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	<title>Closed Shop - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:30:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Closed_Shop&amp;diff=604636&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Britische Sozialgeschichte */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-06-18T11:09:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Britische Sozialgeschichte: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|„in sich geschlossener Betrieb“}}) ist der [[Anglizismus]] für [[Unternehmen]] in [[Englischer Sprachraum|angelsächsischen Ländern]], die ausschließlich [[Gewerkschaft]]smitglieder als [[Arbeitnehmer]] beschäftigen. Im übertragenen Sinne werden im [[deutschsprachiger Raum|deutschsprachigen Raum]] alle [[soziale Gruppe|sozialen Gruppen]], [[Verein]]e oder sonstige [[Personenvereinigung]]en als „Closed Shop“ bezeichnet, deren [[Dienstleistung]]en nur durch [[Mitglied]]er genutzt werden können. Auch geschlossene [[Gremium|Gremien]] mit [[Geheimhaltungspflicht]], von denen nichts nach außen dringen darf, werden so genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Closed Shops im engeren Sinne schränken die [[Berufsfreiheit]] ein, weil [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] und [[offene Stellen]] in Unternehmen nur durch Gewerkschaftsmitglieder besetzt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Management/zfPQBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+lexikon&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;printsec=frontcover Rüdiger Pieper, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Management&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 65]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] sind so genannte &amp;#039;&amp;#039;Organisationsklauseln&amp;#039;&amp;#039;, wonach sich ein [[Arbeitgeber]] gegenüber Gewerkschaften im [[Tarifvertrag]] verpflichtet, nur deren Mitglieder zu beschäftigen, wegen der negativen [[Koalitionsfreiheit]] gemäß {{Art.|9|gg|juris}} Abs. 3 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] nicht statthaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Gamillscheg]], &amp;#039;&amp;#039;Kollektives Arbeitsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1997, S. 388 ff.; ISBN 978-3-406-40397-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb ist hier die Bezeichnung nur im übertragenen Sinne anwendbar. Dazu gehören beispielsweise [[Buchgemeinschaft]]en, weil ihre Dienstleistungen nur durch Mitglieder genutzt werden können. Alle mitgliedschaftspflichtigen Zusammenschlüsse mit [[Klubgut|Klubgütern]], die der [[Ausschließbarkeit]] unterliegen, sind in diesem Sinne &amp;#039;&amp;#039;Closed Shops&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem ist im [[Personalwesen]] das &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop-Prinzip&amp;#039;&amp;#039; bekannt, wonach bei der [[Personalbeschaffung]] und [[Personalauswahl]] (insbesondere bei [[Führungskraft (Führungslehre)|Führungspositionen]] und im [[Management]]) nur auf bereits beschäftigte Mitarbeiter zurückgegriffen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Pieper, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Management&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Closed Shops in der deutschen Sozialgeschichte ==&lt;br /&gt;
Inwieweit Formen des Closed Shop&amp;amp;nbsp;– etwa in informeller und latenter Form: durch sozialen Druck erzwungene Mitgliedschaft&amp;amp;nbsp;– in der deutschen Sozialgeschichte eine Rolle spielten, ist nicht erforscht. Bekannt ist indes ein formeller Closed Shop („Absperrklausel“) in der [[Druckindustrie]]. In diesem Gewerbe hatten sich schon früh [[Arbeitgeberverband]] und die Gewerkschaft der Buchdrucker auf eine „Tarifgemeinschaft“ geeinigt. 1906 schlossen sie einen „Organisationsvertrag“ mit der gegenseitigen Anerkennung der [[Tarifvertragspartei]]en als „Ordnungsfaktoren“ und der Verpflichtung, dass die im Arbeitgeberverband zusammengeschlossenen Firmen nur Gewerkschaftsmitglieder beschäftigen und umgekehrt Gewerkschaftsmitglieder nur in den tarifgebundenen Firmen des Arbeitgeberverbandes arbeiten durften. Dieser bilaterale &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039; diente den Unternehmen des graphischen Gewerbes zur Bekämpfung der sogenannten „Schmutzkonkurrenz“ von lohnunterbietenden Firmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Erd]]/[[Walther Müller-Jentsch]], &amp;#039;&amp;#039;Ende der Arbeiteraristokratie?&amp;#039;&amp;#039;, in: [[PROKLA]] 35, 1979, S. 18 ([https://www.prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1635 frei zugängliche PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angelsächsische Länder ==&lt;br /&gt;
