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	<title>Comitat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T01:27:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M Huhn: Zwischenüberschrift präzisiert; Zwischenüberschrift gemäß &quot;Wikipedia:Formatierung&quot;: „Vermeide unnötige Überschriften und Abschnittsunterteilungen durch Zwischenüberschriften, die alleinstehende Gliederungspunkte hinterlassen.“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Zwischenüberschrift präzisiert; Zwischenüberschrift gemäß &amp;quot;Wikipedia:Formatierung&amp;quot;: „Vermeide unnötige Überschriften und Abschnittsunterteilungen durch Zwischenüberschriften, die alleinstehende Gliederungspunkte hinterlassen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt einen studentischen Brauch. Zur ungarischen Verwaltungseinheit siehe [[Komitat]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Comitat Frankfurt (Oder) 1805.JPG|miniatur|hochkant=1.5|Comitat in Frankfurt (Oder), 1805]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Comitat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;comes&amp;#039;&amp;#039;, Begleiter) war ein studentischer [[Brauch]], mit dem anerkannte [[Waffenstudent]]en (und [[Professor]]en) aus ihrer Hochschulstadt verabschiedet wurden. Er endete mit dem Aufkommen der [[Eisenbahn]] Ende der 1850er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Die höchste Ehrung, die ein verdienter und beliebter [[Korporierter|Bursch]] erleben konnte, war das Comitat, wenn er die [[Alma Mater]] verließ. Die Zurückbleibenden gaben ihm ein feierliches Geleit, bis vor den Toren der Stadt noch ein Abschiedstrunk eingenommen wurde. Mancherorts saßen alle in Fahrzeugen, andernorts fuhr der Verabschiedete allein, während die übrigen ritten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Comitat Göttingen 1765.JPG|miniatur|Comitat in Göttingen, 1765&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses in der Literatur als Comitat beschriebene Stammbuchblatt ist nach Reitrichtung und Gebäuden, dem [[Universitätsreitstall (Göttingen)|Reitstall]] an der Weender Straße, eigentlich eine feierliche Einholung, also das Gegenteil. Jedoch sind Ablauf und Formation im Wesentlichen gleich.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise wurden [[Professor]]en oder hohe Besucher der Universität geehrt. Die Studentenschaft ordnete sich zu einem Festzug, den der „Generalanführer“ eröffnete und der „Generalbeschließer“ abschloss, während der Mitarbeiterstab der „Generalmarschälle“ (Marschälle, Chapeaux d’honneur) die übrigen Aufgaben der Festleitung erfüllten. Ähnlich wurden die [[Akademisches Leichenbegängnis|Leichenbegängnisse]] veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Ablauf in Königsberg ==&lt;br /&gt;
Die [[Corps]] versammelten sich an solchen Tagen mittags am [[Albertus-Universität Königsberg|Albertinum]], sangen dort oder an der [[Kantiana|Stoa Kantiana]] das Abschiedslied &amp;#039;&amp;#039;Bemooster Bursche zieh ich aus, behüt’ dich Gott, Philisterhaus&amp;#039;&amp;#039; und bestiegen dann die bereitgestellten [[Equipage]]n. Eröffnet wurde der Zug durch den Entrepreneur mit zwei Leibfüchsen in [[Wichs]] in einer vierspännigen [[Extrapost]]; dann folgten die [[Senior (Studentenverbindung)|Senioren]] und eine Anzahl [[Corpsbursche]]n in ihren Wagen mit dem [[Banner (Fahne)|Banner]], in der Mitte des Zuges in sechsspänniger Extrapost der Comitierte mit seinen zwei Ehrenburschen, dahinter die anderen Wagen und als Abschluss die Präsiden der Festkneipe. Der bunte festliche Zug bewegte sich um den Dom herum durch die Hauptstraßen der Stadt und durch das Brandenburger Tor nach Kalgen hinaus. Dort wurde ein fröhlicher Abschiedskommers abgehalten, der Komitierte mit Abschiedsreden und Liedern geehrt, allgemeine Herzlichkeit und Verbrüderung herrschten, und am späten Nachmittag oder erst in tiefer Nacht kehrten alle nach der Stadt zurück. Andere in das &amp;#039;&amp;#039;Philisterland&amp;#039;&amp;#039; abfahrende wurden nicht selten von den Brüdern nach dem Posthofe zum letzten Abschiedsgruß begleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Loch|E. Loch]], H. Lippold, [[Rüdiger Döhler|R. Döhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und  Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München 2005, ISBN 3-00-016108-2, S. 83 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. September 1841 wurde [[Ferdinand Gregorovius]] mit einem Comitat verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über ein winterliches Comitat berichtet S. Schindelmeiser:&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Schindelmeiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Corps Baltia II zu Königsberg i. Pr.&amp;#039;&amp;#039; (1970–1985). Erstmals vollständige, bebilderte und kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden mit einem Anhang, zwei Registern und einem Vorwort von Franz-Friedrich Prinz von Preussen, herausgegeben von [[Rüdiger Döhler|R. Döhler]] und G. v. Klitzing, München 2010. ISBN 978-3-00-028704-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wegen eines eigentlich unbedeutenden Vorfalls wurde dem Masuren Pilchowski vom Senat der Albertina das Consilium abeundi erteilt. Er hatte noch drei Leidensgefährten. Die Härte dieser Entscheidung empörte die Aktiven aller Verbindungen. Als Pilchowski die Universität verließ, wurde ihm von den Corps ein Comitat veranstaltet. In 22 Schlitten machten die Teilnehmer zunächst eine Rundfahrt durch die Stadt, die vor dem Altstädtischen Ratskeller endete. Dort fand die Abschiedskneipe statt. Auf dieser würdigte der Consenior der Baltia Leonhardy die Verdienste des Scheidenden und drückte – gleichzeitig für den SC – sein Bedauern darüber aus, dass ein so treuer Mitstreiter von ihnen Abschied nehmen müsse. Am Nachmittag begleiteten ihn alle zum Posthof, von wo er in seine Heimat fahren sollte. Jetzt stießen auch Germanen und Gothen zu den dort Versammelten. Sie alle sangen das Abschiedslied ‚Bemooster Bursche zieh’ ich aus‘ und brachten auf Pilchowski ein dreifaches Vivat aus, als sich die Postkutsche in Bewegung setzte. Gemeinschaftlich legten darauf Corpsstudenten und Burschenschafter den kurzen Weg über den Altstädtischen Markt zum Ratskeller zurück und blieben noch recht lange zusammen. Sie waren sich in ihrer Empörung über das dem Ausgezogenen zugefügte Unrecht einig.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Lippold: &amp;#039;&amp;#039;Das Königsberger Comitat&amp;#039;&amp;#039;. [[Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung|Einst und Jetzt]], Bd. 19 (1974), S. 173–175&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Comitat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentisches Brauchtum und Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königsberger Studentengeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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