<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Colbitzer_Lindenwald</id>
	<title>Colbitzer Lindenwald - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Colbitzer_Lindenwald"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Colbitzer_Lindenwald&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T19:28:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Colbitzer_Lindenwald&amp;diff=566093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Colbitzer_Lindenwald&amp;diff=566093&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-14T14:36:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie     = IV&lt;br /&gt;
| Name               = NSG Colbitzer Lindenwald&lt;br /&gt;
| Bild               = NSG Colbitzer Lindenwald-07.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung   = Waldbild im NSG Colbitzer Lindenwald&lt;br /&gt;
| Lage               = [[Landkreis Börde]], [[Sachsen-Anhalt]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Fläche             = 1.887&lt;br /&gt;
| Kennung            = [http://www.lvwa-natur.sachsen-anhalt.de/ohre/nsg0014.htm NSG 0014]&lt;br /&gt;
| WDPA-ID            = 14442&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 52/20/28/N&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 11/32/28/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO         = DE-ST&lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum  =&lt;br /&gt;
| Planung            = &lt;br /&gt;
| Verwaltung         = [[Landkreis Börde]]&lt;br /&gt;
| Besonderheiten     = &lt;br /&gt;
| Kartentext         = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
| Höhe-Min           = 80&lt;br /&gt;
| Höhe-Max           = 120.5&lt;br /&gt;
| Marker             =&lt;br /&gt;
| Markerfarbe        = gold&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colbitzer Lindenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit rund 220 Hektar der größte geschlossene [[Linden (Gattung)|Lindenwald]] Mitteleuropas mit einem durchschnittlichen Alter von rund 200 Jahren.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 03&amp;quot;&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Infotafel_NSG_Colbitzer_Lindenwald_03.jpg Infotafel Nr. 3] am Lindenwald.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet liegt im [[Norddeutsches Tiefland|norddeutschen Tiefland]] ([[Meereshöhe|Höhen]] zwischen 80 und 120 m)&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot;&amp;gt;[https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/naturschutz-landschaftspflege-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/naturschutzgebiete-in-sachsen-anhalt/colbitzer-lindenwald/ Colbitzer Lindenwald], Information auf dem Landesportal sachsen-anhalt.de, abgerufen am 20. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Sachsen-Anhalt]] und steht unter [[Naturschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Schutzstatus ==&lt;br /&gt;
Der Wald befindet sich im Gebiet der [[Colbitz-Letzlinger Heide]] in Sachsen-Anhalt, zirka vier Kilometer nordwestlich des Ortes [[Colbitz]]. 199,3 ha des Lindenwaldes haben den Status eines [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebietes]] (Stand 2019);&amp;lt;ref Name=&amp;quot;NSG-Verzeichnis&amp;quot;&amp;gt;[https://lau.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/LAU/Naturschutz/Schutzgebiete/Verzeichnis_der_Schutzgebiete/Dateien/nsg.pdf Verzeichnis der Naturschutzgebiete in Sachsen-Anhalt], abgerufen am 20. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; davon sind 25,9 ha als [[Totalreservat]] ausgewiesen.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt; Das Naturschutzgebiet ist Teil des gleichnamigen, 527 ha großen [[FFH-Richtlinie|FFH-Schutzgebietes]] Colbitzer Lindenwald, das wiederum Teil des [[Vogelschutzgebiet]]es Colbitz-Letzlinger Heide mit einer Gesamtgröße von rund 204 km² ist.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 02&amp;quot;&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Infotafel_NSG_Colbitzer_Lindenwald_02.jpg Infotafel Nr. 2] am Lindenwald.