Sinn des Closed Shop ist es, zu verhindern, dass Nichtgewerkschafter, ohne einen eigenen Beitrag geleistet zu haben, an Lohnerhöhungen und verbesserten [[Arbeitsbedingungen (Betriebsverfassungsgesetz)|Arbeitsbedingungen]] partizipieren, welche die Gewerkschaften als [[Kollektivgut|kollektives Gut]] für alle Beschäftigten durchgesetzt haben ([[Trittbrettfahrerproblem]]). Andererseits führte die Praxis des &amp;#039;&amp;#039;Closed Shops&amp;#039;&amp;#039; dazu, dass die Gewerkschaften faktisch den [[Arbeitsmarkt]] kontrollieren sowie über die dann häufig ebenfalls von ihnen administrierte Lehrlingsausbildung auch den Zugang zu bestimmten Berufen regulieren konnten, sodass das [[Arbeitsangebot]] künstlich verknappt und die Löhne dadurch hoch gehalten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Lösche, &amp;#039;&amp;#039;Verbände, Gewerkschaften und das System der Arbeitsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, in: Peter Lösche (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Länderbericht USA. Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Campus Verlag, Frankfurt, 2004, S. 353–409, hier S. 388; ISBN 978-3-593-37753-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{GBR}} ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039; stammt aus Großbritannien, wo sich ein Arbeitgeber verpflichtete, nur Gewerkschaftsmitglieder als Arbeitnehmer einzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/L%C3%A4nderbericht_USA/KxGm88BF4mcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+begriff&amp;amp;pg=PA388&amp;amp;printsec=frontcover Peter Lösche, &amp;#039;&amp;#039;Länderbericht USA&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 388]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1964 arbeiteten etwa 39 % aller gewerkschaftlich organisierten [[Arbeiter]] und 16 % aller [[Beschäftigter|Beschäftigten]] in einem &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;William E J McCarthy, &amp;#039;&amp;#039;The Closed Shop in Britain, Berkeley and Los Angeles&amp;#039;&amp;#039;, 1964, S. 28 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Closed Shops&amp;#039;&amp;#039; gab es hier bis 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britische Sozialgeschichte ===&lt;br /&gt;
In Großbritannien hat der Closed Shop eine lange Tradition. Bereits die frühen Historiker der englischen Gewerkschaftsbewegung, [[Sidney Webb|Sidney]] und [[Beatrice Webb]], weisen auf die in einigen Gewerben übliche Form des „obligatorischen Trade Unionismus“ hin,&amp;lt;ref&amp;gt;Sidney Webb/Beatrice Webb, &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Praxis der Englischen Gewerkvereine (Industrial Democracy)&amp;#039;&amp;#039;, Dietz Nachf., Stuttgart, Band 1, 1898, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; der sich aus dem Charakter des Kollektivvertrags ergäbe. Hinzu kämen Motive der Unternehmer, ihre Konkurrenten von einer Lohnunterbietung abzuhalten. So zwangen beispielsweise Gewerkschaften und vereinigte Unternehmer im Stiefel- und Schuhgewerbe die nicht organisierten Minderheiten dazu, die vereinbarten gemeinsamen Lohn- und Arbeitsnormen anzunehmen. Im südwalisischen Kohlerevier behielten die Unternehmer vom Lohn aller Arbeitnehmer unabhängig von einer Gewerkschaftsmitgliedschaft einen Beitrag ein, der an die entsprechende Gewerkschaft abgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sidney Webb/Beatrice Webb, &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Praxis der Englischen Gewerkvereine (Industrial Democracy)&amp;#039;&amp;#039;, Dietz