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	<title>Clos des Lambrays - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Clos des Lambrays.JPG|mini|Tor zum Clos des Lambrays]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clos des Lambrays&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine als [[Grand Cru]] eingestufte [[Lage (Weinbau)|Weinlage]] an der [[Burgund (Weinbaugebiet)#Côte d’Or|Côte d’Or]] im französischen [[Burgund (Weinbaugebiet)|Burgund]]. Er liegt in der Gemeinde [[Morey-Saint-Denis]] und besitzt eine eigene [[Appellation d’Origine Contrôlée|Appellation]]. Diese umfasst eine Fläche von 8,6975&amp;amp;nbsp;Hektar. Erzeugt wird ausschließlich [[Rotwein]]. Der Weinberg ist tatsächlich von einer Mauer umschlossen und damit ein echter „[[Clos (Weinberg)|Clos]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage, Klima und Boden ==&lt;br /&gt;
Der Clos des Lambrays befindet sich auf einem leicht ansteigenden Osthang in 280 bis 320&amp;amp;nbsp;m Höhe über NN. Im Norden berührt er den [[Clos Saint-Denis]], südlich schließt sich der [[Clos de Tart]] an. Der Clos des Lambrays ist nahezu eine Monopollage im Besitz der &amp;#039;&amp;#039;Domaine des Lambrays&amp;#039;&amp;#039;, lediglich eine winzige, 4,2 [[Ar (Flächenmaß)|Ar]] große Parzelle gehört der &amp;#039;&amp;#039;Domaine Taupenot&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima ist dasjenige des [[Burgund]] – ein [[Seeklima]] mit kontinentalen Einflüssen ([[Cfb-Klima]] nach Köppen &amp;amp; Geiger). Die zumeist trockenen und heißen Sommer lassen den Pinot Noir zwar ausreifen, große [[Jahrgang (Wein)|Jahrgänge]] entstehen aber nur, wenn kein Regen im Herbst die Lese beeinträchtigt. Bedingt durch die reine Ostlage ist das [[Mikroklima#Mikroklima (oder Kleinklima)|Mikroklima]] verhältnismäßig kühl, aber gleichzeitig geschützt vor Spätfrösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bodenart|Boden]] des Clos des Lambrays ist alles andere als homogen. Der am tiefsten gelegene Teil besitzt einen schweren, [[lehm]]ig-kalkigen Boden, er verleiht dem Wein Kraft und ein festes Rückgrat. Der obere Teil ist dagegen sehr [[mergel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;haltig und sorgt für die Finesse. Der Clos des Lambrays besteht aus mehreren &amp;#039;&amp;#039;Climats&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Les Larrets&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lambray&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Les Bouchots&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Meix-Rentier&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wein ==&lt;br /&gt;
Der Clos des Lambrays wird faktisch ausschließlich aus [[Spätburgunder|Pinot Noir]] erzeugt. Als weitere [[Rebsorte]]n sind [[Pinot Liébault]] und [[Grauburgunder|Pinot Beurot]] zugelassen. Theoretisch dürfen bis zu 15 % weiße Trauben ([[Chardonnay]], [[Grauburgunder|Pinot Gris]] und [[Weißburgunder|Pinot Blanc]]) verwendet werden. Der natürliche Alkoholgehalt muss mindestens 11,5&amp;amp;nbsp;Vol.-% betragen, [[Chaptalisation]] ist – wie überall im Burgund – erlaubt. Der Basisertrag beträgt 35 Hektoliter je Hektar, dieser darf maximal um 20 % überschritten werden. Vorgeschrieben ist auch die [[Stockdichte|Pflanzdichte]]: Es müssen zwischen 9.000 und 13.000 Rebstöcke je Hektar gesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AOC-Dekret&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-11 |url=http://www.vins-bourgogne.fr/gallery_files/site_2/2255/12849/aoc_clos_des_lambrays_-_1998__.pdf |text=Dekret über die Appellation Clos des Lambrays |archivebot=2024-11-18 17:42:39 