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	<title>Codex Gigas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T22:52:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Codex_Gigas&amp;diff=878753&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-47104-5: /* Inhalt */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-02T23:23:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Devil codex Gigas.jpg|mini|Codex Gigas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Devil&amp;#039;s portrait, Herman the Recluse, Codex Gigas, Benedictine monastery of Podlažice, early 13th century.jpg|mini|Die berühmte Abbildung des Teufels]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Codex Gigas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der größten handschriftlichen Bücher der Welt ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;gigas&amp;#039;&amp;#039; von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] γίγας „Gigant, [[Riese]]“). Die [[Riesenbibel]] wurde vermutlich im frühen 13. Jahrhundert im [[Benediktiner]]kloster von [[Kloster Podlažice|Podlažice]] in [[Böhmen]] geschrieben und ist auch unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teufelsbibel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, die von einer berühmten ganzseitigen Illustration des [[Teufel]]s in dem [[Kodex]] herrührt. Das Buch ist in lateinischer Sprache geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sapientia.jpg|mini|[[Buch der Weisheit]]:&amp;lt;br&amp;gt; Ausgeschmückte [[Initiale]]]]&lt;br /&gt;
Der Kodex ist in einem hölzernen Umschlag mit Lederbezug und Ornamenten aus Metall gebunden. Mit 92 cm Höhe, 50 cm Breite und 22 cm Dicke ist er das größte bekannte mittelalterliche Manuskript. Er bestand ursprünglich aus 320 [[Pergament]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;blättern; zwölf Blätter fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Boldan, 2007, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist nicht bekannt, warum und von wem die Seiten herausgeschnitten wurden und was deren Inhalt ist. Der Kodex ist fast 75 kg schwer. Die Schrift ist eine [[karolingische Minuskel]]. Schriftanalysen legen nahe, dass der Kodex nur von einer Person geschrieben wurde. Die Erwähnung eines &amp;#039;&amp;#039;hermanus [[Inkluse|inclusus]]&amp;#039;&amp;#039; („Hermann der Einsiedler“, vermutlich ein Mönch in [[Klausur (Kloster)|Klausur]]) im Text könnte ein Hinweis auf den Urheber sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Manuskript enthält viele [[Buchmalerei]]en in Rot, Gelb, Grün und Gold. Initialen sind sorgfältig ausgestaltet, häufig über ganzen Seiten. Der Kodex weist einen gleichbleibenden Stil auf, und die Art des Schreibens zeigt keine Veränderungen etwa aufgrund von Alter, Krankheit oder Stimmung. Das mag ein Grund für die Annahme sein, dass das Buch in kurzer Zeit fertiggestellt wurde (siehe auch die Legende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach heutigem Stand wurde der Kodex im Benediktinerkloster von Podlažice geschrieben, das 1421 von den [[Hussiten]] zerstört wurde. Die Aufzeichnungen im Kodex enden 1229. Der Kodex wurde 1245 in das [[Zisterzienser]]kloster [[Kloster Sedlec|Sedletz]] (tschechisch: Sedlec) verbracht und 1477 in das Benediktinerkloster in [[Stift Břevnov|Breunau]] (tschechisch: Břevnov), wo er bis 1593 in der Klosterbibliothek aufbewahrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies zeigt sich an einer Notiz auf fol. [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/alphabets/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=2#content 1v].&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde er in die Prager Kuriositätensammlung Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolfs II.]] eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Codex wurde im Laufe der Zeit mehrfach ergänzt, so wurden die Tode der Brenauer Brüder Johannes und Andreas in den Kalender eingetragen wie auch ein Besuch [[Ferdinand I. (HRR)|Kaiser Ferdinands]] im Kloster.&amp;lt;ref&amp;gt;Fol. [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/Kalendarium/Calendar/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=613#content 308r], [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/Kalendarium/Calendar/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=616#content 309v], [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/Kosmas-kronika/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=605#content 304r].&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus hat sich eine Reihe von Personen, die den Codex in Augenschein nehmen durften, ebenfalls in der Handschrift verewigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix von Linda, fol. [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/Kalendarium/Calendar/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=616#content 309v]. Georg Barthold Potanus, fol. [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/Kalendarium/Calendar/?&amp;amp;mode=1&amp;amp;page=608#content 305v].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahr des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde bei der [[Prager Kunstraub 1648|Plünderung Prags]] die ganze Sammlung, darunter Codex Gigas und [[Codex Argenteus]], als Beute von der [[Schwedische Streitkräfte|schwedischen Armee]] beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Janis Kreslins: &amp;#039;&amp;#039;The Codex Gigas and war booty and early modern culture.