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	<title>Codex Rohonczi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T00:55:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Codex_Rohonczi&amp;diff=1309241&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-08-20T08:17:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Codex-Rohonci-Copy.jpg|mini|rechts|Aufgeschlagener Kodex (Nachbildung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Rohonczi 51.jpg|mini|Die Seiten 51v und 51r des Codex Rohonczi]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rohonczi Codex 7.JPG|mini|Die Seite 15r: Die Hauptfigur reitet auf einem Esel zu einem Sonnentempel, der auch mit [[Kreuz (Christentum)|christlichem Kreuz]] und mit [[Mondsichel|Halbmond]] geschmückt ist, sowie einem unbekannten vierten Symbol. Der Weg ist mit Kreuzen bedeckt sowie mit zwei gewellten Fäden. Vor ihm steht ein sich bewegender Baum, eventuell eine Tanne. Im Inneren des Tempels findet ein Ritual statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bildbeschreibung: [https://www.dacia.org/codex/study/7/7.html Codex Rohonczi, pag. 15a.] In: &amp;#039;&amp;#039;dacia.org,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 15. Februar 2017 (rumänisch). – Näherhin wird die Szene gedeutet auf den [[Jesus von Nazaret#Einzug in Jerusalem|Einzug in Jerusalem]] des auf einem Esel reitenden, mit dem [[Kreuznimbus]] versehenen Jesus, vor dem gerade abgehauene [[Palmarum|Palmenzweige]] hingestreut werden. Klaus Schmeh: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu knacken.&amp;#039;&amp;#039; München 2012 ({{Google Buch | BuchID=1KZPAgAAQBAJ | SeitenID=PT80 | Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Rohonczi 41.jpg|mini|Die Seite 41r: Die Hauptfigur spricht mit einem König irgendwo in einem mehrdeutigen Tempel. Der Tempel ist mit zwei [[Lotosblumen]] gekrönt, die sich voneinander abwenden. Die linke weist 8 Stacheln auf, die rechte 9. Der König hält in seiner Hand ebenfalls eine Lotosblume, während ihn die Hauptfigur etwas fragt, oder segnet. Die Architektur ähnelt den [[Moldauklöster]]n aus der Zeit von 1500 bis 1550&amp;lt;ref&amp;gt;Bildbeschreibung: [https://www.dacia.org/codex/study/9/9.html Codex Rohonczi, pag. 41a.] In: &amp;#039;&amp;#039;dacia.org,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 15. Februar 2017 (rumänisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Codex Rohonczi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach der ehemals [[Königreich Ungarn|westungarischen]] Stadt Rohonc (heute: [[Rechnitz]], [[Österreich]]), ist ein aus 448 Seiten bestehendes [[Manuskript]], das 87 [[Illustration]]en enthält. Es wurde von Graf [[Gusztáv Batthyány]] im Rahmen der Schenkung seiner Privatbibliothek 1838 an die [[Ungarische Akademie der Wissenschaften]] vermacht. Die weitere Herkunft der Handschrift ist unbekannt, ebenso wie die [[Schrift]] und die Sprache, in der sie verfasst ist. Die Anzahl der darin verwendeten [[Schriftzeichen]] ist mit mindestens 150 etwa sechs- bis achtmal so groß wie das [[Deutsches Alphabet|deutsche]] (bzw. [[Lateinisches Alphabet|lateinische]]) [[Alphabet]] mit seinen 26 Grundbuchstaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schmeh: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu knacken.&amp;#039;&amp;#039; München 2012 ({{Google Buch | BuchID=1KZPAgAAQBAJ | SeitenID=PT86 | Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden verschiedene [[Entzifferung]]sversuche unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Codex Rohonczi ist ein Buch bestehend aus 224 Blättern mit 448 Seiten ([[Verso]], [[Recto]]) im Format 12 × 10&amp;amp;nbsp;cm. Jede Seite ist mit neun bis vierzehn Zeilen beschrieben. Das Material der Blätter ist eine Papiersorte, die im frühen 16. Jahrhundert in Norditalien üblich war. Einige Seiten weisen ein [[Wasserzeichen]] in Form eines eingekreisten Ankers unter einem sechsstrahligen Stern auf. Jüngere Erkenntnisse deuten auf einen Herstellungsort in der [[Republik Venedig]] hin&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Katalog des Wasserzeichenforschers [[Charles-Moïse Briquet]] datiert ein in Venedig verwendetes Wasserzeichen in den Zeitraum von 1529 bis 1540. Klaus Schmeh: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu knacken.&amp;#039;&amp;#039; München 2012 ({{Google Buch | BuchID=1KZPAgAAQBAJ | SeitenID=PT78 | Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;, was frühere Vermutungen über eine Entstehung vor dem Mittelalter entkräftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreibrichtung ist Objekt von Diskussionen. Die erkennbare [[Druckersprache#rechtsbündig|Rechtsbündigkeit]] der Zeilen könnte darauf hindeuten, dass der Text von rechts nach links zu lesen ist. Ebenso könnte jede zweite Seite „über Kopf“ eingebunden worden sein (dies wird jedoch durch die Ausrichtung einiger Zeichnungen angezweifelt). Auf insgesamt 87 Seiten finden sich neben dem Text auch [[Buchmalerei|Miniaturzeichnungen]] in schwarz-weiß. Im Gegensatz zum [[Voynich-Manuskript]] sind nach Klaus Schmeh „die Motive in den meisten Fällen identifizierbar“: [[Bibel|biblische]] Szenen und Figuren, v.