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	<title>Clemens Wilmenrod - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;ⵓ: •2 externe Links geändert• 🌐︎</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;•2 externe Links geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Toast Hawaii RZ.jpg|mini|&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Clemens Wilmenrods „Erfindung“&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Toast Hawaii&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clemens Wilmenrod&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Clemens Hahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[24. Juli]] [[1906]] in [[Oberzeuzheim]] im [[Westerwald]]; † [[12. April]] [[1967]] in [[München]]) war ein deutscher [[Schauspieler]] und ab 1953 der erste deutsche [[Fernsehkoch]]. Wilmenrod gilt als der Erfinder des &amp;#039;&amp;#039;[[Toast Hawaii]]&amp;#039;&amp;#039;, des &amp;#039;&amp;#039;[[Arabisches Reiterfleisch|Arabischen Reiterfleisches]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Gefüllten Erdbeere&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem soll er den [[Rumtopf]] in Süd- und Westdeutschland populär gemacht haben. Er sorgte angeblich auch dafür, die [[Pute]] in Deutschland als Weihnachtsfestbraten zu popularisieren. Wilmenrod hatte keine Ausbildung als [[Koch]], sondern war Schauspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Clemens Hahn wurde in Oberzeuzheim geboren, wuchs aber in [[Willmenrod]] auf, wo seine Eltern eine Mühle betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fnp.de/lokales/limburg-weilburg/limburg-toast-hawaii-willmenrod-erfinder-fernsehkoch-westerwald-13848244.html |titel=Toast Hawaii-Erfinder kommt aus der Nähe von Limburg - So kam er auf das Rezept |datum=2021-11-02 |abruf=2021-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erhielt zunächst Klavierunterricht am Konservatorium in [[Limburg an der Lahn]]. Anschließend nahm er Schauspielunterricht bei [[Louise Dumont]] in Düsseldorf. Als Schauspieler hatte er zunächst wenig Erfolg. Nach ersten Engagements in [[Stendal]] arbeitete er seit 1935 am Residenztheater Wiesbaden und seit 1939 am Komödienhaus Dresden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=42625852|Titel=Der Doppelkopf|Jahr=1959|Nr=26|Seiten=47–57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde er zu den [[Panzergrenadier]]en einberufen und durch einen Schuss am Ohr verwundet. Für die auf 400 Manuskriptseiten niedergeschriebenen Erlebnisse seiner 111 Tage bei der [[Wehrmacht]] (Titel „Ohne mich“) fand er keinen Verleger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 folgte ein Engagement am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. Im gleichen Jahr lernte er die Tochter Erika des Metzgermeisters Klink kennen und heiratete sie; zusammen zogen sie 1951 nach Lübeck. Zuvor war er kurzzeitig mit der Schauspielerin [[Susanne Engelhart]] verheiratet gewesen. Nach einem Streit mit dem Lübecker Intendanten wechselte er zum Theater „Kleine Komödie“ in Hamburg. Daneben synchronisierte er Filme und spielte auch kleine Filmrollen in &amp;#039;&amp;#039;[[Hochzeitsnacht im Paradies (1950)|Hochzeitsnacht im Paradies]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Wenn eine Frau liebt]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swr.de/archiv/regionen/100-groessten-rheinland-pfaelzer/die-100-groessten-rheinland-pfaelzer-wilmenrod-clemens/-/id=2367956/did=2462818/nid=2367956/85zah4/index.html |titel=Die 100 größten Rheinland-Pfälzer: Wilmenrod, Clemens |werk=swr.de |hrsg=[[Südwestrundfunk]] |datum=2007-08-14 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200629042615/https://www.swr.de/archiv/regionen/100-groessten-rheinland-pfaelzer/die-100-groessten-rheinland-pfaelzer-wilmenrod-clemens/-/id=2367956/did=2462818/nid=2367956/85zah4/index.html |archiv-datum=2020-06-29 |abruf=2020-06-29|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 20. Februar 1953 bis zum 16. Mai 1964 trat er in der [[Nordwestdeutscher Rundfunk|NWDR-]] bzw. [[Westdeutscher Rundfunk|WDR]]-Sendung &amp;#039;&amp;#039;Bitte, in zehn Minuten zu Tisch,&amp;#039;&amp;#039; assistiert von Ehefrau Erika und dem Schnellbräter der Marke „Heinzelkoch“, in 185 Sendungen als Fernsehkoch auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der an [[Magenkrebs]] erkrankte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Clemens-Wilmenrod-Erfinder-des-Toast-Hawaii,wilmenrod100.html |titel=Clemens Wilmenrod: Erfinder des Toast Hawaii |sprache=de |werk=ndr.de |hrsg=NDR |abruf=2023-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilmenrod beging im Alter von 60 Jahren in einem [[München]]er Krankenhaus [[Suizid]], ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen. Carl Clemens Hahn wurde in seinem Heimatort Willmenrod beigesetzt. Das Grab wurde nach Ablauf der Ruhefrist aufgelöst, der Grabstein blieb aber erhalten und wurde später, ergänzt durch ein kleines Denkmal, an anderer Stelle auf dem Friedhof wieder aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Schaaf |url=https://argewe.lima-city.de/wewa4/VG-Westerburg/WW-Bilder/Willmenrod/willmenrod.html |titel=Willmenrod |abruf=2022-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Nerger |url=https://knerger.de/html/wilmenrosonstige_81.html |titel=Clemens Wilmenrod |werk=knerger.de |abruf=2024-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere als Schauspieler ===&lt;br /&gt;
Neben seiner Karriere am [[Stendal]]er [[Theater der Altmark]] und an anderen deutschen Bühnen gab er 1949 als Schauspieler sein Kinodebüt neben [[Hilde Krahl]] und [[Johannes Heesters]] in [[Wolfgang Liebeneiner]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Wenn eine Frau liebt]]&amp;#039;&amp;#039; in der Rolle des Präsidenten. Heesters war auch sein Filmpartner in [[Géza von Bolváry]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Hochzeitsnacht im Paradies (1950)|Hochzeitsnacht im Paradies]]&amp;#039;&amp;#039; (1950) mit [[Claude Farell]]. Es folgte eine Nebenrolle in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frauen des Herrn S.]]&amp;#039;&amp;#039; Der Regisseur [[Anatole Litvak]] engagierte Clemens Wilmenrod 1951 für die Hollywood-Produktion &amp;#039;&amp;#039;[[Entscheidung vor Morgengrauen]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er sich seinen Platz im Schützengraben mit Stars wie [[Richard Basehart]] und [[Oskar Werner]] teilte. Trotz dieser Meriten stagnierte seine Filmkarriere nach der Rolle des Montomura in dem Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;Die Geishas des Captain Fisby&amp;#039;&amp;#039; (1953). Mitte der 1960er Jahre hatte er noch einen Kinoerfolg als Willi Wimmer neben [[Vivi Bach]] in der Komödie &amp;#039;&amp;#039;Ein Ferienbett mit 100 PS&amp;#039;&amp;#039; (1965). Mit zwei Gastrollen in den Fernsehserien &amp;#039;&amp;#039;[[Die fünfte Kolonne (Fernsehserie)|Die fünfte Kolonne]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0242203|Die fünfte Kolonne (1963–1968): Full Cast &amp;amp; Crew}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kriminalmuseum]]&amp;#039;&amp;#039; endete seine Fernsehkarriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere als Fernsehkoch ===&lt;br /&gt;
Wilmenrods Fernsehkarriere begann eher zufällig. Der nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nur sporadisch (so 1951 im Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frauen des Herrn&amp;amp;nbsp;S.]]&amp;#039;&amp;#039;) beschäftigte Schauspieler suchte Anfang der 1950er Jahre eine Anstellung beim neu entstandenen [[Nordwestdeutscher Rundfunk|NWDR]]-Fernsehen in Hamburg. Zusammen mit seiner Frau wartete er in dem zum Fernsehstudio umgebauten [[Hamburger Flaktürme|Hochbunker]] auf dem Hamburger [[Heiligengeistfeld]] kurz vor dem anberaumten Bewerbungsgespräch in einem Raum, in dem auf einem Monitor eine naturkundliche Sendung lief. Wilmenrod selbst erzählt die Geschichte seiner Berufung folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Meine Frau und ich sahen einen Berliner Giftforscher mit einer Schlange hantieren – in Großaufnahme. Man sah nur die Hände des Forschers, der das Tier kameragerecht placierte und ihm aus den triefenden Kiefern das glitzernde Gift entnahm. Es war aufregend im Höchstmaße! Nach Schluß&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; der Sendung zerrte ich meine Frau in die nächste Kneipe. ‚Stell dir vor‘, flüsterte ich, ‚dieses Biest wäre ein Omelett gewesen‘.