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	<title>Clemens Bauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Freiburg Universität; Tagung des Arbeitskreises der Deutsch-Französischen Gesellschaft; sitzend 1. Reihe Dichtel; Rektor Bauer; Seydoux de Clausonne, - W134Nr.069105a - Willy Pragher (cropped).jpg|mini|Clemens Bauer (1962)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clemens Bauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Dezember]] [[1899]] in [[Ehingen (Donau)]]; † [[1. Januar]] [[1984]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein deutscher [[Historiker]]. Als [[Wirtschaftshistoriker]] war der Schwerpunkt seiner Arbeit das [[Spätmittelalter]] und die [[Frühe Neuzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Clemens Bauer wurde als Sohn des Eisenbahnoberinspektors Karl Bauer und dessen Frau Anna, geb. Weingärtner, in Ehingen an der Donau geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leo-bw.de/en-GB/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118653687/Bauer+Clemens |titel=Bauer Clemens – Detailseite – LEO-BW |abruf=2024-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte bis 1910 das [[Johann-Vanotti-Gymnasium Ehingen|Gymnasium Ehingen]] und dann das Gymnasium in [[Schwäbisch Hall]], an dem er 1918 ein [[Notabitur]] ablegte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Danach war er Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Im Jahr 1919 war er Soldat eines [[Freikorps]]. Er studierte an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] [[Philosophie]], [[Geschichte]] und [[Germanistik]]. Er war seit 1919 Mitglied der [[katholische Studentenverbindung]] [[AV Guestfalia Tübingen]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: &amp;#039;&amp;#039;Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des CV, des Cartell-Verbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1931, S. 606.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1922 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Bewegung in Württemberg 1833–1848&amp;#039;&amp;#039; bei [[Erich Marcks (Historiker)|Erich Marcks]] zum Dr. phil. Er absolvierte danach zunächst eine Ausbildung zum Archivassessor und studierte gleichzeitig [[Nationalökonomie]] in München. Im Jahr 1925 übernahm er eine Auftragsarbeit für das [[Bayerisches Staatsministerium des Äußern|bayerische Ministerium des Äußeren]]. Zwischen 1925 und 1927 hielt er sich zu Archivstudien in Italien auf. Er veröffentlichte 1927 eine Arbeit über die Epochen der Papstfinanz. Danach war er 1927/28 Archivassessor am Hauptstaatsarchiv in München. Anschließend war er Assistent am Seminar für Wirtschaftsgeschichte in München. In dieser Zeit war er als Stipendiat der [[Görres-Gesellschaft]] mehrfach erneut zu Archivstudien in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1932 [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit einer Arbeit zur Geschichte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Finanz- und Steuerwesen. Er war zu dieser Zeit Privatdozent für mittlere und neuer Geschichte an der Universität München. Zwischen 1933 und 1935 hatte er als Vertreter den Lehrstuhl für allgemeine Geschichte am [[Herder-Institut Riga|Herder-Institut]] in [[Riga]] inne. Zum 1. November 1933 trat er dort der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.391.292).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1691310.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem Pseudonym Peter Weingärtner schrieb er für die katholische Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Hochland (Zeitschrift)|Hochland]]&amp;#039;&amp;#039;. In den Jahren 1935/36 übernahm er die Vertretung des Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte in München. Danach war er bis 1937 Professor an der [[Lyceum Hosianum|Staatlichen Akademie in Braunsberg]] in Ostpreußen. In dieser Zeit entstand seine Studie &amp;#039;&amp;#039;Unternehmung und Unternehmensformen im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Die Beschäftigung mit dem Themenkomplex des [[Frühkapitalismus]] beschäftigte ihn auch weiterhin stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1938 hatte er den [[Konkordatslehrstuhl]] für mittlere und neuere Geschichte in Freiburg inne. Dort kam er in Kontakt mit dem [[Freiburger Kreis (NS-Zeit)|Freiburger Kreis]] um [[Gerhard Ritter]], [[Walter Eucken]], [[Adolf Lampe]] oder [[Constantin von Dietze]], der Kontakt zu den [[Attentat vom 20. Juli 1944|Verschwörern des 20. Juli]] hatte. Allerdings blieb er am Rande des Kreises, weil er Mitglied der NSDAP und Schulungsredner der Partei war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Martin (Historiker)|Bernd Martin]]: &amp;#039;&amp;#039;Professoren und Bekennende Kirche. Zur Formierung Freiburger Widerstandskreise über den evangelischen Kirchenkampf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Politik und Freiheit. Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und der Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2005, S. 48, Fn. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Stab des Stellvertreters des Führers|Parteikanzlei]] lehnte 1943 seine Verwendung für Auslandsvorträge ab, weil Bauer zu wenig weltanschaulich gefestigt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Akten der Reichskanzlei der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1983, S. 845.