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2000 bis 2004 wurden im Mittel 279 Hektoliter erzeugt. Da nur 7,9&amp;amp;nbsp;ha in Produktion standen, betrug der Ertrag gut 35 hl/ha. Damit lieferte der Grand Cru gut 36.000 Flaschen pro Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutigen Besitzer lassen die von Hand [[Traubenlese|gelesenen]] Trauben vor der Vergärung nochmals nachsortieren, aber nicht entrappen. Die [[Alkoholische Gärung|Gärung]] findet in [[Edelstahl]]tanks statt und dauert 15–18 Tage. Der Wein wird nach Parzellen getrennt vinifiziert, bis zur Hälfte der Ernte wird – nicht nur in schwierigen Jahrgängen – deklassiert und als &amp;#039;&amp;#039;Morey-Saint-Denis Premier Cru&amp;#039;&amp;#039; vermarktet. Der Ausbau dauert 18 Monate und findet in [[Barrique]]fässern statt, die jährlich zu 60–75 % erneuert werden. Der Clos des Lambrays wird vor der Flaschenabfüllung lediglich mit Eiklar [[Schönung|geschönt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Clos des Lambrays ist ein rassiger und zugleich feiner Wein von großer Langlebigkeit. Im [[Bouquet (Wein)|Bukett]] dominiert zunächst Kirsche, dann setzt sich Brombeere durch. Hinzu kommen Aromen von Humus, Unterholz und [[Trüffel]]n. Charakteristisch sind zudem Noten von Rauchfleisch. Mit zunehmender Reife gewinnt er an Feinheit und entwickelt Noten von Gewürzen und (getrockneten) Blüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Clos des Lambrays liegen im Mittelalter. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde in Morey ein &amp;#039;&amp;#039;Clos de Lambrey&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt, benannt nach einer seit dem 12. Jahrhundert belegten Adelsfamilie. Die Abtei von [[Cîteaux]] besaß dort Rechte, der Weinberg selbst hat ihr aber wohl nicht gehört. Der Besitz wurde nach der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] versteigert und verteilte sich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf zahlreiche Besitzer. Der [[Kataster]] von 1828 listet 75 Parzellen auf. Der Wein wurde unter den Namen der einzelnen Climats verkauft, wobei der Wein aus &amp;#039;&amp;#039;Les Lambrays&amp;#039;&amp;#039; als der beste galt. Dann trat der Négociant (Weinhändler) &amp;#039;&amp;#039;Louis Joly&amp;#039;&amp;#039; auf den Plan. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaufte er fast alle Parzellen zusammen. 1866 wurde alles an den aus Morey stammenden Négociant &amp;#039;&amp;#039;Albert-Sébastien Rodier&amp;#039;&amp;#039; veräußert, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung „Clos des Lambrays“ als Marke etablierte. Als die Erben in Geldnot gerieten, sprang die Pariser Bankiersgattin &amp;#039;&amp;#039;Renée Cosson&amp;#039;&amp;#039; in die Bresche. Sie hatte eine Affäre mit &amp;#039;&amp;#039;Albert Rodier&amp;#039;&amp;#039;, dem Enkel von Albert-Sébastien, und erwarb das Gut im Jahr 1938. Albert vinifizierte den Clos des Lambrays bis 1950. Renée Cosson wachte eifersüchtig über ihren Wein, wirtschaftliche Erwägungen waren ihr fremd. Im Weinberg standen noch wurzelechte [[Rebstock|Reben]], abgestorbene Rebstöcke wurden nicht ersetzt. Die Erträge waren daher extrem niedrig (selten über 10 hl/ha). Der Wein blieb bis zur Abfüllung oft jahrelang im Fass. Bei der ersten Festlegung von Grands Crus in den 1930er Jahren blieb der Clos des Lambrays mangels Initiative seiner Besitzer ebenfalls außen vor. &amp;#039;&amp;#039;Camille Rodier&amp;#039;&amp;#039;, der zweite Enkel von Albert-Sébastien und Mitbegründer der [[Chevalier du Tastevin|Confrérie des Chevaliers du Tastevin]], setzte sich allerdings stets für den Clos des Lambrays ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renée