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Aus einem [[Radio-Feature]] von Herbert Hoven&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Hoven: &amp;#039;&amp;#039;Der Kurfürst in der Fernsehküche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;-[[Radio-Feature]], 25. Juli 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee der „Fernsehküche“ war geboren. Der Intendant des NWDR engagierte den Schauspieler prompt in der mit Frau Erika ausgedachten Rolle. Seinen [[Künstlername]]n entlieh Clemens Wilmenrod der [[Westerwald]]-Gemeinde [[Willmenrod]], aus der er stammte. Berichten zufolge erlernte er erst 1955 einige Grundfertigkeiten, unter anderem das richtige Schneiden einer [[Zwiebel]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot; /&amp;gt;, von seinem späteren Konkurrenten und „Intimfeind“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Foede |url=https://www.fr.de/panorama/gibt-keinen-toast-hawaii-11412183.html |titel=Kampf der Köche: Es gibt keinen Toast auf Hawaii |werk=[[Frankfurter Rundschau|fr.de]] |datum=2011-02-04 |abruf=2020-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans Karl Adam]], dem er auch einige Kochrezepte abgekauft haben soll, über deren Honorierung sich die beiden zerstritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sendung &amp;#039;&amp;#039;Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der NWDR strahlte die fünfzehnminütige Sendung ab dem 20. Februar 1953 zweiwöchentlich (ab 1957 monatlich) am Freitagabend um 21:30 Uhr aus, also zur besten Sendezeit. Bis zur Absetzung im Mai 1964 wurden 185 Folgen produziert. Clemens Wilmenrod begrüßte seine Zuschauer anfangs mit dem Satz „Ihr lieben, goldigen Menschen“, später wurde daraus „Liebe Freunde in Lucullus“ und schließlich „Verehrte Feinschmeckergemeinde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Sendung gab es einen Fruchtsaft im Glas, ein italienisches [[Omelett]], Kalbsniere gebraten mit Konserven-Mischgemüse, danach einen türkischen Mokka. Alle Gerichte wurden live während der kurzen Sendezeit zubereitet und nach der Sendung von den Mitwirkenden verzehrt. Wichtiges Utensil in der deckenhoch gefliesten Fernsehküche war der Infrarotgrill Marke „Heinzelkoch“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot; /&amp;gt; der auch im Abspann jeweils Erwähnung fand. Das Markenzeichen von „Don Clemente“ –&amp;amp;nbsp;so sein Spitzname&amp;amp;nbsp;– war sein von dem [[Karikatur]]isten [[Mirko Szewczuk]] gezeichnetes Porträt auf seiner Kochschürze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuffed Strawberry.jpg|mini|Gefüllte Erdbeere]]&lt;br /&gt;
Wilmenrods Küchenschaffen war geprägt von der konsumorientierten Neugierde der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] – er verwendete ohne Scheu Dosengemüse, Fertigsoßen und [[Ketchup]] bei der Zubereitung seiner Kreationen. Er stellte aber auch die [[Kochkunst|kulinarischen]] Weichen für die sich entwickelnde Reisesehnsucht der Deutschen in jenen Jahren: [[Olivenöl]], [[Knoblauch]] und italienische [[Pasta]]- und [[Pizza]]gerichte hatten ihren festen Platz in Wilmenrods Küche. Seine launigen [[Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen|Münchhausiaden]], in gespielter Weltläufigkeit präsentiert und von mancherlei angeblichen Reisen kündend, taten ein Übriges, ihm in der neu entstehenden westdeutschen „Fernsehrepublik“ zu großer Bekanntheit zu verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvergessen sind auch seine übertriebenen Namenskreationen für einfache Gerichte, wie etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Arabisches Reiterfleisch]]&amp;#039;&amp;#039; für ein einfaches Hackfleischgericht, &amp;#039;&amp;#039;Venezianischer Weihnachtsschmaus&amp;#039;&amp;#039; für ein paniertes Schnitzel, aber auch &amp;#039;&amp;#039;Päpstliches Huhn,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelsuppe René,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Flambierte schwarze Banane,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Würstchen mit Austern&amp;#039;&amp;#039; und viele weitere mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als  Wilmenrod zufolge ein Zuschauer ihn beschuldigte, die mit einer schlichten Mandel gefüllte Erdbeere nicht selbst erfunden zu haben, setzte er sich während der Sendung ein langes Küchenmesser auf die Brust und schwor, sich den