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] leistete Bauer von 1942 bis 1945 Kriegsdienst bei einer Luftwaffennachrichteneinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg setzte er die Zusammenarbeit mit von Dietze in einem sozialethischen Seminar zur Neuordnung von Wirtschaft und Gesellschaft fort. Einen Ruf an die [[Universität Köln]] lehnte er 1949 ab. Er veröffentlichte 1956 &amp;#039;&amp;#039;[[Konrad Peutinger]] und der Durchbruch des neuen ökonomischen Denkens in der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Neben wirtschaftsgeschichtlichen Arbeiten beschäftigte er sich unter anderem auch mit der Geschichte der Universität Freiburg. Im Jahr 1962 übernahm er den neuen Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Im selben Jahr wurde er Rektor der Universität Freiburg. Neben der Wirtschaftsgeschichte beschäftigte ihn auch die Geschichte des Katholizismus. Im Jahr 1964 erschien der Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Katholizismus. Entwicklungslinien und Profile&amp;#039;&amp;#039;. [[Benjamin Ziemann]], als Vertreter einer neueren Katholizismusforschung, würdigt Bauer, insbesondere wegen seines Katholizismusbandes als vergessenen Pionier der Sozialgeschichtsschreibung in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Benjamin Ziemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte und Empirische Sozialforschung. Überlegungen zum Kontext und zum Ende einer Romanze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wozu noch Sozialgeschichte? Eine Disziplin im Umbruch.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2012, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Redaktionsleiter der sechsten Auflage (1957–1970) des [[Staatslexikon der Görres-Gesellschaft|Staatslexikons der Görres-Gesellschaft]]. Von ihm stammen unter anderem die zentralen Artikel zum [[Liberalismus]] und zum [[Kapitalismus]]. Bauer wurde 1967 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 erhielt er die [[Ehrendoktor]]würde der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der [[Universität Innsbruck]]. Er war 1977 der erste Träger des [[Ehrenring der Görres-Gesellschaft|Ehrenrings der Görres-Gesellschaft]]. Er war auch Träger des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuzes]] und Komtur des päpstlichen [[Gregoriusorden]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Bauer war seit dem 29. September 1938 mit Lusie Stadler verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politischer Katholizismus in Württemberg bis zum Jahre 1848.&amp;#039;&amp;#039; Herder &amp;amp; Co., Freiburg 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unternehmung und Unternehmensformen im Spätmittelalter und in der beginnenden Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Jena 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Katholizismus: Entwicklungslinien und Profile&amp;#039;&amp;#039;. Knecht, Frankfurt am Main, 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Aufsätze zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Dem Verfasser zum 65. Geburtstag am 16. Dez. 1964 von Freunden, Kollegen und Schülern als Festgabe dargebracht&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg u.&amp;amp;nbsp;a. 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nils Goldschmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Politik und Freiheit. Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und der Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2005, S. 472.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des deutschen Widerstandes&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main, 2001 S. 332.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bauer, Clemens&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich|Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945]]&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 31 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118653687}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118653687/Bauer+Clemens Eintrag auf leo-bw.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/casts/audio/reden/015_bauer.m4a Podcast: Clemens Bauer: Aufgaben, Leistungen und Geschicke der Stadt in Deutschland vom Mittelalter bis zu den mittleren Jahrzehnten unseres Jahrhunderts (1970)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118653687|LCCN=n84115349|VIAF=109777914}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bauer, Clemens}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Herder-Institut Riga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Braunsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Innsbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Freiburger Kreises (NS-Zeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bauer, Clemens&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Dezember 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ehingen (Donau)|Ehingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Januar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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