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	<title>Codex Theodosianus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Entstehung, Aufbau und Gestalt */ Zu den antisemitischen Zügen nun über CTH / Detlef Liebs noch etwas erweitert</title>
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		<updated>2026-04-11T14:40:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung, Aufbau und Gestalt: &lt;/span&gt; Zu den antisemitischen Zügen nun über CTH / Detlef Liebs noch etwas erweitert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[spätantike]]s Gesetzbuch mit Geltung für das [[Römisches Reich|römische Reich]]. Die autorisierte Sammlung geht auf die Initiative des [[Byzantinisches Reich|oströmischen]] Kaisers [[Theodosius II.]] (408–450) zurück, der gemeinsam mit seinem jungen Cousin, dem [[Weströmisches Reich|weströmischen]] Kaiser [[Valentinian III.]] (425–455), eine in allen Einzelheiten angewiesene Kommission mit der Ausarbeitung betraute.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph F. Wetzler: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaat und Absolutismus. Überlegungen zur Verfassung des spätantiken Kaiserreichs anhand &amp;#039;&amp;#039;CJ&amp;#039;&amp;#039; 1.14.8.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1997, S.&amp;amp;nbsp;109–119.&amp;lt;/ref&amp;gt; Formaler Auftragnehmer war am 26. März 429 der [[Römischer Senat|Senat]] von [[Konstantinopel]]. Kernintention des Gesetzeserlasses war die Festigung der Autorität der Gerichte, die davon befreit werden sollten, widerspruchsbehaftetes Recht anzutreffen. Aufgrund schwieriger Umstände bei der Materialbeschaffung war das Werk nach achtjährigem Entstehungsprozess 438 vollendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material, Intention ==&lt;br /&gt;
Noch gültiges [[Römisches Recht|materielles Recht]] und das seit 312 promulgierte [[Konstantin der Große|konstantinische]] [[Kaiserrecht]] wurden für die &amp;#039;&amp;#039;leges generales&amp;#039;&amp;#039; Gegenstand einer gründlichen Relevanzprüfung und anschließenden Sortierung nach Sachgebieten. Ihren Niederschlag fanden auch die unmittelbar vor dem Aufzeichnungszeitraum endenden [[diokletian]]ischen Codices &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Gregorianus|Gregorianus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Hermogenianus|Hermogenianus]]&amp;#039;&amp;#039;, insbesondere darin enthaltene [[Reskript]]e. Die große Masse aber machten Briefe &amp;#039;&amp;#039;([[Epistulae (römische Jurisprudenz)|epistulae]])&amp;#039;&amp;#039; und Verkündungen &amp;#039;&amp;#039;(orationes)&amp;#039;&amp;#039; gegenüber Amtsträgern und Senat aus, nicht hingegen Privatbescheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der eingesetzten Gesetzeskommission aus Beamten und Rechtsgelehrten soll [[Antiochos (Konsul 431)|Antiochus der Jüngere (Chuzon)]] gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tony Honoré]]: &amp;#039;&amp;#039;The making of the Theodosian Code.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; (Romanistische Abteilung) Band 103, Heft 1. S.&amp;amp;nbsp;119–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt war, dass zahlreiche seit dem 3. Jahrhundert erlassene Kaisergesetze sich häufig widersprachen. Eine Erklärung für die zunehmende Rechtsunsicherheit lag damit auf der Hand. Diese belastete die Arbeit der Gerichte erheblich und gefährdete zudem deren Reputation. Auch die Prozessparteien waren nachhaltig verunsichert. Es war damit klar, dass Gerichtsprozesse wieder auf gesicherte Rechtsgrundlagen zu stellen waren. Die Gesetzesberatungen standen damit unter der Maxime, den „Ausschluss jeder Widersprüchlichkeit im Recht“ zu gewährleisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SSH&amp;quot;&amp;gt;[[Sebastian Schmidt-Hofner]]: &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Altertumskunde Online&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Sebastian Brather]], [[Wilhelm Heizmann]] und [[Steffen Patzold]]. Berlin, New York: De Gruyter, 2018. §&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Motor der Bewusstwerdung war die Rechtspraxis; angetrieben war er von der Beamtenschaft der kaiserlichen Zentralbürokratie und von der städtischen Oberschicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Siems]]: &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Altertumskunde Online&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Sebastian Brather, Wilhelm Heizmann und Steffen Patzold. Berlin, New York: De Gruyter, 2010. §&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung, Aufbau und Gestalt ==&lt;br /&gt;
