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	<title>Codex Ešnunna - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:40:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Codex_E%C5%A1nunna&amp;diff=2595427&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Tippfehler korrigiert, Wikilinks ergänzt/korrigiert, kleine Formalien</title>
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		<updated>2022-03-10T22:52:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert, Wikilinks ergänzt/korrigiert, kleine Formalien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Codex Ešnunna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (häufig auch &amp;#039;&amp;#039;Codex Eschnunna&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Codex Eshnunna&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) bezeichnet man eine altbabylonische [[Keilschriftrecht#Rechtssammlungen, Erlasse, Anweisungen|Sammlung von Rechtssprüchen]], die etwas älter als der wesentlich bekanntere [[Codex Hammurapi]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Codex Ešnunna wurde durch zwei [[Tontafel]]fragmente bekannt, welche 1945 und 1947 in Tell Ḥarmal im [[Irak]] gefunden wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haase (1965), 22&amp;quot;&amp;gt;[[Richard Haase]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Studium keilschriftlicher Rechtsquellen.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1965, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um die antike Stadt [[Schaduppum]], die zur Zeit der Entstehung dieser Tafeln Teil des Königreiches von [[Ešnunna]] war, nach welchem die Rechtssammlung dann benannt wurde. In den frühen 1980er Jahren wurde eine fragmentarische Schülerabschrift von Teilen des Codex Ešnunna in [[Tell Haddad]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Martha T. Roth]] |Titel=Law collections from Mesopotamia and Asia Minor |Reihe=Writings from the ancient world |BandReihe=6 |Auflage=2 |Verlag=Scholars Press |Ort=Atlanta |Datum=1997 |Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exakte Datierung der Rechtssätze ist unklar, jedoch kann sie einem der Könige [[Narām-Sin (Ešnunna)|Narām-Sîn]], [[Dāduša]] oder [[Ibâl-pî-El II.]] zugeordnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietz-Otto Edzard]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „zweite Zwischenzeit“ Babyloniens.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Harrassowitz, Wiesbaden 1957, S. 166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies macht den Codex Ešnunna mit hoher Wahrscheinlichkeit zur ältesten bekannten [[Akkadische Sprache|akkadischsprachigen]] Rechtssammlung, die dem Codex Ḫammurapi eventuell auch als eine Vorlage gedient hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Viktor Korošec|Viktor Korošek]]: &amp;#039;&amp;#039;Keilschriftrecht.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bertold Spuler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orientalisches Recht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Abteilung, Ergänzungsband 3). Brill, Leiden 1964, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auch bei den übrigen altorientalischen Codices ist beim Codex Ešnunna der [[Sitz im Leben]] bis heute nicht endgültig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Text wird ein Umfang von 185 Zeilen rekonstruiert, sein Original ist bislang nicht gefunden worden. Da die gefundenen Tontafeln, die sich gegenseitig ergänzen, viele Abweichungen hinsichtlich Orthographie, Grammatik und Inhalt zeigen, wird vermutet, dass es sich dabei um Schultexte handelt, denen bereits eine komplexe Überlieferungsgeschichte zugrunde liegt. Der Text besitzt anders als andere mesopotamische Kodizes keinen Prolog. Stattdessen stand am Anfang des Textes eine [[Sumerische Sprache|sumerischsprachige]] [[Präambel]] mit einer Datenformel, die an die Gerechtigkeitserlasse altorientalischer Herrscher erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Burkhart Kienast]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Altorientalischen Codices zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Joachim Gehrke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtskodifizierung und soziale Normen im interkulturellen Vergleich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;ScriptOralia.&amp;#039;&amp;#039; Band 66). Gunter Narr, Tübingen 1994, ISBN 3-8233-4556-7, S. 13–26, hier S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr folgt unmittelbar der so genannte juristische Teil mit 60 erhaltenen Paragraphen, die das Tarifrecht, Mietrecht, Strafrecht, Handelsrecht, Familienrecht, Schuld-/Pfandrecht, Kaufrecht, die Gerichtsbarkeit, Sklavenrecht und Haftungsrecht betreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haase (1965), 22&amp;quot; /&amp;gt; Auch ein Epilog ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als der Codex Ḫammurapi enthält der Codex Ešnunna neben [[Kasuistik|kasuistischen]] auch [[Apodiktische Aussage|apodiktische]] Bestimmungen. Die kasuistischen Bestimmungen sind großteils konditional stilisiert, wobei als Einleitung das Wort &amp;#039;&amp;#039;šumma&amp;#039;&amp;#039; (wenn) verwendet wird. Einzelne Rechtssätze sind jedoch auch relativisch formuliert und dann etwa durch die Formel &amp;#039;&amp;#039;awīlum ša …&amp;#039;&amp;#039; (Ein Mann, welcher …) eingeleitet. Im Vergleich zu den älteren sumerischen Codices droht der Codex Ešnunna vergleichsweise häufig die [[Todesstrafe]] an, die vor allem bei Vergehen gegen Eigentum und Familie eines [[Muškenum|muškēnum]] sowie bei der Vergewaltigung einer verlobten Frau durch Dritte sowie bei Ehebruch vorgesehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Neumann (Altorientalist)|Hans Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Recht im Antiken Mesopotamien.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrich Manthe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtskulturen der Antike: Vom Alten Orient bis zum Römischen Reich.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2003, S. 55–122, hier S. 84 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;The laws of Eshnunna&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Annual of the American Schools of Oriental Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 31). American Schools of Oriental Research, New Haven 1956.&lt;br /&gt;
* Reuven Yaron: &amp;#039;&amp;#039;The laws of Eshnunna.&amp;#039;&amp;#039; Magnes Press, Jerusalem 1969. 2. überarbeitete Auflage 1988. ISBN 90-04-08534-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=|VIAF=204659976}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalische Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Dokument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Rechtsquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Babylonien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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