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	<title>Coloured - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Coloured&amp;diff=325815&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Geschichtliche Aspekte */</title>
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		<updated>2025-10-19T19:42:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichtliche Aspekte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel |1=beschreibt die Bevölkerungsgruppe im südlichen Afrika. Für die veraltete Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;colored&amp;#039;&amp;#039; in Nordamerika siehe [[Afroamerikaner]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Coloured-family.jpg|mini|Coloured-Großfamilie in [[Kapstadt]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cape-coloured-children.jpg|mini|Coloured-Kinder in der Bonteheuwel-[[Township (Südafrika)|Township]] von Kapstadt]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[afrikaans]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kleurlinge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bruinmense&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;bruin Afrikaners&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohamed Adhikari: &amp;#039;&amp;#039;Not White Enough, Not Black Enough: Racial Identity in the South African Coloured Community.&amp;#039;&amp;#039; Ohio University Press, Athens 2005, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;[[Farbiger|Farbige]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mischlinge&amp;#039;&amp;#039;) wird vor allem in [[Südafrika]] – in geringerem Ausmaß auch in [[Namibia]] und [[Simbabwe]] – eine Bevölkerungsgruppe von hochgradig diverser kultureller und ethnischer Zusammensetzung bezeichnet. Sie ist insbesondere auf dem Gebiet der ehemaligen [[Kapkolonie]], d.&amp;amp;nbsp;h. im Süden und Westen Südafrikas, zudem in Teilen Namibias verbreitet. Dort ging sie aus der Verbindung europäischstämmiger Einwanderer mit Einheimischen, vor allem [[Khoikhoi]] und [[San (Volk)|San]], sowie „Kapsklaven“ aus [[Mosambik]], [[Madagaskar]], [[Südasien|Süd-]] und [[Südostasien]], die sich an die europäische Kolonialkultur assimilierten, hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB RR 348-350&amp;quot;&amp;gt;P. A. W. Cook: &amp;#039;&amp;#039;Non-European Education&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ellen Hellmann]], Leah Abrahams (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook on Race Relations in South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Cape Town, London, New York, Oxford University Press, 1949, S. 348–350&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mohamed Adhikari: &amp;#039;&amp;#039;Not White Enough, Not Black Enough.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Coloureds zählen auch die [[Kapmalaien]]: Personen mit Vorfahren aus [[Niederländisch-Indien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Apartheid]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Coloured&amp;#039;&amp;#039; als [[Rassentheorie|„rassische“ Kategorie]] im &amp;#039;&amp;#039;[[Population Registration Act]]&amp;#039;&amp;#039; von 1950 festgeschrieben und bekam eine Mittelposition zwischen den herrschenden Weißen und den entrechteten Schwarzen zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nelson Mandela Centre of Memory and Dialogue: [http://www.nelsonmandela.org/omalley/index.php/site/q/03lv01538/04lv01828/05lv01829/06lv01838.htm &amp;#039;&amp;#039;Population Registration Act No 30&amp;#039;&amp;#039;]. auf www.nelsonmandela.org, Kurzbeschreibung des Gesetzes (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Statistikbehörde stellten die &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; zum Juli 2017 insgesamt 8,8 % der Bevölkerung Südafrikas&amp;lt;ref&amp;gt;[[SAIRR]]: &amp;#039;&amp;#039;South Africa Survey 2018&amp;#039;&amp;#039;. Johannesburg 2018, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;; in der Provinz [[Westkap]], in der auch [[Kapstadt]] liegt, sind sie mit 49 % die größte Bevölkerungsgruppe. Die Mehrheit der Coloureds im südlichen Afrika spricht [[Afrikaans]] als Muttersprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewann eine bis dahin kaum am öffentlichen gesellschaftlichen Leben der [[Kapkolonie]] beteiligte Bevölkerungsgruppe zahlenmäßige Bedeutung. Sie setzte sich aus ehemaligen Sklavenarbeitern zusammen, deren ethnische Herkunft sehr gemischt war, darunter deportierte Menschen aus verschiedenen Herkunftsregionen und Angehörige der indigenen Gruppen im südlichen Afrika, der [[Khoikhoi]] sowie der [[San (Volk)|San]]. Seit 1834 etablierte sich für diese sehr inhomogene Bevölkerung ein Schulsystem unter dem Dach mehrerer Missionsgesellschaften. Diese Schulen hatten auf die damalige soziale Stellung bzw. für die Herausbildung des Selbstverständnisses dieser Menschen einen bedeutenden Einfluss. Die mit öffentlichen Geldern so unterstützten Missionsschulen entwickelten sich sehr schnell und waren bereits 1860 auf eine Anzahl von 160 angestiegen, im Gegensatz dazu nur 102 Schulen von der Kolonialverwaltung. Diese Missionsschulen unterrichteten zu diesem Zeitpunkt 14.265 Schüler, im Vergleich zu 4.492 Schülern in den anderen Schulen. Der 1865 erlassene &amp;#039;&amp;#039;Education Act&amp;#039;&amp;#039; (deutsch etwa: Schulgesetz, wörtlich aber: Bildungsgesetz) bestimmte die staatliche Unterstützung für drei Schultypen: &amp;#039;&amp;#039;public schools&amp;#039;&amp;#039; (öffentliche Schulen), &amp;#039;&amp;#039;mission schools&amp;#039;&amp;#039; (Missionsschulen) und &amp;#039;&amp;#039;Native schools&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: Eingeborenenschulen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB RR 348-350&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1865 und 1921 gab es an den Missionsschulen keinen Unterschied in den Bildungszielen, die nach ethnischer Herkunft der Schüler spezifisch differenziert gewesen wären. Die Gesetzgebung im Jahre 1893 ermöglichte es jedoch, in den Missionsschulen Klassen für europäischstämmige Schüler einzurichten. Einige Jahre nach Gründung der [[Südafrikanische Union|Südafrikanischen Union]] wurde in der &amp;#039;&amp;#039;Cape Ordinance Nr. 5&amp;#039;&amp;#039; von 1921 der Schulbildung für europäischstämmige und nichteuropäischstämmige Personen ein eigener Abschnitt gewidmet. Diese Entwicklung führte 1923 zur Einführung eines spezifischen [[Curriculum (Pädagogik)|Lehrprogramms]] für &amp;#039;&amp;#039;Cape Coloured [[primary school]]s&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB RR 348-350&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hinsicht auf die Belange der Bevölkerungsgruppe hatte die [[Kapprovinz]] eine &amp;#039;&amp;#039;Cape Coloured Commission&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt, die in ihrem Bericht aus dem Jahre 1937 eine Definition dieser Bevölkerungsgruppe vornahm. Unter Premierminister [[Jan Smuts]] schuf der Innenminister Harry Lawrence ([[United Party (Südafrika)|United Party]], später in der [[Progressive Federal Party|PFP]]) 1943 die &amp;#039;&amp;#039;Cape Coloured Permanent Commission&amp;#039;&amp;#039;, wogegen sich in der betroffenen Bevölkerungsgruppe auch Widerstand erhob. Mit der &amp;#039;&amp;#039;Ordinance No. 11&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1945 nahmen die Behörden der Kapprovinz eine Neuordnung des Schulwesen für Kinder der Coloureds vor, womit sich die Einführung der [[Schulpflicht]] verband.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB RR 348-350&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cape Times: [http://www.historicalpapers.wits.ac.za/inventories/inv_pdfo/AD1715/AD1715-13-4-8-002-jpeg.