Nach insgesamt achtjähriger Arbeit enthielt der Codex sechzehn Teile, unterteilt in Titel &amp;#039;&amp;#039;(tituli)&amp;#039;&amp;#039;. Die Zusammenstellung des Materials erwies sich als äußerst anspruchsvoll, da die Kompilatoren schwerwiegende Versäumnisse und Mängel bei der Archivierung von Gesetzen aus der Vorzeit antrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Detlef Liebs]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Ein Studienbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Uni-Taschenbücher|UTB]].&amp;#039;&amp;#039; 465). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1975; 2. Auflage ebenda 1982; 6., vollständig überarbeitete Auflage 2004, ISBN 3-8252-0465-0. S.&amp;amp;nbsp;86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Gesetze aus allen Reichsteilen zusammengetragen werden mussten, stand auch die diffizile Frage der Authentizität eines Gesetzes im Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph F. Wetzler: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaat und Absolutismus. Überlegungen zur Verfassung des spätantiken Kaiserreichs anhand &amp;#039;&amp;#039;CJ&amp;#039;&amp;#039; 1.14.8.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1997, S.&amp;amp;nbsp;109–119, hier S.&amp;amp;nbsp;112.&amp;lt;/ref&amp;gt; 435 konnte erst mit der inhaltlichen Arbeit begonnen werden, dabei dann aber mit nochmals umfangreich präzisierter Herangehensweise.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Diskussion bei [[Boudewijn Sirks|Adriaan J. B. Sirks]]: &amp;#039;&amp;#039;The Theodosian Code: a study&amp;#039;&amp;#039;. Editions du Quatorze, 2007, ISBN 978-3-00-022777-6. S.&amp;amp;nbsp;178–184.&amp;lt;/ref&amp;gt; 438 war das Werk dann vollendet und wurde veröffentlicht. Mit Jahresbeginn 439 trat das teils kompilierte und teils kodifizierte Werk mit Geltung für das gesamte Reich in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Siems: &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Altertumskunde Online.&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Sebastian Brather, Wilhelm Heizmann und Steffen Patzold. Berlin, New York: De Gruyter, 2010. §&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bis ins 6. Jahrhundert auch in Ostrom noch Sprache des Rechts, war er in [[Latein]] gehalten. Dabei wird deutlich, dass das &amp;#039;&amp;#039;Imperium Romanum&amp;#039;&amp;#039; trotz der sogenannten [[Reichsteilung von 395]] nicht etwa in zwei unabhängige Staaten zerfallen war, sondern im Verständnis der Zeitgenossen (wie bereits in den Jahrzehnten vor 395) lediglich aus Gründen der Arbeitsteilung von zwei Kaisern regiert wurde. Auch nach 438 erließen Ost- und Westkaiser gemeinsame Gesetze, das letzte stammt aus dem Jahr 472.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung ist eine überaus wichtige historische Quelle, die Einblicke in die [[Institutiones Gai|gaianischen Institutionen]], Bestandteil der florierenden [[Rechtswissenschaft]] der [[Klassik (Jurisprudenz)|klassischen Zeit]], verschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Georg Bruns]], [[Otto Lenel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte u. Quellen des römischen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; In: Holtzendorf/Kohlers, §&amp;amp;nbsp;4; Goten 19 Enzyklopädie I (1915) S.