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	<title>Clemens V. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:50:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Clemens_V.&amp;diff=59705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: Deklinationsfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-30T07:41:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Deklinationsfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Clément V Rome bibliothèque Palatine.jpg|mini|Clemens V.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clemens V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bertrand de Got&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren in der Mitte des 13. Jahrhunderts auf [[Burg Villandraut]], [[Frankreich]], gestorben [[20. April]] [[1314]] in [[Roquemaure (Gard)|Roquemaure]], Frankreich), war ein französischer Geistlicher und Jurist. Vom 5.&amp;amp;nbsp;Juni 1305 bis zu seinem Tod [[Papst]] der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]]. 1309 verlegte er die päpstliche Residenz nach [[Avignon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Laufbahn bis zur Papstwahl ==&lt;br /&gt;
Bertrand wurde als dritter Sohn von Béraud [[Goth (Adelsgeschlecht)|de Got]] und Ida de Blanquefort geboren. Seine Familie gehörte dem ritterlichen [[Niederer Adel|Niederadel]] an und gilt als für vernetzt; mehrere Verwandte hatten hohe kirchliche Ämter inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat dem [[Grammontenser]]orden bei und wurde [[Mönch]]. An der Lehranstalt für [[Römisches Recht]] in [[Universität Orléans|Orléans]] und in [[Universität Bologna|Bologna]] studierte er [[Doktor beider Rechte|beide Rechte]]. Später trat er in die päpstlichen Dienste ein und wurde Kaplan von Papst [[Bonifatius VIII.]], der ihn im Jahr 1295 zum [[Bischof von Comminges]] ernannte. Vier Jahre später (1299) ernannte ihn Bonifatius VIII. zum [[Erzbistum Bordeaux|Erzbischof von Bordeaux]]. Während seiner Zeit als [[Erzbischof]] entwickelte sich vermutlich seine Freundschaft zum französischen König [[Philipp IV. (Frankreich)|Philipp IV. dem Schönen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pontifikat ==&lt;br /&gt;
Am 5.&amp;amp;nbsp;Juni 1305 wählte ihn das [[Konklave]] nach elfmonatiger Tagung in [[Perugia]] zum neuen Papst. Da sich die Zahl der französischen und italienischen [[Kardinal|Kardinäle]] die Waage gehalten hatte, konnte man sich lange nicht auf einen Kandidaten einigen. Die Krönung von Papst Clemens V. fand auf seinen Wunsch am 14.&amp;amp;nbsp;November 1305 in [[Lyon]] statt. Dabei war auch Clemens’ Freund, der französische König Philipp IV., anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst Clemens V. hielt sich bis 1309 wechselnd in Bordeaux, [[Poitiers]] und [[Toulouse]] auf. Im März 1309 bestimmte er [[Avignon]] zum neuen Sitz der Päpste, wodurch das so genannte „[[Avignonesisches Papsttum|babylonische Exil der Kirche]]“ begann, das erst im Jahr 1377 von Papst [[Gregor XI.]] beendet wurde. Seine provisorische Residenz nahm er im [[Dominikanerkloster Avignon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Auflösung des Templerordens ===&lt;br /&gt;
Im August 1307 war ein Versuch des Papstes gescheitert, die [[Souveräner Malteserorden|Johanniter]] und die [[Templerorden|Templer]] zu vereinigen. Am Freitag, den 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 1307, ließ der französische König Philipp IV. alle Templer in Frankreich verhaften. Der Grund war, dass sich der immer in Geldnöten befindende französische König das riesige Vermögen des Tempelordens sichern wollte, obwohl es gerade der Tempelorden war, der immer wieder den französischen Staat vor dem Staatsbankrott gerettet hatte. Dieser Coup war vom König jedoch bereits seit September des Jahres 1307 geplant worden. Im [[Templerprozess]] ließ Philipp IV. durch den französischen [[Generalinquisitor]] Anklage auf [[Häresie]] und [[Blasphemie]] gegen den Orden erheben, wobei in der Regel die Geständnisse der zahlreich angeklagten Ordensmitglieder unter der [[Folter]] erpresst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Clemens V. einberufene und von ihm selbst am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1311 eröffnete [[Konzil von Vienne]] entschied, dass die Templer der ihnen vorgeworfenen Häresie und Blasphemie nicht überführt worden seien. Ungeachtet der Konzilsmeinung hob Papst Clemens V. am 22.