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	<title>Collmberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Collmberg&amp;diff=175746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Palitzsch250: /* Geschichte */ Link direkt zur Linde</title>
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		<updated>2026-04-22T16:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Link direkt zur Linde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME               = Collmberg&lt;br /&gt;
|BILD               = Collm.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG   = Blick vom Aussichtsturm mit einer Säule der [[Gradmessung#Internationale Grad- und Erdmessung|mitteleuropäischen Gradmessung]]&lt;br /&gt;
|HÖHE               = 312.8&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG         = DE-NHN&lt;br /&gt;
|HÖHE-ANMERKUNG     = {{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
|LAGE               = [[Sachsen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE            = Collmrücken&lt;br /&gt;
|DOMINANZ           = 22.7&lt;br /&gt;
|DOMINANZ-BEZUG     = [[Harthaer Kreuz]] bei [[Hartha]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD        = 51/18/13.0/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD         = 13/0/38.3/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO         = DE-SN&lt;br /&gt;
|TYP                = &lt;br /&gt;
|GESTEIN            = [[Grauwacke]]&lt;br /&gt;
|ALTER              = [[Ordovizium]]&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG     = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN     = * [[#Albertturm|Albertturm]] ([[Aussichtsturm|AT]])&lt;br /&gt;
* [[#Geophysikalisches Observatorium|Geophysikalisches Observatorium]]&lt;br /&gt;
* [[#Funkstationen|Funkturm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Collmberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (slawische Bezeichnung; vgl. [[Sorbische Sprache|sorbisch]] &amp;#039;&amp;#039;chołm&amp;#039;&amp;#039; – „Hügel, Kuppe“) ist die höchste Erhebung im [[Landkreis Nordsachsen]]. Er hieß bis in das 19. Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;Spielberg&amp;#039;&amp;#039;. Eine andere frühere Bezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;Oschatzer Collm&amp;#039;&amp;#039;. Er ist {{Höhe|312.8|DE-NHN|link=true}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} hoch und stellt eine [[Landmarke]] im [[Wermsdorfer Forst]] dar. Der Berg liegt etwa 6&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich von [[Oschatz]] in der Nähe des Dorfes [[Collm]]. Je nach verwendetem Kartenmaterial und Bezugspunkt findet man unterschiedliche Angaben zur Höhe. Vor 1945 wurde auf OLEX-Autokarten die Höhe mit 314&amp;amp;nbsp;m angegeben&amp;lt;!-- zu DDR-Zeiten war er recht einheitlich mit 316&amp;amp;nbsp;m in den Schulatlanten angegeben. --&amp;gt;, auf nach 1990 erschienenen Karten variieren die Höhenangaben zwischen 312 und 318&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Wicher: &amp;#039;&amp;#039;Die höchste Erhebung Collm oder Collmberg?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 18.&amp;amp;nbsp;Juli 2006, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Gestein des Collmbergs besteht aus mehr als 500 Millionen Jahre alter [[Grauwacke]] aus dem [[Kambrium|Kambro]]-[[Ordovizium]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geopark-porphyrland.de/rohstoff/grauwacke/ Beschreibung Grauwacke auf geopark-porphyrland.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz8&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Siegfried Reichel |Titel=Heimatfreund und Ortschronist Siegfried Reichel berichtet über die Ersterwähnung des Ortes Collm vor 820 Jahren (Teil 3) |Ort=Oschatz |Datum=2005-08-02 |Seiten=16 |Sammelwerk=Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ferner aus [[Quarzit]]en und [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeraten]]. Die heutige Form des Berges entstand im [[Pleistozän]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;calbitzcollm&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Der Collm |url=http://www.calbitz.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=82&amp;amp;Itemid=583 |werk=calbitz.de |abruf=2021-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Collmberg steht das älteste bekannte und nachgewiesene Gestein Nordsachsens an der Oberfläche beim Steinbruch und [[Flächennaturdenkmal]] &amp;#039;&amp;#039;Grauwacke-Felsen am Collmberg&amp;#039;&amp;#039; an. Dank den besonderen widerstandsfähigen Eigenschaften des Gesteins überdauerte der Collmberg viele Millionen von Jahren als „[[Härtling]]“ und gilt heute als der älteste Berg Sachsens.