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	<title>Colmnitz (Klingenberg) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:30:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Colmnitz_(Klingenberg)&amp;diff=516500&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-11155-40: /* Lage */Ergänzung</title>
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		<updated>2026-02-19T19:34:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lage: &lt;/span&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Colmnitz&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Klingenberg (Sachsen)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Klingenberg&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Colmnitz.jpg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/54/31/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/29/47/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-SN&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 418 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 =&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1397&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.gemeinde-klingenberg.de/?pgId=179 | titel = Einwohnerstatistik 2021 | werk = gemeinde-klingenberg.de | hrsg = Gemeindeverwaltung Klingenberg | abruf = 2022-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1999-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Pretzschendorf]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 01774&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035202&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               =&lt;br /&gt;
| Lagekarte              =&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung =&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colmnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Klingenberg (Sachsen)|Klingenberg]] ([[Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]) in [[Sachsen]]. Das sieben Kilometer lange [[Waldhufendorf]] hat 1410 (31. Dezember 2014) Einwohner und liegt mit dem [[Bahnhof Klingenberg-Colmnitz]] an der [[Bahnstrecke Dresden–Werdau|Hauptbahn Dresden–Werdau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-c 0740011 Pretzschendorf-Colmnitz. Oberreit, Sect. Dresden, 1821-22.jpg|mini|Colmnitz auf der Oberreitschen Karte (1821/22)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Colmnitz (Pretzschendorf) Kirche (01).JPG|mini|Die Colmnitzer Kirche mit dem 1739 errichteten Turm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KSMGanzmeilensteinColmnitz130106FotoAndreKaiser.jpg|mini|Kgl.-sächs. Ganz[[meilenstein]] vom Postkurs [[Tharandt]]-[[Frauenstein (Erzgebirge)|Frauenstein]] aus der Zeit um 1860 an der S 189 bei Colmnitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Colmnitz wird von Südosten nach Nordwesten vom [[Colmnitzbach]] durchflossen und hat die Siedlungsform eines [[Waldhufendorf]]es. Colmnitz liegt südlich des [[Tharandter Wald]]es im [[Osterzgebirge]]. Zu Colmnitz gehört der Gemeindeteil [[Folge (Klingenberg)|Folge]] im Nordwesten des Orts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORDWEST= [[Naundorf (Bobritzsch-Hilbersdorf)|Naundorf]]&lt;br /&gt;
| NORD= [[Grillenburg (Tharandt)|Grillenburg]]&lt;br /&gt;
| NORDOST=  &lt;br /&gt;
| WEST= [[Niederbobritzsch]]&lt;br /&gt;
| OST=  [[Klingenberg (Klingenberg)|Klingenberg]]&lt;br /&gt;
| SUEDWEST= [[Oberbobritzsch]], [[Sohra (Bobritzsch-Hilbersdorf)|Sohra]]&lt;br /&gt;
| SUED= [[Pretzschendorf]]&lt;br /&gt;
