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	<title>Comburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SteveK: (GR) File renamed: File:Comburg Kapitelsaal 1.jpg → File:Schwäbisch Hall - Kloster Großcomburg - Kapitelsaal - 1999-07-03.jpg Original uploader Request</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;(&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:GR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:GR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;GR&lt;/a&gt;) &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Comburg_Kapitelsaal_1.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Comburg Kapitelsaal 1.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Comburg Kapitelsaal 1.jpg&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Schw%C3%A4bisch_Hall_-_Kloster_Gro%C3%9Fcomburg_-_Kapitelsaal_-_1999-07-03.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Schwäbisch Hall - Kloster Großcomburg - Kapitelsaal - 1999-07-03.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Schwäbisch Hall - Kloster Großcomburg - Kapitelsaal - 1999-07-03.jpg&lt;/a&gt; Original uploader Request&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Abtei. Siehe auch: [[Combourg]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Comburg 2007.jpg|mini|Die Comburg 2007]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial image of Comburg (view from the southwest).jpg|mini|Luftaufnahme der Comburg von Südwesten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwäbisch-Hall-Herbst-2025-11-msu-12-5974.jpg|mini|Große (links) und kleine Comburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kochertal comburg.JPG|mini|Die Großcomburg im Stadtteil Steinbach auf einem alten Umlaufberg des Kochers, von Süden gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwäbisch Hall - Comburg - Südansicht vom Bauernhof bei der Kleincomburg.jpg|mini|Blick von der Kleincomburg nach N auf die (Groß-)Comburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Komburg HS.jpg|mini|Ansicht vom Ende des 16. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Comburg 2008.jpg|mini|Die Türme von St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großcomburg - Wehrgang auf der Ringmauer des Klosters.jpg|mini|Der Wehrgang auf der Ringmauer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großcomburg - Wehrgang auf der Ringmauer.jpg|mini|Der Wehrgang auf der Ringmauer am Fuße von St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Comburg leuchter.jpg|mini|Der Radleuchter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Comburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Komburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großcomburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein ehemaliges [[Kloster]] der [[Benediktiner]] und späteres Ritterstift. Sie liegt heute auf dem Gebiet der Stadt [[Schwäbisch Hall]] im [[Landkreis Schwäbisch Hall|gleichnamigen Landkreis]] im nordöstlichen [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Comburg steht auf einem [[Umlaufberg]] rechts des [[Kocher (Fluss)|Kochertals]] südöstlich von Schwäbisch Hall über dem Teilort [[Steinbach (Schwäbisch Hall)|Steinbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Kloster ===&lt;br /&gt;
Die [[Grafen von Rothenburg-Comburg|Grafen von Comburg-Rothenburg]] stifteten um 1078 ein der [[Bistum Würzburg|Diözese Würzburg]] unterstehendes [[Benediktinerkloster]] an der Stelle ihrer [[Burg]], in das einer der Gründer, Graf Burkhard, als [[Mönchtum|Mönch]] eintrat. Die ersten Mönche kamen aus [[Abtei Brauweiler|Brauweiler]] im Rheinland, doch zwischen 1086 und 1088 wurde ein Mönch aus [[Hirsau]] zum Abt berufen, so dass das Kloster Komburg&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Jooß: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Komburg im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1971.&amp;lt;!-- Seite ???  --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; ab diesem Zeitpunkt zu den Klöstern der [[Hirsauer Reform]] zählt. Neben der Grafenfamilie unterstützten auch deren Verwandte und Nachbarn die Gründung. Der [[Mainz]]er [[Ministeriale]] Wignand stiftete dem Kloster so große Besitzungen, dass er als weiterer Klosterstifter angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer auch an zahlreichen Bauten abzulesenden Blütezeit kam es im 13. Jahrhundert zu einem Niedergang des Klosters, der 1326 zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führte. Hinzu kamen innere Spannungen und Streitigkeiten zwischen Abt und Konvent um die Nutzung der Klostergüter. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts besserte sich die Lage wieder. Die wirtschaftliche Gesundung ging jedoch einher mit einer Aufweichung der Ordensregeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vogt|Schutzvogtei]] lag bis zu deren Aussterben bei der Stifterfamilie, fiel 1138 an die [[Staufer]] und wurde 1254 von den [[Schenken von Limpurg]] beansprucht; das Kloster konnte diesen Anspruch jedoch abwehren und blieb weiter unter königlicher Vogtei, die [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] 1318/1319 an die Reichsstadt Schwäbisch Hall übertrug. 1484 fiel die Vogtei als [[Lehnswesen|Reichslehen]] an den [[Bischof]] von [[Würzburg]], der die Schenken von Limpurg als Untervögte einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stift ===&lt;br /&gt;