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grauwackefelsen_am_Collmberg_-_Beschilderung.jpg Grauwacke am Collmberg]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grauwacken sind über die benachbarten Berge in ostnordöstlicher Richtung bis zum [[Borna (Liebschützberg)|Bornaer]] Weinberg und zum Käferberg bei [[Zaußwitz]] zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kurt Pietzsch |Hrsg=Deutscher Verlag der Wissenschaften |Titel=Geologie von Sachsen |Ort=Berlin |Datum=1962}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem einen Kilometer östlich liegenden Windmühlenberg (251&amp;amp;nbsp;m ü. M.), der auch „Kleiner Collm“ oder wegen seiner Form „Spitzcollm“ genannt wird,&amp;lt;ref name=&amp;quot;czischka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Czischka |Titel=Einst dichter Waldgürtel. Königliches Kammergut. Das Observatorium. Der Spitzcollm |Sammelwerk=Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine |Ort=Oschatz |Datum=1999-11-23 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Eichberg (175&amp;amp;nbsp;m ü. M.) nördlich von [[Striesa (Oschatz)|Striesa]] und einigen weniger prominenten Erhebungen bildet der Collmberg den Collmrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegetation ==&lt;br /&gt;
Der Collmberg ist bewaldet, hauptsächliche Baumarten sind [[Rotbuche]], [[Stieleiche]], [[Traubeneiche]] und Nadelgehölze. Die Strauchschicht besteht vor allem aus [[Faulbaum]], [[Eberesche]] und [[Holunder]]. Die Bodenflora weist an feuchten Stellen [[Farne]] und [[Moose]] auf, an trockenen Gräser und [[Drahtschmiele]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;calbitzcollm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meteorologie ==&lt;br /&gt;
Der Collmberg ist eine lokale Wetterscheide. Der Oschatzer Chronist Carl Samuel Hofmann berichtet dazu 1817: &amp;#039;&amp;#039;Den Landleuten dient der Collm gleichsam zu einer Wetterfahne. Denn solange die Kuppe desselben, auch bey übrigens heiterem Himmel, umnebelt ist, tritt nie beständig gutes Wetter ein. Der Collmberg raucht Tabak, sagt dann der Landmann … Auch ist der Berg für die auf der Morgenseite liegenden Ortschaften in der Regel ein Ableiter, denn über seinem Gipfel teilen sich fast alle vom Abend heraufsteigenden Gewitter und Schloßenwetter.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mueller2&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Massanek: &amp;#039;&amp;#039;Ein bisschen Wind…in der Oschatzer Wetterstation.&amp;#039;&amp;#039; 1990, S. 112, zitiert in Manfred Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das war Der Rundblick. 1954 bis 1990.&amp;#039;&amp;#039; Sax Verlag, Beucha, ISBN 978-3-86729-054-8, S. 473.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auf dem Berg befindet sich eine mittelalterliche Wallanlage (archäologische Datierung ca. 900/930), über deren Geschichte jegliche Überlieferungen fehlen. Neben einem Ringwall mit einem Durchmesser von 200&amp;amp;nbsp;Metern auf 100&amp;amp;nbsp;Meter, der die gesamte Kuppe umschließt, befinden sich am westlichen Berghang weitere drei Wälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Wallanlage, das &amp;#039;&amp;#039;Alte Schloss&amp;#039;&amp;#039;, liegt zwischen Collm und der [[Hubertusburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Collmberg war nicht, wie oft behauptet wird, die Stätte des meißnischen Landtages 1198 („[[Thing|Landding]]“), sondern es war die [[Collmer Linde|1000-jährige Linde]] im Dorf [[Collm]], das an seinem Südhang liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 60-jährigen Regentschaftsjubiläums des Königs [[Friedrich August I. (Sachsen)|Friedrich August&amp;amp;nbsp;I.]] wurde der Berg im Jahr 1823 als Standort eines Nationaldenkmals auserkoren, in dem eine Büste des Königs aufgestellt werden sollte. Als dem König der eigentliche Zweck der Errichtung bekannt wurde, nämlich die Huldigung seiner Person, lehnte er ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827, nach dem Tode des Königs, konstituierte sich ein Verein zur Errichtung eines Denkmals, der landesweit Spenden sammelte. Als Standort für das 1828 von [[Ernst Rietschel]] geschaffene Denkmal wurde die Residenzstadt [[Dresden]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Collmbergdenkmal1.jpg|Entwurf zum Nationaldenkmal: Ansicht und Grundriss&lt;br /&gt;
Collmbergdenkmal2.jpg|Entwurf zum Nationaldenkmal: Ansicht und Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 wurde der Albertturm eröffnet, 1932 nahm das auf den Collmberg verlegte geophysikalische Observatorium der Universität Leipzig die Arbeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde der Collm zur militärischen Sicherheitszone erklärt. Die verlassene Berggaststätte musste 1967 abgerissen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Collm-Albertturm.jpg|mini|Albertturm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Albertturm ==&lt;br /&gt;
