<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Conrad_Schlumberger</id>
	<title>Conrad Schlumberger - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Conrad_Schlumberger"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conrad_Schlumberger&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T06:47:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conrad_Schlumberger&amp;diff=639041&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conrad_Schlumberger&amp;diff=639041&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-05T08:02:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conrad Schlumberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Oktober]] [[1878]] in [[Guebwiller|Gebweiler]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen]]; † [[9. Mai]] [[1936]] in [[Stockholm]]) war ein [[Frankreich|französischer]] Geophysiker und Geologe. Nach ihm wurde das [[Schlumberger-Verfahren]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abstammung ==&lt;br /&gt;
Conrad Schlumberger entstammte einer elsässischen Unternehmerfamilie, deren Wurzeln bis ins 16. Jh. in der schwäbischen Region [[Ulm]] zurückgehen. Sein Vorfahre in väterlicher Linie Nicolas Schlumberger hatte 1812 eine Baumwollspinnerei gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;museeprotestant&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.museeprotestant.org/de/notice/die-familie-schlumberger/ |titel=Die Familie Schlumberger |werk=Virtuelles Museum des Protestantismus |hrsg=Fondation pasteur Eugène Bersier |datum= |abruf=2018-01-21 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter, Marguerite Schlumberger, geborene de Witt, war die Tochter von [[Conrad de Witt]], Abgeordneter aus dem [[Département Calvados|Calvados]], und Enkelin des Politikers [[François Guizot]], Mitglied der [[Académie française]], Minister unter [[Louis-Philippe I.|Louis-Philippe]]. Sie war Philanthropin und Feministin und engagierte sich in Vereinen für [[Gefallenes Mädchen|gefallene Mädchen]]. Als &amp;#039;&amp;#039;suffragiste&amp;#039;&amp;#039; präsidierte sie die Internationale Liga für Frauenrechte &amp;#039;&amp;#039;(Ligue internationale des droits de la femme)&amp;#039;&amp;#039;. Im Schloss der Mutter in [[Crèvecœur-en-Auge]] ist dem Paar ein Museum gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.chateau-de-crevecoeur.com/fr/index.php?page=famille |titel=Une famille... un musée |werk=Château de Crèvecoeur |hrsg=Fondation Musée Schlumberger |datum= |abruf=2018-01-21 |sprache=fr, en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre heutigen Nachkommen Die Seydoux-Dynastie sind direkte Nachkommen der Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1876 geschlossenen Ehe stammten sechs Geschwister, darunter fünf Jungen. Conrad Schlumberger war der zweitälteste. Sein älterer Bruder war der 1877 geborene Journalist und Schriftsteller [[Jean Schlumberger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie war evangelischen Glaubens und pro-französisch eingestellt. Nachdem das Elsass in Folge des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71]] Teil Deutschlands geworden war, beschlossen die Eltern, ihre Söhne dem Zugriff des deutschen Militärs zu entziehen, indem sie sie im Alter von 15 Jahren nach Paris schickten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Conrad verbrachte seine Kindheit in Guebwiller. 1893 verließ er das Elsass und wechselte nach Paris. Er besuchte dort das [[Lycée Condorcet]]. Nach dem Abitur absolvierte er an der höheren Lehranstalt [[Lycee Saint-Louis|Lycée Saint-Louis]] zweijährige Vorbereitungsklassen zum Studium an zwei französischen [[Grande école|Grandes Écoles]], der [[École polytechnique]] in [[Paris]] (er wurde Zweitbester des Jahrgangs) und der &amp;#039;&amp;#039;[[Mines ParisTech|École nationale supérieure des mines]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde 1904 staatlicher Bergingenieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat den Dienst als Bergingenieur in [[Rodez]] an und wurde 1905 nach [[Toulouse]] versetzt. 1906 wurde er zum Professor für Physik an der &amp;#039;&amp;#039;[[École nationale supérieure des mines de Saint-Étienne]]&amp;#039;&amp;#039; ernannt und behielt diese Stelle bis 1914. Ab 1907 erhielt er eine entsprechende Stelle an der &amp;#039;&amp;#039;École nationale supérieure des mines&amp;#039;&amp;#039; in Paris. 1912 entdeckte er den Zusammenhang zwischen elektrischem Potential und dem Vorkommen von Mineralstoffen. Zunächst verifizierte er seine Entdeckung im Labor der &amp;#039;&amp;#039;École des mines&amp;#039;&amp;#039; mittels einer Badewanne, in der er Erdschichten nachstellte, und machte sich an die Arbeit, seine Erkenntnisse zu vertiefen. Das Verfahren wurde später nach ihm benannt. Im Rahmen seiner Tätigkeiten unternahm er Studienreisen weltweit. So kartierte er 1914 bei [[Bor (Serbien)|Bor]] in Serbien [[Pyrit]]-Körper mit Hilfe der Eigenpotentialmessung an der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]], in dem er als Offizier der Artillerie diente, unterbrach diese Karriere. 