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Im Bereich des Naturschutzgebietes besteht eine [[Sommergrüner Laubwald|Laubwaldgesellschaft]], die insbesondere von [[Winter-Linde]] und [[Hainbuche]] bestimmt wird. Die für diesen Waldtyp ([[Eichen-Hainbuchen-Wälder]]) mitbestimmenden [[Traubeneiche]]n sind durch Verschattung fast vollständig verschwunden oder wurden in der Vergangenheit entnommen.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt; Die Bäume haben zum Teil ein erhebliches Alter: Die ältesten Linden sind zwischen 180 und 200 Jahre, die ältesten Eichen zwischen 400 und 600 Jahre alt. Weitere seltener vorkommende Baumarten sind [[Stieleiche]], [[Espe]] und [[Hänge-Birke|Birke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterwuchs – der aufgrund der Verschattung nur schwach ausgeprägt ist – sind vor allem [[Glocken-Heide]], Weiße [[Schwalbenwurz]] und [[Großblütiger Fingerhut]] von naturschutzfachlicher Bedeutung.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt; Ansonsten finden sich vor allem einige Waldgräser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Fauna]] sind vor allem die Vogelarten von Bedeutung: Besonders bemerkenswert ist eine baumbrütende Population des [[Mauersegler]]s. Darüber hinaus sind [[Baumfalke]], [[Wespenbussard]], sowie [[Mittelspecht]] und [[Buntspecht]] nennenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des alten Baumbestandes ist der Wald zudem ein geeigneter Lebensraum für die Fledermausarten [[Zwergfledermaus]], [[Fransenfledermaus]], [[Braunes Langohr]], [[Rauhautfledermaus]] und [[Großer Abendsegler]].&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere interessante Tiere des Schutzgebietes sind [[Baummarder]], [[Rötelmaus]], [[Waldkauz]], [[Zauneidechse]], [[Kreuzotter]] und [[Blindschleiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alter Recke (Eiche).JPG|mini|Alte Eiche im NSG]]&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Waldes geht auf die mittlere Wärmezeit nach der letzten Eiszeit zurück&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt; ([[Atlantikum]]: zwischen ca. 8000 und 4000 v. Chr.), in der das Klima für Linden besonders günstig war. Aufgrund der günstigen tonhaltigen Bodenstruktur auf kieshaltigen Sanden konnte sich der Wald als [[Relikt (Botanik)|Reliktbiotop]] bis heute erhalten.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 03&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Dokument aus dem Jahr 1292 werden die „Lindenberge“ erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 01&amp;quot;&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Infotafel_NSG_Colbitzer_Lindenwald_01.jpg Infotafel Nr. 1] am Lindenwald.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer lokalen Überlieferung soll [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] nach der Abholzung der hier befindlichen Eichen befohlen haben, den Lindenwald anzulegen. Biologisch erscheint dies unwahrscheinlich, belegte historische Quellen gibt es für eine solche Annahme ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Publikationen wird der Wald in Zusammenhang mit einer starken kommerziellen Holznutzung erwähnt. Durch den starken [[Stockausschlag]] aus den Stümpfen der gefällten Bäume erklärt sich jedoch, weshalb der Lindenwald erhalten blieb und nicht durch die sonst übliche Anpflanzung von [[Kiefern]] oder Eichen ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr [[1907]] erfolgte eine erste Unterschutzstellung eines 13,4 ha großen Teilbereiches&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 02&amp;quot; /&amp;gt; als [[Urwald]] durch die in [[Magdeburg]] ansässige Provinzregierung. Im Jahr 1920 erfolgte eine Vergrößerung des Schutzgebietes auf 128 Hektar und 1939 auf 185 Hektar. 28 Hektar wurden hierbei totalgeschützt und für Forschungszwecke urwaldnah gehalten ([[Prozessschutz]]). Nach einer 1958 durch [[DDR]]-Behörden vorgenommenen Grenzkorrektur umfasste das geschützte Gebiet 188 Hektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1986 lag der Lindenwald innerhalb des militärischen Sperrgebietes, das heute als[[Truppenübungsplatz Altmark]] bezeichnet wird.