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	<title>Conrad von Koch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:25:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conrad_von_Koch&amp;diff=1140993&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12: /* Familie und Kindheit */</title>
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		<updated>2026-04-28T18:27:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie und Kindheit&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conrad Reinhard Koch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ab 1769 [[Edler]], ab 1815 [[Ritter]] von Koch; * [[22. Dezember]] [[1738]] in [[Bouxwiller (Bas-Rhin)|Buchsweiler]] im [[Elsass]]; † [[9. Juni]] [[1821]] in [[Teublitz]]) war [[Gesandter]] des [[Hochstift Lübeck|Fürstbistums Lübeck]] und des [[Herzogtum Oldenburg|Herzogtums Oldenburg]] beim [[Immerwährender Reichstag|Immerwährenden Reichstag]] in [[Regensburg]] und [[Hofmark]]s- bzw. [[Patrimonialgericht]]s-Herr in Teublitz in der [[Oberpfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Kindheit ==&lt;br /&gt;
Conrad Reinhard Koch wurde als neuntes von insgesamt elf Kindern der [[Protestantismus|protestantischen]] Eheleute Johann Reinhard Koch (1697–1755) und Susanna Dorothea Koch (1698–1767; geb. Fleischmann) geboren, von denen neun das Erwachsenenalter erreichten. Conrad Reinhards Vater war [[Kammerrat]] und sein Großvater mütterlicherseits [[Geheimrat]] bei der Regierung der [[Grafschaft Hanau-Lichtenberg]] und späterer [[Bevollmächtigter]] in [[Paris]] gewesen. Da sein Vater sich nach dem Fall der Grafschaft an [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] mit dem neuen Landesherren Landgraf [[Ludwig VIII. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig VIII.]] nicht gut verstand, ging er 1750 mit der Frau und den noch unversorgten Kindern (zu denen auch der elfjährige Conrad Reinhard zählte) nach [[Straßburg]] und überließ seine Stelle dem damals 25-jährigen ältesten Sohn Johann Friedrich Achatius. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder [[Friedrich Albrecht von Koch|Friedrich Albrecht]] und seinem nächstälteren Bruder [[Christoph Wilhelm von Koch|Christoph Wilhelm]] besuchte Conrad Reinhard nach dem Umzug nach Straßburg das dortige protestantische [[Gymnasium]].&lt;br /&gt;
Bei der Familie von Koch ist eine starke Bindung zum [[Protestantismus]] zu erkennen, so war der zweitälteste Bruder Conrad Reinhards, Christian Nikolaus, Magister und Pfarrer in Buchsweiler, seine älteste Schwester Sophia Dorothea war mit dem [[Superintendent]]en (Spezial) von Buchsweiler, Gerhardi, verheiratet, die Schwester Sibylla Sophia mit dem Pfarrer Beyer von Münster im Elsass und die Schwester Euphrosina Salome mit Ludwig Kern, dem Präsidenten des 1802 eingerichteten [[Konsistorium|General-Konsistoriums]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche von Frankreich|Kirche Augsburgischer Konfession]] in Straßburg.&lt;br /&gt;
Conrad von Koch war verheiratet mit der ebenfalls protestantischen Friederike Luise Ernestine, geb. von Brandenstein, einer Tochter von Johann August von Brandenstein und seiner Frau Maria Magdalena Ernestine, geb. [[Teuffel von Birkensee|Teufel von Pirkensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diplomatie ==&lt;br /&gt;
Drei der insgesamt fünf Brüder verließen später Straßburg bzw. Buchsweiler und gingen in den diplomatischen Dienst. Der älteste, Johann Friedrich Achatius, war wie oben erwähnt zunächst Wirklicher Geheimer Rat des [[Landgraf]]en von [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] und später [[Botschafter]] am französischen Hof in [[Versailles]]. Friedrich Albrecht war [[Russisches Kaiserreich|kaiserlich russischer]] [[Geheimer Rat]], Minister in [[St. Petersburg]] sowie [[Gesandter]] in [[Regensburg]] und [[Wien]] und begründete eine russische Linie der Familie von Koch. Der unvermählte Bruder Christoph Wilhelm blieb hingegen in Straßburg und schlug eine wissenschaftliche und politische Karriere ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conrad Reinhard selbst war seit 1797 [[Domherr]] des Fürstbistums bzw. [[Hochstift Lübeck|Hochstifts Lübeck]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Prange]]: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Domherren.