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	<title>Conrad-Observatorium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:35:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Conrad-Observatorium&amp;diff=959465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 2 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Parameter zugriff nach abruf konvertiert; 1 Datumsformat konvertiert; 1 Link nach archive.org geprüft</title>
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		<updated>2026-02-20T13:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Parameter zugriff nach abruf konvertiert; 1 Datumsformat konvertiert; 1 Link nach archive.org geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Observatorium&lt;br /&gt;
|Name              = &lt;br /&gt;
|Bild              = [[Datei:Conradobservatorium.jpg|zentriert|300px]]&lt;br /&gt;
|Bild-Titel        = Stollensystem des Conrad-Observatoriums&lt;br /&gt;
|Höhe              = 1088&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug        = AT&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 47/55/39/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 15/51/32/E&lt;br /&gt;
|ISO-Region        = AT-3&lt;br /&gt;
|Ort               = [[Trafelberg]] bei [[Muggendorf (Niederösterreich)|Muggendorf]], in [[Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
|Gründung          = 2002&lt;br /&gt;
|Betreiber         = [[GeoSphere Austria|GSA]]&lt;br /&gt;
|Leitung           = &lt;br /&gt;
|Mitarbeiterzahl   = &lt;br /&gt;
|Website           = [http://www.conrad-observatory.at/ Homepage Conrad-Observatorium]&lt;br /&gt;
|Observatoriumstyp = Meteorologische Beobachtungseinrichtung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conrad-Observatorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine unterirdische, geophysikalische Forschungseinrichtung der Bundesanstalt [[GeoSphere Austria]] (GSA). Es ist das einzige Observatorium dieser Art und befindet sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Trafelberg]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1146|AT|link=true}}, {{Coordinate|text=icon0|NS=47/55/46/N|EW=15/52/07/E|type=mountain|elevation=1146|region=AT-3|name=Traflberg}}) in [[Muggendorf (Niederösterreich)|Muggendorf]], in [[Niederösterreich]], ca. 45&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Wien]]. Benannt ist es nach dem aus Österreich in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] vertriebenen Seismologen und Klimatologen [[Victor Conrad]] (1876–1962), der viele Jahre an der [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]] (ZAMG), der Vorgängerin der heutigen Betreiberin, beschäftigt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Stepanek |url=https://www.derstandard.at/story/3000000227597/unterirdischer-messstation-in-niederoesterreich-entgeht-kein-atombombentest |titel=Unterirdischer Messstation in Niederösterreich entgeht kein Atombombentest |hrsg=[[Der Standard]] |datum=2024-07-14 |sprache=de-AT |abruf=2024-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegende Aufgabe des Observatoriums ist die Beobachtung relevanter physikalischer Parameter, die für unser Verständnis von Vorgängen auf und unter der Erde von entscheidender Bedeutung sind. Am Conrad-Observatorium werden Erdbebenaktivitäten (Seismologie), Erdschwerevariationen und Massenveränderungen (Gravimetrie), magnetische Feldvariationen, geodätische Parameter, atmosphärische Wellen und meteorologische Daten kontinuierlich überwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Conrad-Observatorium beinhaltet zwei Hauptbereiche:&lt;br /&gt;
* Das seismisch-gravimetrische Observatorium (SGO) wurde 2002 eröffnet.&lt;br /&gt;
* Das geomagnetische Observatorium (GMO) ging im Mai 2014 in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ermöglicht wurde die Errichtung neben der finanziellen Unterstützung von Bund und Land Niederösterreich durch ein [[Vermächtnis|Legat]] der Witwe Victor Conrads, Ida F. Conrad (1880–1969).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/conrad-observatorium/das-conrad-observatorium |titel=Das Observatorium |titelerg=Conrad-Observatorium |hrsg=zamg.ac.at |abruf=2018-04-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erbschaft bekam die ZAMG von Ida F. Conrad mit der Auflage, dass „aus dem Nachlass ein Bauwerk errichtet wird, das der geophysikalischen oder meteorologischen Forschung dient und den Namen Victor Conrad trägt.