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Coloured Commission&amp;#039;&amp;#039;]. Zeitungsartikel vom 11. März 1943 in der Cape Times. online auf www.historicalpapers.wits.ac.za (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Blickwinkel des Berichts der [[Tomlinson-Kommission]] von 1955 hatte die Bevölkerungsgruppe der &amp;#039;&amp;#039;Coloured persons&amp;#039;&amp;#039; keinen signifikanten Zuwachs aus Immigrationsvorgängen aufzuweisen, war aber zwischen 1936 und 1952 die demografische Gruppe mit der höchsten [[Fruchtbarkeit|Fertilitätsrate]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Willi Max Eiselen|W. W. M. Eiselen]], F. R. Tomlinson et al.: &amp;#039;&amp;#039;Summary of the Report of the Commission for Socio-Economic Development of the Bantu Areas within the Union of South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Pretoria, The Government Printer, 1955, S. 25–26&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem verbreitete sich spätestens seit 1951 in den Kreisen der Nationalisten die Absicht, das alte Wahlrecht der Coloureds abzuschaffen, zunächst mit dem [[Separate Representation of Voters Act]], der unter Protesten wieder aufgehoben wurde und dessen Intentionen 1956 schließlich doch auf dem Gesetzgebungsweg Rechtskraft erlangten. Es dauerte bis 1969, als mit dem &amp;#039;&amp;#039;Coloured People’s Representative Council&amp;#039;&amp;#039; ein neues Angebot des Apartheidstaates zu einer scheinbar wirkungsvollen Mitwirkungsbeteiligung vorgelegt wurde, die jedoch wenig Akzeptanz fand.&amp;lt;ref&amp;gt;René de Villiers: &amp;#039;&amp;#039;South Africans Politics: The Rising Tide of Colour&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ellen Hellmann]], Henry Lever: &amp;#039;&amp;#039;Conflict and Progress. Fifty Years of Race Relations in South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Macmillan South Africa Publishers, Johannesburg 1979, S. 44–45. ISBN 0-86954-078-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der [[Apartheid]] galten die &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; den &amp;#039;&amp;#039;Schwarzen&amp;#039;&amp;#039; gegenüber als vermeintlich kulturell höherstehend und wurden in dieser rassistisch geprägten Gesellschaft relativ bevorzugt behandelt, was sich auch in der Siedlungspolitik niederschlug. Als Ende der 1950er Jahre in der damaligen [[südwestafrika]]nischen Hauptstadt [[Windhoek]] die beiden [[Township (Südliches Afrika)|Townships]] [[Katutura]] (für schwarze Namibier) und [[Khomasdal]] (für &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039;) gegründet wurden, lag Khomasdal nicht nur dichter an der Stadt, sondern &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; erhielten dort auch größere Häuser und Grundstücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem Ende der Apartheids-Politik wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Coloured&amp;#039;&amp;#039; in Südafrika aus pragmatischen Gründen weiter verwendet, beispielsweise vom staatlichen Statistikamt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Statistics South Africa]]: [http://www.statssa.gov.za/census/census_2011/census_products/Census_2011_Census_in_brief.pdf &amp;#039;&amp;#039;Statistical release (Revised), Census 2011&amp;#039;&amp;#039;]. Pretoria 2012. auf www.statssa.gov.za, PDF-Dokument S. 21 Übersicht zu den Einwohnerzahlen Südafrikas in vier Bevölkerungsgruppen zwischen 1996 und 2011, gegliedert nach Provinzen (englisch; PDF; 2,71 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Gründen der &amp;#039;&amp;#039;[[Politische Korrektheit|Political Correctness]]&amp;#039;&amp;#039; sind stattdessen aber auch genauere, präzisere Bezeichnungen einzelner Bevölkerungsgruppen wie [[Orlam]], [[Witbooi]], [[Afrikaner (Stamm)|Afrikaner]] und [[Baster]] in Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographisches und Stellung bei den Bürgerrechten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:South Africa 2011 Coloured population proportion map.svg|mini|Bevölkerungsanteil der &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; gemäß Volkszählung 2011]]&lt;br /&gt;
[[Datei:South Africa 2011 Coloured population density map.svg|mini|Bevölkerungsdichte der &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; gemäß Volkszählung 2011]]&lt;br /&gt;
