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	<title>Colditz (Adelsgeschlecht) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:19:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Colditz_(Adelsgeschlecht)&amp;diff=190455&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wietek am 22. Juni 2025 um 06:15 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-22T06:15:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colditz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kolditz&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name eines alten [[Sachsen|sächsischen]], auch in [[Böhmen]], [[Mähren]] und [[Schlesien]] angesiedelten [[Adelsgeschlecht]]s.&lt;br /&gt;
[[Datei:Colditz-Wappen Sm.png|mini|Wappen derer von Colditz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SCHLOSS COLDITZ1.jpg|mini|[[Schloss Colditz]] an der Zwickauer Mulde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlechtes]] geht auf den Ministerialen &amp;#039;&amp;#039;Thimo&amp;#039;&amp;#039; zurück, dessen Burg [[Colditz]] in Sachsen [[1158]] durch Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Barbarossa]] als Teil des [[Pleißenland]]s zum Reichsgut erhoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regesta-imperii.de/regesten/4-2-1-friedrich-i/nr/1158-01-01_1_0_4_2_1_517_515.html |titel=RI IV,2,1 n. 515, Friedrich I., 1158 Januar 1, Goslar : Regesta Imperii |abruf=2025-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sächsische [[Adel|Junker]] Thimo I. von Colditz erbaute im Jahr 1330 die [[Burg Graupen|Rosenburg in Graupen]] ([[Krupka]]). Sein Nachfolger war sein Sohn Thimo II. und der Enkel Thimo III. Graf Thimo II., [[Hofkammer|Kammermeister]] bei Kaiser Karl IV. und [[Landeshauptmann]] der [[Oberlausitz]] und [[Schlesien]]s erbte 1341 beim Tod seines Vaters die [[Burg Graupen]] in Nordböhmen und verkaufte im Jahre 1364 die gerade in seinem Besitz befindliche [[Schlossruine Hartenberg|Burg Hartenberg]] in Nordwestböhmen an Kaiser Karl IV.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Viktor Karell]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser des Erzgebirges und Egertales.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Vinzenz Uhl Verlagsbuchhandlung, [[Kadaň|Kaaden]], 1935. („Die Rosenburg bei Graupen“ S. 80, „Schloß Hartenberg“ S. 17)&amp;lt;/ref&amp;gt; Thimo VII., war Marschall des Markgrafen [[Friedrich III. (Meißen)|Friedrichs des Strengen von Meißen]] und wurde 1369 Landeshauptmann von [[Fürstentum Breslau|Breslau]]. Thimo VIII., seit 1348 Hofmarschall und Kämmerer des Kaisers [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]], erlangte große Bedeutung. Er erwarb 1378 die [[Amt Eilenburg|Herrschaft Eilenburg]], 1379 die Pfandschaft [[Pirna]] und 1382 [[Neuseeberg]] in [[Böhmen]]. Die treuen Dienste Thimos VIII. für den Kaiser brachten ihm reichen Besitz in Böhmen. Bereits 1318 ist eine herrschaftliche [[Colditzer Münze]] beurkundet, in der einseitig geprägte Pfennige [[Sächsische Münzgeschichte#Dynastenbrakteaten|Dynastenbrakteaten]] geschlagen wurden.&lt;br /&gt;
Thimo V. auf Graupen verkaufte 1557 den Besitz Graupen an Kaspar [[Schönburg (Adelsgeschlecht)|von Schönburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Stammbaum des [[Charles III.|britischen Königs Charles]], gehören die &amp;#039;&amp;#039;von Colditz&amp;#039;&amp;#039; mit zu seinen Vorfahren. So in der 16. Generation &amp;#039;&amp;#039;Dorothea von Colditz&amp;#039;&amp;#039; (* 1480 – † 1520), in der 17. Generation &amp;#039;&amp;#039;Johanna von Colditz&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Thimo von Colditz&amp;#039;&amp;#039; († 1508) sowie in der 18. Generation &amp;#039;&amp;#039;Hans von Colditz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Herrschaft Colditz im Jahr 1404 an die [[Wettiner]] gefallen war, errichteten sie das [[Amt Colditz]] mit Sitz in [[Schloss Colditz]]. Die böhmische Linie soll nach 1620 ausgestorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stammliste von Colditz}}&lt;br /&gt;
* [[Kolda von Colditz]], [[Dominikaner]]&lt;br /&gt;
* [[Ulrich I. von Colditz]] († 1315), [[Bischof von Naumburg]] (1304–1315)&lt;br /&gt;
* [[Withego II. von Colditz]] († 1342), [[Bischof von Meißen]] (1312–1342)&lt;br /&gt;
* Thimo VII. von Colditz, [[Landvogt der Oberlausitz]], um 1355–1366&lt;br /&gt;
* Thimo VIII. von Colditz (urkundlich 1354 bis 1374), seit 1348 [[Hofmarschall]] und [[Kämmerer]] des deutschen Kaisers und böhmischen Königs [[Karl IV. (HRR)|Karl IV]]&lt;br /&gt;
* [[Thimo von Colditz]] († 1410), [[Bischof von Meißen]] (1399–1410)&lt;br /&gt;
* [[Albrecht von Kolditz]] († 1448), Hauptmann von Schweidnitz-Jauer, [[Fürstentum Breslau|Breslau]] und der Oberlausitz&lt;br /&gt;
