<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Coemeterium</id>
	<title>Coemeterium - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Coemeterium"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Coemeterium&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T01:17:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Coemeterium&amp;diff=1619495&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zacharias Shoukry am 14. Februar 2023 um 12:04 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Coemeterium&amp;diff=1619495&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-02-14T12:04:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rom, Calixtus-Katakombe, Eingangstor zum Park der Katakombe.jpg|mini|Eingang zur Calixtus-Katakombe, Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom, Calixtus-Katakomben, Krypta der Päpste.jpg|mini|Arkosolgrab und &amp;#039;&amp;#039;Loculi&amp;#039;&amp;#039; in der ‚Krypta der Päpste‘, Calixtus-Katakombe, Rom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coemeterium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lat.]] ‚Ruhestätte‘, aus {{grcS|κοιμητήριον}}, ‚Schlafraum‘, ‚Ruheort‘) war ursprünglich ein allein stehender [[Grab]]bau oder ein für mehrere Personen bestimmter Begräbnisplatz. Als &amp;#039;&amp;#039;Coemeterium&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete man von der [[Frühes Christentum|frühchristlichen Zeit]] bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch die [[Katakombe]]n im heutigen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilpert 060.jpg|mini|Wandmalerei mit Anbetung der Weisen aus dem Orient in der Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus, Rom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siracusa, neapolis, catacombe di san giovanni 04.JPG|mini|Gang im Coemeterio di Giovanni Evangelista, Syrakus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0498 - Siracusa - Catacombe di S Giovanni Evangelista - Foto Giovanni Dall&amp;#039;Orto, 21-May-2008.jpg|mini|Andachtsraum im Coemeterio di S. Giovanni Evangelista, Syrakus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:San Giovanni Catacombs - loculi.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Loculi&amp;#039;&amp;#039; im Coemeterio di Giovanni Evangelista, Syrakus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naplescatacombs.jpg|mini|Katakombe in Neapel, Historische Darstellung von J. Coote (1760)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im frühen Christentum verstand man unter &amp;#039;&amp;#039;Coemeterium&amp;#039;&amp;#039; einen Begräbnisplatz oder [[Friedhof]] für Angehörige der christlichen Gemeinde, der zunächst über der Erde lag. Im 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beerdigten die christlichen Gemeindemitglieder ihre Toten noch in den allgemeinen heidnischen Grabarealen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vincenzo Fiocchi Nicolai/Fabrizio Bisconti/Danilo Mazzoleni: &amp;#039;&amp;#039;Roms christliche Katakomben. Geschichte – Bilderwelt – Inschriften&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg  2000, S. 13ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert übernahmen die Christen den jüdischen Brauch, ihre Toten in [[Katakomben in Rom]] außerhalb der Stadtmauern zu bestatten. Auf dem Gelände eines heidnischen Gräberfelds an der [[Via Appia]] entstand das erste unterirdische Gräbersystem der christlichen Gemeinden, die [[Calixtus-Katakombe]]; es folgten allein in Rom mehr als 60 Katakomben. Durch [[Edikt]] von 257 ließ Kaiser [[Valerian]] den Christen verbieten, ihren Kult in der Öffentlichkeit auszuüben und  ihre oberirdischen Friedhöfe zu betreten, wodurch sich die Bestattungen auf Grabanlagen unter der Erde konzentrieren mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche&amp;#039;&amp;#039; (LThK), Freiburg 2006, Band 2, Sp. 1249ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Katakomben wurden auch christliche [[Märtyrer]], [[Bischöfe]] und [[Päpste]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Religionsfrieden von 313 nahmen die Bestattungen über der Erde und in den neu entstandenen [[Umgangsbasilika|Umgangsbasiliken]] ([[Coemeterialbasilika]]) wieder zu. Im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert setzte ein Verfall der Grabanlagen in den Katakomben und Umgangsbasiliken ein, weil diese Anlagen außerhalb der Stadtmauern nicht mehr gesichert werden konnten und weil durch neue Gesetze die Bestattungen innerhalb des Stadtgebietes erlaubt worden waren. So entstanden aus den als &amp;#039;&amp;#039;Coemeteria&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten „Friedhöfen“ vor den Mauern jetzt ‚Kirchhöfe‘ im Umkreis um eine städtische Gemeindekirche. &amp;#039;&amp;#039;Coemeterium&amp;#039;&amp;#039; wurde zum [[Synonym]] für ‚Friedhof‘, woraus sich das englische ‚cemetery‘ und das französische ‚cimetière‘ ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wortsinn der ‚Ruhestätte‘ sollten die Gräber für die Christen Orte der vorläufigen Ruhe in Erwartung der Auferstehung sein. Die [[Bestattung]] in oberirdischen Friedhöfen erfolgte in einfachen Schachtgräbern. In den Katakomben waren die Wandgräber in Form von [[Loculusgrab|Lokulusgräbern]] die Regel, bei denen zahlreiche Körpergräber in Nischen übereinander in das weiche Gestein gehauen wurden. Aufwändiger war das [[Arkosolium|Arkosolgrab]], bei dem der Leichnam in einer Nische liegt, die von einem Bogen überspannt ist. Für Familien gab es auch exklusivere Grabkammern (&amp;#039;&amp;#039;cubiculi&amp;#039;&amp;#039;) und für Päpste die ‚Krypta der Päpste‘ mit genügend Raum für [[Sarkophag]]e und &amp;#039;&amp;#039;loculi&amp;#039;&amp;#039;. Bei dem Wort [[Krypta]] (griech. κρυπτός ‚verborgen‘, ‚geheim‘, lat. &amp;#039;&amp;#039;crypta&amp;#039;&amp;#039; = Höhle, unterirdisches Gewölbe) ist zu beachten, dass die frühchristlichen unterirdischen Friedhöfe und Grabräume im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch allgemein als &amp;#039;&amp;#039;cryptae&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;coemeterii&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurden und dass die Bezeichnung ‚Katakombe‘ erst seit dem 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert allgemein benutzt wird. Dabei handelte es sich ursprünglich um den Flurnamen &amp;#039;&amp;#039;ad catacumbas&amp;#039;&amp;#039; (griech. κατά κύμβας = „bei den Höhlungen“) für die Sebastians-Katakombe; erst im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde in den Namen der [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] ‚San Sebastiano‘  an der [[Via Appia]] der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;ad Catacumbas&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen und erst seit dem 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dient ‚Katakombe‘ als Fachausdruck für unterirdische Begräbnisstätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vincenzo Fiocchi Nicolai/Fabrizio Bisconti/Danilo Mazzoleni: &amp;#039;&amp;#039;Roms christliche Katakomben. Geschichte – Bilderwelt – Inschriften&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg  2000, S. 13ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche&amp;#039;&amp;#039; (LThK), Freiburg 2006, Band 5, Sp. 1293&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den sechs römischen [[Umgangsbasilika|Umgangsbasiliken]] wurden alle drei Kirchenschiffe mit Gräbern belegt und darüber mit einem Plattenboden abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9. Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg, 2. Auflage 2017, S. 67ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühchristliche Coemeterien in Rom ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Katakoben in Rom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendsten Beispiele für Coemeterien in Rom sind die allgemein zugänglichen christlichen Katakomben, insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Calixtus-Katakombe]], auch &amp;#039;&amp;#039;coemeterium Callisti&amp;#039;&amp;#039; genannt, an der Via Appia Antica mit einer Fläche von ca. 15 ha und etwa 370.000 Gräbern auf fünf Ebenen, außerdem mehr als 60 Familiengräbern und Gruften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Katakomben in Rom|Sebastians-Katakombe]] an der Via Appia Antica unter der Basilika [[San Sebastiano fuori le mura]], in der sich auch heidnische Gräber befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Domitilla-Katakomben]], auch &amp;#039;&amp;#039;coemeterium Domitillae&amp;#039;&amp;#039; genannt, an der Via Ardeatina als der umfangreichste unterirdische Friedhof Roms mit bedeutenden frühchristlichen Wandmalereien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Katakomben in Rom|Priscilla-Katakomben]] an der [[Via Salaria]] mit schätzungsweise 40.000 Gräbern und frühchristlichen Wandmalereien, darunter die wahrscheinlich älteste Darstellung einer [[Maria mit Kind]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus|&amp;#039;&amp;#039;Coemterium Petri et Marcellini&amp;#039;&amp;#039;]], auch &amp;#039;&amp;#039;coemeterium ad duas lauros&amp;#039;&amp;#039; genannt, an der antiken [[Via Labicana]] mit zahlreichen frühchristlichen Wandbildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sant’Agnese fuori le mura|&amp;#039;&amp;#039;Coemeterium Agnetis&amp;#039;&amp;#039;]] an der [[Via Nomentana]], das seit Ende des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts um das Grab der hl. [[Agnes von Rom]] errichtet und in den folgenden Jahrhunderten mit unterirdischen Gängen von ca. 10 km ausgebaut wurde. An Stelle von Wandbildern haben sich darin zahlreiche Inschriften und [[Graffiti]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrizio Mancinelli: &amp;#039;&amp;#039;Römische Katakomben und Urchristentum&amp;#039;&amp;#039;, Florenz 2004, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Coemeterien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Katakomben auf Malta]]: St. Agatha’s Catacombs (um 200); St. Paul’s Catacombs (um 350); Salina Bay’s Catacombs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Katakomben von Syrakus]]: Santa Lucia (um 220); San Giovanni Evangelista (um 315); Vigna Cassia (3. und 4. Jh.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Frühchristlicher Friedhof von Tarragona]] (4.–7. Jh.), Kultort von [[Fructuosus]] und seinen Diakonen Augurius und Eulogius&amp;lt;ref&amp;gt;Alfons Maria Schneider, Das neuentdeckte Coemeterium zu Tarragona, &amp;quot;Spanischen Forschungen der Görresgesellschaft, Gesammelte Aufsätze&amp;quot; 5, Münster 1935, 74–88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in [[Neapel]], auf der Insel [[Milos]] und unter dem Wiener [[Stephansdom]] befinden sich Coemeterien. Im niederländischen Valkenburg wurden Katakomben nachgebaut ([[Römische Katakombe Valkenburg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Brandenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Coemeterium. Der Wandel des Bestattungswesens als Zeichen des Kulturumbruchs der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Laverna&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 5, Scripta Mercaturae, St. Katharinen 1994, S. 206–233, {{ISSN|0938-5835}}.&lt;br /&gt;
* Steffen Diefenbach: &amp;#039;&amp;#039;Römische Erinnerungsräume: Heiligenmemoria und kollektive Identitäten im Rom des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter 2007, ISBN 978-3-110-19129-5 (= &amp;#039;&amp;#039;Millennium Studien&amp;#039;&amp;#039;. Band 11. &amp;#039;&amp;#039;Zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausend&amp;#039;&amp;#039;. zugleich [[Dissertation]] an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]] 2004).&lt;br /&gt;
* Vincenzo Fiocchi Nicolai/Fabrizio Bisconti/Danilo Mazzoleni: &amp;#039;&amp;#039;Roms christliche Katakomben. Geschichte – Bilderwelt – Inschriften&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg  2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau (Christentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zacharias Shoukry</name></author>
	</entry>
</feed>