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Bischof und Domkapitel zu Lübeck: Hochstift, Fürstentum und Landesteil 1160-1937.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck: Schmidt-Römhild 2014, ISBN 978-3-7950-5215-7, S. 421 Nr. 427&amp;lt;/ref&amp;gt;  sowie [[Fürstentum Lübeck|fürstlich lübeckischer]] und [[Herzogtum Oldenburg|herzoglich oldenburgischer]] Konferenzrat und bevollmächtigter Gesandter am [[Immerwährender Reichstag|deutschen Reichstag]] in Regensburg. Das Hochstift Lübeck wurde durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 zum Fürstentum säkularisiert und war bis dahin der einzige protestantische geistliche [[Reichsstand]] im [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reich]]. Die [[Liste der Fürstbischöfe von Lübeck|Lübecker Fürstbischöfe]] wurden vom [[Domkapitel]] seit [[1586]] stets aus dem Haus [[Holstein-Gottorp]] gewählt und waren seit dem [[Vertrag von Zarskoje Selo]] 1773 gleichzeitig Herzöge von Oldenburg. &lt;br /&gt;
Spätestens 1806 mit der Niederlegung der Krone durch Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz II.]] und damit dem Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] und seiner Institutionen wird Kochs Tätigkeit als Gesandter geendet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adelserhebung ==&lt;br /&gt;
Am 27. November 1769 war Conrad Reinhard im Alter von 30 Jahren von Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph II.]] in Wien mit dem Prädikat [[Edler|„Edler von“]] in den Reichsadelsstand erhoben worden (ebenso wie seine Brüder Johann Friedrich Achatius, Christoph Wilhelm und Friedrich Albrecht im Jahr 1777). Später suchte er um die Erhebung in den [[Freiherr|Reichsfreiherrenstand]] nach und wenn dies nicht möglich sei, dann um die Anerkennung seines [[Adelstitel|Reichsritterstandes]]. Als solcher wurde er dann auch am 23. Juli 1810 beim Reichsheroldenamt in [[München]] in die dortigen [[Adelsmatrikel]] immatrikuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teublitz ==&lt;br /&gt;
Am 16. Januar 1796 kaufte Conrad Reinhard von Koch zusammen mit seiner Frau den weiteren Erbinteressenten ihres Onkels mütterlicherseits, Karl Philipp Wolfgang Teufel von [[Maxhütte-Haidhof|Pirkensee]], die [[Hofmark]] [[Teublitz]] um 50.000&amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl.]] ab. Nach dem Ende des Immerwährenden Reichstags in Regensburg scheint Koch dauerhaft in Teublitz gewohnt zu haben. Durch den Tod seiner im Alter von 45 Jahren am 25. Oktober 1800 wurde Conrad Reinhard von Koch im Alter von 61 Jahren schließlich alleiniger Besitzer der Hofmark Teublitz, die später durch die Staatsreformen [[Maximilian von Montgelas|Montgelas]]’ zunächst in ein [[Patrimonialgericht|Patrimonial-]], dann ein [[Ortsgericht|Orts-]] und schließlich ein Patrimonialgericht II. Klasse umgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensabend ==&lt;br /&gt;
Koch war zum Ende seines Lebens stark verschuldet, was neben dem Ausbezahlen der anderen Erbinteressenten auch an der aufwändigen Neugestaltung seines [[Schloss Teublitz|Schlossparks]] gelegen haben mag. Die Schuld für seine prekäre Finanzsituation gab er [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]], möglicherweise, weil dieser das Ende des Heiligen Römischen Reichs erzwungen und damit seinen Lebensunterhalt – den Immerwährenden Reichstag – hinfällig gemacht hatte. Konsterniert schrieb Koch 1812 an [[Friedrich August von Gise|seinen Sohn]]: {{&amp;quot; |Text=En verité si L’Empereur [[Napoléon]] n’avait à répondre que du seul mal qu’il m’a fait, il devrait trouver sa conscience encore bien chargé.|Sprache=fr |Übersetzung=Wenn Kaiser Napoleon nur für eine einzige Übeltat geradestehen müsste, die er mir angetan hat, dann fände er sein Gewissen wirklich noch genug belastet.}}&lt;br /&gt;
Koch musste schließlich 1820 das [[Schloss Teublitz|Teublitzer Schlossgut]] an die Schwiegermutter seines Sohnes, Maria Anna Bertrand de St. Rémy Gräfin de La Perouse, eine geborene Gräfin [[Arco (Adelsgeschlecht)|von Arco-Valley]], verkaufen, blieb aber wohl bis zu seinem Tod in Teublitz wohnen. &lt;br /&gt;