&amp;amp;nbsp;a. des [[Neues Testament|Neuen Testaments]], wie die Weisen aus dem Morgenland ([[Heilige Drei Könige]]) im Stall zu Bethlehem, [[Jesus von Nazaret#Einzug in Jerusalem|Jesu Einzug in Jerusalem]] (vgl. das nebenstehende Bild), seine Verurteilung durch [[Pontius Pilatus]] und die [[Kreuzigung Jesu]]. Schwieriger zu deuten sind dagegen die Miniaturen im hinteren Teil des Kodex.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schmeh: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu knacken.&amp;#039;&amp;#039; München 2012 ({{Google Buch | BuchID=1KZPAgAAQBAJ | SeitenID=PT80 | Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben wiederkehrenden Figuren, die eventuell die Hauptpersonen der Handlung darstellen, sieht man Landschaften, [[Engel]], gekrönte Könige, Priesterfiguren, und häufig Kirchen oder religiöse Tempel. Diese sind mit verschiedenen religiösen Symbolen versehen, darunter [[Kreuz (Symbol)|Kreuze]], [[Mondsichel|Halbmonde]] und [[Sonnensymbol]]e. Es scheint, dass die Miniaturen entweder eine Beschreibung einer [[Synkretismus|synkretistischen]] Religion oder Sekte darstellen, oder die Erlebnisse der Hauptfiguren in einem multikonfessionellen Umfeld, in dem Christen, Muslime und Heiden vorkommen. Da der Text bis dato nicht entschlüsselt werden konnte, konzentrieren sich alle Deutungsversuche auf die Zeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text des Codex ist in einer unbekannten Schrift verfasst, die aus 150 bis 200 Zeichen besteht. Ob es sich dabei um eine unbekannte antike Schrift, oder eine vom Schreiber bzw. den Schreibern bewusst gewählte [[Geheimschrift]] handelt, konnte bis jetzt nicht geklärt werden. Forscher verfolgen unter anderem Ähnlichkeiten mit [[Altungarische Schrift|ungarischen Runen]], [[Dakorumänen|dakorumänischer]] oder anderen (evtl. [[Apriorische Sprache|apriorischen]]) Sprachen. Die Anzahl der verwendeten Zeichen lässt unter anderem die Vermutung zu, es könne sich um eine [[Silbenschrift]] handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Entzifferungsversuch von L. Z. Kiraly und G. Tokai (veröffentlicht 2018 in &amp;#039;&amp;#039;[[Cryptologia]],&amp;#039;&amp;#039; aber noch nicht abgeschlossen) handelt es sich um Verschlüsselung mit einem [[Codebuch]], nicht um eine [[Transposition (Kryptographie)|Transposition]]. Der Inhalt ist christlicher religiöser Natur ([[Liturgie|liturgische]] Texte, auch Bibelstellen). Bei ihrer Entzifferung spielte die Identifikation der Zahlwörter eine Schlüsselrolle, weniger die Abbildungen. Die Schreibrichtung ist den Autoren zufolge rechts nach links. Nach den Autoren stammten wichtige Vorarbeiten von Otto Gyürk 1970 (Identifikation Zahlwörter), Miklos Locsmandi (2006, mehrstellige Zahlen, Sprache nicht [[Ungarische Sprache|Ungarisch]] aufgrund eines von ihm entdeckten Trennzeichens) und Benedek Lang (ab 2010). Nach Lang gab es weder für den Codex noch die Geheimschrift Vergleichbares im 16. und 17. Jahrhundert. Er hielt ihn nicht für einen [[Hoax]] und schlug drei Optionen für das Geheimschriftsystem vor: [[monoalphabetische Substitution]] mit [[Homophon]]en, [[Blender (Kryptographie)|Blendern]] und [[Nomenklator (Kryptologie)|Nomenklatoren]], künstliche Sprache oder [[Stenografie]]. Kiraly digitalisierte den Text und untersuchte seine Struktur am Computer, bestätigte die Trennzeichen von Locsmandi und eine Kapitelstruktur, ein Zeichen für Bibelstellen (schon von Lang vorgeschlagen), die ebenso wie Bilder Kapitel einleiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Schmeh]]: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu knacken. Von ungelösten Enigma-Codes zu den Briefen des Zodiac-Killers.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, München 2012, ISBN 978-3-446-43106-5, Kap. 2: &amp;#039;&amp;#039;Der Codex Rohonci&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; – Ein weiteres rätselhaftes Buch&amp;#039;&amp;#039; ({{Google Buch | BuchID=1KZPAgAAQBAJ | SeitenID=PT73 | Linktext=eingeschränkte Vorschau}}).&lt;br /&gt;
* Benedek Lang: &amp;#039;&amp;#039;Why don’t we decipher an outdated cipher system? The Codex of Rohonc.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Cryptologia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 2010, Heft 2, S. 115–144, [[doi:10.1080/01611191003605587]].&lt;br /&gt;
* Levente Zoltán Király, Gábor Tokai: &amp;#039;&amp;#039;Cracking the code of the Rohonc Codex.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cryptologia.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, 2018, Heft 4, S. 285–315, [[doi:10.1080/01611194.2018.1449147]] (weitere Teile sollen folgen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rohonci-kódex}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dacia.org/codex/original/original.html Rumänische Webseite, auf der alle Seiten des Manuskripts abgebildet sind.] In: &amp;#039;&amp;#039;dacia.org&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=7688208-1|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nichtentziffertes Schriftsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Budapest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Foliant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nomenklator]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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