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	<title>Cockerill-Sambre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:36:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cockerill-Sambre&amp;diff=266728&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mef.ellingen: /* Fusionen ab dem 20. Jahrhundert */ brrr. Typo</title>
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		<updated>2025-12-28T22:43:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fusionen ab dem 20. Jahrhundert: &lt;/span&gt; brrr. Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Liège Cockerill Luc Viatour.jpg|mini|Cockerill-Stahlwerk in Seraing]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cockerill-Sambre S.A.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein nach mehreren Fusionen entstandener [[Belgien|belgischer]] Konzern, der sich hauptsächlich mit der Stahlerzeugung- und -veredelung sowie dem Maschinenbau beschäftigte. Das Montanunternehmen wurde 1817 von den Brüdern [[John Cockerill|John]] und [[James Cockerill]] mit Hauptsitz in [[Seraing]] in der [[Provinz Lüttich]] an der [[Maas]] und einem weiteren Standort in [[Charleroi]] an der [[Sambre]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von den Anfängen bis zur Unabhängigkeit Belgiens ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot; mode=&amp;quot;Packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vue des établissements de John Cockerill à Seraing.png|Stammsitz und Hauptwerk auf Schloss Seraing im 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
Belgique - Bruxelles - Monument à John Cockerill - 02.jpg|John Cockerill&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem John Cockerill 1817 von [[Wilhelm I. (Niederlande)|Wilhelm I.]], dem König des [[Vereinigtes Königreich der Niederlande|Vereinigten Königreichs der Niederlande]], das Schloss von Seraing erworben hatte und ausgehend von den beträchtlichen Steinkohlevorkommen, deren Lager sich in Ost-West-Richtung beinahe durch ganz Belgien erstreckte, bauten die Brüder zunächst gemeinsam auf dem Areal von Schloss Seraing die größte Eisengießerei und Maschinenfabrik Europas auf, die den Grundstein für die Entwicklung eines weitverzweigten Unternehmens bildete. Die Investitionen beliefen sich auf 17 Millionen Französischer Francs. Neben den beiden Steinkohlegruben und einer Erzgrube wurden Hochöfen, ein Stahl- und Walzwerk, eine Kesselschmiede und eine Maschinenfabrik betrieben und insgesamt ca. 2500 Personen beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden James Cockerills im Jahr 1823, der seine unternehmerischen Aktivitäten auf den Raum [[Aachen]] und [[Stolberg (Rheinland)|Stolberg]] konzentrieren wollte, übernahm König Wilhelm I. zum Teil dessen Anteile und John die alleinige Leitung.&lt;br /&gt;
Dadurch erhielt Cockerill die nächsten Jahre finanzielle Unterstützung sowohl vom niederländischen Königshaus als auch von der niederländischen Regierung. Im Rahmen eines Großauftrages produzierte das Unternehmen nun unter anderem für den niederländischen Schiffbauer [[Gerhard Moritz Roentgen]], die niederländische Marine und die Rhein-Main-Schifffahrtsgesellschaft. Nachdem sich im Verlauf der [[Belgische Revolution|belgischen Revolution]] der niederländische König Wilhelm I. aus dem Unternehmen zurückzog, übernahm John Cockerill auch dessen Anteile, doch weitere Schwierigkeiten im Rahmen der postrevolutionären Rezession gefährdeten das aufgeblähte Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liquidation und Reorganisation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Exploitation des Etablissements de John Cockerill 1846.jpg|mini|alternativtext=Aktie der S.A. pour l’Exploitation des Etablissements de John Cockerill à Seraing &amp;amp; à Liège, ausgestellt am 18. April 1846 in Lüttich, im Original unterschrieben von Konrad Gustav Pastor als Generaldirektor |Aktie der S.A. pour l’Exploitation des Etablissements de John Cockerill à Seraing &amp;amp; à Liège, ausgestellt am 18. April 1846 in Lüttich, im Original unterschrieben von [[Konrad Gustav Pastor]] als Generaldirektor ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:John Cockerill Co.JPG|mini|hochkant|Firmenplakat um 1925]]&lt;br /&gt;