Da alle Comburger Mönche aus dem [[Adel]] stammten, stießen die Reformbemühungen des Benediktinerordens im 15. Jahrhundert auf Widerstand. Der Konvent weigerte sich, Nichtadlige aufzunehmen und seine Lebensweise der strengen [[Ordensregel]] anzupassen. Auf sein Betreiben hin und mit der Unterstützung des Würzburger Bischofs [[Rudolf II. von Scherenberg|Rudolph II. von Scherenberg]] wurde das Kloster 1488 in ein adliges Chorherrenstift ([[Kollegiatstift]]) umgewandelt und erlebte im 16. Jahrhundert unter dem [[Propst]] [[Erasmus Neustetter genannt Stürmer|Erasmus Neustetter]] (1551–1594) eine neue Blütezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufhebung des Stifts durch König [[Gustav II. Adolf]] von [[Schweden]] und Schenkung an seinen Obersten [[Bernhard Schaffalitzky von Muckadell]] während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] blieb eine Episode. Unter Wilhelm Ulrich von [[Guttenberg (Adelsgeschlecht)|Guttenberg]] (1695–1736) entstanden die Neue Dekanei und der [[barock]]e Neubau der Stiftskirche, der die [[Romanik|romanische]] Kirche ersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitzungen ===&lt;br /&gt;
Besitz erhielt Comburg zunächst von der Stifterfamilie, später von Adelsfamilien der Umgebung. Die meisten Güter lagen südlich und östlich des Klosters, weiter entfernt waren die Propsteien [[Gebsattel]] (bei [[Rothenburg ob der Tauber]]), Nussbaum (bei [[Höchstberg (Gundelsheim)|Höchstberg]], [[Landkreis Heilbronn]]) und Stein (bei [[Ingelfingen]], Hohenlohekreis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im 13. Jahrhundert schwand das Klostervermögen merklich, was sich fortsetzte, weil ein starker Schutzvogt fehlte und es innere Spannungen gab. Im 15. und 16. Jahrhundert musste Comburg umfangreiche Besitzungen verkaufen. Unter der alleinigen Herrschaft des Stifts verblieben lediglich die Orte Steinbach, Hausen an der Rot, Großallmerspann und Gebsattel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle anderen Besitzungen lagen in [[Kondominialakt|Kondominaten]], in denen die comburgische Obrigkeit auf die eigenen Güter beschränkt war. [[Kirchenpatronat]]e bildeten einen wichtigen Bestandteil der Herrschaftsrechte. Die [[Reformation]] konnte Comburg trotzdem nur in den vier Orten verhindern, in denen es die Ortsherrschaft besaß – in den anderen Patronatspfarreien musste das katholische Stift evangelische Pfarrer ernennen. Zwar unternahm man Rekatholisierungsversuche unter dem Schutz [[Bayern|bayerischer]] Truppen  während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], sie mussten aber nach deren Abzug aufgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Säkularisation ===&lt;br /&gt;
[[Friedrich (Württemberg)|Friedrich I. von Württemberg]] ließ 1802 das Reichsstift Comburg besetzen und es 1803 aufheben. Der Kirchenschatz wurde in der [[Ludwigsburg]]er Münze eingeschmolzen, die wertvolle Bibliothek mit zahlreichen mittelalterlichen Handschriften befindet sich heute in der [[Württembergische Landesbibliothek|Württembergischen Landesbibliothek]] in [[Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 bis 1909 diente die Comburg als Garnison für das aus dienstunfähigen Soldaten gebildete [[Ehren-Invaliden-Corps (Württemberg)|Ehreninvalidenkorps]]. 1926 entstand hier eine der ersten Heimvolkshochschulen in Württemberg, die im Zeichen der [[Reformpädagogik]] der 1920er Jahre stand. Sie wurde 1936 aufgelöst. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] diente die Comburg als Bauhandwerkerschule, als Standort der [[Hitlerjugend|Hitler-Jugend]], des [[Reichsarbeitsdienst]]s sowie eines [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenenlagers]]. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden hier über eine kurze Zeit befreite [[Zwangsarbeit]]er und Kriegsgefangene untergebracht („[[Displaced Person]]s“). Seit 1947 ist die Comburg Sitz einer Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung, die 2004 Teil der &amp;#039;&amp;#039;[[Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen Baden-Württemberg|Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Baden-Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039; wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lehrerfortbildung-bw.de/zsl_as_co/ |titel= Außenstelle Comburg |abruf=2025-09-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Comburg St. Nikolaus-Chor.jpg|mini|Chor von St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwäbisch Hall - Kloster Großcomburg - Kapitelsaal - 1999-07-03.jpg|mini|Kapitelsaal]]&lt;br /&gt;
