&gt;
* [[Hermann Bahr]]&lt;br /&gt;
* [[Martin Beradt]]&lt;br /&gt;
* [[Otto Julius Bierbaum]]&lt;br /&gt;
* [[Karl Bleibtreu]]&lt;br /&gt;
* [[Martin Buber]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Bulthaupt]]&lt;br /&gt;
* [[Abraham Buschke]]&lt;br /&gt;
* [[Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens]]&lt;br /&gt;
* [[Stanislaus von Dunin-Borkowski]]&lt;br /&gt;
* [[Adolf Eckstein (Historiker)|Adolf Eckstein]]&lt;br /&gt;
* [[Moritz von Egidy (Vater)|Moritz von Egidy]]&lt;br /&gt;
* [[Eduard Engel]]&lt;br /&gt;
* [[Otto Ernst (Schriftsteller)|Otto Ernst]]&lt;br /&gt;
* [[Gustav Falke]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Theodor Fontane]]&lt;br /&gt;
* [[Ilse Frapan]]&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Fulda]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Gebhardt]]&lt;br /&gt;
* [[Paul Geisler (Komponist)|Paul Geisler]]&lt;br /&gt;
* [[George Goetz]]&lt;br /&gt;
* [[Martin Greif]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilian Harden]]&lt;br /&gt;
* [[Henriette Hertz]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kettner]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Gustav Kiepenheuer]]&lt;br /&gt;
* [[Jakob Klatzkin]]&lt;br /&gt;
* [[Eberhard König (Schriftsteller)|Eberhard König]]&lt;br /&gt;
* [[Gustav Landauer]]&lt;br /&gt;
* [[Arthur Liebert]]&lt;br /&gt;
* [[Hermann Lingg]]&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Mond]]&lt;br /&gt;
* [[Max Nordau]]&lt;br /&gt;
* [[Arthur Pfungst]]&lt;br /&gt;
* Ernst Ludwig Pinner&lt;br /&gt;
* [[Hermione von Preuschen]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Raabe]]&lt;br /&gt;
* [[Walther Rathenau]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Rodenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Richard Schmidt-Cabanis]]&lt;br /&gt;
* [[Emil von Schoenaich-Carolath]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Schwaner]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezensionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es tröstet mich, daß Sie da sind. Ich glaubte, es sei niemand mehr da. Wie in einem Traum: wenn alle abgereist sind. Die Zeit scheint mir wieder wohnbar.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Walther Rathenau]] (1867–1922)&lt;br /&gt;
 |Quelle=deutscher Industrieller, Schriftsteller und liberaler Politiker ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]), Opfer eines Attentats der [[Organisation Consul]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ICBI_Verz&amp;quot;&amp;gt;ICBI (Hrsg.): Constantin Brunner. Verzeichnis der Werke. (ohne Ort/Jahr).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wenn du auch widerstrebst, wenn du auch meinst: An dem, was er sagt, liegt nicht viel; &amp;#039;&amp;#039;prachtvoll ist, wie er es sagt&amp;#039;&amp;#039; –– Vielleicht wirst du das zunächst so meinen. Denn dazu kommst du bestimmt: daß du entzückt wirst von dem Feuer, der ganz großen Predigt, dem wilden Prophetenton des Mannes.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Gustav Landauer]] (1870–1919)&lt;br /&gt;
 |Quelle=war an der [[Münchner Räterepublik]] im April 1919 beteiligt, nach deren gewaltsamer Niederschlagung er von [[Freikorps]]-Soldaten ermordet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ICBI_Verz&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Brunner sagt nicht: ‚Geist gegen Welt‘&amp;#039;, sondern ‚Geist trotz Welt‘. Auch wir können viel von Constantin Brunner lernen; je mehr wir lesen, um so mehr ermessen wir unsere Ignoranz.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Claude Mauriac]] (1914–1996)&lt;br /&gt;
 |Quelle=französischer Journalist und Schriftsteller.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ICBI_Verz&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Einführungen in die Philosophie Brunners ===&lt;br /&gt;
* [[Robert Zimmer (Philosoph)|Robert Zimmer]], [[Jürgen Stenzel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Was du nicht richtig denkst, das musst du verkehrt leben.“ Ein Constantin Brunner-Lesebuch.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6493-7.&lt;br /&gt;
* Hans Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie als Lebensqualität&amp;#039;&amp;#039; (Aufsätze und Vorträge). Münster 2006, ISBN 3-86582-401-3.&lt;br /&gt;
* [[Martin A. Hainz]]: &amp;#039;&amp;#039;»mehr […] als äußere Form« – die Poesie Rose Ausländers und ihre philosophischen Einflüsse.&amp;#039;&amp;#039; In: Jacques Lajarrige, Marie-Hélène Quéval (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lectures d’une oeuvre – Gedichte de Rose Ausländer.&amp;#039;&amp;#039; Nantes 2005, S. 69–82.&lt;br /&gt;
* Maria Behre: &amp;#039;&amp;#039;Eva, wo bist du? Wirkungsmacht des Weiblichen im Werk Rose Ausländers.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2005, ISBN 3-86575-271-3. (Vor allem das Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Rose Ausländers Mythokonzept Eva als relationales Denken nach Constantin Brunner.&amp;#039;&amp;#039; S. 52–64.)&lt;br /&gt;
* Jürgen Stenzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie Constantin Brunners.&amp;#039;&amp;#039; Essen 2003, ISBN 3-89924-024-3.&lt;br /&gt;
* Jürgen Stenzel: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie als Antimetaphysik. Zum Spinozabild Constantin Brunners.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2002, ISBN 3-8260-2071-5.&lt;br /&gt;
* Hendrik Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Constantin Brunner, Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 2000, ISBN 3-930450-52-6.&lt;br /&gt;