Belgiens Unabhängigkeit 1830 als Folge der [[Belgische Revolution|Belgischen Revolution]], die vom [[Königreich der Vereinigten Niederlande]] nicht akzeptiert wurde, führte zu innen- und außenpolitischen Spannungen und zu einer Wirtschafts- und Finanzkrise, in deren Folge auch die Belgische Bank, zu deren Hauptgründern John Cockerill zählte, wirtschaftlich unter dem Vertrauensverlust litt und 1839 ihre Zahlungen an die Cockerill-Werke einstellen musste, was zu einem [[Liquidation]]sverfahren für das Unternehmen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der darauffolgenden Reorganisation gelang es dem seit 1829 amtierenden Generaldirektor [[Konrad Gustav Pastor]] – nach Cockerills plötzlichem Tod 1840 und Übernahme des testamentarischen Erbnehmers [[Barthold Suermondt]] – durch Abstoßung großer Besitzteile den Kern des Unternehmens zu retten und auf der Grundlage der Serainger Anlagen die „Société anonyme pour l&amp;#039;exploitation des établissements de John Cockerill“ zu bilden, kurz „S. A. Cockerill“, welches in den Folgejahren erneut zu einem Unternehmen von Weltruf aufstieg. Pastor führte zahlreiche technische Neuerungen, wie beispielsweise die [[Hochofen|Kokshochöfen]] ein und wandte als einer der Ersten auf dem Festland das [[Bessemer-Verfahren]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cockerill-Werke hatten einen bedeutenden Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung des jungen Belgien, das in der Industrialisierung seinerzeit den zweiten Platz in Europa hinter England einnahm. S. A. Cockerill lieferte sowohl die Schienen für die erste kontinentale Bahnlinie von [[Brüssel]] nach [[Mechelen]] als auch die erste in Kontinentaleuropa gefertigte und in  Lizenznachbau der Lokomotiven von [[Robert Stephenson]] erbaute und von [[Johann Heinrich Ehrhardt]] montierte [[Dampflokomotive]], die auf dem Namen [[Le Belge]] getauft und ab 1835 auf genannter Strecke verkehrte. In den 1920er und 1930er Jahren war Cockerill bekannt für hochwertige [[Motorrad|Motorräder]]. Bis 1982 betrieb Cockerill auch eine [[Schiffswerft]] im Antwerpener Stadtteil [[Hoboken (Antwerpen)|Hoboken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fusionen ab dem 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ougree Haut-Fourneau B 2005-06-24.JPG|mini|Cockerill-Stahlwerk in Ougrée]]&lt;br /&gt;
1945 verschmolz Cockerill mit seinem Konkurrenten Angleur-Athus. 1955 fusionierte Cockerill mit Ougrée-Marihaye und trug seitdem den Namen S.A. Cockerill-Ougrée. Im gleichen Jahr wurde auch Ferblatil integriert. 1961 ging Tolmatil in Cockerill auf. Während der für die Montanindustrie goldenen 1960er Jahre wurden die [[Forge de la Providence|Hüttenwerke Providence]] übernommen, weshalb der Konzern in Cockerill-Ougrée-Providence umfirmierte. 1969 schluckte Cockerill die Phenix Works. 1970 wurde Espérance-Longdoz erworben. Damit firmierte der Konzern erneut um und wurde seitdem Cockerill genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stahlkrise]] ging auch an Cockerill nicht spurlos vorüber: Zwischen 1960 und 1982 schloss Cockerill fünf [[Kokerei]]en, 16 Hochöfen, sieben Stahlwerke, 20 [[Walzwerk|Walzstraßen]] und die große [[Werft]] [[Cockerill Yards]] in [[Hoboken (Antwerpen)|Hoboken]] an der [[Schelde]]. Hainaut hatte im gleichen Zeitraum drei Kokereien, zehn Hochöfen, sieben Stahlwerke und 23 Walzstraßen außer Betrieb gesetzt. Zusammen mit den Konkurrenten [[Klöckner-Werke]] (zehn Prozent) und [[Hoogovens]] (fünf Prozent) gründete Cockerill die belgische [[Valfil]], 1979 die seinerzeit modernste und größte [[Walzdraht]]straße der Welt. 1981 vollzog Cockerill eine weitere Großfusion mit [[Hainaut-Sambre]] und wechselte deshalb erneut seinen Namen in Cockerill-Sambre