Obwohl einige Gebäude im 19. Jahrhundert abgebrochen wurden, bietet die Comburg ein weitgehend erhaltenes Ensemble von Bauten des 11. bis 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klosteranlage ===&lt;br /&gt;
Die gesamte Klosteranlage wird von einer &amp;#039;&amp;#039;Ringmauer&amp;#039;&amp;#039; mit Wehrtürmen aus dem 16. Jahrhundert umschlossen, die der Gesamtanlage einen wehrhaften, burgartigen Charakter verleiht. Hinter dem inneren Torbau, der von der romanischen Michaelskapelle gekrönt wird, liegt die „Alte Dekanei“ mit Museumscafé und Informationszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schlichte romanische &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzgang]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1965 teilweise rekonstruiert. Hinter dem Südflügel liegt der nach der Adelsfamilie der [[Schenken von Limpurg]] als &amp;#039;&amp;#039;Schenkenkapelle&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete, romanische [[Kapitelsaal]] mit zahlreichen Grabdenkmälern vom frühen 13. Jahrhundert an. Teil der Alten Abtei ist der &amp;#039;&amp;#039;Kaisersaal&amp;#039;&amp;#039; mit romanischen [[Arkade]]nfenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Bauten der Comburg werden von der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen und der katholischen Kirchengemeinde genutzt und sind deshalb nicht oder nur mit Einschränkungen zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhardskapelle ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Erhard (Comburg)}}&lt;br /&gt;
Unbekannt ist die Funktion der gegenüber liegenden &amp;#039;&amp;#039;Erhardskapelle&amp;#039;&amp;#039;, eines zweistöckigen romanischen Sechseckbaus vom Ende des 13. Jahrhunderts. Man vermutet in ihm eine Heilig-Grab-Kapelle. Im Innern finden sich [[Fresko|Fresken]] aus der Zeit der [[Romanik]] und der [[Renaissance]].&lt;br /&gt;
=== Michaelskapelle ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Michael (Comburg)}}&lt;br /&gt;
Am Toreingang befindet sich die Kapelle [[St. Michael (Comburg)|St. Michael]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftskirche St. Nikolaus und St. Maria ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Nikolaus (Comburg)}}&lt;br /&gt;
Den heutigen Bau der ehemaligen Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;St. Nikolaus und St. Maria&amp;#039;&amp;#039;, eine [[barock]]e Hallenkirche, errichtete der Würzburger Hofbaumeister [[Joseph Greissing]] 1706–1715 an der Stelle einer 1088 geweihten romanischen [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] unter Beibehaltung der drei spätromanischen Türme. Vom Vorgängerbau erhalten sind ein [[Antependium|Antemensale]] (Vorderwand eines Altars), um 1130, aus vergoldetem Kupferblech und der große [[Radleuchter]] aus vergoldetem und versilbertem Kupferblech, ebenfalls um 1130, mit 15,77 m Umfang, der das himmlische Jerusalem darstellt, sowie der [[Sarkophag|Stiftersarkophag]] um 1180. Hervorhebung verdienen auch der barocke Hochaltar und die Kanzel des [[Würzburg]]er Künstlers [[Balthasar Esterbauer]] von 1713/1717 sowie der [[Peter- und Pauls-Altar (Comburg)|Peter- und Pauls-Altar]] von [[Michael Kern (Bildhauer)|Michael Kern]] (1610/20). Die Kirche wird an den Sonn- und Feiertagen von der katholischen Kirchengemeinde für Gottesdienste genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.katholisch-in-hall.de/ katholisch-in-hall.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleincomburg ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Kleincomburg liegt südlich gegenüber der Comburg auf halber Höhe oberhalb des Schwäbisch Haller Teilorts Steinbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwäbisch-Hall-Herbst-2025-11-msu-5960.jpg|mini|Kirche auf der Kleincomburg, Blick nach Osten vom Hauptschiff zum Chor]]&lt;br /&gt;