&amp;amp;nbsp;März 1312 den Templerorden durch die [[Päpstliche Bulle|Bulle]] &amp;#039;&amp;#039;[[Vox in excelso]]&amp;#039;&amp;#039; mit der Begründung auf, dass allein schon durch den nunmehr schlechten Ruf des Ordens eine derartige Maßnahme notwendig sei, um weiteren Schaden von der Gesamtkirche abzuwenden. Anschließend übereignete der Papst durch die Bulle &amp;#039;&amp;#039;[[Ad providam]]&amp;#039;&amp;#039; die Güter des Ordens den [[Geschichte des Johanniterordens|Johannitern]]. Der letzte [[Großmeister (Ritterorden)|Großmeister]] der Templer, [[Jacques de Molay]], soll den Papst und den König am 18.&amp;amp;nbsp;März 1314 auf dem Scheiterhaufen verflucht haben, weshalb Clemens V. zumindest von Teilen der gläubigen Bevölkerung später „der verfluchte Papst“ genannt wurde. Der Papsthistoriker [[Johannes Haller]] nannte das Vorgehen gegen den Templerorden den „ungeheuersten Justizmord“, den es je gab. Die anderen Fürsten Europas lehnten die päpstlichen Weisungen gegen den Templerorden zunächst ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltliche Politik ===&lt;br /&gt;
Unter Papst Clemens V. und seinen Nachfolgern in Avignon wurde das Papsttum eine südfranzösische Provinzeinrichtung. Ausnahmen bildeten nur [[Benedikt XII.]] und [[Urban V.]]; unter Clemens V., der ein willfähriges Werkzeug der französischen Könige war, dominierte die [[Gascogne]]. Die Folge dieser einseitigen Politik war Korruption mit der durch sie geförderten [[Nepotismus|Günstlings- und Nepotenwirtschaft]]. Die italienischen Kardinäle entkamen nur mit knapper Not einem Gemetzel, das [[Nepotismus am Heiligen Stuhl|Nepoten]] des Papstes Clemens V. gegen diese planten. Das Übergewicht französischer oder französisch gesinnter Kardinäle verstärkte er durch die Ernennung weiterer Franzosen zu Kardinälen. Darunter waren fünf nahe Verwandte. Er machte auch sieben Verwandte zu [[Bischof|Bischöfen]] bzw. Erzbischöfen. In seinem gewissenlosen Nepotismus glich er seinen späteren Nachfolgern [[Sixtus IV.]] und [[Alexander VI.]] Schon von seinen Zeitgenossen wurde die Kurie von Avignon als „klementinischer Jahrmarkt“ verspottet. Die Kurie wurde zum Kreditunternehmen für geistliche Würden, die der Papst an jeden zahlungskräftigen Interessenten vergab. Papst Clemens V. brauchte Geld. Wie es so bildkräftig hieß, war seine [[Mätresse]] Brunissende de Foix Talleyrand de Périgord, die Ahnin [[Alexandre Angélique de Talleyrand-Périgord|Talleyrands]], kostspieliger als „das ganze heilige Land“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung [[Albrecht I. (HRR)|Albrechts I.]] am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1308 bemühte sich der Bruder Philipps IV., [[Karl I. (Valois)|Karl von Valois]], um die deutsche Königskrone, was Clemens nur scheinbar unterstützte. Der französische Versuch scheiterte und stattdessen wurde [[Heinrich VII. (HRR)|Heinrich VII.]] zum römisch-deutschen König gewählt. Der Papst unterstützte zunächst Heinrich und ließ ihn durch Vertreter am 29.&amp;amp;nbsp;Juni 1312 in Rom zum Kaiser krönen. Als Heinrich allerdings immer ambitionierter versuchte, die Reichsrechte zu wahren und auch gegen Verbündete des Papstes vorging, vor allem gegen [[Robert von Anjou|Robert von Neapel]], kam es zum Konflikt mit Clemens, der auch von Philipp IV. unter Druck gesetzt wurde. Einen Bericht über den Italienzug Heinrichs VII. fertigte der Dominikaner und Bischof [[Nikolaus von Butrinto]] für Papst Clemens V. an. Der Traum einer Restaurierung des alten Reiches starb mit Kaiser Heinrich am 24.&amp;amp;nbsp;August 1313; der Papst ließ nach dem Tod des Kaisers verlautbaren, dass dessen Verurteilung Roberts ungültig sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem negativen Urteil [[Dante Alighieri|Dantes]] über Papst Clemens V. ist deutliche Verachtung zu spüren. Dante ließ im 19. Gesang seiner [[Göttliche Komödie|Göttlichen Komödie]] im dritten Graben des achten Höllenkreises der [[Hölle]] durch Papst [[Nikolaus III. (Papst)|Nikolaus III.]] die bevorstehende Höllenfahrt von Papst Clemens V. ankündigen. Zitat: „Denn nach ihm ([[Bonifaz VIII.]]) kommt von Westen her ein Schlimmerer – ein zügelloser Seelenhirte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens gründete die [[Universität Perugia]] und machte aus der Lehranstalt, an der er einst studiert hatte, die [[Universität Orléans]]. Auch gingen auf ihn die erst unter [[Johannes XXII.]] am 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 1317 öffentlich verkündeten [[Clementinae]] zurück. Diese kanonische Gesetzessammlung galt noch bis 1917.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst Clemens V. starb am 20.