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	<title>Clemens Schmalstich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Leuni am 22. Februar 2026 um 12:14 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-22T12:14:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Clemens Schmalstich (1880-1960).jpg|rechts|mini|Der deutsche Dirigent Professor Clemens Schmalstich am Klavier]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Clemens Carl Otto Schmalstich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Oktober]] [[1880]] in [[Posen]]; † [[15. Juli]] [[1960]] in [[West-Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Berlin-Schmargendorf, Sterbeurkunde Nr. 1798 vom 18. Juli 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Komponist und Dirigent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Eisenbahnbetriebssekretär Klemens Schmalstich und Josepha Schmalstich, geb. Wicher. Clemens Schmalstich studierte nach dem Besuch des Posener [[Friedrich-Wilhelms-Gymnasium (Posen)|Friedrich-Wilhelm Gymnasiums]] auf Wunsch seines Vaters, der von einem Musikstudium seines Sohnes nichts wissen wollte, zunächst vier Semester Philosophie an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]. 1900 wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Landsmannschaft Salia Bonn]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Ohm und Alfred Philipp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenverzeichnis der Alten Herren der Deutschen Landsmannschaft.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. Hamburg 1932, S. 410.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seiner Zeit in Berlin wurde Schmalstich Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Landsmannschaft im CC Marchia Berlin zu Osnabrück|Landsmannschaft Marchia Berlin]]&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 gelang es dem jungen Studenten, an die [[Universität der Künste Berlin|Königliche Hochschule für Musik]] nach Berlin zu kommen. Er „lernte“ dort Klavier bei Professor [[Ernst Rudorff]], siedelte jedoch zwei Jahre später als Komponistenschüler in die Meisterklasse [[Engelbert Humperdinck]]s (Schöpfer u. a. der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Hänsel und Gretel (Oper)|Hänsel und Gretel]]&amp;#039;&amp;#039;) über, der sein väterlicher Freund wurde und ihm im Herbst 1906 die Stellung eines Dirigenten am neu eröffneten [[Metropol (Berlin)|Neuen Schauspielhaus]] in Berlin vermittelte, wo er neben anderen Werken auch Humperdincks Musik zu [[William Shakespeare|Shakespeares]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sturm (Shakespeare)|Sturm]]&amp;#039;&amp;#039; dirigierte. Schon damals gewann Schmalstich eine ganze Reihe von Akademie-Preisen. Sein Freund [[Leo Blech]] berief ihn 1910 an die [[Staatsoper unter den Linden|Königliche Oper Berlin]], wo Schmalstich bis 1919 neben Blech, [[Richard Strauss]] und [[Karl Muck]] als [[Korrepetitor]] und [[Kapellmeister]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Jahren freiberuflicher Tätigkeit mit vielen Auslandstourneen übernahm er 1927 die künstlerische Leitung der [[Electrola]]-Gesellschaft in Berlin, um 1931 einem Ruf als Lehrer an die staatlich-akademische Hochschule für Musik zu folgen. Zum 1. Mai 1932 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 1.106.153).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37851243&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 2009, CD-ROM-Lexikon, 2. Edition, S. 6580–82&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wirkte in [[Alfred Rosenberg]]s [[Kampfbund für deutsche Kultur]] als Kreiskulturverwalter und Spartenleiter für Unterhaltungsmusik und Operette mit und war Präsidialbeirat in der [[Kameradschaft der Deutschen Künstler]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 527.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Musikhochschule war er bis 1945 als Ordentlicher Professor, Leiter der Dirigentenklassen und der Opernschule tätig. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] stand er auf der [[Schwarze Liste|Schwarzen Liste]] der US-Militärregierung und des Rundfunks in der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Nachdem er schon seit den 1920er Jahren den „Berliner Concertverein“ dirigiert und seit 1937 das [[NSLB]]-Orchester geleitet hatte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; übernahm er von 1950 bis 1959 die Leitung des „Siemens-Orchesters“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Schmalstich war seit 1906, somit  über fünfzig Jahre, mit Louise „Lissi“ Kurz (* 11. September 1880 [[Saretschje (Kaliningrad, Gurjewsk)|Caymen]], [[Kreis Labiau]]; † 15. Januar 1961, [[Berlin-Heiligensee]]), einer Konzert- und Oratoriensängerin (Mezzosopran) und Schriftstellerin, verheiratet&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Berlin-Charlottenburg 1, Heiratsurkunde Nr. 156 vom 4. April 1906&amp;lt;/ref&amp;gt;, die u. a. das Libretto für seine Oper &amp;#039;&amp;#039;Beatrice&amp;#039;&amp;#039; schrieb. Das Paar hatte den Sohn Clemens Adolf Engelbert Schmalstich (* 15. Oktober 1908 [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Schöneberg I, Geburtsurkunde Nr. 2617 vom 16. Oktober 1908&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie zwei weitere Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Wahlheimat Berlin blieb Schmalstich bis zu seinem Tode treu. Er wohnte seit 1938 in der Bamberger Straße in [[Berlin-Wilmersdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erstmals im &amp;#039;&amp;#039;Berliner Adressbuch&amp;#039;&amp;#039; von 1939 nachgewiesen [https://digital.zlb.de/viewer/image/34115495_1939/5629/]. Unter derselben Adresse (Nr. 19) war auch der Maler [[Karl Schmidt-Rottluff]] gemeldet&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Unfalls im [[Martin-Luther-Krankenhaus (Berlin)|Martin-Luther-Krankenhaus]] in [[Berlin-Schmargendorf]] und wurde auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]] beigesetzt, doch ist seine Grabstätte bereits aufgelöst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachlass befindet sich in der [[Staatsbibliothek zu Berlin]] (55 Nachl 72).&amp;lt;ref&amp;gt;Kalliope-Verbund [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-26085]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kompositionen ==&lt;br /&gt;