| SUEDOST= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ort wurde in den Jahren [[1348]]/[[1349|49]] in den Lehnsbüchern des [[Markgraf von Meißen|Meißner Markgrafen]], [[Friedrich III. (Meißen)|Friedrich III.]], unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Colbenitz&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten erschien der Ortsname in unterschiedlicher Form (1483: &amp;#039;&amp;#039;Colmenicz&amp;#039;&amp;#039;). Der Ortsname leitet sich vom gleichnamigen Bach ab, wobei das [[Sorbische Sprache|altsorbische]] &amp;#039;&amp;#039;*Cholḿnica&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;*chołm&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;*chułm&amp;#039;&amp;#039; für „Hügel“ stammt und demnach einen „Hügelbach“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2001, Band I, S. 149, ISBN 3-05-003728-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte bis 1900 ===&lt;br /&gt;
1551 zählt Colmnitz 70 besessene Mann, 52 Gärtner und 50 [[Inwohner]]. 1552 gehört der Grundbesitz in Colmnitz zum Rittergut [[Dippoldiswalde]]. Um 1606 werden je ein Rittergut in Niedercolmnitz und Obercolmnitz erwähnt. Um [[1630]], während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], verlor Colmnitz durch die [[Pest]] mehr als die Hälfte seiner Einwohner. 1764 wird ein Rittergut Colmnitz erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://sachsens-schloesser.de/klingenberg-rittergut-colmnitz/ |titel=Das Rittergut Colmnitz |werk=www.sachsens-schloesser.de | abruf=2025-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Mühlen bestanden in Colmnitz, auf der Niedermühle in Niedercolmnitz werden als Erbmüller 1586 der Besitzer, Georg Schiffel, bis 1745 Gottfried Süßen, ab 1745 Daniel Baumgart, 1785 Gottfried Baumgart und 1787 Gottfried Baumgart der Jüngere genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert war das Dorf in die selbständigen Landgemeinden Niedercolmnitz und Obercolmnitz geteilt, wurde jedoch vor 1900 zur Landgemeinde Colmnitz wieder vereinigt. Die vereinigte Gemeinde Colmnitz besaß einen Ortsteil namens &amp;#039;&amp;#039;[[Folge (Klingenberg)|Folge]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1590 bis 1856 gehörte Colmnitz zum [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] [[Kreisamt Freiberg]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;72&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1856 bis 1875 zum [[Gerichtsamt Freiberg]] und von 1875 bis 1952 zur [[Amtshauptmannschaft Freiberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/freiberg.htm  |titel=Die Amtshauptmannschaft Freiberg im Gemeindeverzeichnis 1900 | offline=2025-07-31 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20241202042602/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/freiberg.htm| archiv-datum=2024-12-02 | abruf=2025-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] [[1870]]/[[1871|71]] gab es auch in Colmnitz einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, da nun der Anschluss an die Bahnstrecke von [[Dresden]] nach [[Chemnitz]] mit dem Bau des Bahnhofes vollzogen worden war. 1862 fuhr der erste Zug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es begann die Geschichte des [[Stuhl (Möbel)|Stuhlbaus]] in Colmnitz, der erst zur [[Wende (DDR)|Wende]] [[1989]]/[[1990|90]] eingestellt wurde. Mit der 1898 eröffneten [[Schmalspurbahn Klingenberg-Colmnitz–Frauenstein]] erhielt Obercolmnitz eine Haltestelle. Seit 1921 führte durch Colmnitz die ebenfalls am [[Bahnhof Klingenberg-Colmnitz]] beginnende [[Schmalspurbahn Klingenberg-Colmnitz–Oberdittmannsdorf]] mit einem Bahnhof im Zentrum des Orts und einem Haltepunkt in Niedercolmnitz. Beide Strecken wurden 1971 stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik ===&lt;br /&gt;