Die Gruppe der südafrikanischen &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; ist sowohl von der ethnischen Herkunft als auch der sozialen und religiösen Zugehörigkeit inhomogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Gruppe von etwa 200.000 Menschen bilden die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kapmalaien&amp;#039;&amp;#039;, die auf von den Niederländern in die [[Kapkolonie]] gebrachte Arbeitssklaven und Kontraktarbeitern aus [[Niederländisch-Indien]] zurückgeht. Sie haben die Afrikaans-Sprache angenommen, sind aber meist [[Muslim]]e. Siehe dazu auch [[Westkap#Demografie|Demografie von Western Cape]] und [[Kapstadt#Bevölkerungsgruppen|Bevölkerungsgruppen von Kapstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Südafrikaner wurde im Apartheidstaat einer [[Population Registration Act|gesetzlich]] bestimmten demografischen Gruppe zugeordnet, einige davon wurden als „Rasse“ bezeichnet. Wechsel waren aufgrund spezieller Kriterien möglich, so dass ein &amp;#039;&amp;#039;Coloured&amp;#039;&amp;#039; als „Weißer“ eingestuft werden konnte und umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://heritage.thetimes.co.za/memorials/wc/RaceClassificationBoard/article.aspx?id=591128 | wayback=20120423220247 | text=Informationen zur Einteilung nach „Rasse“}} (englisch), abgerufen am 24. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellung der &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; war während der Apartheid auch mit konkreten gesetzgeberischen Konsequenzen verbunden. Ihre Bevorzugung gegenüber der schwarzen Bevölkerung kommt in einigen Bestimmungen zur Datenerfassung und zur Identitätskarte im [[Population Registration Act]] aus dem Jahre 1950 zum Ausdruck. Ein besonderes Beispiel für die spezifische Behandlung dieser Bevölkerungsgruppe, sofern die Personen wahlberechtigt waren, sind die Sonderregelungen ihres Wahlrechtes mit dem [[Separate Representation of Voters Act]] aus dem Jahre 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1984 eingeführten Dreikammersystem der damaligen [[Südafrikanische Verfassung von 1983#Parlament|Nationalversammlung]] stellten die &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; wie die [[Inder in Südafrika|Indischstämmigen]] je eine Kammer, die schwarze Bevölkerungsmehrheit jedoch nicht. Das &amp;#039;&amp;#039;House of Representatives&amp;#039;&amp;#039; der Coloureds wurde von der [[Labour Party (Südafrika)|Labour Party]] beherrscht und hatte nur wenig Einfluss. Gegen diese Parlamentswahl erhob sich schon in deren Vorfeld massiver Widerstand aus den beiden Bevölkerungsgruppen, Boykottaufrufe und Kritiken wegen der damit beabsichtigten Vereinnahmung für den bestehenden Polizeistaat. Die inländisch sowie international verbreitete Vortäuschung eines vermeintlich demokratischen Verfahrens bei den Vorbereitungen zur Wahl sowie die geplante Ungleichbehandlung in den Kammern der Coloureds und der Inder sowie der konsequente Ausschluss der schwarzen Bevölkerungsmehrheit von der parlamentarischen Mitwirkung erzeugten ein ungeahntes Ausmaß an Ablehnung. Kritiker wie [[Neville Alexander]] bezeichneten das Dreikammersystem als einen Versuch, „wie man die Macht teilt, ohne die Kontrolle zu verlieren“. Die Folgen für das Land waren lang anhaltende Unruhen und damit verbundene Ausnahmezustände mit Polizeiterror gegen die Zivilbevölkerung. Die beabsichtigte Einbindung der Coloured (und der Inder) in sowie die Rahmenbedingungen zu den Wahlen für das neue Parlamentssystem wurde von Neville Alexander als Verzerrung der Wirklichkeit verurteilt und er rief im Dezember 1984 in Kapstadt zur kritischen Distanz gegenüber Presse, Rundfunk und Fernsehen ([[South African Broadcasting Corporation|SABC]]) wegen unzähligen Falschdarstellungen von Ereignissen in einer Vielzahl beeinflusster Medien auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neville Alexander]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer Wind sät wird Sturm ernten. Kultur und Politik der unterdrückten Mehrheit