“ 1975 erhielt [[Peter Melichar (Geophysiker)|Peter Melichar]] von der ZAMG den Auftrag zur Errichtung des Observatoriums. 2002 wurde die erste Baustufe, das seismisch-gravimetrische Observatorium (SGO) eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Thaler, Gunnar Mertz, Christa Hammerl, Oliver Rathkolb: &amp;#039;&amp;#039;BergWetter 1938. Diktatur, Behörden, Wissenschaft. GBA und ZAMG im Schatten des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Geologischen Bundesanstalt, Wien 2018, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 wurde eine Erweiterung des Observatoriums durch das Wissenschaftsministerium und das Land Niederösterreich beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Baustufe, das Geomagnetisches Observatorium (GMO) wurde am 21. Mai 2014 eröffnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.big.at/fileadmin/user_upload/Media/04_News-Presse/Aussendungen_2014/Forschungszentrum_f%C3%BCr_Geomagnetik_wird_er%C3%B6ffnet_-_19.5.pdf |wayback=20160412122422 |text=&amp;#039;&amp;#039;Pressemeldung&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;#039;&amp;#039;der [[Bundesimmobiliengesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Mai 2014, abgerufen am 12. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; und trat damit die Nachfolge des [[Cobenzl-Observatorium]]s an. Vom Mai 2014 bis zum April 2016 wurden die beiden Observatorien parallel betrieben, um den störungsfreien kontinuierlichen Betriebsübergang zu gewährleisten. Der Parallelbetrieb wurde außerdem dazu genutzt, um erstmals die durch eine Großstadt (Wien) hervorgerufenen elektromagnetischen Störungen genau zu bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Niko Kompein |coauthors=Ramon Egli, Barbara Leichter, Roman Leonhardt |date=2015 |title=Anthropogenic disturbances on geomagnetic observatories: A comparison between Vienna Cobenzl and the new Conrad Observatory |journal=26th IUGG, General Assembly 2015, Prag |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 wurde das Observatorium Mitglied des internationalen [[Intermagnet]] Messverbunds, bei dem das Erdmagnetfeld untersucht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://noe.orf.at/news/stories/2804581/ &amp;#039;&amp;#039;Heimische Messstation unter den besten der Welt&amp;#039;&amp;#039;] auf [[ORF]] vom 23. Oktober 2016, abgerufen am 24. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Aufgaben ==&lt;br /&gt;
=== Seismologie ===&lt;br /&gt;
Seismologische Aufzeichnungen geringer Bodenbewegungen, welche z.&amp;amp;nbsp;B. durch ferne Erdbeben ausgelöst werden, erfordern für die Interpretation ein weltweites Messnetz mit ruhigen Standorten sowie empfindlichsten Messgeräten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Observatorium ist Teil sowohl des nationalen als auch internationalen Netzwerks und dient unter anderem derzeit zur&lt;br /&gt;
* Beobachtung der weltweiten Seismizität,&lt;br /&gt;
* Erfassung von Nuklearwaffentests,&lt;br /&gt;
* Kalibrierung von Seismometern,&lt;br /&gt;
* Entwicklung und zum Testen neuer Messsysteme,&lt;br /&gt;
* zum Vergleich verschiedener Messinstrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Station gilt als Hauptstation des seismologischen Netzwerkes des Österreichischen Erdbebendienstes an der GSA. Die weltweite Seismizität kann ab einer Stärke von 4 wahrgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erdbeben in Österreich aufgezeichnet&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Heute in Österreich&amp;#039;&amp;#039;, ORF, 15. März 2011, 17:05&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravimetrie ===&lt;br /&gt;
Veränderungen des Schwerefeldes der Erde durch Gezeitenkräfte und geodynamische Prozesse können mit hochgenauen Messgeräten erfasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines dieser Geräte – ein supraleitendes [[Gravimeter]] GWR&amp;amp;nbsp;C025, von dem weltweit etwa 30 existieren – wird von der GSA-Abteilung Geophysik gemeinsam mit dem Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Wien betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die derzeitigen Messergebnisse werden im &amp;#039;&amp;#039;Global Geodynamical Project&amp;#039;&amp;#039; (GGP) genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magnetik ===&lt;br /&gt;