* Volrad von Colditz (?): im Jahre 1248&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Schlesinger]], nachbearbeitet von Thomas Lang: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Enno Bünz. Thelem Verlag, Dresden 2010, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; als königlicher [[Landrichter]] im [[Pleißenland]] belegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das Wappen ist geteilt, unten auf Silber zwei schräge schwarze [[Balken (Heraldik)|Balken]], oben auf Rot wachsender goldener [[Löwe (Wappentier)|Löwe]] mit ausgestreckten Pranken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Machatschek]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bischöfe des Hochstiftes Meissen in chronologischer Reihenfolge (...)&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1884. S. 359. &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Helm ein Löwe und ein Adler, was dem Wappen von [[Görlitz]] entspricht. Die Helmdecken sind rechts Rot und Gold und links Schwarz und Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wappen der Stadt [[Colditz]] ist das Wappen derer von Colditz anders dargestellt: oben ein wachsender schwarzer Löwe auf goldenem Grund, darunter drei nach rechts fallende(schräge) rote Balken auf silbernem(weißem) Grund: [[Colditz|Colditzer Wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Wappengenese ===&lt;br /&gt;
Der wachsende Löwe wurde offenbar dem Wappen des ursprünglichen staufischen Reichsgutes [[Pleißenland]] entlehnt. Dessen zentrale Verwaltung befand sich auf der Kaiserpfalz in Altenburg, dem heutigen [[Schloss Altenburg (Thüringen)|Altenburger Schloss]], wo die [[Burggrafen von Altenburg]] als Ministeriale saßen, deren Wappen(Rose) sich auch im Colditzer Stadtwappen findet (links).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erweiterten Wappen (von 1597) der verwandten Grafen von Stolberg finden sich ebenfalls wachsende schwarze Löwen auf goldenem Grund sowie in zwei anderen Feldern jeweils wachsende goldene Löwen auf rotem Grund: [[Stolberg (Adelsgeschlecht)#Wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
DEU Colditz COA.svg|Wappen der Stadt Colditz mit enthaltenem Wappen derer von Colditz(rechts)&lt;br /&gt;
Stolberg-1597.PNG|Grafen von Stolberg (Wappen 1597)&lt;br /&gt;
Pleissen.png|Wappen des staufischen [[Pleißenland]]es&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenlinien ==&lt;br /&gt;
Auf [[Schloss Wolkenburg|Burg Wolkenburg]] im Tal der [[Zwickauer Mulde]] saßen vor 1409 die „Herren von Wolkenburg“, eine Nebenlinie der Reichsministerialen von Colditz, die sich nach dieser Burg nannten. Belegt sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolf-Dieter Röber]], [[Steffen Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Wolkenburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Schriftenreihe Heft 6, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1986, DDR, „Herren von Wolkenburg“ S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Ulrich II. von Wolkenburg, 1215–1277&lt;br /&gt;
* Heinrich IV. von Wolkenburg im Jahre 1309&lt;br /&gt;
* Volrad V. von Wolkenburg starb 1338&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Nebenlinie saß auf Wasserburg [[Breitenhain (Lucka)|Breitenhain]] bei Lucka und nannte sich nach dieser Burg und Herrschaft. Schloss Breitenhain wurde 1981 in der DDR-Zeit abgerissen.&lt;br /&gt;
Bereits 1279 wurde ein Thimo von Breitenhain -aus der Familie derer von Colditz- urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
Graf Heinrich IV. aus dem Hause Stollberg([[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Stolberg]]?) heiratet um 1270 Jutta von Breitenhain aus der Familie derer von Colditz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.mark-meissen-1200.de/ueber-uns/mitglieder/heinrich-von-colditz |wayback=20191113165417 |text=Nebenlinie „von Breitenhain“ der Colditzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Sinapius]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Curiositäten&amp;#039;&amp;#039;, 1720, Volume 1 S. 524 und Volume 2 S. 738&lt;br /&gt;
* Johann Friedrich Ursinus: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Domkirche zu Meissen: aus ihren Grabmälern historisch und diplomatisch erläutert, nebst einem Prospekte der Domkirche&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Walther 1782, S. 73&lt;br /&gt;
* [[Christian Friedrich August von Meding]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten von adelichen Wapen&amp;#039;&amp;#039;, 1788, Volume 2, S. 315–316&lt;br /&gt;
* [[Ernst Heinrich Kneschke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;, 1864, Bd. 2, S. 304–306&lt;br /&gt;
* Kurt Truöl: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren von Colditz und ihre Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1075598540|VIAF=317069153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Colditz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wietek</name></author>
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