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	<title>Comando da Luta Boru-Quere - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:10:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Comando_da_Luta_Boru-Quere&amp;diff=2312769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Patrick Fischer am 9. Februar 2025 um 15:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-02-09T15:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Comando da Luta Boru-Quere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Portugiesische Sprache|port.:]] &amp;#039;&amp;#039;Kampfkommando Boru-Quere&amp;#039;&amp;#039;) war eine Fraktion der [[osttimor]]esischen [[FRETILIN]] unter der Führung von [[Aquiles Freitas Soares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
1974 wurde die [[Estado Novo (Portugal)|portugiesische Diktatur]] durch die [[Nelkenrevolution]] gestürzt und man begann die Kolonien auf die Unabhängigkeit vorzubereiten. Im damaligen [[Portugiesisch-Timor]] kam es 1975 zum Machtkampf zwischen der linksorientierten FRETILIN und der [[União Democrática Timorense]] UDT. [[Liste der Gouverneure von Portugiesisch-Timor|Portugals letzter Gouverneur]] [[Mário Lemos Pires]] zog sich zurück und die FRETILIN rief nach ihrem Sieg am 28. November 1975 die Unabhängigkeit Osttimors aus. Zwischenzeitlich hatte aber [[Indonesien]] begonnen die Grenzgebiete zu besetzen und am 7. Dezember begann offiziell eine großangelegte Invasion in das Nachbarland. Die FRETILIN führte ab dieser Zeit mit ihrem bewaffneten Arm, der [[Forças Armadas de Libertação Nacional de Timor-Leste|FALINTIL]] einen Abwehr- und Befreiungskampf gegen die Indonesier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kommando ==&lt;br /&gt;
Im Februar 1976 wurden neun Zivilisten in [[Venilale]] von lokalen FRETILIN-Kommandanten ermordet, weil man sie der Kollaboration mit den Indonesiern beschuldigte. Unter anderem waren dies &amp;#039;&amp;#039;Maria Boavida&amp;#039;&amp;#039;, ihr Mann, dessen Onkel und drei ihrer Söhne. Maria Boavida war die jüngere Schwester von &amp;#039;&amp;#039;António Freitas&amp;#039;&amp;#039;, einem Freund von Aquiles Freitas Soares, der zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Kommandant des Sektors Mittlerer Osten war. Am 23. Februar tötete António Freitas mit einigen Männern die beiden FRETILIN-Kommandanten, die für die Morde in Venilale verantwortlich gewesen sein sollen, &amp;#039;&amp;#039;Januario Ximenes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Julio da Silva&amp;#039;&amp;#039;. Drei Tage später gründete Soares, in [[Uaibitae]] (Suco [[Letemumo]]), nahe dem [[Matebian]], eine eigene, halbautonome Einheit, das Comando da Luta Boru-Quere. Sein Stellvertreter wurde António Freitas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 126&amp;quot;&amp;gt;„Chega!“, Kapitel 7.2, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 124&amp;quot;&amp;gt;„Chega!“, Kapitel 7.2, S. 124&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gruppe um Soares war gut ausgerüstet, da Soares Waffen und Munition aus Atabae mitgebracht hatte. Zudem hatte sein Verbündeter, der Unteroffizier &amp;#039;&amp;#039;Ponciano dos Santos&amp;#039;&amp;#039;, während des Bürgerkriegs Waffen aus dem portugiesischen Arsenal in [[Taibesi]] ([[Dili (Gemeinde)|Dili]]) erbeutet. Santos wurde zum Chef des Sicherheitskomitees des Kommandos ernannt. &amp;#039;&amp;#039;João Teodosio de Lima&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Augusto Pires&amp;#039;&amp;#039;, zwei Pater und ehemalige UDT-Führer, wurden Mitglieder des Politik- und Verwaltungskomitee, die Priester [[Elígio Locatelli]] und &amp;#039;&amp;#039;Luis da Costa&amp;#039;&amp;#039; Berater.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 126&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit nahmen die ideologischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der FRETILIN zu. Man konnte sich nicht darüber einigen, ob der Widerstand zentral kontrolliert werden sollte, inwieweit der [[Marxismus]] mit der [[Traditionelle Religion Timors|traditionellen Religion]] und Kultur Osttimors vereinbar sei und über die Rolle der traditionellen Herrscher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 125&amp;quot;&amp;gt;„Chega!“, Kapitel 7.2, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Soares stellte sich dabei immer mehr gegen das [[Zentralkomitee]] der FRETILIN und das Kommissariat des Sektors Mittlerer Osten Cascol (&amp;#039;&amp;#039;Comissariado do Sector Centro Leste&amp;#039;&amp;#039;) unter [[Vicente dos Reis]]. Gerüchte kamen auf, Soares wolle Sahe ermorden und einen Putsch durchführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 126&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1976 traf sich das Kommando unter Soares mit Vertretern der FRETILIN unter der Führung von Sahe in der Schule von Quelicai zur Beilegung des Konflikts. Soares forderte dabei die Beförderung zum Kommandanten der Region II (Baucau), weigerte sich aber Waffen an andere FALINTIL-Einheiten abzutreten. Außerdem verlangte er, dass die Flüchtlinge aus Venilale, die in Uaibitae Zuflucht gesucht hatten, zurückkehren können. Ein weiterer Streitpunkt war die [[Marxismus-Leninismus|marxistisch-leninistische]] Ausrichtung der FRETILIN.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 126&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der FRETILIN-Führung und der Gruppe um Soares kam es am 28. Oktober nochmals zu einem Treffen zwischen ihnen in Uaibitae. Soares hatte man überredet, unbewaffnet zu kommen. Prompt wurden er und 35 seiner Männer von einer FRETILIN-Einheit aus [[Vemasse|Lobito]] gefangen genommen. Unter den Gefangenen waren auch &amp;#039;&amp;#039;Fernando da Sousa&amp;#039;&amp;#039;, der [[Liurai]] von [[Uatucarbau (Verwaltungsamt)|Uatucarbau]] und &amp;#039;&amp;#039;Adelino de Carvalho&amp;#039;&amp;#039;, der Liurai von [[Uato-Lari (Verwaltungsamt)|Uato-Lari]]. António Freitas und Augusto Pires wurden nach [[Baguia]] gebracht, die anderen über [[Matahoi|Ulusu]] (Uato-Lari, [[Viqueque (Gemeinde)|Viqueque]]) nach Lobito, wo sie an das Zentralkomitee der FRETILIN übergeben wurden. Dieses war in der Meinung geteilt, was mit Soares geschehen sollte. Schließlich befahlen Mitglieder des Zentralkomitees die Hinrichtung von Soares und seiner Anhänger. Zwischen Dezember 1976 und Januar 1977 wurden Soares, Ponciano dos Santos und João Teodoso de Lima in Lobito hingerichtet, António Freitas in Baguia. Die anderen, darunter Fernando da Sousa und Adelino de Carvalho, wurden zur politischen Umerziehung in ein Lager (&amp;#039;&amp;#039;Campos de Rehabilitação Nacional&amp;#039;&amp;#039;, Renal) geschickt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;7.2 S 126&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Osttimors]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
* [http://www.cavr-timorleste.org/chegaFiles/finalReportEng/07.2-Unlawful-Killings-and-Enforced-Disappearances.pdf „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“] (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB) aus dem „Chega!“-Report der [[Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission von Osttimor|CAVR]] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indonesische Besatzungszeit Osttimors]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Patrick Fischer</name></author>
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