1885 kaufte Carl Friedrich Hofmann ein Grundstück, auf dem sich die „Neumühle“ befand. 1896 begannen Hofmann und Carl Albert Kittel (Hofmanns Schwiegersohn), „das Gewerbe als Stuhlbauer fabrikmäßig auszuüben“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fabrik produzierte bis 1937. Kittel hatte sich bei der Entwicklung der [[Spanplatte]] völlig verausgabt und war nicht mehr zahlungsfähig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=36}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tischler Ernst Richter produzierte seit 1932 Möbel (vor allem Schlafzimmer) in Serie. 1939 übernahm dessen Sohn Helmut das Geschäft und kaufte die ehemalige Fabrik, um sich erweitern zu können. Ab 1939 produzierte Richter ausschließlich Möbel für das [[Luftgaukommando (Dresden)]]. Die Entwicklung des Betriebes, der „Helmut Richter Möbelfabrik“, war rasant – die Umsätze stiegen bis 1942 auf das Vierfache. Am 7. Mai 1945 zog russisches Militär durch den Ort. Danach lief in der zweiten Hälfte des Jahres die Möbelproduktion wieder an. Hauptsächlich wurden Küchenmöbel und [[Anrichte|Buffets]] hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=39–45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richter war seit 1933 [[Sturmabteilung#Dienstränge|Scharführer]] der [[Sturmabteilung|SA]] und ab 1937 Mitglied der [[NSDAP]] gewesen. Man „erkannte in ihm einen ausgesprochenen [[Kriegsgewinnler]], der sich stets um [[Wehrmacht]]saufträge bemüht und diese aufgrund seiner NSDAP-Mitgliedschaft auch erhalten habe. Nur dadurch sei es ihm auch möglich gewesen, den Betrieb mit modernsten [[Holzbearbeitung#Holzbearbeitungsmaschinen|Holzbearbeitungsmaschinen]] auszustatten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=45}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Richter wurde [[Enteignung#DDR|enteignet]]. Er floh mit seiner Familie in den Westen. Erst blieben sie in [[Ipsheim]] (Bayern), dann zogen sie nach [[Beverstedt]] (Niedersachsen bei Bremerhaven). Richter übernahm zunächst eine kleine Möbelfabrik in Oldendorf (heute ein Ortsteil von [[Holste]]). Finanziell konnte der Betrieb aber nicht überleben, die Ehe ging in die Brüche und 1966 heiratete Richter wieder. Er zog nach [[Westerbeverstedt]] und arbeitete fortan als [[Innenarchitektur|Innenarchitekt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=45–54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== VEB Möbelfabrik Colmnitz ===&lt;br /&gt;
Ab Herbst 1945 wurden in der ehemaligen Richterschen Fabrik wieder Möbel hergestellt, zunächst vor allem Küchenmöbel und Schränke, deren Konstruktion sich an die für die Wehrmacht hergestellten Möbel anlehnte. Nach der Verstaatlichung 1948 begann als VEB Möbelfabrik Colmnitz ein neues Kapitel. Im Sommer 1958 verwüstete ein [[Wolkenbruch]] das Dorf. Von dem entstandenen Schaden und wegen der Tatsache, dass zu viele Betriebe in der [[DDR]] Möbel herstellten, erholte sich die Möbelfabrik nicht wieder. Letztmals wurden auf der [[Leipziger Messe]] 1962 Produkte aus Colmnitz ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=55–74}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende der Möbelproduktion wurde die Fabrik als Betriebsteil dem VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig ===&lt;br /&gt;
„BBG Colmnitz“ (Boden-Bearbeitungs-Geräte) ging auf eine 1863 in Leipzig entstandene Fabrik von [[Rudolph Sack]] zurück, die vor allem [[Pflug|Pflüge]] herstellte. Im Colmnitzer Teil der BBG wurden Teile für einen selbstfahrenden [[Rübenroder]] KS-6 hergestellt. Später kam ein Spritzbalken für den [[Pflanzenschutz]] dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=81–92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Überleben des Betriebs unter [[marktwirtschaft]]lichen Bedingungen nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Vereinigung von DDR und BRD]] war nicht möglich. Deshalb wurden die letzten Maschinen am 31. März 1992 abgebaut. Seitdem sind die Gebäude ungenutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=128–130}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
