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	<title>Clemens Scharschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:49:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Clemens_Scharschmidt&amp;diff=2547365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Biographie ergänzt; Quellennachweise</title>
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		<updated>2025-10-03T08:41:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Biographie ergänzt; Quellennachweise&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Juli]] [[1880]] in [[Reichenbach im Vogtland]]; † [[24. April]] [[1945]] in [[Stahnsdorf]]) war ein deutscher [[Japanologie|Japanologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Clemens Scharschmidt.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Clemens Scharschmidt war ein Sohn des Spinnereibesitzers Franz Scharschmidt, eines von zahn Kindern. Nachdem er 1899 am [[Realgymnasium]] in Zwickau das Abitur abgelegt hatte, absolvierte er ein siebensemestriges Studium der [[Germanistik]] (bei [[Eduard Sievers]]) und der Neueren Sprachen an der [[Universität Leipzig]]. Eduard Sievers vermittelte Scharschmidt die Stelle eines Lektors der deutschen Sprache an der Kaiserlichen Oberschule (&amp;#039;&amp;#039;Kōtō-gakkō&amp;#039;&amp;#039;) in [[Okayama]]. So reiste Scharschmidt 1902 nach Japan, zunächst mit einem Zweijahresvertrag. Japan und die [[Kultur Japans|japanische Kultur]] faszinierte ihn derart, dass er sich entschied, nicht nach zwei Jahren heimzureisen, sondern sich mit der japanischen Sprache, Geschichte und Religion tiefer vertraut zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16, hier S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verblieb bis 1911 in Japan, eignete sich die [[Japanische Sprache|japanische Umgangs- und Schriftsprache]] an und widmete sich literarischen und kunsthistorischen Studien. Nach seiner Rückkehr studierte er an der Ostasiatischen Abteilung des Instituts für Kultur- und Universalgeschichte (bei [[August Conrady]]) an der Universität Leipzig speziell [[Geschichte Japans|japanische Geschichte]], lernte zudem [[Chinesische Sprachen|Chinesisch]] und wurde dort 1914 mit einer japanologischen [[Dissertation]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er 1915 eingezogen und als Soldat in [[Flandern]] eingesetzt. Im [[Stellungskrieg]] wurde er 1916 bei [[Ypern]] in einem [[Schützengraben]] verschüttet und schwer verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „kriegsverwendungsunfähig“ eingestuft,&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16, hier S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er dem Kriegssprachendienst des [[Seminar für Orientalische Sprachen|Seminars für Orientalische Sprachen]] (SOS) zugeordnet. 1920 vertrat er dort den erkrankten [[Rudolf Lange (Japanologe)|Rudolf Lange]]. 1921 wurde er als dessen Nachfolger zum planmäßigen Lehrer des Japanischen und 1924 zum [[Professur|Professor]] des Japanischen ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften: [https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/ostasien/archiv/seminar/historisches/japanologie/profil &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Humboldt-Japanologie und ihres Berliner Umfeldes&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Zwischenkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;, 1918–1939], abgerufen am 3. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er galt als guter Lehrer.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Walravens: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Japanologie in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: Humboldt-Universität zu Berlin, Zentrum für Sprache und Kultur Japans, Institut für Japanologie &amp;amp; Mori-Ôgai-Gedenkstätte: &amp;#039;&amp;#039;Supplement&amp;#039;&amp;#039; zum Jahresbericht Nr. 5 (2000), S. 7–17, hier S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er befasste sich eingehend mit der Aufgabe einer einheitlichen Umschrift des Japanischen in [[Japanische Schrift#Rōmaji|Rômaji]]. Er verfasste Beiträge für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Orient]]&amp;#039;&amp;#039; und gehörte der Redaktion der &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des SOS&amp;#039;&amp;#039; an. 1930/1931 folgte ein erneuter Aufenthalt in Japan. 1931 lehnte er aus familiären Gründen einen Ruf an die [[University of California]] ab. Ab 1934 las er über japanische Geschichte an der [[Deutsche Hochschule für Politik|Hochschule für Politik]] in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16, hier S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem war er Honorarprofessor für Japanologie an der dortigen [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] (heute: Humboldt-Universität). 