&amp;amp;nbsp;389 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das [[Gewohnheitsrecht]] &amp;#039;&amp;#039;([[consuetudo]], [[mos maiorum|mos]])&amp;#039;&amp;#039; behielt erkennbar Bedeutung, eher untergeordnet und ergänzend, modifiziert aber gegenüber den [[Altrömisches Recht|altzivilen]] Vorstellungen. Gewohnheiten der Provinzialrechte und lokale Sitten durften nicht in Widerspruch zum Reichsrecht geraten, waren ansonsten aber anerkannt. Gewohnheitsrecht betraf Rechtsebenen, die – nach heutigem Verständnis – dem [[Öffentliches Recht|öffentlichen Recht]] zugeschlagen würden (allgemeine Verwaltung, Fiskalverwaltung, Reichsorganisation).&amp;lt;ref&amp;gt;Lorena Atzeri: &amp;#039;&amp;#039;Vom Prinzipat zur Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrike Babusiaux]], [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]].&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S. 75–101, hier S.&amp;amp;nbsp;91–93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb sind sie auch eine wichtige Quelle für die politische und Verwaltungsgeschichte des spätantiken Römischen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner heutigen Gestalt gibt der Codex kein vollständiges Bild ab, denn etliche Querverweise, beispielsweise auf die &amp;#039;&amp;#039;[[Collectio Avellana]]&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;[[Constitutiones Sirmondianae]]&amp;#039;&amp;#039;, finden keine Entsprechung und gehen ins Leere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SSH&amp;quot; /&amp;gt; Erhalten geblieben sind die Bücher 6–16 durch zwei Handschriften (Frankreich und Italien) aus dem 5. und 6. Jahrhundert. Einen nahezu vollständigen Überblick verschaffen sie aber nur in der Zusammenschau. Die Bücher 1–5 müssen aus verschiedenen Textzeugen, wie dem &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Iustinianus]]&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Romana Visigothorum]]&amp;#039;&amp;#039;, rekonstruiert werden und vermitteln dabei (bei bekannter [[Digestensystem|Grundordnung]]) ein lediglich sehr lückenhaftes Bild, sei es, weil Textteile abhandengekommen sind, sei es, weil später in die Texte eingegriffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher 1–15 behandeln traditionelle Themen, so die kaiserliche Verwaltung, allgemeines Prozessrecht und eine Vielzahl von Materien des Privat-, Straf-, Strafprozess- und Steuerrechts sowie hoheitliche Aufgabenverteilungen. Eine Besonderheit stellt Buch 16 des Werkes dar, das [[Kirchenrecht]] behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; 16,11,3, a. 410.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit Erlassen über [[Klerus|Kleriker]], [[Häresie|Häretiker]] und [[Dogmatik|dogmatische Grundsätze]], setzt es sich mit Nicht-Christen, respektive [[Juden]], auseinander. Einerseits wird ihnen grundsätzlicher Schutz geboten,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; 16.8.9.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits werden [[Antisemitismus|antisemitische]] Züge laut, wenn ihnen verboten wird, [[Christentum|christliche]] Sklaven zu erwerben oder zu veräußern, zu versuchen, sie zu bekehren oder beschneiden zu lassen. Rechtsgeschäfte dieser Art waren nichtig, Todesstrafe und vollständiger Vermögensentzug konnten auf dem Fuß folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Liebs: &amp;#039;&amp;#039;Die sogenannte Epitome Guelferbitana der Lex Romana Visigothorum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Altertumskunde Online&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Sebastian Brather]], [[Wilhelm Heizmann]] und [[Steffen Patzold]]. Berlin, New York, De Gruyter, 2025. Kapitel III: &amp;#039;&amp;#039;Rechtlicher Gehalt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin werden Juden sehr in ihrer Glaubensfreiheit eingeschränkt und marginalisiert. Sie dürfen keine Synagogen bauen und der Zugang zu angesehenen Berufen, etwa des Soldaten, Beamten oder Vertreters des Rechts- und Gerichtswesens, war ihnen verwehrt. Hervorgehoben wurde, was vormals undenkbar war, dass das Christentum Sinnbild kaiserlichen Selbstverständnisses geworden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Boudewijn Sirks|Adriaan J. B. Sirks]]: &amp;#039;&amp;#039;The Theodosian Code: a study&amp;#039;&amp;#039;. Editions du Quatorze, 2007, ISBN 978-3-00-022777-6. S.