* Hendrik Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Waarheid en Bijgeloof.&amp;#039;&amp;#039; Leende 1999, {{Falsche ISBN|90-5573-075-2}}.&lt;br /&gt;
* Hans Goetz: &amp;#039;&amp;#039;To live is to think.&amp;#039;&amp;#039; Translation: Graham Harrison. New Jersey 1995, ISBN 0-391-03946-6.&lt;br /&gt;
* Hans Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Leben ist Denken.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-610-09215-7.&lt;br /&gt;
* Phöbus Grünberg: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff Philosophie in der Lehre Brunners.&amp;#039;&amp;#039; Den Haag 1985.&lt;br /&gt;
* Evert Bekius: &amp;#039;&amp;#039;Het fiktieve Denken.&amp;#039;&amp;#039; Assen 1984, ISBN 90-232-2028-5.&lt;br /&gt;
* Hans Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Liv er Taenkning.&amp;#039;&amp;#039; Kopenhagen 1982, ISBN 87-500-2401-9.&lt;br /&gt;
* Walter Bernard: &amp;#039;&amp;#039;De Filosofie van Spinoza en Brunner.&amp;#039;&amp;#039; Assen 1977, ISBN 90-232-1512-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Stolte: &amp;#039;&amp;#039;Het Vuur der Waarheid.&amp;#039;&amp;#039; Den Haag 1969.&lt;br /&gt;
* Heinz Stolte: &amp;#039;&amp;#039;Vom Feuer der Wahrheit.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1968, Husum 1990 (erweiterte Ausgabe), ISBN 3-920421-57-4.&lt;br /&gt;
* Walter Bernard: &amp;#039;&amp;#039;The Philosophy of Spinoza and Brunner.&amp;#039;&amp;#039; New York 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Literatur ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]] – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, ISBN 3-598-30664-4&lt;br /&gt;
* Lotte Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Es gibt kein Ende. Die Tagebücher.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1970.&lt;br /&gt;
* Eli Rottner: &amp;#039;&amp;#039;Das Ethische Seminar in Czernowitz. Die Wiege des Internationalen Constantin-Brunner-Kreises.&amp;#039;&amp;#039; Dortmund 1973.&lt;br /&gt;
* Abraham Suhl: &amp;#039;&amp;#039;Constantin Brunner. Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Philosophia Activa.&amp;#039;&amp;#039; [1.] 2. Jg., Heft 2 / 1991, S. 73–127; [2.] 2. Jg., Heft 3 / 1991, S. 77–122; [3.] 3. Jg., Heft 1 / 1992, S. 52–102; [4.] 3. Jg., Heft 2 / 1992, S. 58–102; [5.] 3. Jg., Heft 3 / 1992, S. 54–104; [6.] 4. Jg., Heft 1 / 1993, S. 57–111.&lt;br /&gt;
* Jürgen Stenzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe einen Stachel zurückgelassen...“ Beiträge zum Constantin-Brunner-Symposion Hamburg 1995.&amp;#039;&amp;#039; Die Blaue Eule, Essen 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brunner, Constantin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Brech–Carle.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1996, ISBN 3-598-22684-5, S. 229–249.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,1. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 161&lt;br /&gt;
* Robert Zimmer: &amp;#039;&amp;#039;Constantin Brunner. Philosoph und Weisheitslehrer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Miniaturen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 207.) Hentrich &amp;amp; Hentrich, Berlin 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118631616}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118631616}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|&amp;quot;Constantin Brunner&amp;quot; OR &amp;quot;Brunner, Constantin&amp;quot;|NAME=„Constantin Brunner“}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|constantin-brunner}}&lt;br /&gt;
* [https://constantinbrunner.net/ Website der Constantin Brunner-Stiftungen] mit Kurzinformationen, Bibliographien und Materialien.&lt;br /&gt;
* Ruediger Klauke: [http://www.philosophie-constantin-brunner.de/seite1.html Website zu Constantin Brunner]&lt;br /&gt;
* Barrett Pashak: [http://www.constantinbrunner.info/ Website zu Constantin Brunner] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/search.php?query=creator%3ABrunner%20creator%3AConstantin Werke von Constantin Brunner] bei [[Internet Archive|archive.org]]&lt;br /&gt;
* Matthias Springborn: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Assimilation und Emigration. Emanzipierte deutsche Juden im Konflikt mit dem Antisemitismus in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts am Beispiel des Briefwechsels von Constantin Brunner mit George Goetz und Ernst Ludwig Pinner.&amp;#039;&amp;#039; Bachelor-Arbeit, Georg-August-Universität Göttingen 2011. [https://www.researchgate.net/publication/323705271_BA_Thesis_2011_Zwischen_Assimilation_und_Emigration_Emanzipierte_deutsche_Juden_im_Konflikt_mit_dem_Antisemitismus_in_der_ersten_Halfte_des_zwanzigsten_Jahrhunderts_am_Beispiel_des_Briefwechsels_von_C Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118631616|LCCN=n83038445|VIAF=76382501}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brunner, Constantin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Altona)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brunner, Constantin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wertheimer, Arjeh Yehuda; Wertheimer, Leo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-jüdischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. August 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bezirk Altona|Altona]], Hamburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. August 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Den Haag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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