Die Quellenlage zur Frühgeschichte der Kleincomburg ist sehr dürftig.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Jooß: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Komburg im Mittelalter. Studien zur Verfassungs-, Besitz- und Sozialgeschichte einer fränkischen Benediktinerabtei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen aus Württembergisch-Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Eppinger-Verlag, Schwäbisch Hall 1971, S. 28–30 (hier die in der 2. Auflage von 1987 fehlenden Quellennachweise).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Georg Widman, ein Haller Chronist des 16. Jahrhunderts, berichtet, dass dort 1108 durch Wignand von Mainz und Graf Heinrich von Comburg-Rothenburg ein Frauenkloster gegründet worden sei. Ihre Gemahlinnen seien dort beide als Nonnen eingetreten. Zwar wird Heinrichs Ehefrau im Hirsauer Codex als „conversa“ bezeichnet, allerdings ohne Angabe, wo sie das war. Andere Nachrichten Widmans zur Kleincomburg sind nachweislich falsch.&amp;lt;ref&amp;gt;So das angebliche Siegel der Priorin Agnes von Paris, s. Rainer Jooß: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Komburg im Mittelalter. Studien zur Verfassungs-, Besitz- und Sozialgeschichte einer fränkischen Benediktinerabtei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen aus Württembergisch-Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Eppinger-Verlag, Schwäbisch Hall 1971, S. 125–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb sind auch diese Informationen von zweifelhaftem Wert. Der sicherste Hinweis auf ein Frauenkloster auf der Kleincomburg ist eine Urkunde von 1291, deren Text sich in einem Comburger [[Kopialbuch]] aus dem 15. Jahrhundert erhalten hat. Hier werden ein [[Propst]], eine Meisterin („magistra“) und [[Nonne]]n bei [[St. Ägidius (Kleinkomburg)|St. Ägidius]] („dominae sancti Egidii aput Camberg“) erwähnt, die einen Anteil an der [[Haller Salzsieder|Schwäbisch Haller Saline]] besitzen. Die Besitzungen sollten getrennt vom Vermögen des Männerklosters verwaltet werden. Da die erste Auflistung der Inhaber von Rechten an der Saline von 1306 diese Gemeinschaft nicht mehr erwähnt, hat sie vermutlich vor diesem Datum zu existieren aufgehört. Eine Kontinuität zwischen dem 1291 relativ sicher belegten Konvent und dem angeblich 1108 gegründeten Frauenkloster ist allerdings nicht belegbar. Bauliche Spuren eines Frauenklosters haben sich nicht erhalten. Die Kirche selbst lässt sich zwar auf etwa 1100 datieren. Gegebenheiten wie die für Frauenklöster untypische [[Basilika (Bautyp)|Basilikaform]] oder das Fehlen einer Nonnenempore sprechen dagegen, dass sie für solch einen Zweck errichtet wurde. Nach einer Hypothese von Eberhard Hause könnte die Kirche auch zu einem Witwensitz der Grafenfamilie gehört haben. Die Gründung des Frauenklosters um 1108 wäre demzufolge eine „Legende“.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Hause: &amp;#039;&amp;#039;Die Komburgen. Ihre Bauwerke, Baumeister und Bauherren.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch-Verlag, Weinsberg 1982, S. 28–35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 13. Jahrhundert war die Kleincomburg Sitz einer Propstei des Klosters Comburg, die bis in das 15. Jahrhundert bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Als erster Propst ist 1283 „Berchtoldus“ belegt, als offenbar letzter 1464 Jörg von Rinderbach, s. Rainer Jooß: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Komburg im Mittelalter. Studien zur Verfassungs-, Besitz- und Sozialgeschichte einer fränkischen Benediktinerabtei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen aus Württembergisch-Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Eppinger-Verlag, Schwäbisch Hall 1971, S. 73–74, 139 u. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1684 überließ Comburg die Kleincomburg dem [[Kapuziner]]orden, der erst ein [[Hospiz]], 1713 dann ein Kloster einrichtete, das Württemberg im Jahre 1802 aufhob. Nach einem Zwischenspiel als [[Franziskanerinnen]]kloster (1861–1867) war die Anlage von 1877 bis 2015 Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall. Die Kirche wird von der katholischen Kirchengemeinde für den Gottesdienst genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.katholisch-in-hall.de/ katholisch-in-hall.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Ägidius (Kleincomburg)}}&lt;br /&gt;
Von der ursprünglichen Anlage hat sich nur die Kirche St. Ägidius erhalten, eine romanische [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] in schlichtem Hirsauer Stil mit kreuzförmigem Grundriss aus der Zeit kurz nach 1100.  In der Kuppel der [[Apsis]] und im Chorgewölbe befinden sich Wandgemälde, die 1878/79 auf Grundlage alter Spuren im Sinne einer historistischen Reromanisierung wiederhergestellt wurden, wobei viel Originalsubstanz zerstört wurde. Dennoch ist St. Ägidius die einzige zumindest in ihrer qualitativ hochwertigen Architektur weitgehend unverfälscht erhaltene romanische Kirche in der Region. Die durch [[Joseph Greissing]] für den Bettelorden der Kapuziner entsprechend deren Ordensregeln betont schlicht, jedoch in guten Proportionen, gestalteten Klostergebäude des 18. Jahrhunderts können nicht besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg S. Adelmann, Hugo Schnell: &amp;#039;&amp;#039;Großcomburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schnell, Kunstführer.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 356). 12. Auflage. Regensburg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Arens]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Comburg bei Schwäbisch Hall&amp;#039;&amp;#039; (= LB 79). Königstein im Taunus o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Gereon Beuckers]], unter Mitarbeit von Sören Groß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kloster Großcomburg. Neue Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2019, ISBN 978-3-7954-3442-7.&lt;br /&gt;