Bereits 1629 wollte Kurfürst [[Johann Georg I. (Sachsen)|Johann Georg&amp;amp;nbsp;I.]] auf dem Collm einen zweigeschossigen quadratischen Turm von acht Meter Seitenlänge und 20&amp;amp;nbsp;Meter Höhe errichten lassen, doch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] verhinderte den Bau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz9&amp;quot;&amp;gt;Siegfried Reichel: &amp;#039;&amp;#039;Heimatfreund und Ortschronist Siegfried Reichel aus Collm über die Geschichte des steinernen Wahrzeichens. Am 24.&amp;amp;nbsp;April feierte der Albertturm auf dem Collm seinen 150.&amp;amp;nbsp;Geburtstag. Sandstein und Grauwacke. Granitpfeiler für Vermesser. Hornklang und Sangesfreude.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 30.&amp;amp;nbsp;April 2004, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1840 wurde auf dem Collmberg ein fliegender Bierschank errichtet, den der Restaurateur Lettau&amp;lt;ref name=&amp;quot;rundblick5&amp;quot;&amp;gt;Walther Käseberg: &amp;#039;&amp;#039;Der Albertturm auf dem Collm hat schon hundert Jahre auf dem Buckel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Rundblick.&amp;#039;&amp;#039; 1960, S. 191, zitiert in Manfred Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das war Der Rundblick. 1954 bis 1990.&amp;#039;&amp;#039; Sax Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-054-8, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Calbitz]] mit Hilfe eines Eselgespannes unterhielt. Wenige Jahre später errichtete der gleiche Gastwirt mit staatlicher Genehmigung ein Berggasthaus. Um den Aufstieg auf den Berg noch attraktiver für Wanderer zu machen, fehlte ein Turm, der trotz der hohen Bäume eine Rundsicht ins Land ermöglichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz7&amp;quot;&amp;gt;Christdore Wetzig: &amp;#039;&amp;#039;Mit einer Höhe von 314 Metern hat der bewaldete Collm bei Oschatz schon immer etwas Anziehendes. Wahrzeichen Nordwestsachsens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 6.&amp;amp;nbsp;Mai 2006, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als im Sommer 1851 der Meißener Schriftsteller Julius Hofmann den Berg erstieg, beklagte er das Fehlen eines Aussichtsturmes mit den Versen: &amp;#039;&amp;#039;Doch hier auf des Berges Gipfel, hemmten dichtbelaubte Wipfel freien Blick dem Spähergeist!&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 18&amp;amp;nbsp;Meter hohe &amp;#039;&amp;#039;Albertturm&amp;#039;&amp;#039; wurde 1853 errichtet und 24.&amp;amp;nbsp;April 1854 durch ein &amp;#039;&amp;#039;Comitee des Thurmbaus&amp;#039;&amp;#039; zur Besteigung freigegeben. Seither dient er als [[Aussichtsturm]]. Er wurde nach dem damaligen Prinzen und Herzog, dem späteren König [[Albert (Sachsen)|Albert von Sachsen]], benannt. Er besteht aus drei Etagen. 99 Stufen führen auf einer Außentreppe, die erst in der letzten Etage im Inneren des Turmes auf die Aussichtsplattform weitergeführt wird. Der Turm gestattet Aussichten auf den [[Wermsdorfer Wald]] und die [[Dahlener Heide]], ferner auf den [[Petersberg (bei Halle)|Petersberg bei Halle]], [[Schloss Hartenfels]] in [[Torgau]], das [[Völkerschlachtdenkmal]] und das [[City-Hochhaus Leipzig]], die [[Augustusburg]] sowie den [[Lilienstein]] in der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]]. Auf der Dacheindeckung wurden 2002 zwei Tafeln mit der Beschriftung &amp;#039;&amp;#039;Augustusburg 57 Kilometer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Auersberg 110 Kilometer&amp;#039;&amp;#039; angebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Südseite der Aussichtsplattform des Albertturms steht ein säulenförmiger Granitpfeiler mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Königlich-sächsische Station der mitteleuropäischen Gradmessung 1865&amp;#039;&amp;#039;, der an die [[Gradmessungskommission|Mitteleuropäische Gradmessung 1865]] erinnert, bei der der Collm für das sächsische Dreiecksnetz ein Punkt erster Ordnung war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wermsdorf.de/ortsteile/collm/sehenswuerdigkeiten/albertturm.html?tbx=1&amp;amp;aid=92 &amp;#039;&amp;#039;Albertturm&amp;#039;&amp;#039;] auf der Webseite von Wermsdorf&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Gelegenheit gelang es, vom Turm aus mit einem [[Heliotrop (Messgerät)|Heliotrop]] den nahezu 100 Kilometer südlich entfernten [[Fichtelberg (Erzgebirge)]] anzupeilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz5&amp;quot;&amp;gt;Ohne Verfasserangabe: &amp;#039;&amp;#039;Eine nachahmenswerte Wanderung von Oschatz-Rechau zum Collm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; 12.