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	<title>Comechingones - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Comechingones&amp;diff=766796&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-27T20:10:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quellen|Zu wenige Quellen genannt.}}{{Dieser Artikel|behandelt das indigene Volk Argentiniens. Weitere Bedeutungen von &amp;#039;&amp;#039;Comechingones&amp;#039;&amp;#039; sind der Gebirgszug [[Sierra de los Comechingones]] und der Ort [[Comechingones (Córdoba)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Comechingones&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Henîa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kamîare&amp;#039;&amp;#039;, sind ein [[Indigene Völker in Argentinien|indigenes Volk]] aus dem zentralen Westen [[Argentinien]]s, die in den [[Sierras Pampeanas]], in den heutigen Provinzen [[Provinz Córdoba (Argentinien)|Córdoba]] und [[Provinz San Luis|San Luis]] lebten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dle.rae.es/comechingón |titel=comechingón, na |abruf=2024-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl die indigene Sprache seit Jahrhunderten ausgestorben ist, bezeichnen sich heute noch etwa 5000 Personen der Region als Angehörige dieses Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens ==&lt;br /&gt;
Die Comechingones setzten sich aus zwei großen Volksgruppen zusammen: Die nördlichere bezeichnete sich als Henîa und die südliche als Kamiare. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;comechingón&amp;#039;&amp;#039; stammt vermutlich von einer abwertenden Bezeichnung für diese Gruppen ab, die der Nachbarstamm der [[Sanavirones]] benutzte (&amp;#039;&amp;#039;kamichingan&amp;#039;&amp;#039;, für das Nagetier [[Vizcacha]] oder Höhlenbewohner, als Anspielung auf die halb unterirdischen Wohnungen der Comechingones).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://billiken.lat/interesante/como-y-donde-vivian-los-comechingones/ |titel=¿Quienes fueron los Comechingones? |datum=2024-01-15 |sprache=es-AR |abruf=2024-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer anderen Deutung gaben die Spanier selbst der Ethnie den Namen, nach deren Kriegsruf &amp;#039;&amp;#039;Kom-chingôn&amp;#039;&amp;#039;, der laut einer Chronik des Konquistadors [[Jerónimo Bibar]] von 1558 &amp;#039;&amp;#039;Tod für sie&amp;#039;&amp;#039; (bezogen auf die Invasoren) bedeutete. Vermutlich stammt auch die Bezeichnung der Sanavirones für das Volk von diesem Kriegsruf ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnologische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Comechingones sind laut vieler Anthropologen eine ethnische Mischung aus Einflüssen der [[Huarpes]] aus dem [[Cuyo]], die die größte und vermutlich älteste Komponente stellten, der [[Pampavölker]] (&amp;#039;&amp;#039;pámpidos&amp;#039;&amp;#039;), der Andenvölker und sogar der Völker aus dem Amazonasgebiet. Einige Besonderheiten im Körperbau deuten auf diese Mischung hin: relativ großer Körperbau (durchschnittlich 1,71 m bei Männern), Bartwuchs ab der Pubertät und die Existenz von etwa zehn Prozent von Individuen mit grüner Augenfarbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Kultur der Comechingones war von den andinen Kultur (zum Beispiel [[Inka]]) beeinflusst. Sie waren sesshafte [[Jäger und Sammler]], die aber auch Ackerbau ([[Kartoffel]]n, [[Mais]], [[Kürbisse]] und [[Bohne]]n&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;) und Viehzucht ([[Lama (Kamel)|Lama]]s und [[Hühnervögel]] wie dem &amp;#039;&amp;#039;Monte-Truthuhn&amp;#039;&amp;#039;) betrieben. Die Comechingones beherrschten relativ weit entwickelte Techniken in der Textilindustrie, Korbflechterei, Metallbearbeitung und Keramik. Sie bauten ihre halb unterirdischen Häuser aus Stein, um die in dieser Region bereits markanten Kälteeinbrüche im Winter besser zu überstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleidung der Hênia-Kamîare zeigt den Einfluss der Andenvölker: sie trugen [[Poncho]]s (Umhänge aus Lamawolle), [[Chiripá]]s und