* Eberhard Hause: &amp;#039;&amp;#039;Die Komburgen. Ihre Bauwerke, Baumeister und Bauherren.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch-Verlag, Weinsberg 1982.&lt;br /&gt;
* Hannah Hien: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Komburg im Mittelalter. Monastisches Leben am Rande der fränkischen Klosterlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Württembergisch Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, 2011, S. 7–24, [[doi:10.53458/wfr.v95i.4200]].&lt;br /&gt;
* [[Rainer Jooß]]: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Komburg im Mittelalter. Studien zur Verfassungs-, Besitz- und Sozialgeschichte einer fränkischen Benediktinerabtei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen aus Württembergisch-Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Thorbecke, Sigmaringen 1987, ISBN 3-7995-7629-0.&lt;br /&gt;
* Gabriele Kleiber: &amp;#039;&amp;#039;Groß- und Kleincomburg.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 1999, ISBN 3-422-03061-1.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Schraut]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Comburg. Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kataloge des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum und auf der Comburg, Neue Dekanei. 13. Juli bis 5. November 1989. Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-3303-6.&lt;br /&gt;
* Horst Wengerter: Der romanische Kapitelsaal auf Großkomburg. Untersuchungen nach der ehemaligen Größe, Form und Ausstattung des 12. Jahrhunderts. In: Württembergisch Franken. Band 65, 1981, S. 113–126.&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Comberg |Band=9 |Seite=33}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Ausstattung der Stiftskirche St. Nikolaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Vivien Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Das Comburger Antependium. Bemerkungen zu seiner kunsthistorischen Stellung als vermeintliches „Hauptwerk der süddeutschen Goldschmiedekunst des 12. Jahrhunderts“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg]], Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kloster Großcomburg. Neue Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2019, S. 185–207.&lt;br /&gt;
* Rolf Dieter Blumer, Ines Frontzek: &amp;#039;&amp;#039;Recherchiert und kartiert. Der Comburger Hertwig-Leuchter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 41, Heft 4, 2012, {{ISSN|0342-0027}}, S. 194–199 ([http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/2012-4.pdf Digitalisat (PDF; 3,36 MB)]).&lt;br /&gt;
* Ursula Prinz: &amp;#039;&amp;#039;Civitas Dei. Zum Hertwig-Radleuchter auf der Großcomburg und seinem Figurenprogramm.&amp;#039;&amp;#039; In: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;Kloster Großcomburg. Neue Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2019, S. 217–235.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kloster-grosscomburg.de/start/ Offizielle Website des Klosters Großcomburg]&lt;br /&gt;
* {{KlosterBW|208|Adliges Ritterstift St. Nikolaus Komburg}}&lt;br /&gt;
* {{KlosterBW|207|Kapuzinerkloster Kleinkomburg}}&lt;br /&gt;
* Archivalien des Klosters Comburg im [http://www.landesarchiv-bw.de/web/43896 Staatsarchiv Ludwigsburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.katholisch-in-hall.de/ Katholische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall]&lt;br /&gt;
* [https://sketchfab.com/3d-models/klosterburg-grocomburg-d5ce3dd896ca4652860375025ff72a92 3D-Modell der Klosterburg Großcomburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49.1003 |EW=9.74974 |type=landmark |dim=500 |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Schwäbisch Hall}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4010423-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Benediktinerkloster in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Landkreis Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsabtei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klöster, die als Gefängnisse genutzt wurden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SteveK</name></author>
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