Der 2014 eröffnete geomagnetische Teil des Conrad-Observatoriums dient der Erfassung und der Erforschung des erdmagnetischen Feldes sowie der Entwicklung von Messgeräten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Themengebieten gehören die zeitliche Veränderung des Erdmagnetfeldes und deren Auswirkungen, z.&amp;amp;nbsp;B. auf Navigation, Klima. Auch geomagnetische Stürme, ausgelöst durch Sonnenwind und Sonneneruptionen ([[Protuberanz]]en) sind von größtem Interesse, da diese Ereignisse die Telekommunikation, Navigationssysteme, Stromversorgungseinrichtungen und Sicherheitssysteme beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nuklearwaffenteststopp-Überwachung ===&lt;br /&gt;
Neben diesen Forschungsaufgaben verfügt das Observatorium über eine direkte Verbindung zur [[Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen|CTBTO]] &amp;#039;&amp;#039;(Comprehensive Test Ban Treaty Organization)&amp;#039;&amp;#039;, einer Sonderorganisation der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Conrad-Observatorium befinden sich Testeinrichtungen der CTBTO für zwei verschiedene Überwachungsverfahren, Infraschall und Seismologie. Das Observatorium dient weiters als Ausbildungsstätte für Stationsbetreuer im &amp;#039;&amp;#039;International Monitoring System&amp;#039;&amp;#039; (IMS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bauwerk ==&lt;br /&gt;
Der Standort zeichnet sich durch extrem niedrige Bodenunruhe aus. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass sich das Observatorium gänzlich unter Tage befindet, wo Störungen dieser Art nochmals reduziert werden. Die über das Jahr fast konstante Temperatur im Messstollen und den Bohrlöchern des Observatoriums trägt zur hohen Qualität der Messungen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Observatorium ist mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgerüstet und über Datenleitungen mit der GSA in Wien verbunden. Mit einem Fernüberwachungssystem können alle Instrumente, Stromversorgung, Temperatur etc. kontrolliert und geregelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das SGO des Conrad-Observatorium umfasst unter anderem einen 150&amp;amp;nbsp;Meter langen Messstollen, der mit mehreren Sockeln ausgerüstet ist, vier Bohrlöcher, von denen drei 100&amp;amp;nbsp;m tief sind und ein 50&amp;amp;nbsp;m tiefes Bohrloch, sowie Laborräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Very Small Aperture Terminal|VSAT]]-System dient zur Datenübermittlung via Satellit zum International Data Centre (IDC) der CTBTO. Ein 1000 Meter langer Messstollen ist das Herz des GMO, an das mehrere Laborräume und technische Einrichtungen angeschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Erfassung der Messreihen nicht zu stören, ist das Observatorium nicht öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christa Hammerl]], Wolfgang Lenhardt, Reinhold Steinacker, [[Peter Steinhauser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik 1851–2001.&amp;#039;&amp;#039; Leykam, Graz 2001, ISBN 3-7011-7437-7.&lt;br /&gt;
* Christa Hammerl, Wolfgang Lenhardt, Roman Leonhardt, Harry Granser: &amp;#039;&amp;#039;Austria’s new earth observatory dedicated to Victor Conrad&amp;#039;&amp;#039;. EAGE. First Break 2011, S. 31–32.&lt;br /&gt;
* Peter Melichar: &amp;#039;&amp;#039;Von der Idee zur Umsetzung: Das CONRAD Observatorium der ZAMG.&amp;#039;&amp;#039; In: Geoforum Umhausen, Nr. 19 (2017), S. 121–130 ([https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/Umhausen_2017_121-130.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Johannes Thaler, Gunnar Mertz, Christa Hammerl, [[Oliver Rathkolb]]: &amp;#039;&amp;#039;BergWetter 1938. Diktatur, Behörden, Wissenschaft. GBA und ZAMG im Schatten des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Geologischen Bundesanstalt, Wien 2018, ISBN 978-3-85316-099-2 ([https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/Bergwetter_WEB.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://cobs.zamg.ac.at/ Homepage des Conrad-Observatoriums]&lt;br /&gt;
* [https://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/conrad-observatorium Conrad-Observatorium] mit [http://geoweb.zamg.ac.at/live_seis/produkt_demo/index.html.de Live-Seismogramm] bei der [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsgroßgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muggendorf (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Messgerät (Geophysik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterirdisches Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 2002]]&lt;/div&gt;</summary>
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