&amp;amp;nbsp;Juni 2001, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1990er Jahre war der Albertturm baufällig geworden. Der [[Staatsbetrieb Sachsenforst]] ließ ihn 1994 sperren, zog neue Stahlträger ein und brachte einen neuen Betonbelag ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz9&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem die [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] Kaufabsichten über den Turm geäußert hatte, kaufte die Gemeinde [[Wermsdorf]] im Dezember 2010 vom [[Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement]] (SIB) den Turm für 300 Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz10&amp;quot;&amp;gt;lga: &amp;#039;&amp;#039;Albertturm verkauft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 15.&amp;amp;nbsp;Dezember 2010, S.&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Turm ist heute ein überregional beliebtes Wander- und Ausflugsziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geophysikalisches Observatorium ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1927 und 1932&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgg&amp;quot;&amp;gt;Michael Börngen, Franz Jacobs, Ludwig A. Weickmann: [https://dgg-online.de/WordPress_01/wp-content/uploads/2016/04/DGG_Mitt_3-2007.pdf#page=4 &amp;#039;&amp;#039;Ludwig F. Weickmann (1882 – 1961).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Deutschen Geophysikalische Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, Hannover 2007 (PDF; 4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde mit Geldern der amerikanischen [[Rockefeller-Stiftung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz4&amp;quot;&amp;gt;Hagen Rösner: &amp;#039;&amp;#039;Geophysikalisches Observatorium auf dem Collm seit 70 Jahren in Betrieb. Rektor und Leipzigs OBM zu Besuch. .Goerdelers Unterschrift wieder auf dem Collm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 2002, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Neubau des seit 1902 bestehenden geophysikalisches [[Observatorium]] der [[Universität Leipzig]] auf dem Collmberg errichtet und 1932 eröffnet. 1935 wurde das Observatorium um eine [[seismograph]]ische Station erweitert. Seither wird mittels [[Seismograph|Seismografen]] eine lückenlose Erdbebenregistrierung durchgeführt und die Windgeschwindigkeit der [[Hochatmosphäre]] gemessen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;albert2&amp;quot;&amp;gt;Ohne Verfasserangabe: [https://research.uni-leipzig.de/agintern/UNIGESCH/ug219.htm &amp;#039;&amp;#039;Die neue Erdbebenwarte auf dem Collm.&amp;#039;&amp;#039;] Alma Mater Lipsiensis 1409–2009, Leipzig, abgerufen am 12.&amp;amp;nbsp;September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erster wissenschaftlicher Leiter der Einrichtung war [[Ludwig Weickmann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz4&amp;quot; /&amp;gt; [[Heinz Lettau]] konstruierte in dieser Station von 1936 bis 1937 ein mechanisch gekoppeltes [[Horizontalpendel]] zur Messung von Neigungen der Erdoberfläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;albert3&amp;quot;&amp;gt;Michael Börngen, Franz Jacobs, Ludwig A. Weickmann: [https://dgg-online.de/WordPress_01/wp-content/uploads/2016/04/DGG_Mitt_3-2007.pdf#page=9 &amp;#039;&amp;#039;Ludwig F. Weickmann (1882 – 1961).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Deutschen Geophysikalische Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, Hannover 2007, S. 9 (PDF; 4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Messungen spielten eine Rolle bei der seismografischen Beweisführung über die Theorie eines deutschen Atombombenversuchs am 2.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944.&amp;lt;ref name=&amp;quot;albert4&amp;quot;&amp;gt;Marcus Landschulze: &amp;#039;&amp;#039;Geophysikalische Auswertung großer Sprengkörpertests im Oktober 1944 und März 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Karlsch, Heiko Petermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für und Wider „Hitlers Bombe“. Studien zur Atomforschung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-8309-1893-6, S. 141 ff. ({{Google Buch |BuchID=ssngupU2dvkC |Seite=141 |Hervorhebung=&amp;quot;Geophysikalische Auswertung großer Sprengkörpertests im Oktober 1944 und März 1945&amp;quot;}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Observatorium auf dem Collmberg können weltweite Beben ab der [[Magnitude (Erdbeben)|Magnitude]] 4,8 auf der [[Richterskala]] registriert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz4&amp;quot; /&amp;gt; Anfang der 1990er-Jahre wurde ein Regionalnetz aus sechzehn gleichartig ausgerüsteten Messstellen aufgebaut, zu dem seit 1993 die Collmer Station gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz3&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;!