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	<title>Click-Chemie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T01:08:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Click-Chemie&amp;diff=604104&amp;oldid=prev</id>
		<title>138.232.236.67: Falscher link</title>
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		<updated>2023-11-22T08:57:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Falscher link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das Konzept der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Click-Chemie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 2001 von [[K. Barry Sharpless]] mit [[Hartmuth C. Kolb]] und [[M. G. Finn]] begründet und beschreibt eine Möglichkeit, schneller und zielgerichteter Zielmoleküle aus kleineren Einheiten zu synthetisieren, ähnlich wie die [[Natur]] sie durchführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nobelpreis für Chemie|Nobelpreis]] 2022 ging an Barry Sharpless, [[Morten P. Meldal]] und [[Carolyn Bertozzi]] für Beiträge zur Click-Chemie. Bei Sharpless und Meldal waren grundlegende Beiträge dazu verantwortlich und bei Bertozzi auch Erweiterungen und Anwendungen in der Biochemie von lebenden Systemen. Um [[Glykan]]e an den Oberflächen von Zellen zu markieren, entwickelte sie Markierungen dieser Moleküle mit Click-Chemie-Reaktionen, die die Zellen nicht schädigen und auch die chemischen Prozesse in den Zellen möglichst wenig stören (&amp;#039;&amp;#039;[[Bioorthogonale Markierung|Bioorthogonalität]]&amp;#039;&amp;#039;). In der Nobelpreis-Würdigung wurde die Grundidee Barry Sharpless (2000) zugeschrieben, der auch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Click-Chemie&amp;#039;&amp;#039; prägte. Bald darauf fanden Sharpless und Meldal unabhängig voneinander das in der Würdigung des Nobelkomitees so bezeichnete „Kronjuwel“ der Reaktionen der Click-Chemie, die Kupfer-katalysierte [[Azide|Azid]]-[[Alkine|Alkin]]-[[Cycloaddition]] (CuAAC), die weite Verbreitung fand. Dabei handelt es sich um eine neue Art &amp;#039;&amp;#039;funktionaler Chemie&amp;#039;&amp;#039;, die das Mitglied des Nobelkomitees Olof Ramströms mit dem Aufbau von Strukturen mittels [[Lego]]-Bausteinen verglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nobelprize.org/prizes/chemistry/2022/prize-announcement/ Nobelpreis für Chemie 2022], Pressemitteilung der Nobelstiftung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erklärung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Biochemie]] werden [[Proteine]] aus einzelnen [[Aminosäure]]n und [[Polysaccharid]]e aus einzelnen Zuckereinheiten, den [[Monosaccharid]]en, gebildet. Die verbindenden Einheiten bestehen dabei in der Regel aus Kohlenstoff-[[Heteroatom]]bindungen. In der Natur überwinden [[Enzym]]e die hohe [[Enthalpie]] einzelner chemischer Reaktionen, indem sie diese in einer Serie kleinerer Einzelschritte von geringerer Enthalpie durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 errechnete Guida die Anzahl der Moleküle für eine mögliche pharmazeutische Anwendung auf 10&amp;lt;sup&amp;gt;63&amp;lt;/sup&amp;gt;, basierend auf der Annahme, dass diese weniger als 30 „Nicht-Wasserstoffatome“ enthalten, weniger als 500 [[Dalton (Einheit)|Dalton]] wiegen, nur aus den Elementen [[Wasserstoff]], [[Kohlenstoff]], [[Stickstoff]], [[Sauerstoff]], [[Phosphor]], [[Schwefel]], [[Chlor]] und [[Brom]] bestehen, und sowohl bei Raumtemperatur, als auch gegenüber Sauerstoff und Wasser stabil sind. Click-Chemie kann in Kombination mit [[Kombinatorische Chemie|kombinatorischer Chemie]], [[Hochdurchsatz-Screening]] und dem Aufbau [[Molekülbibliothek|chemischer Bibliotheken]] die [[Pharmaforschung]] nach pharmazeutischen [[Wirkstoff]]en erheblich beschleunigen, indem sich ein großes Problem bei der Entwicklung eines Arzneimittels, die Synthese des Wirkstoffs selbst, in viele kleinere Probleme zerlegen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine chemische Transformation muss nach der &amp;#039;&amp;#039;Click-Chemie&amp;#039;&amp;#039; folgenden Kriterien genügen:&lt;br /&gt;