Südafrikas&amp;#039;&amp;#039;. isp-Verlag, Frankfurt a. M. 1986, S. 150–152 (aus dem Englischen übersetzt: Rainer Gahr, Paul Kleiser, Bernt Lampe, Dorothee Luther)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den historisch verwurzelten Ansichten der südafrikanischen Gesellschaft und von der Apartheidspolitik gesetzlich formalisierten Demografie waren Coloureds alle jene Personen, die weder den europäischstämmigen noch den schwarzen Bevölkerungsgruppen eindeutig zugeordnet werden konnten. [[Christoph Marx (Historiker, 1957)|Christoph Marx]] bezeichnet diesen Zustand als eine Definition &amp;#039;&amp;#039;[[ex negativo]]&amp;#039;&amp;#039;, denn es konnten weder eindeutige kulturelle noch biologische Unterscheidungsmerkmale dafür angeführt werden. Der Begriff „Coloured“ fand in Südafrika eine unter der Vorbehaltsformulierung „sogenannte“ oder selbst in Anführungsstrichen angewandte Praxis. Weil Vorbehaltserklärungen jeglicher Art für die Betroffenen verständlicherweise unzumutbar sind, hat sich im Selbstverständnis der Coloured inzwischen eine Haltung entwickelt, die von ihnen als positives Bekenntnis zu dieser Gruppenbezeichnung verstanden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Marx (Historiker, 1957)|Christoph Marx]]: &amp;#039;&amp;#039;Südafrika. Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. [[Kohlhammer Verlag|Verlag W. Kohlhammer]], Stuttgart 2012, S. 225&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Ergebnissen der Volkszählung von 2001 rechneten sich rund vier Millionen Südafrikaner der Bevölkerungsgruppe der &amp;#039;&amp;#039;Coloureds&amp;#039;&amp;#039; zu,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/census01brief.pdfVolkszählung | wayback=20120518195246 | text=von 2001 (PDF; 624&amp;amp;nbsp;kB)}}, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; was einem Anteil von 8,9 % an der Gesamtbevölkerung Südafrikas entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/census01brief.pdf | wayback=20120518195246 | text=Volkszählung von 2001 (PDF; 624&amp;amp;nbsp;kB)}}, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Provinzen [[Westkap|Western Cape]] und [[Nordkap (Provinz)|Northern Cape]] betrug ihr Anteil mehr als 50 %, in allen anderen Provinzen lag er deutlich unter 10 % (zwischen 0,2 % in [[Limpopo (Provinz)|Limpopo]] und 7,4 % in [[Ostkap|Eastern Cape]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/census01brief.pdf | wayback=20120518195246 | text=Volkszählung von 2001 (PDF; 624&amp;amp;nbsp;kB)}}, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; 79,5 % gaben an, Afrikaans als erste Sprache zu sprechen, 18,9 % nannten Englisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/census01brief.pdf | wayback=20120518195246 | text=Volkszählung von 2001 (PDF; 624&amp;amp;nbsp;kB)}}, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Demografie Südafrikas]]&lt;br /&gt;
* [[Mestize]]&lt;br /&gt;
* [[Kreolen]]&lt;br /&gt;
* [[Person of Color]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mohamed Adhikari: &amp;#039;&amp;#039;Not White Enough, Not Black Enough. Racial Identity in the South African Coloured Community.&amp;#039;&amp;#039; Ohio University Press, Athens 2005.&lt;br /&gt;
* Jim Hoagl: [https://www.washingtonpost.com/archive/politics/1977/01/15/s-africas-coloreds-your-own-dog-bites-you-the-hardest/e40373b0-ba35-4c4d-ab87-60de25ffa4d3/?noredirect=on &amp;#039;&amp;#039;S. Africa’s Coloreds: ’Your Own Dog Bites You the Hardest.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Washington Post]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. Januar 1977 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|LCCN=sh85028691}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apartheid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Südafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Rassismus und Kolonialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerrechte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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