Als Komponist schrieb Schmalstich etwa 120 Lieder mit Klavier- und Orchester, die Opern &amp;#039;&amp;#039;Beatrice&amp;#039;&amp;#039; (1940) und &amp;#039;&amp;#039;Die Hochzeitsfackel&amp;#039;&amp;#039; (1943), zwei Sinfonien, drei Konzerte für Klavier und Orchester, eine Sinfonietta, die sinfonische Dichtung &amp;#039;&amp;#039;Tragischer Epilog&amp;#039;&amp;#039; (zum Ableben des Papstes Pius XII.), von vielen Sendern ausgestrahlt, mehrere Orchestersuiten, viele Klavierwerke, die Operetten &amp;#039;&amp;#039;Tänzerin aus Liebe&amp;#039;&amp;#039; (1919) und &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Zarin lächelt&amp;#039;&amp;#039; (1937). Sein Jugendwerk, die Bühnenmusik zu &amp;#039;&amp;#039;[[Peterchens Mondfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; wird seit 1913 immer wieder auf in- und ausländischen Bühnen gespielt.&lt;br /&gt;
Auch in dem Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Peterchens Mondfahrt (1959)|Peterchens Mondfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; von 1959 wird seine Musik verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Filmmusik ==&lt;br /&gt;
Schmalstichs Filmschaffen begann mit einem Kulturfilm über [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], und die Glanzzeit der [[UFA|Ufa]]-Kulturfilme ist mit seinem Namen verbunden. So komponierte er u. a. die Musik für die [[Kulturfilm]]e &amp;#039;&amp;#039;[[Das Wort aus Stein]]&amp;#039;&amp;#039; über die Bauten Adolf Hitlers (1939) und &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage&amp;#039;&amp;#039; (1940). Zu seinen in der NS-Zeit komponierten Filmmusiken gehörten weiterhin &amp;#039;&amp;#039;Zu Straßburg auf der Schanz&amp;#039;&amp;#039; (1934) und &amp;#039;&amp;#039;Schneider Wibbel&amp;#039;&amp;#039; 1939.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Die 1945 entstandenen &amp;#039;&amp;#039;Das Jahr der Elche&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Frauenturnen&amp;#039;&amp;#039; („Anmut und Kraft. Frauensport unter der Zeitlupe“) wurden erst während der [[Berliner Festspiele]] 1957 uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinen dreizehn Spielfilmen waren die Waschneck-Inszenierung &amp;#039;&amp;#039;Abel mit der Mundharmonika&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Liebesleute&amp;#039;&amp;#039; (Renate Müller, Gustav Fröhlich, Harry Liedtke), &amp;#039;&amp;#039;[[Regine (1935)|Regine]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Luise Ullrich]], Adolf Wohlbrück), &amp;#039;&amp;#039;Musik im Blut&amp;#039;&amp;#039; (Sybille Schmitz), aber auch der Rühmann-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Lachende Erben]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Max Ophüls]] und der von [[Hans Steinhoff]] inszenierte [[Heinrich George|Heinrich-George]]-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Volksfeind (1937)|Ein Volksfeind]]&amp;#039;&amp;#039; 1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orchesterwerke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Amor und Psyche op. 103 (1933)&lt;br /&gt;
* Aus einer kleinen Stadt op. 94, Suite (1936)&lt;br /&gt;
* Bilder aus Ceylon, Suite für Klavier (1947)&lt;br /&gt;
* Nordische Suite op. 112 (1947)&lt;br /&gt;
* 2 Serenaden für Streichorchester op. 104 (1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1957: [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schmalstich, Clemens&amp;#039;&amp;#039;. In: Müller von Asow: &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Musiker-Kalender 1954&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 1954, Sp. 1155–1157 (mit ausführlichem Werkverzeichnis opp. 15–122)&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 6580–6582. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117455369}}&lt;br /&gt;
* Clemens Schmalstich im [https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/Clemens%20Schmalstich/00/6864 Munzinger Archiv] (Anfang frei abrufbar)&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0772565}}&lt;br /&gt;
* {{Discogs|883059}}&lt;br /&gt;
* [http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-26085 Musikalischer Nachlass] an der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117455369|LCCN=n81048029|VIAF=264198142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmalstich, Clemens}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KfdK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmalstich, Clemens&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schmalstich, Clemens Carl Otto (vollständiger Name); Schmalstich, Klemens&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist und Dirigent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Posen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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