Nachf., Stuttgart, Band 1, 1898, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Industrial Relations&amp;#039;&amp;#039;-Forscher William E J McCarthy unterscheidet zwischen „pre-entry closed shop“ (Arbeitnehmer müssen Gewerkschaftsmitglied sein, um eingestellt zu werden) und „post-entry closed shop“ (Arbeitnehmer müssen nach Einstellung Gewerkschaftsmitglied werden). Die erste, geringer verbreitete Form war bis Mitte der 1980er Jahre insbesondere bei Zeitungsdruckereien und Hafenbetrieben vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Umfrage zufolge arbeiteten 1978 fast ein Viertel (23 %) der britischen Arbeitnehmer unter einem Closed-Shop-Abkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Dunn/John Gennard, &amp;#039;&amp;#039;The Closed Shop in British Industry&amp;#039;&amp;#039;, Macmillan, London, 1984, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Gesetzgebung der [[Margaret Thatcher|Thatcher-Regierung]] wurde in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren der Closed Shop sukzessive verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Dickens/Mark Hall, &amp;#039;&amp;#039;The State: Labour Law and Industrial Relations&amp;#039;&amp;#039;, in: Paul Edwards (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Industrial Relations: Theory and Practice in Britain&amp;#039;&amp;#039;, Blackwell, Isford, 1995, S. 262 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{USA}} ===&lt;br /&gt;
In den USA waren etwa zwei Drittel der Arbeitnehmer von der &amp;#039;&amp;#039;Closed-Shop&amp;#039;&amp;#039;-Regelung betroffen. Sie galt unter dem Wagner-Peyser-Act aus 1933 als legitim, mit dem [[Taft-Hartley-Gesetz]] wurde sie 1947 im [[Handel]] verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_amerikanischen_Geschichte/Yf087OezA-UC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+lexikon&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;printsec=frontcover Udo Sautter, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der amerikanischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 78]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die &amp;#039;&amp;#039;Employment Acts&amp;#039;&amp;#039; von 1980 und 1982 gab es weitere Einschränkungen; der &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039; ist heute nur in wenigen [[Facharbeiter]]-[[Beruf]]en (etwa [[Bauarbeiter]], [[Hafenarbeiter]]) anzutreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Berufsbildung_und_Bildung_in_den_USA/L5rpjereOEAC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+begriff&amp;amp;pg=PA14&amp;amp;printsec=frontcover Joachim Münch, &amp;#039;&amp;#039;Berufsbildung und Bildung in den USA&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 14]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht für die einzelnen Bundesstaaten die Möglichkeit, dies in ihrer jeweiligen Jurisdiktion ausdrücklich zu gestatten, jedoch nur, &amp;#039;&amp;#039;nachdem&amp;#039;&amp;#039; ein bestimmter Arbeitnehmer angestellt wurde (vergleichbar einem Union Shop), nicht als Voraussetzung für die Anstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Melvyn Dubofsky (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopedia of American Business, Labor, and Economic History&amp;#039;&amp;#039;, Oxford, 2013, S. 125 f.; ISBN 978-0-19-999304-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Arbeitnehmer mussten vom Arbeitgeber gekündigt werden, sobald ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft erlosch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/POLEC_Lexikon_f%C3%BCr_Politik_und_Wirtschaf/vT5agE7b_CsC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+lexikon&amp;amp;pg=PA160&amp;amp;printsec=frontcover Harry Back/Horst Cirullies/Günter Marquard, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Politik und Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1967, S. 161]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Closed Shop wird heute auch im [[Profisport]] der USA in den [[Major League Baseball|Major