Stahl ins Herz zu rammen, wenn irgendein Zuschauer „auf der Kruste dieses Planeten“ anrufen würde, der schon einmal vorher eine gefüllte Erdbeere gegessen habe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=IAQhpI9euwg |titel=Clemens Wilmenrod und die gefüllte Erdbeere |werk=[[Youtube]] |format=Video; 2:35 Minuten |abruf=2020-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilmenrod war auch mit seinen [[feuilleton]]istischen [[Kochbuch|Kochbüchern]] erfolgreich. Sie erschienen mit einer Gesamtauflage von über 250.000 Exemplaren bei [[Hoffmann und Campe]], Vollmer und später auch als Taschenbücher im [[Rowohlt-Verlag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Obgleich Wilmenrods Kulinarik dem Vergleich mit modernen Standards der [[Kochkunst]] kaum standhält, war seine Wirkung in den 1950er Jahren enorm; seine Sendungen waren jedes Mal [[Straßenfeger]]. Wenn Wilmenrod ein [[Kabeljau]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;rezept vorstellte, war Kabeljau für die nächsten Tage in sämtlichen Fischgeschäften ausverkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilmenrod war einer der ersten, deren unverwechselbare Fernsehpräsenz und Popularität in Deutschland auch die werbetreibende Industrie zu interessieren begann, die ihn für verschiedene Küchengeräte und Lebensmittel unter Vertrag nahm. Die Geschäftsbeziehung zu einem Spirituosenhersteller ließ Wilmenrod den Rumtopf propagieren. Einen Skandal löste es Ende der 1950er Jahre aus, als das allseits bekannte Porträt des Fernsehkochs auf einer Fischdose abgebildet wurde, wofür er ein Honorar (und einen scharfen Tadel des [[Westdeutscher Rundfunk|WDR]]) kassierte. Daran schloss sich ein Grundsatzstreit über die Frage der [[Schleichwerbung]] an: Ob es erlaubt sein dürfe, dass bekannte Fernsehschaffende für Werbeauftritte Extraentgelte einstrichen? Dem Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; war diese Debatte gar eine Titelgeschichte über Wilmenrod wert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1959&amp;quot; /&amp;gt; Der scharfe Einspruch eines [[Blasphemie]] witternden katholischen Theologen gegen Wilmenrods launige, von den Sendbriefen des Apostels [[Paulus von Tarsus|Paulus]] inspirierte Publikumsbegrüßung „Liebe Brüder und Schwestern in Lukullus“ beschädigte ebenfalls den Ruf des Fernsehkochs&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lutz Neitzert |url=http://home.rz-online.de/~dneitzer/homepage6.htm |titel=Clemens Wilmenrod – Der Schürzenjäger und das Päpstliche Huhn |werk=[[SWR2]] |datum=2009-03-28 |kommentar=Manuskript zum Radio-Feature |archiv-url=https://archive.today/20121211081202/http://home.rz-online.de/~dneitzer/homepage6.htm |archiv-datum=2012-12-11 |abruf=2020-06-29|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1964 wurde die Sendung schließlich eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]] verfilmte im Frühjahr 2008 das Leben Wilmenrods unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Es liegt mir auf der Zunge]]&amp;#039;&amp;#039; nach einem Drehbuch von [[Lothar Kurzawa]] mit [[Jan Josef Liefers]] und [[Anna Loos]] in den Hauptrollen (Erstausstrahlung am 25.&amp;amp;nbsp;November 2009 in [[Das Erste]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1950: [[Hochzeitsnacht im Paradies (1950)|Hochzeitsnacht im Paradies]]&lt;br /&gt;
* 1950: [[Wenn eine Frau liebt]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Ein Ferienbett mit 100 PS]]&lt;br /&gt;
* 1966: [[Die fünfte Kolonne (Fernsehserie)|Die fünfte Kolonne]] – Ein Auftrag für....&lt;br /&gt;
* 1967: [[Das Kriminalmuseum: Die Kiste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es liegt mir auf der Zunge&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie in Abrahams Schoß. Brevier für Weltenbummler und Feinschmecker&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Französische Küche&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Vollmer, Wiesbaden 1963&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Fernsehen gekocht. Hundertundein Rezept von Clemens Wilmenrod&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Josef Görtz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bundesfeinschmecker. Clemens Wilmenrod war Deutschlands erster Fernsehkoch – der gelernte Schauspieler, Erfinder des „Toast Hawaii“ und Begründer der Schleichwerbung wäre jetzt 100 geworden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 23.&amp;amp;nbsp;Juli 2006, S.&amp;amp;nbsp;50.&lt;br /&gt;