&amp;amp;nbsp;186 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Nachleben ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; wurde in Westeuropa auch nach dem [[Untergang des Römischen Reiches|Untergang des weströmischen Kaisertums]] im Jahr 476 weiterhin benutzt; vor allem unter den [[Westgotenreich|Westgoten]], aber auch in anderen germanischen Nachfolgereichen Roms bildete die Sammlung eine Grundlage für die eigenen Gesetzbücher. Die [[Goten#Visigothen|wisigotische]] Interpretation des &amp;#039;&amp;#039;Codex&amp;#039;&amp;#039; soll vornehmlich auf den [[spätantike]]n Quellen des oströmischen Kaisers [[Justinian I.|Justinian]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Corpus iuris civilis|Corpus iuris]]&amp;#039;&amp;#039;) beruht haben und nicht auf den Redaktionen des gotischen [[Warlord]]s [[Alarich I.|Alarich]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Wieacker]], in: &amp;#039;&amp;#039;Latein. Kommentare zum Codex Theodosianus, Symbolae Friburgenses in honorem Ottonis Lenel&amp;#039;&amp;#039; (1935) S.&amp;amp;nbsp;259—356, insbesondere S.&amp;amp;nbsp;269 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; war der wichtigste aller Vorläufer für den &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Iustinianus]]&amp;#039;&amp;#039;, den Justinian seinen Beamten im Jahr 528 in Auftrag gegeben hatte und der alle damals noch gültigen Gesetze seit [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] umfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem [[Urbs (Hauptort)|Hauptort]] Siziliens soll um 450 ein [[Scholion|Scholienapparat]] zur zweiten Hälfte des &amp;#039;&amp;#039;Codex&amp;#039;&amp;#039; entstanden sein, der sich durch eine einzige [[Manuskript|Handschrift]], den &amp;#039;&amp;#039;Codex Vaticanus reginae 886&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leges.uni-koeln.de/mss/handschrift/vatikan-bav-reg-lat-886/ Vatikan, Bibliotheca Apostolica Vaticana, Reg. Lat. 886]&amp;lt;/ref&amp;gt; repräsentiert. Bedeutung für die Nachwelt erlangten die vatikanischen [[Summa]]rien, weil so die Bücher 9 bis 16 wieder vollständig wurden, mehrfach gewürdigt und ediert von [[Gustav Friedrich Hänel]], Carlo Manenti und letztlich [[Theodor Mommsen]] und Paul M. Mayer, dort im Band 1.1. &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena&amp;#039;&amp;#039; derer Ausgabe.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Liebs: &amp;#039;&amp;#039;Die Jurisprudenz im spätantiken Italien (260–640 n. Chr.)&amp;#039;&amp;#039; (= Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen, Neue Folge, Band 8). Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-06157-8. S.&amp;amp;nbsp;177–188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Zusammenstellung hinaus summierte der Scholiast verschiedene Passagen der Bücher mit Eigenbeiträgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* [[Iacobus Gothofredus]]: &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus cum perpetuis commentariis Jacobi Gothofredi&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1736–1743 (Nachdruck 1975), [http://polib.univ-lille3.fr/?q=fr/B590092101_0000000000011 online].&lt;br /&gt;
* Theodor Mommsen, Paulus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Theodosiani libri XVI cum constitutionibus Sirmondianis et leges novellae ad Theodosianum pertinentes&amp;#039;&amp;#039;. Vier Teilbände. Berlin 1905 (Nachdruck 1954, 1970):&lt;br /&gt;