1952 kam die Gemeinde Colmnitz zum [[Kreis Freital]] in [[Bezirk Dresden]], 1994 bildete der Ort den [[Verwaltungsverband An der Talsperre Klingenberg]] mit den Nachbargemeinden [[Klingenberg (Klingenberg)|Klingenberg]] und [[Dorfhain]], die bis Ende 1998 bestand. Zum 1. August 1994 wurde Colmnitz Teil des neuen [[Weißeritzkreis]]es. Am 1. Januar 1999 kam es gemeinsam mit dem Nachbarort Klingenberg zur Eingliederung in die Gemeinde [[Pretzschendorf]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999]&amp;lt;/ref&amp;gt; seit dem 31. Dezember 2012 ist Colmnitz Ortsteil der neuen Gemeinde Klingenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig sind in Colmnitz kleinere und mittlere [[Handwerk]]sbetriebe und [[Dienstleistung]]sunternehmen sowie [[landwirtschaft]]liche [[Betrieb]]e ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 wurde Colmnitz Gegenstand überregionaler Berichterstattung, weil auf dem „Schul- und Heimatfest“ am 29. Mai zum 850. Kirchen-Jubiläum u.&amp;amp;nbsp;a. beim Festumzug [[Wehrmacht]]suniformen, [[Swastika|Hakenkreuze]] und [[Tarnung|tarnfarbene]] Fahrzeuge zu sehen waren. Zuerst berichtete die [[Leipziger Internet Zeitung]] von dem Vorfall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.l-iz.de/leben/faelle-unfaelle/2016/05/irritierende-bilder-in-colmnitz-ist-die-wehrmacht-zurueck-139641|titel=Leipziger Internet Zeitung: Irritierende Bilder: In Colmnitz ist die Wehrmacht zurück – L-IZ.de|werk=www.l-iz.de|zugriff=2016-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Medien wie [[Der Spiegel]] beriefen sich in ihren Artikeln auf den Fotografen Marcus Fischer, der Bilder vom Umzug auf [[Twitter]] veröffentlicht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://twitter.com/MarcusFischer7/status/736916271221112832/photo/1|titel=Marcus Fischer on Twitter|werk=Twitter|zugriff=2016-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/colmnitz-in-sachsen-nazi-symbolik-beim-dorffest-a-1094774.html|titel=Colmnitz in Sachsen: Mit Nazi-Symbolik zum Dorffest|autor=|werk=Spiegel Online|zugriff=2016-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin äußerte sich Thomas Schumann, Gründungsmitglied des organisierenden Heimatvereines, gegenüber der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]] dahingehend, dass der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] Teil der Geschichte des Ortes sei und deshalb auch Teil eines Umzugs sein müsse: „Wenn Symbole gezeigt wurden, die rechtlich verboten sind, dann wurde da ein Fehler gemacht.“ Das Kulturbüro Sachsen forderte den Verein auf, sich schärfer von den Vorkommnissen zu distanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Timo Nicolas |Titel=NS-Folklore: Mit dem Hakenkreuzkoffer durch Colmnitz |Sammelwerk=sueddeutsche.de |ISSN=0174-4917 |Online=http://www.sueddeutsche.de/politik/ns-folklore-mit-dem-hakenkreuzkoffer-durch-colmnitz-1.3011588 |Abruf=2016-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich hatte die Polizeidirektion Dresden Ermittlungen wegen des Verdachtes auf Zeigen von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach Paragraf 86a [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] aufgenommen. Diese wurden später allerdings eingestellt. Die &amp;#039;&amp;#039;Militärfreunde Sachsen&amp;#039;&amp;#039; dementierten inzwischen, an dem Umzug überhaupt beteiligt gewesen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hakenkreuze-bei-festumzug-colmnitz-wehrt-sich-gegen-kritik-a-1094840.html |titel=Hakenkreuze beim Dorfumzug: Heimatverein Colmnitz wehrt sich gegen Kritik |autor= |werk=Spiegel Online |zugriff=2016-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies bestätigte der Heimatverein in seiner Distanzierung und Klarstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.heimatverein-colmnitz.de/2016/06/distanzierung-und-klarstellung-historischer-festumzug-in-colmnitz-am-29-mai-2016/ | archive-is=20160606105908 | text=Distanzierung und Klarstellung – Historischer Festumzug in Colmnitz am 29. Mai 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Am Rande des [[Tharandter Wald]]es gelegen ist Colmnitz ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren, etwa zum geografischen [[Mittelpunkt von Sachsen|Mittelpunkt Sachsens]] oder zum [[Lips Tullian|Lips-Tullian]]-Felsen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die [[Erzgebirge|erzgebirgische]] Schauwerkstatt &amp;#039;&amp;#039;Stracos Erlebniswelt&amp;#039;&amp;#039; im ehemaligen Gasthof Obercolmnitz, der Naturerlebnishof &amp;#039;&amp;#039;Weidegut&amp;#039;&amp;#039;, das 23 Meter hohe [[Viadukt|Eisenbahnviadukt]] der [[Bahnstrecke Dresden–Werdau]], ein originaler Königlich-sächsischer Ganz[[meilenstein]] an der Frauensteiner Staatsstraße (S 189) zwischen Klingenberg und Obercolmnitz und die [[Kirchengebäude|Kirche]]. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Streichholzbrücke]]&amp;#039;&amp;#039; bei Colmnitz ist eine in ihrer Form einmalige Brückenkonstruktion, gebaut zum Materialantransport zum Talsperrenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Lobegott Ferdinand Lange]] (* 26. September 1798 in Colmnitz; † 21. Oktober 1852 in Jena), evangelischer Theologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* Carl Friedrich Hofmann, Fabrikant der Stuhlfabrik ab 1885&lt;br /&gt;
* Carl Georg Kittel, Mitinhaber der Stuhlfabrik ab 1925&lt;br /&gt;
* Ernst Richter, Möbelfabrikant ab 1932&lt;br /&gt;
* Helmut Richter, Möbelfabrikant ab 1940&lt;br /&gt;
* [[Horst Böhme (SS-Mitglied)|Horst Böhme]] (* 24. August 1909 in Colmnitz; † 10. April 1945 in Königsberg), SS-Oberführer, Befehlshaber der Sicherheitspolizei in Prag und als Kriegsverbrecher gesucht&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Böhme (Zahnmediziner)|Wolfgang Böhme]] (* 4. März 1926 in Colmnitz; † 19. März 2004), Hochschullehrer in Dresden&lt;br /&gt;
* [[Herbert Beckert]] (* 12. Oktober 1920 in Colmnitz; † 24. März 2004 in Leipzig), Mathematiker&lt;br /&gt;
* [[Hans Jäckel (Mathematiker)|Hans Jäckel]] (* 31. Mai 1923 in Colmnitz; † 1994), Mathematiker, Rektor der TH Karl-Marx-Stadt&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ullmann]] (* 18. August 1929 in Gottleuba; † 30. Juli 2004 in Adorf/Vogtl.), Theologe, Bürgerrechtler und Politiker, war 1954 bis 1963 evangelischer Pfarrer in Colmnitz&lt;br /&gt;
* [[Uwe-Jens Rössel]] (* 2. Juli 1950 in Freiberg), Politiker (PDS/Die Linke), Bundestagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Eckhard Börner]] (* 16. Januar 1951 in Colmnitz), Ingenieur und Politiker (CDU), Mitglied des Sächsischen Landtages&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|3|4|3|Colmnitz}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Hubl |Titel=Geschichte der Colmnitzer Möbelfabrik/BBG |Hrsg= |Verlag=Heimatverein Colmnitz |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten= |Kommentar=BBG steht für „VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Colmnitz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemeinde-klingenberg.de/show_site.php?id=396 Informationen über Colmnitz auf der Website von Klingenberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.heimatverein-colmnitz.de Internetseite des Heimatvereins Colmnitz]&lt;br /&gt;
* {{HOV|Colmnitz (1)|Colmnitz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.grundschule-pretzschendorf.de/Unser_Dorf/Colmnitz/colmnitz.html Informationen und Fotos von Colmnitz auf den Dorfseiten der Grundschule Pretzschendorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Klingenberg (Sachsen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1029771340}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Klingenberg (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldhufendorf]]&lt;br /&gt;
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