* modular und breite Anwendungsmöglichkeit&lt;br /&gt;
* hohe Ausbeuten&lt;br /&gt;
* unbedenkliche und nicht störende Nebenprodukte&lt;br /&gt;
* [[Stereoselektive Synthese|stereospezifisch]]&lt;br /&gt;
* einfache Reaktionsbedingungen&lt;br /&gt;
* leicht verfügbare und billige Reagenzien&lt;br /&gt;
* Lösungsmittel, die eine einfache Produktisolierung ermöglichen (vorzugsweise Wasser)&lt;br /&gt;
* einfache Aufarbeitung und Isolierung des Produkts mittels [[Kristallisation]] oder [[Destillation]] (nicht chromatographische Verfahren)&lt;br /&gt;
* hohe thermodynamische Antriebskraft ([[Bildungsenthalpie]] &amp;gt; 84 [[Kilojoule|kJ]]/[[mol]]), um eine schnelle Reaktion zu einem einzigen Reaktionsprodukt zu garantieren&lt;br /&gt;
* hohe [[Atomeffizienz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemische Reaktionen, die diese Kriterien erfüllen, sind:&lt;br /&gt;
* Die [[Cycloaddition]]sreaktionen, besonders die Cu(I) katalysierte [[1,3-Dipolare Cycloaddition|Huisgencycloaddition]] und die [[Diels-Alder-Reaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Nucleophile Substitution]]en, besonders solche an kleinen gespannten Ringen wie Epoxiden oder [[Aziridin]]en&lt;br /&gt;
* [[Carbonylgruppe|Carbonyl]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ähnliche Bildung von Carbamiden und Amiden, aufgrund der zu geringen Bildungsenthalpie, nicht jedoch [[Aldolreaktion]]en&lt;br /&gt;
* [[Additionsreaktion]]en an Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen, wie beispielsweise die [[Epoxide#Bildung durch Epoxidierung einer Doppelbindung|Epoxidierungsreaktionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In lebenden biologischen Systemen ist die Anwendung der Kupfer-katalysierten [[Huisgen-Reaktion|Huisgen-Cycloaddition]] (CuAAC) nicht möglich wegen der Zellschädigung durch Kupfer. Carolyn Bertozzi entwickelte dafür alternative Click-Reaktionen vom Huisgencycloadditions-Typ über Cyclooctine (also zyklische [[Alkin]]e mit acht C-Atomen, der kleinsten Anzahl C-Atome für eine Isolierung in haltbarer Form). Die Ringspannung in den Cycloalkinen ermöglicht den Ablauf der Reaktion ohne Kupfer-Katalysatoren. Zunächst wurden Cyclooctine mit zwei Fluoratomen benutzt (DIFO, Difluorinated Cyclooctyne), danach zusätzlich mit [[Phenylgruppe|Phenyl-Gruppen]] (DIFBO, Difluorobenzocyclooctyne), die zur Stabilisierung in einen Komplex mit &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt;-[[Cyclodextrine]]n gebunden sind. Die Click-Chemie wurde damit kompatibel mit den in der Zelle ablaufenden biochemischen Prozessen (Bioorthogonalität).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hartmuth C. Kolb, M. G. Finn, [[Barry Sharpless|K. Barry Sharpless]]: &amp;#039;&amp;#039;Click-Chemie: diverse chemische Funktionalität mit einer Handvoll guter Reaktionen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angew. Chem.&amp;#039;&amp;#039; 2001, Band 113, S.&amp;amp;nbsp;2056; {{DOI|10.1002/1521-3757(20010601)113:11&amp;lt;2056::AID-ANGE2056&amp;gt;3.0.CO;2-W}}.&lt;br /&gt;
* Hartmuth C. Kolb, M. G. Finn, K. Barry Sharpless: &amp;#039;&amp;#039;Click Chemistry: Diverse Chemical Function from a Few Good Reactions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Angew. Chem. Int. Ed.&amp;#039;&amp;#039; 2001, Band 40, S.&amp;amp;nbsp;2004; {{DOI|10.1002/1521-3773(20010601)40:11&amp;lt;2004::AID-ANIE2004&amp;gt;3.0.CO;2-5}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- fehlerhaft? unvollständig? * W.C. Guida u. a. Med. Res. Rev. p 3 1996. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7700321-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Reaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
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