1916 wurde Schlumberger Offizier der [[Ehrenlegion]]. Unmittelbar nach dem Krieg wurde er 1918 beauftragt, den Bergbau Elsass-Lothringens und des Saarlands als Chefingenieur neu zu gestalten, dann kehrte er ein Jahr später als Professor für Physik an die &amp;#039;&amp;#039;École supérieure des mines&amp;#039;&amp;#039; zurück, wo er sich mit [[Angewandte Geophysik|angewandter Geophysik]] beschäftigte. Nun schrieb er seine Abschlussarbeit über seine Arbeiten und seine Methodik mit 6 Jahren Verspätung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit finanzieller Unterstützung des Vaters konnte er ab 1919 mit seinem Bruder [[Marcel Schlumberger]] wissenschaftlich an der Umsetzung der Methode arbeiten und entwickelte eine mobile Messapparatur zur Bohrlochsondierung (&amp;#039;&amp;#039;Wireline-[[Bohrlochgeophysik|Logging]]&amp;#039;&amp;#039;-Verfahren). Sie richteten sich bei Crèvecœur-en-Auge Werkstatt und Geschäftsräume ein, wo heute die Schlumberger-Stiftung ihren Sitz hat. Zusammen mit Marcel führte er rund um die Erde experimentelle Arbeiten durch. 1923 schied Conrad Schlumberger aus dem Lehrberuf aus, um sich ganz der vielversprechenden angewandten Geophysik zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 gründete er mit Marcel ein Ingenieurbüro, die &amp;#039;&amp;#039;Société de Prospection Électrique&amp;#039;&amp;#039; an der Adresse 42 rue Saint-Dominique in Paris, die heute unter dem Namen [[Schlumberger (Unternehmen)|Schlumberger Limited]] die weltgrößte Erdöl- und Gasexplorationsfirma ist. Am 5. September 1927 führten die Brüder im Elsass auf [[Bohrturm]]&amp;amp;nbsp;7 südöstlich von [[Dieffenbach-lès-Wœrth]] bei [[Merkwiller-Pechelbronn]] die weltweit erste auf elektrischem Widerstand beruhende Bohrlochvermessung vor. Die ersten Auftraggeber waren 1930 die [[Vereinigte Staaten|USA]] und die [[Sowjetunion|UdSSR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten 1931 die Gründung der [[CGG (Unternehmen)|CGG]] &amp;#039;&amp;#039;(Compagnie générale de géophysique)&amp;#039;&amp;#039; und 1934 der „[[Schlumberger (Unternehmen)|Schlumberger Well Surveying Corporation]]“ in Houston, USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 heiratete er Louise Delpech aus [[Clairac]] im [[Département Lot-et-Garonne]]. Er war Vater dreier Töchter, nämlich der Philanthropinnen Anne Gruner Schlumberger (1905–1993), [[Dominique de Ménil]] (1908–1998) und Sylvie Boissonnas (1912–1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 starb Conrad Schlumberger 57-jährig in Stockholm auf der Rückkehr von einer Geschäftsreise nach Russland. Marcel übernahm die Leitung der Unternehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tour de forage&amp;#039;&amp;#039;. Das Denkmal wurde 2005 in Dieffenbach-lès-Wœrth in errichtet und hat die Form eines Bohrturmes. Es erinnert an die Bohrlochvermessung von 1927 und ist den beiden Brüdern gewidmet.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Conrad Schlumberger Award]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Wissenschaftspreis der European Association of Geoscientists and Engineers (EAGE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.geophys.tu-bs.de/geschichte/schlumberger.html Conrad und Marcel Schlumberger] (www.geophys.tu-bs.de)&lt;br /&gt;
* [http://www.museeprotestant.org/Pages/preview_notice.php?noticeid=526&amp;amp;Lget=DE&amp;amp;PHPSESSID=49268ab54e750cc47b73995062c58bc1 Über die Familie] (www.museeprotestant.org)&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/biography/Conrad-Schlumberger-and-Marcel-Schlumberger Artikel der Encyclopædia Britannica über Conrad und Marcel Schlumberger (engl.)]&lt;br /&gt;
* Geschichte der Bergbauingenieure (Fr: Histoire des Ingénieurs des Mines) https://www.annales.org/archives/x/schlumberger.html&lt;br /&gt;
* Berühmte Absolventen der École polytechnique: Polytechniciens illustres in Portail patrimoine de l’École polytechnique https://www.polytechnique.edu/bibliotheque/fr/schlumberger-conrad-x1898&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139590803|LCCN=no/2010/178451|VIAF=59074178}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlumberger, Conrad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (École des mines Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlumberger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlumberger, Conrad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Geophysiker und Geologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Oktober 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Guebwiller|Gebweiler]], Elsass&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stockholm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>