* Michael W. Caden: &amp;#039;&amp;#039;Don Clemente&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Leben des TV-Kochs Clemens Wilmenrod 300 Seiten mit vielen Fotos aus seinem Nachlass ISBN 978-3754919811.&lt;br /&gt;
* Gerd Hallenberger: &amp;#039;&amp;#039;Clemens Wilmenrod. Zeichen von Esskultur&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;montage/av. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation&amp;#039;&amp;#039;. Band 10, 2001, Nr. 2: &amp;#039;&amp;#039;Essen! Trinken! Feiern!&amp;#039;&amp;#039;, S. 123–129, hier S. 127 [http://www.montage-av.de/pdf/102_2001/10_2_Gerd_Hallenberger_Clemens_Wilmenrod.pdf (PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB)].&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=42625852|Titel=Der Doppelkopf|Jahr=1959|Nr=26|Seiten=47–57}}&lt;br /&gt;
* Silvia Becker: &amp;#039;&amp;#039;Kochsendungen in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR – Clemens Wilmenrods „Bitte in zehn Minuten zu Tisch“ und [[Kurt Drummer]]s „Der Fernsehkoch empfiehlt“ im Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. Norddeutsches Heft zu Rundfunkgeschichte 8, Hrsg. Hans-Ulrich Wagner, [[Hans-Bredow-Institut]], Hamburg Oktober 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107739534}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0932808}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Katja Iken |url=http://einestages.spiegel.de/external/ShowAlbumBackgroundPrint/a1716.html |titel=Deutschlands erster Fernsehkoch: Mister Toast Hawaii |werk=[[einestages]] auf [[Spiegel Online]] |datum=2008-04-04 |kommentar=über Deutschlands erste Fernsehköche Clemens Wilmenrod, [[Ulrich Klever]] und [[Max Inzinger]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131224102951/http://einestages.spiegel.de/external/ShowAlbumBackgroundPrint/a1716.html |archiv-datum=2013-12-24 |abruf=2020-06-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Katja Iken |url=http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1725/_kochen_ist_die_sehnsucht_nach_einer_heilen_welt.html |titel=Spitzenkoch Johann Lafer: „Kochen ist die Sehnsucht nach einer heilen Welt“ |werk=einestages auf Spiegel Online |datum=2008-04-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130522093633/http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1725/_kochen_ist_die_sehnsucht_nach_einer_heilen_welt.html |archiv-datum=2013-05-22 |abruf=2020-06-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ingolf Bannemann |url=https://www.youtube.com/watch?v=imlThkXCor4 |titel=Wilmenrod – Es liegt mir auf der Zunge |werk=[[NDR Fernsehen|NDR]]-Sendung „[[Mein Nachmittag]]“ |datum=2015-09-23 |format=Video; 20:10&amp;amp;nbsp;Minuten |kommentar=wiedergegeben auf YouTube |abruf=2020-06-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Harald Martenstein]] |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/fernsehmuseum-tv-koch-clemens-wilmenrod/166036.html |titel=Fernsehmuseum: Fernsehkoch Clemens Wilmenrod |werk=[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel.de]] |datum=2000-09-14 |abruf=2020-06-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* Wiederholung der [https://www.youtube.com/watch?v=UtmMEeti6q8&amp;amp;t=365 Sendung zur gefüllten Erdbeere] von 1955 In: [[ARD-Alpha]]&lt;br /&gt;
* Wiederholung einer [https://www.youtube.com/watch?v=e6N9mOzE9xI Sendung („Bretonischer Heringssalat“)] von 1961 In: [[ARD-Alpha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107739534|VIAF=74377554}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wilmenrod, Clemens}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehkoch (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wilmenrod, Clemens&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hahn, Karl Clemens (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schauspieler und erster deutscher Fernsehkoch&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberzeuzheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. April 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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