Sandalen, in Kälteperioden auch Westen aus Wolle und Kleidung aus Leder. Die Männer schmückten sich mit kleinen, länglichen Metallplättchen aus Kupfer, Silber und Gold, den &amp;#039;&amp;#039;chákiras&amp;#039;&amp;#039;, die sie an ihre Haare hefteten, die Frauen dagegen mit bemalten Schneckenhäusern. Sie parfümierten sich mit dem Saft der &amp;#039;&amp;#039;suico&amp;#039;&amp;#039;-Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich besaßen die Comechingones eine eigene Sprache. [[Antonio Tovar]] spricht von fünf Dialektgruppen: main, yuya, mundema (oder „indama“), kama und umba. Mit dem Eintreffen der Spanier wurde von diesen jedoch im gesamten Zentrum und Nordwesten des heutigen Argentiniens das [[Quechua (Sprache)|Quechua]] zur Verständigung mit den indigenen Völkern eingesetzt, dieses ersetzte nach und nach die eigene originäre Sprache. Daran liegt es, dass die meisten Ortsbezeichnungen in dieser Gegend von Quechua-Wörtern abstammen. Heute wird dagegen ausschließlich Spanisch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Riten und Kulten ist wenig bekannt. Laut der Chroniken der Konquistadoren verehrten sie besonders den Mond, vermutlich hatten sie deswegen eine Vorliebe, Kämpfe und Schlachten nachts auszutragen. Es gab heilige Stätten, an denen sie sich versammelten, dies waren Orte mit geografischen Besonderheiten, die die Himmelsgestirne in einer besonderen Weise beobachtbar machten, wie hohe Berggipfel, Wassertümpel, Grotten und Schluchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundstätten ==&lt;br /&gt;
Das Volk hinterließ zahlreiche Höhlenmalereien, die bekanntesten davon befinden sich in &amp;#039;&amp;#039;Cerro Colorado&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ongamira&amp;#039;&amp;#039; (Córdoba) sowie in &amp;#039;&amp;#039;Inti Huasi&amp;#039;&amp;#039; (San Luis). Weiterhin befindet sich in der Nähe von &amp;#039;&amp;#039;Alpa Corral&amp;#039;&amp;#039;, einem Dorf im Süden der Provinz Córdoba am Osthang der [[Sierra de los Comechingones]], eine archäologische Fundstätte, in der von den Comechingones erstellte Steinmauern sowie Skelette ausgegraben wurden. Auch kleine Statuen wurden gefunden, darunter die &amp;#039;&amp;#039;toscas&amp;#039;&amp;#039;, die stilisierte Männer und Frauen mit überdimensionierten Genitalien darstellen, vermutlich in Verbindung mit einem Fruchtbarkeitskult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterethnien ==&lt;br /&gt;
Um 1550 lag die Grenze zwischen den beiden großen Gruppen Hênia und Kamîare etwa auf der Höhe des 31. Breitengrades.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kamîare wohnten im Süden der [[Sierras Pampeanas]], hauptsächlich im heutigen Norden und Nordwesten der [[Provinz San Luis]]. Ihre Unterethnien waren die folgenden:&lt;br /&gt;
* Saleta: am Westhang der [[Sierra de los Comechingones]] (rund um die heutige Stadt [[Merlo (San Luis)|Merlo]]) im Nordosten von San Luis&lt;br /&gt;
* Mogolma: direkt westlich der Saleta, im &amp;#039;&amp;#039;Conlara-Tal&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Michilingüe: westlich und südwestlich der vorgenannten Gruppen. Ihr ausgedehntes Siedlungsgebiet erstreckte sich nach Westen hin bis zu den Grenzen zu den [[Huarpe]]s (bei der &amp;#039;&amp;#039;Sierra de las Quijadas&amp;#039;&amp;#039; im heutigen Nordwesten von San Luis) sowie nach Süden hin bis zum Siedlungsgebiet der [[Het]] (&amp;#039;&amp;#039;Sierras de Varela&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sierras del Tala&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hênia dagegen lebten in den [[Sierras de Córdoba]] (heutige [[Provinz Córdoba (Argentinien)|Provinz Córdoba]]). Sie waren in folgende Untergruppen aufgeteilt:&lt;br /&gt;
* Mogas: in den Sierras de Ambargasta, im extremen Norden der heutigen Provinz Córdoba; sie bei den Salzseen [[Salinas Grandes]] an die [[Olungasta]] und nach Osten hin an die [[Sanavirones]]&lt;br /&gt;
* Caminigas: südlich der Mogas, im Gebiet rund um die heutigen Orte &amp;#039;&amp;#039;Quilino&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Villa Tulumba&amp;#039;&amp;#039; im Norden von Córdoba&lt;br /&gt;