1940 wurde er an deren Auslandswissenschaftlichen Institut zum Professor für japanische [[Landeskunde]] berufen, 1944 aus gesundheitlichen Gründen aber von seiner Lehrtätigkeit entpflichtet. Weiterhin war er Mitglied des Vorstands der [[Deutsch-Japanische Gesellschaft|Deutsch-Japanischen Gesellschaft]], im Kuratorium des Japan-Instituts und der [[Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens|Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Kämpfe um Berlin verlor er am 24. April 1945 auf tragische Weise durch die in sein Haus in Stahnsdorf eindringenden [[Rote Armee|sowjetischen Soldaten]] sein Leben. Er hatte versucht, seine jahrelang zusammengetragenen Forschungsergebnisse, die er in einer Kassette aufbewahrte, zu retten, die offenbar die sowjetischen Soldaten rauben wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16, hier S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beigesetzt wurde er auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Clemens Scharschmidt war verheiratet und hatte zwei Söhne.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16, hier S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unshū-Shōsoku oder die Briefsammlung des Unshū&amp;#039;&amp;#039; von Fujiwara Akihira (989–1066), 1. und 2. Buch; Fujiwara Akihira; übersetzt und mit Anmerkungen von Clemens Scharschmidt, Berlin 1917 (Dissertation)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sanshiro: Der Roman eines japanischen Studenten, aus dem Japanischen des Natsume Sôseki&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Orient&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1 (1917), Heft 2, S. 97–100.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriftreform in Japan. Ein Kulturproblem&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber mit Wilhelm Schüler: &amp;#039;&amp;#039;Ostasiatische Studien&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände. de Gruyter, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* mit Wilhelm Gundert: &amp;#039;&amp;#039;Zur „Transkriptionsfrage“ der japanischen Schrift&amp;#039;&amp;#039;. Japaninstitut, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* mit [[Hans Eckardt (Japanologe)|Hans Eckardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Japanisch&amp;#039;&amp;#039; (= Lautbibliothek 46), Berlin 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das alte und das neue Rômaji-System&amp;#039;&amp;#039;. Tokyo 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geheimrat Rudolf Lange (1850–933). Ein Nachruf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ostasiatische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 14 (1933), Heft 18, S. 397–398.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Akutagawa Ryunosuke und sein Verhältnis zur westlichen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. In: Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festgabe der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. K. Florenz am 10. Januar 1935&amp;#039;&amp;#039; (= Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokio, Band 25, Teil B). Harrassowitz, Leipzig 1935, S. 7–20.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die wichtigsten chinesischen Zeichen im Japanischen. Ein praktisches Lehr- und Lernbuch&amp;#039;&amp;#039;. 1. Aufl.: Berlin 1938; 2. Aufl.: Leipzig 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japan&amp;#039;&amp;#039; (= Kleine Auslandskunde, Band 12/13). Junker &amp;amp; Dünnhaupt, Berlin 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japansko&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1942 (tschechisch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japan&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam 1942 (niederländisch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostasien&amp;#039;&amp;#039; (= Studien zur Auslandskunde, Band 1). Junker &amp;amp; Dünnhaupt, Berlin 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Adler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Japanologen Prof. Dr. Clemens Scharschmidt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 65 (1995), Nr. 157/158, S. 7–16.&lt;br /&gt;
* Ulrich Goch: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an den Japanologen Clemens Scharschmidt (1880–1945)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Jahrbuch für Ostasienforschung&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 3 (1980), S. 312–317.&lt;br /&gt;
* Bruno Lewin: &amp;#039;&amp;#039;Japanologie in Berlin, Festvortrag zum 70. Jahrestage der Gründung des Berliner Japaninstituts vom 4. Dezember 1996&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Japanica Humboldiae&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, 1997.&lt;br /&gt;
* [Würdigung seines Wirkens]. In: &amp;#039;&amp;#039;Ostasiatische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 24 (1943), Heft 9/10, S. 123–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1032432012}}&lt;br /&gt;
* [http://www2.hu-berlin.de/japanologie/?jp=Scharschmidt Ulrich Goch: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an den Japanologen Clemens Scharschmidt (1880–1945)&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1032432012|NDL=00889453|VIAF=84504431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scharschmidt, Clemens}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scharschmidt, Clemens&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Japanologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Juli 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reichenbach im Vogtland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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