Leagues]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Internationaler_Wettbewerb_europ%C3%A4ischer/AHDJDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+begriff&amp;amp;pg=PA134&amp;amp;printsec=frontcover Michael Renz, &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Wettbewerb europäischer Profifußballligen&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 134 FN 135]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier werden durch den &amp;#039;&amp;#039;Closed Shop&amp;#039;&amp;#039; [[Spielklassenwechsel|Aufstieg]] in die und Abstieg aus der Major League verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/World_of_Sports_Indoor/tYOuxbW_hlEC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Closed+Shop+Major+Leagues&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;printsec=frontcover Anil Taneja, &amp;#039;&amp;#039;World of Sports Indoor&amp;#039;&amp;#039;, Volume 2, 2009, S. 46]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{CAN}} ===&lt;br /&gt;
Nach der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Rand-Formel&amp;#039;&amp;#039; können durch Gesetz oder Tarifverträge seit 1946 Regelungen getroffen werden, bei denen alle Mitarbeiter eines Betriebes Gewerkschaftsbeiträge abführen müssen, selbst, wenn sie keine Gewerkschaftsmitglieder sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce E. Kaufman, &amp;#039;&amp;#039;Government Regulation of the Employment Relationship&amp;#039;&amp;#039;, Madison, Wisc., Industrial Relations Research Association, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Supreme Court of Canada|oberste Gerichtshof]] stellte 1991 hierzu fest, dass die [[Koalitionsfreiheit]] dadurch nicht eingeschränkt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://scc-csc.lexum.com/scc-csc/scc-csc/en/item/774/index.do Lavigne v. Ontario Public Service Employees Union, (1991) 2 S.C.R. 211]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2006 sind auch Closed Shops in allen Provinzen erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael J. Morely/Patrick Gunnigle/David G. Collings, &amp;#039;&amp;#039;Global Industrial Relations&amp;#039;&amp;#039;, Florence, Ky., Routledge, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arten ===&lt;br /&gt;
Neben dem Closed Shop gibt es noch folgende Varianten:&lt;br /&gt;
* Im heute meist anzutreffenden „Union Shop“ bleibt es dem Unternehmer überlassen, &amp;#039;&amp;#039;jeden&amp;#039;&amp;#039; Arbeitnehmer einzustellen.&lt;br /&gt;
* Beim „Agency Shop“ müssen alle Angehörigen der Gewerkschaft Beiträge entrichten, ohne dadurch Gewerkschaftsmitglied zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{EU}} ==&lt;br /&gt;
Auch nach Auffassung des [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte]] ist eine Closed-Shop-Regelung als Verstoß gegen die [[Koalitionsfreiheit]] unzulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 11. Januar 2006, Az.: 52562/99 und 52620/99 „Sorensen und Rasmussen gegen Dänemark“, insbes. Ziffer 58 des Urteils = {{Rspr|BB 2006, 378}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Breschendorf: &amp;#039;&amp;#039;Zweiteilung der Belegschaft – Chancen und Risiken einer Differenzierung nach der Gewerkschaftszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot, München 2009. ISBN 978-3-428-13009-2&lt;br /&gt;
* Stephen Dunn, John Gennard: &amp;#039;&amp;#039;The Closed Shop in British Industry&amp;#039;&amp;#039;. Macmillan, London 1984. ISBN 0-333-26202-6&lt;br /&gt;
* Charles Hanson, Sheila Jackson, Douglas Miller: &amp;#039;&amp;#039;The Closed Shop. A Comparative Study in Public Policy and Trade Union Security in Britain, the USA und West Germany&amp;#039;&amp;#039;. Gower, Aldershot 1982. ISBN 0-566-00414-3&lt;br /&gt;
* W. E. J. McCarthy: &amp;#039;&amp;#039;The Closed Shop in Britain&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell. Oxford 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsrecht (Europäische Union)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsrecht (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschaftswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollektives Arbeitsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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