S.A. Dabei entstand der größte belgische Stahlkonzern (60&amp;amp;nbsp;Prozent Anteil an der Rohstahlerzeugung) mit der Mehrheitsbeteiligung des belgischen Staates von 80&amp;amp;nbsp;Prozent. Im europäischen Vergleich nahm der Konzern den sechsten Platz ein. Die Cockerill-Werft in Hoboken ging 1982 in Konkurs und wurde von der [[Boelwerf]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 übernahm Cockerill-Sambre die [[YMOS|Ymos Metallwerke Wolf &amp;amp; Becker GmbH &amp;amp; Co]] aus Obertshausen, mit allen sechs Werken. YMOS (You Must Observe Security) produzierte Schlüssel, Schlösser und Zubehörteile für Automobil sowie Schienenfahrzeughersteller. Das Unternehmen stellte 1998/1999 die Produktion ein und meldete danach Insolvenz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 beteiligte sich der Cockerill-Sambre-Konzern über seine Tochter Sidmar N.V. in [[Gent]] an den Stahlwerken Bremen (seit März 2006 [[Arcelor Bremen]]), die es von den [[Klöckner-Werke AG|Klöckner-Werken AG]] übernahm. 1995 stieg Cockerill-Sambre bei der [[Arcelor Eisenhüttenstadt|EKO Stahl]] AG in [[Eisenhüttenstadt]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 wurde das Unternehmen von der [[Frankreich|französischen]] [[Usinor]]-Gruppe gekauft, die 2002 im [[Arcelor]]-Konzern aufging. Arcelor wurde nach spektakulärer Übernahmeschlacht 2006 vom indisch-niederländischen Wettbewerber [[Mittal Steel Company N.V.]] übernommen und ist seitdem Teil des weltgrößten Stahlkonzerns [[ArcelorMittal]] mit Sitz in Luxemburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Cockerill lebt bis heute weiter – auch unter wechselnden Eigentümern – in der [[Cockerill Maintenance &amp;amp; Ingénierie]], die 1982 aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau von Cockerill-Sambre hervorging und sich 2020 wiederum in John Cockerill umbenannt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.tschoepe.de/auktion49/auktion49.htm Cockerill-Aktie mit Unternehmensbeschreibung]&lt;br /&gt;
* [http://gebe.paperstyle.de/wp-content/uploads/Ch-J-u-John-Cockerill-29-70.pdf Gemeinsame unternehmerische Aktivitäten von Charles James und John Cockerill mit ausführlichem Bericht über Cockerill-Sambre]&lt;br /&gt;
* [http://www.histech.org/00009_00121_die_aachener_fruehindustrialisier.htm Silke Fengler und Stefan Krebs: &amp;#039;&amp;#039;Die Aachener Frühindustrialisierung: Belgisch-deutscher Technologietransfer 1815-1860&amp;#039;&amp;#039;], Vortragsmanuskript RWTH Aachen, Aachen 2005&lt;br /&gt;
* [http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive-CockerillCharleroi-de.html  Fotos des Stahlwerks Cockerill-Sambre in Charleroi ]&lt;br /&gt;
* [http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive-CockerillLiege-de.html  Fotos des Hüttenwerks Cockerill-Sambre in Lüttich]&lt;br /&gt;
* [http://www.eifelmomente.de/herbst/120-78112009-nachtfotos-in-seraing-und-luettich#kokerei Nachtfotos der Kokerei Cockerill-Sambre in Seraing]&lt;br /&gt;
* [http://www.eifelmomente.de/herbst/123-2021112009-nachtaufnahmen-in-seraing-und-luettich-ii#ougree Nachtfotos vom Hüttenwerk Cockerill-Sambre in Ougrée]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/019417|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=134197-2|VIAF=152052656}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cockerill-Sambre| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Montanunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinen- und Gerätehersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Provinz Lüttich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Eisenbahnhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seraing]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ArcelorMittal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriegeschichte (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1981]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mef.ellingen</name></author>
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