** Band 1.1: &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena&amp;#039;&amp;#039; von Mommsen, [https://archive.org/details/theodosianilibri00codeuoft online], [https://archive.org/details/theodosianilibri02code online], [https://archive.org/details/theodosianilibr03sirmgoog online], [https://archive.org/details/theodosianilibr00sirmgoog online]&lt;br /&gt;
** Band 1.2: Text des &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;constitutiones Sirmondianae&amp;#039;&amp;#039;, [https://archive.org/details/theodosianilibr01sirmgoog online]&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Leges novellae ad Theodosianvm pertinentes&amp;#039;&amp;#039;, [https://archive.org/details/theodosianilibr02sirmgoog online]&lt;br /&gt;
** Band [3]: &amp;#039;&amp;#039;Tabulae sex&amp;#039;&amp;#039; (4 Seiten Text und 6 Fototafeln in Großformat), kein Digitalisat&lt;br /&gt;
* Iacobus Gothofredus: &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus 16,8,1-29&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt und bearbeitet von Renate Frohne (= Europäische Hochschulschriften, Reihe III, Band 453). Bern – Frankfurt/Main – New York – Paris 1991, ISBN 3-261-04287-7.&lt;br /&gt;
* Clyde Pharr: &amp;#039;&amp;#039;The Theodosian Code. And Novels. And the Sirmondian Constitutions&amp;#039;&amp;#039;. A Translation with Commentary, Glossary, and Bibliography, Princeton 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jill Harries, [[Ian N. Wood|Ian Wood]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Theodosian Code. Studies in the Imperial Law of Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039;. Duckworth, London 1993, ISBN 0-7156-2428-8.&lt;br /&gt;
* {{RE|IV,1|170|173|Codex Theodosianus|[[Paul Jörs]]|RE:Codex Theodosianus}}&lt;br /&gt;
* [[Inge Hanewinkel|Inge Kroppenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der gescheiterte Codex: Überlegungen zur Kodifikationsgeschichte des Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 2007, S. 112–126.&lt;br /&gt;
* [[John F. Matthews]]: &amp;#039;&amp;#039;Laying down the law. A study of the Theodosian code.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven 2000, ISBN 0-300-07900-1.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Nörr]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu den geistigen und sozialen Grundlagen der spätantiken Kodifikationsbewegung (Anon. de rebus bellicis XXI)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]. Romanistische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Band 80, Heft 1, 1963, S.&amp;amp;nbsp;109–140.&lt;br /&gt;
* Clyde Pharr: &amp;#039;&amp;#039;The Text and Interpretation of the Theodosian Code, 6,4,21&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Philology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 46, 1945, S.&amp;amp;nbsp;50–58.&lt;br /&gt;
* [[Otto Seeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Kaiser und Päpste für die Jahre 311 bis 476 n. Chr.: Vorarbeit zu einer Prosopographie der christlichen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1919, S.&amp;amp;nbsp;1–121.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Codex Theodosianus|lang=la}}&lt;br /&gt;
* [http://ancientrome.ru/ius/library/codex/theod/tituli.htm Lateinischer Text]&lt;br /&gt;
* [http://droitromain.upmf-grenoble.fr/Codex_Theod.htm Theodosiani libri XVI cum constitutionibus Sirmondianis], Edition von Theodor Mommsen und Paulus Meyer, eingestellt in &amp;#039;&amp;#039;The Roman Law Library&amp;#039;&amp;#039;; davon Bücher 1 bis 9 online verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.leges.uni-koeln.de/lex/codex-theodosianus/ Der &amp;#039;&amp;#039;Codex Theodosianus&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Bibliotheca legum regni Francorum manuscripta}}&amp;#039;&amp;#039;], Handschriftendatenbank zum weltlichen Recht im Frankenreich ([[Karl Ubl]], [[Universität zu Köln]]).&lt;br /&gt;
* [https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/handschrift-aus-rom/ Jüdische Allgemeine (2021): Das Kölner Kunstmuseum zeigt den Codex Theodosianus in einer frühen Abschrift. Es ist der erste schriftliche Beleg für jüdische Ansiedlung nördlich der Alpen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4148198-7|LCCN=n50039501|VIAF=174176271}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Rechtsquelle]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Rechtsquelle (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (5. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:430er]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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