* Guachas oder Gualas: südlich der Caminigas, rund um die heutige Stadt [[Villa del Totoral]]&lt;br /&gt;
* Chine: westlich der Guacha, im Gebiet der heutigen Städte [[Deán Funes]] und [[Cruz del Eje]] (Nordwesten von Córdoba)&lt;br /&gt;
* Sitón: im nördlichen [[Valle de Punilla]], im Gebiet der [[Sierra Chica]] sowie im Westen bis zur heutigen Grenze zwischen Córdoba und La Rioja&lt;br /&gt;
* Aluleta: in der Sierra Chica, im Süden des Valle de Punilla sowie im Paravachasca-Tal (Westen von Córdoba)&lt;br /&gt;
* Maure: im zentralen und südlichen Traslasierra-Tal (West-Córdoba, Umgebung von [[Villa Dolores]]); sie grenzten an die Kamiare im Süden&lt;br /&gt;
* Macaclita: im Calamuchita-Tal (zentrale Provinz Córdoba, rund um das heutige [[Villa General Belgrano]]) sowie am Osthang der Sierras de Comechingones, nach Süden hin bis in die Gegend des heutigen [[Río Cuarto]], wo sie an die [[Het]] grenzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Comechingones gehen vermutlich auf die &amp;#039;&amp;#039;Ayampitín&amp;#039;&amp;#039;-Kultur zurück, die seit mindestens 6000 v. Chr. existiert und nicht nur in Argentinien, sondern auch im Süden [[Bolivien]]s, in der Gegend um [[Tarija]], Spuren hinterließ; eine Bestätigung dieser These steht derzeit jedoch noch aus. Dagegen kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass die &amp;#039;&amp;#039;Ongamira&amp;#039;&amp;#039;-Kultur (4600 v. Chr.) ein direkter Vorläufer der Kultur der Hênia und Kamîare war. Von einer eigenständigen Comechingones-Kultur spricht man in der Zeit ab 500.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang der Kultur begann mit der spanischen Conquista um 1600, als sich die Kultur nach und nach mit der spanisch-kreolischen Kultur (kreolisch, &amp;#039;&amp;#039;criollo&amp;#039;&amp;#039;, wird in Argentinien im Sinne einer Mestizenkultur mit spanischen und indianischen Elementen verwendet) vermischte. Schon vorher, im 15. und frühen 16. Jahrhundert, war es zu Vermischungen mit den [[Sanavirones]] gekommen. Die Eroberung durch die Spanier wurde wie bei vielen anderen originären Ethnien Südamerikas durch die Ausbreitung von europäischen Krankheiten (z.&amp;amp;nbsp;B. verschiedene Grippearten), gegen die sie weder Antikörper noch Heilmethoden besaßen, begünstigt. Die relative Ähnlichkeit im Körperbau zu den Europäern vereinfachte ihre Integration in die spanisch-kreolische Gesellschaft. Eine der letzten reinen Comechingones-Siedlungen existierte bis 1750 in der Gegend des Traslasierra-Tals in der Umgebung der heutigen Ortschaft [[Nono (Argentinien)|Nono]]. Einzelne Familien lebten bis ins 19. Jahrhundert hinein abgeschottet von den Einflüssen der Spanier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Sonderzensus des Statistikamtes [[INDEC]] im Jahr 2004 bezeichneten sich in der Provinz Córdoba noch 5119 Menschen als Comechingones.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.indec.gov.ar/nuevaweb/cuadros/2/w020601.xls |wayback=20070824162816 |text=Resultate des Sonderzensus des INDEC 2004 |archiv-bot=2023-12-06 20:13:49 InternetArchiveBot }} ([[Microsoft Excel|MS Excel]]; 26&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind jedoch spanischsprachig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss auf das Spanische ==&lt;br /&gt;
Die Sprache der Comechingones hatte Einfluss auf den Dialekt der [[Spanische Sprache|spanischen Sprache]], der heute in der Provinz Córdoba und ihrer Umgebung gesprochen wird. Diese sogenannte &amp;#039;&amp;#039;tonada cordobesa&amp;#039;&amp;#039; charakterisiert sich durch das Verlängern von Vokalen in der drittletzten Silbe bestimmter Worte, was den Eindruck erweckt, die Sprache sei „gesungen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.cordobaglobal.com.ar/calamuchita/calam_varios/comechingones.htm Beschreibung des Volks der Comechingones (spanisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Südamerika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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