&amp;amp;nbsp;April 1314 vermutlich an [[Krebs (Medizin)|Krebs]] und wurde in der Kirche Notre Dame in [[Uzeste]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Constitutiones&amp;#039;&amp;#039;. [s.&amp;amp;nbsp;l.] Deutschland (?) nach 1317 ([http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000024690 Digitalisat] der Handschrift Msc.Can.28 der [[Staatsbibliothek Bamberg]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Constitutiones: Mit der Glosse des [[Johannes Andreae (Rechtsgelehrter)|Johannes Andreae]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Anton Koberger]], Nürnberg 1486 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-77800 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]); Erstausgabe Basel 1476 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-86876}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Constitutiones: Mit der Glosse des [[Johannes Andreae (Rechtsgelehrter)|Johannes Andreae]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Anton Koberger]], Nürnberg 15. I. 1482.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Constitutiones: Mit der Glosse des Johannes Andreae und 20 Extravaganten in der Redaktion des Alexander de Nevo&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1486 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-150736}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Constitutiones: Mit der Glosse des [[Johannes Andreae (Rechtsgelehrter)|Johannes Andreae]] und 20 Extravaganten in der Redaktion des Alexander de Nevo&amp;#039;&amp;#039;. Basel: Nikolaus Keßler, nicht nach 1489 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-87146}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Clemens’ V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl August Fink]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lage nach dem Tode Bonifaz&amp;#039; VIII. Benedikt XI. und Klemens V. (1303–1314).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Georg Beck]], Karl August Fink, [[Josef Glazik]], [[Erwin Iserloh]], [[Hans Wolter (Kirchenhistoriker)|Hans Wolter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterliche Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Halbband: &amp;#039;&amp;#039;Vom kirchlichen Hochmittelalter bis zum Vorabend der Reformation&amp;#039;&amp;#039; (= [[Handbuch der Kirchengeschichte]], Bd. III/2). Herder, Freiburg im Breisgau 1968, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 366–384.&lt;br /&gt;
* Sophia Menache: &amp;#039;&amp;#039;Clement V&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 1998, ISBN 0-521-59219-4 (&amp;#039;&amp;#039;Cambridge studies in Medieval life and thought&amp;#039;&amp;#039; Ser. 4, 36).&lt;br /&gt;
* [[Tilmann Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Clemens V.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Religion in Geschichte und Gegenwart]]. 4. Aufl. Bd. 4. Tübingen 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Clemens V|Clemens V.}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Clemens V.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT        = [[Datei:C o a Clemente V.svg|25px]][[Liste der Päpste|Papst]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER  = [[Benedikt XI.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT       = 1305–1314&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER = [[Johannes XXII.]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118723529|LCCN=n83165590|VIAF=12146574968738152511|REMARK=VIAF verknüpft mit {{GND|134917642}} einen falschen Datensatz (Stand: Oktober 2020)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clemens 05}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammontenserorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Avignon)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Bordeaux]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1314]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Comminges]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Clemens V.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bertrand de Got&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Geistlicher, Papst (vom 5. Juni 1305 bis zum 20. April 1314)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=zwischen 1250 und 1265&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Villandraut]], Frankreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. April 1314&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Roquemaure (Gard)|Roquemaure]], Frankreich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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