Conrad Reinhard Ritter von Koch starb am 9. Juni 1821 im Alter von 82 Jahren in Teublitz, er ruht in der [[Familiengruft]] neben der Kirche in [[Saltendorf an der Naab]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Conrad Reinhard, damals „Edler von Koch“ hatte mit seiner Frau vier Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. Am 3. April 1782 kam in Regensburg als erstes Kind Friederike Wilhelmine Ernestine Philippine Caroline zur Welt. Ebenso in Regensburg wurde bereits am 17. März 1783 als zweites Kind der Sohn [[Friedrich August von Gise|Friedrich August Theodor]] geboren, der später als Freiherr von Gise [[Königreich Bayern|königlich bayerischer]] Staatsminister wurde. &lt;br /&gt;
Am 16. März 1784 wurde die zweite Tochter Magdalena Auguste Wilhelmine Sophie geboren. Der zweite Sohn, Peter Friedrich Ludwig, der am 8. Februar 1793 zur Welt kam, verstarb bereits am 19. Juli desselben Jahres im Alter von fünf Monaten in Regensburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv]] München, Adelsmatrikel K 13; Pfalz-Neuburg-Akten 2288.&lt;br /&gt;
* Evangelisches Kirchenbucharchiv Regensburg, Regensburger Kirchenbücher, Bücher 24 &amp;amp; 25.&lt;br /&gt;
* Familiengruft Saltendorf an der Naab&lt;br /&gt;
* [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=3-155429 Landesarchiv Baden-Württemberg, Bestand GA 90, Nr. 796]&lt;br /&gt;
* [[Staatsarchiv Amberg]], Häuser- und Rustikalsteuerkataster Burglengenfeld, 95.&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Teublitz, Briefe Conrad Reinhard von Kochs.&lt;br /&gt;
* Thomas Barth, Adelige Lebenswege im Alten Reich. Der Landadel der Oberpfalz im 18. Jahrhundert, Regensburg 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Buech: &amp;#039;&amp;#039;Christoph Wilhelm Koch (1737-1813). Der letzte Rechtslehrer der alten Straßburger Hochschule. Ein Bild aus dem elsässischen Gelehrtenleben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Wissenschaftlichen Instituts der Elsaß-Lothringer im Reich an der Universität Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 17; Frankfurt 1936.&lt;br /&gt;
* [[Walter Demel (Historiker)|Walter Demel]]: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Entwicklung des bayerischen Adels von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Reichsgründung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZBLG.&amp;#039;&amp;#039; 61. 1998, 295–345.&lt;br /&gt;
* [[Everhard Illigens]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lübeckischen Kirche von 1530 bis 1896. Geschichte des ehemaligen katholischen Bistums und der nunmehrigen katholischen Gemeinde sowie der katholische Bischöfe, Domherren und Seelsorger zu Lübeck von 1530 bis 1896.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1896.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Koerner|B. Koerner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch Bürgerlicher Familien.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Berlin 1902.&lt;br /&gt;
* Johann Kolb: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Teublitz.&amp;#039;&amp;#039; (Handschrift mit Illustrationen) Saltendorf 1908.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schöberl: &amp;#039;&amp;#039;Das Städtedreieck. Maxhütte-Haidhof – Burglengenfeld – Teublitz.&amp;#039;&amp;#039; Kallmünz 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Lübecker Domherren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11770623X|VIAF=20464391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Koch, Conrad Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oldenburgischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter beim Heiligen Römischen Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1738]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koch, Conrad von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Koch, Conrad Reinhard; Koch, Conrad Reinhard Edler von (1777 bis 1815); Koch, Conrad Reinhard Ritter von (ab 1815)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Gesandter des Fürstbistums Lübeck und des Herzogtums Oldenburg beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Dezember 1738&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bouxwiller (Bas-Rhin)|Buchsweiler]], [[Elsass]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1821&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Teublitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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