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 03&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Fläche von 197 Hektar wurde im Juni 1992 per Verordnung des [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] einstweilig für eine mögliche spätere Naturschutzunterstellung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus, Gefährdung, Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Wald ist gut vom östlich gelegenen Ort Colbitz zu erreichen. In der näheren Umgebung befinden sich mehrere Hotels und Gasthöfe. Durch die Südostecke des Waldes verlaufen seit 1990 aufgrund einer Bürgerinitiative zwei Wanderwege. Der große Lindenwaldrundweg hat eine Länge von 4 km, der kleine Lindenwaldrundweg eine Länge von 3 km. Verschiedene Infotafeln geben Auskunft über das Gebiet.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 03&amp;quot; /&amp;gt; Beide Rundwege sind nur für Fußgänger zugelassen. Der größte Teil des Waldes ist weglos, sodass eine Ausweitung des Totalschutzgebietes im Hinblick auf den Naturschutz leicht umsetzbar wäre. Eine wichtige Maßnahme zur Sicherung des Gebietes wäre ein Lehrpfad zur Besucherlenkung. Weiterhin sollten Untersuchungen zur natürlichen Verjüngung von Traubeneiche und Winterlinde bei unterschiedlichen Bestockungs- und Bodenverhältnissen durchgeführt werden.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Landesportal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lindenwald ist ein beliebtes Ziel für Radausflüge aus der Umgebung. Als Radausflug von ca. 30 km bietet sich ein Weg vom Bahnhof [[Zielitz]] nach Colbitz und nach [[Groß Ammensleben]] an, End und Anfangspunkte sind von [[Magdeburg]] aus durch ÖPNV per S-Bahn und Regionalbahn erreichbar. In Colbitz ist der Lindenwald ausgeschildert – eine Gaststätte kurz vor dem eigentlichen Lindenwald steht zur gastronomischen Versorgung bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saisonhöhepunkt ist der Zeitraum der Lindenblüte Ende Juni, Anfang Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rande des Naturschutzgebietes befinden sich Trinkwasserförderanlagen, da das Gebiet Teil eines Trinkwassereinzugsgebietes ist, in dem aus 60 m Tiefe bis zu 150.000 m³ Grundwasser für die Versorgung von über 500.000 Menschen gefördert wird.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Infotafel 03&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trinkwasserförderung führt zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels, die Auswirkungen auf die natürlichen Lebensgemeinschaften hat. Eine Gefährdung für aktive Naturschutz- oder Tourismusmaßnahmen besteht durch die Altlasten aus der jahrzehntelangen Nutzung als Truppenübungsplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Lüderitz, H. Kunze und D. Mißbach: &amp;#039;&amp;#039;Naturparkkonzeption für den Naturpark „Colbitz-Letzlinger Heide“&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftlicher Beirat des Fördervereines &amp;#039;&amp;#039;Naturpark Colbitz-Letzlinger Heide&amp;#039;&amp;#039; e.&amp;amp;nbsp;V., ohne Datum, [http://www.offeneheide.de/konzept.htm online] auf offeneheide.de, abgerufen am 21. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmdokumentation ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im größten Lindenwald Europas&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm von Peter und Stefan Simank. Produktion: Simank-Filmproduktion, Deutschland 2005. 60 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naturschutzgebiet Colbitzer Lindenwald}}&lt;br /&gt;
* [https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/naturschutz-landschaftspflege-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/naturschutzgebiete-in-sachsen-anhalt/colbitzer-lindenwald/ Colbitzer Lindenwald], [[Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-colbitz.de/pages/freizeit/lindenwald.php Der Colbitzer Lindenwald] Webseite Gemeinde Colbitz&lt;br /&gt;
*[https://www.elbe-heide.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=203815&amp;amp;browser=1 Der Colitzer Lindenwald] Webseite Landkreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Landkreis Börde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Börde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Börde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Colbitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1939]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
	</entry>
</feed>