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1649 verwahrt die [[Königliche Bibliothek zu Stockholm]] das Manuskript. 2007 stellte sie das Buch als Leihgabe dem Prager [[Clementinum]] zur Verfügung, wo es von September 2007 bis März 2008 zu sehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Berichterstattung bei [[Focus]] [https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/codex-gigas_aid_133902.html Link] und [[Welt (Fernsehsender)|Welt]] [https://www.welt.de/kultur/article1360274/Was-macht-der-Teufel-in-der-Teufelsbibel.html Link].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Gigas f286v.jpg|mini|Helle Schrift auf dunklem Grund]]&lt;br /&gt;
Etwa die Hälfte des Codex nimmt die Abschrift der kompletten [[Bibel]] ein, weitgehend nach der [[Vulgata]], während &amp;#039;&amp;#039;[[Apostelgeschichte des Lukas|Apostelgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Offenbarung des Johannes|Apokalypse]]&amp;#039;&amp;#039; einer vor 350 entstandenen Übersetzung der [[Vetus Latina]] folgen. Weiter enthält er [[Isidor von Sevilla|Isidor von Sevillas]] &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologiae]]&amp;#039;&amp;#039;, Auszüge aus [[Flavius Josephus]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Antiquitates Judaicae]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Chronica Boemorum]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Cosmas von Prag]], verschiedene [[Traktat]]e (bezüglich [[Geschichte]], [[Etymologie]] und [[Physiologie]]), einen Kalender, eine Liste von Brüdern des Klosters, Wunder und andere lokale Aufzeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blatt 289r (anderer Zählung zufolge 290r, entspricht Seite 577 in der digitalen Version) zeigt ein berühmtes Bild des Teufels, ungefähr 50 Zentimeter hoch. Diese Abbildung steht im Kontrast zur ganzseitigen Abbildung der [[Neues Jerusalem|himmlischen Stadt]] auf dem vorhergehenden Blatt. Auf einigen Seiten davor und danach ist der Text zweispaltig auf dunklem Hintergrund in heller Schrift ausgeführt, was sie vom Rest des Buches unterscheidet. Sie beinhalten ein namenloses lateinisches Bekenntnis aller  erdenklichen Sünden, das gerne dem [[Miniator]] der Teufelsdarstellung zugeschrieben wird. Auf einigen dieser Seiten ist lediglich die zweispaltige Hinterlegung ausgeführt, aber kein Text geschrieben worden. Der Text der anderen Seiten ist je nach Erhaltungsgrad der Schrift gut bis mäßig gut lesbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legende ==&lt;br /&gt;
Nach einer Legende, die im Kern schon in einem Katalogeintrag aus dem Jahr 1635 erkennbar wird, wurde der Kodex von einem Mönch geschrieben, der die Disziplinregeln gebrochen hatte und deshalb verurteilt worden sein soll, [[Einmauerung|lebendig eingemauert]] zu werden. Damit ihm diese harte Strafe erlassen werde, versprach er, zur Lobpreisung des Klosters in einer einzigen Nacht ein Buch zu schreiben, welches das gesamte menschliche Wissen enthalten sollte. Nahe Mitternacht erkannte er, dass er diese Aufgabe nicht allein erledigen konnte, und verkaufte dem Teufel seine Seele. Der Teufel vervollständigte das Manuskript, und der Mönch fügte das Bild des Teufels hinzu, um so auf den wahren Autor hinzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stanislav Bártl, Jiří Kostelecký: &amp;#039;&amp;#039;Ďáblova bible. Tajemství největší knihy světa.&amp;#039;&amp;#039; Paseka, Prag 1993, ISBN 80-85192-64-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Codex Gigas – the Devil’s bible.&amp;#039;&amp;#039; Prague, National Library of the Czech Republic, 2007, ISBN 978-80-7050-533-5, ISBN 978-80-7050-532-8&lt;br /&gt;
* {{cite book | last1 = Boldan | first1 = Kamil |first2=Michal |last2=Dragoun |first3=Duan |last3=Foltýn |first4=Jindřich |last4=Marek |first5=Zdeněk |last5=Uhlíř | title = The Devil&amp;#039;s Bible – Codex Gigas: The Secrets of the World&amp;#039;s Largest Book | publisher = NKP | year = 2007 | isbn = 978-80-7050-532-8 |language=en }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Codex Gigas}}&lt;br /&gt;
* Digitalisat der Handschrift: [http://kb.se/codex-gigas/eng/Browse-the-Manuscript/ Link]&lt;br /&gt;
*[http://kb.se/codex-gigas/eng/ Codex Gigas] – Ausführliche Beschreibung auf der Seite der Nationalbibliothek von Schweden&lt;br /&gt;
* Codex Gigas in [[The European Library]]: [http://www.theeuropeanlibrary.org/tel4/search?query=Codex%20Gigas Kostbarkeit der Nationalbibliothek von Schweden] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=ymbfAhc-Kzs Ein Video (2:42 Minuten) zeigt eine Präsentation des Codex Gigas] auf YouTube&lt;br /&gt;
* [http://www.veoh.com/watch/v18684649RhzcJ9Ba Dokumentation über den Codex Gigas] auf veoh.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4451634-4|LCCN=n94018581|VIAF=175882138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibelhandschrift (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulgatahandschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Kungliga biblioteket (Stockholm)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-47104-5</name></author>
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