Cosson starb 1977. Die Bewohner von Morey-Saint-Denis nannten den Weinberg damals spöttisch „clos délabré“ (verkommener Weinberg). Im Jahr 1979 erwarb eine Kapitalgesellschaft unter Führung der im Weingeschäft tätigen Brüder &amp;#039;&amp;#039;Fabien&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Louis Saier&amp;#039;&amp;#039; den Clos des Lambrays für 10 Millionen Francs. Sie engagierten den jungen [[Önologe]]n &amp;#039;&amp;#039;Thierry Brouhin&amp;#039;&amp;#039; als Kellermeister, der seitdem für die Domaine des Lambrays tätig ist. Am 27. April 1981 wurde der Clos des Lambrays in den Status eines Grand Cru erhoben. Die neuen Besitzer verpflichteten sich, den Anteil alter Reben hoch zu halten, weshalb lediglich 2,44 ha neu bestockt wurden. Zudem ersetzten sie abgestorbene Rebstöcke, so dass in den ersten zehn Jahren insgesamt die Hälfte des Clos erneuert wurde. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf das Doppelte der Kaufsumme. Wirtschaftliche Schwierigkeiten zwangen die Besitzer Mitte der 1990er Jahre zum Verkauf. 1996 übernahm der deutsche Industrielle &amp;#039;&amp;#039;Günter Freund&amp;#039;&amp;#039; aus [[Koblenz]] zusammen mit seinem Sohn Hans-Joachim die Domaine des Lambrays.&lt;br /&gt;
Mit der von ihnen verfolgten Qualitätspolitik (niedrige Erträge, strenge Selektion) festigten sie seither den Status des Clos des Lambrays als Grand Cru.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2014 sind Lage und Weingut im Eigentum der französischen Luxusgüter-Erzeugergruppe [[LVMH]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://avis-vin.lefigaro.fr/magazine-vin/o111726-lvmh-fait-lacquisition-du-clos-des-lambrays/ Artikel im Le Figaro &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenangaben ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean-François Bazin: &amp;#039;&amp;#039;Chambertin. La Côte de Nuits de Dijon à Chambolle-Musigny&amp;#039;&amp;#039;. Jacques Legrand, Paris 1991, ISBN 2-905969-32-6&lt;br /&gt;
* Benoît France (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grand Atlas des Vignobles de France&amp;#039;&amp;#039;. Solar, Paris 2002, ISBN 2-263-03242-8&lt;br /&gt;
* Michel Mastrojanni: &amp;#039;&amp;#039;Le Grand Livre du Bourgogne&amp;#039;&amp;#039;. Solar, Paris 1995, ISBN 2-263-02181-7&lt;br /&gt;
* Robert Petronio: &amp;#039;&amp;#039;De Gevrey à Morey. Lectures de la Côte de Nuits&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Revue du Vin de France&amp;#039;&amp;#039; No. 508, Februar 2007, S. 42–45 &amp;lt;br /&amp;gt; – Vertikalprobe des &amp;#039;&amp;#039;Chambertin&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;Domaine Armand Rousseau&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Clos des Lambrays&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* James Turnbull: &amp;#039;&amp;#039;Bourgogne Grandeur Nature&amp;#039;&amp;#039;. Éditions E.P.A., Paris 1998, ISBN 2-85120-524-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lambrays.com/ Offizielle Website des Weinguts Clos des Lambrays]&lt;br /&gt;
* [http://www.vins-bourgogne.fr/gallery_files/site_2/2255/12908/vin6004fiche_n28_clos_de_lambrayqxd.pdf Übersicht über die Weinlagen von Morey-Saint-Denis] (PDF-Datei; 1,32 MB)&lt;br /&gt;
* [https://weinlagen-info.de/#lage_id=2279 Genauer Umriss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinlage in Burgund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Morey-Saint-Denis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbau in Bourgogne-Franche-Comté]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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