-- Seismische Aktivitäten sind keine Seltenheit in Deutschland. In Sachsen ist es vorwiegend das Vogtland, wo ein Netz von fünf Stationen immer wieder Aktivitäten registriert. So wurden dort vom August bis Dezember 2000 über 10.000 kleine Schwarmbeben mit einer [[Magnitude (Erdbeben)|Magnitude]] von 3,5 auf der [[Richterskala]] registriert.--&amp;gt; Durch die hohe Empfindlichkeit der Collmer Seismographen können Bodenbewegungen von millionstel Millimetern ausgewertet werden. Dazu gehören unterirdische Explosionen, Steinbruchsprengungen oder Bergschläge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz3&amp;quot;&amp;gt;Christdore Wetzig: &amp;#039;&amp;#039;70 Jahre Geophysikalisches Observatorium Collm. Geschichtliches von Heimatfreundin Christdore Wetzig 1931: Modernstes Institut der Welt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung – Oschatzer Allgemeine.&amp;#039;&amp;#039; Oschatz, 14.&amp;amp;nbsp;Mai 2002, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Messung der Windgeschwindigkeit werden von drei beieinanderliegenden Empfängern für die Signale der Langwellenrundfunksender auf 177&amp;amp;nbsp;kHz (Sender [[Zehlendorf (Oranienburg)|Zehlendorf]]), Radio Polonia auf 225&amp;amp;nbsp;kHz ([[Solec Kujawski]]) und von Radiojurnal aus [[Topolná]] (Tschechien) auf 270&amp;amp;nbsp;kHz die Feldstärke gemessen und aus den Messwerten auf Strömungsgeschwindigkeiten in der Hochatmosphäre geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funkstationen ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1960 wurde auf dem Berg ein [[Richtfunk]]turm errichtet. Der 90&amp;amp;nbsp;Meter (ohne Antennenmast 64&amp;amp;nbsp;Meter) hohe Richtfunkturm wurde als [[Sender Oschatz|UKW-Sender Oschatz]] bekannt. Im Jahr 2004 wurde auf dem Collmberg ein zweiter, 100&amp;amp;nbsp;Meter hoher [[Sendeturm|Funkturm]] errichtet, der im Unterschied zum 1960 errichteten keine hochgelegenen Betriebsräume besitzt. Der nun überflüssige alte Funkturm wurde ab Mai 2005 abgetragen. Auf dem Collmberg befinden sich auch die [[Amateurfunkdienst|Amateurfunk]]-[[Funkrelaisstation|Relaisstationen]] DB0SAX&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://db0sax.ccx.de/ |titel=Collmberg/Sachsen Relais DB0SAX |abruf=2015-10-28 |autor=DL1XM |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150809233409/http://db0sax.ccx.de/ |archiv-datum=2015-08-09 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und DM0SAX.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://dm0sax.ccx.de/ |titel=10m FM Relais DM0SAX in Sachsen |autor=DL1XM, DG1LZG |abruf=2015-10-28 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150909173338/http://dm0sax.ccx.de/ |archiv-datum=2015-09-09 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Gebäude ==&lt;br /&gt;
Neben dem Albertturm wurde der Collmberg mit einem Wohnhaus, einem Wirtschaftsgebäude, einer Halle für Konzerte und einem Gasthaus mit Saal und Nebenstuben bebaut.&amp;lt;!-- wann? noch vorhanden? bewohnt/bewirtschaftet? --&amp;gt; In Nachbarschaft des Turms befand sich auch ein Gehege mit Rehen, Hirschen und Kaninchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Hörügel: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lvz.de/Region/Oschatz/Der-Collm-ganz-Nordsachsen-schaut-auf-diesen-Berg Der Collm – ganz Nordsachsen schaut auf diesen Berg].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Volkszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; online sowie mit dieser Überschrift in der LVZ-Druckausgabe Muldental, 16. Januar 2017, ganzseitiger Beitrag als „Thema des Tages“, S.&amp;amp;nbsp;27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://home.uni-leipzig.de/collm/histo.html Geophysikalisches Observatorium]&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20011585 |Name=Alter Funkturm Collmberg}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20013736 |Name=Neuer Funkturm Collmberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1147516723|VIAF=164151246516744131345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wermsdorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amateurfunk-Relaisstandort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Palitzsch250</name></author>
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