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	<title>Claustra Alpium Iuliarum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T07:18:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claustra_Alpium_Iuliarum&amp;diff=2593724&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15116-62 am 17. März 2026 um 17:35 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T17:35:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Limeskastell&lt;br /&gt;
| Name                                  = Claustra Alpium Iuliarum&lt;br /&gt;
| Limes                                 = Italien&lt;br /&gt;
| Belegung von bis                      = 1. bis 5. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
| Kastelltyp                            = Dreigliedriges Sperrwerk mit Wachtürmen, [[Burgus|Burgi]] und Kastellen&lt;br /&gt;
| Truppenteil                           = a) [[Auxiliartruppen|Auxilia]]?,&amp;lt;br /&amp;gt; b) [[Limitanei]]?&lt;br /&gt;
| Abmessungen oder Fläche               = &lt;br /&gt;
| Verwendetes Material                  = Steinbauweise&lt;br /&gt;
| Kurzbeschreibung                      = Oberirdisch in Teilen sichtbar, einzelne Abschnitte konserviert,&amp;lt;br /&amp;gt;der Burgus von Lanišče teils wieder aufgebaut,&amp;lt;br /&amp;gt;in Ajdovščina ein Turm vollständig erhalten&lt;br /&gt;
| Heutiger Ortsname                     = [[Julische Alpen]] und [[Karst (Südeuropa)|Karst]] (Slowenien/Kroatien)&lt;br /&gt;
| Breitengrad                           = 45/51/49/N&lt;br /&gt;
| Längengrad                            = 14/6/42/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO                            = SI&lt;br /&gt;
| Höhe                                  = &lt;br /&gt;
| Im Limesverlauf vorher liegendes Kastell = &lt;br /&gt;
| Im Limesverlauf nachfolgendes Kastell    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für „Sperre in den [[Julische Alpen|Julischen Alpen]]“) waren ein spätrömisches Befestigungssystem auf dem heutigen Staatsgebiet von [[Slowenien]] (Region [[Oberkrain|Ober-]]/[[Innerkrain]]), [[Kroatien]] ([[Rijeka]]), [[Italien]] (Region [[Friaul-Julisch Venetien]]) und [[Österreich]] (ein kleiner Abschnitt bei [[Rattendorf]] in [[Kärnten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das insgesamt mehr als 80&amp;amp;nbsp;km lange Wallsystem verlief durch die Karstlandschaft im Westen Sloweniens und sicherte vom 3.&amp;amp;nbsp;bis zum 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. die Kernprovinzen des römischen Imperiums. Die Überreste der &amp;#039;&amp;#039;Claustra&amp;#039;&amp;#039; gelten als das flächenmäßig größte römische Bodendenkmal in Slowenien. Ihre Befestigungen sollten vor allem eine wichtige Verbindungsstraße nach Italien, die &amp;#039;&amp;#039;[[Via Gemina]]&amp;#039;&amp;#039;, und den Passübergang im [[Birnbaumer Wald]] vor Einfällen potentieller Invasoren schützen. Sie sicherten in weiterer Folge auch die [[Pforte von Postojna]], eine der verkehrsreichsten Landverbindungen zwischen dem westlichen und östlichen Teil des Römischen Reiches.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R. Whittaker: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers of the Roman empire. A social and economic study.&amp;#039;&amp;#039; Johns Hopkins University Press, Baltimore, London 1997, ISBN 0-8018-5785-6, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wallsystem wurde auch mehrmals bei antiken Autoren, zum Beispiel [[Herodian]] und [[Prosper Tiro von Aquitanien]], erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Straßenverbindungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Claustra Alpium Iuliarum.jpg|mini|Lage der Claustra Alpium Iuliarum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RK 0707 1702 Nanos Planote.jpg|mini|Blick vom [[Nanos]]-Gebirge auf den Birnbaumer Wald]]&lt;br /&gt;
Die Sperrzone der &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum&amp;#039;&amp;#039; erstreckte sich nach der Provinzreform unter Kaiser [[Diokletian]] (um 300 n. Chr.) über drei römische Provinzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Noricum mediterraneum]]&amp;#039;&amp;#039; im Nordosten,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Venetia et Histria]]&amp;#039;&amp;#039; im Südwesten und&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dalmatia]]&amp;#039;&amp;#039; im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kastelle der &amp;#039;&amp;#039;Claustra&amp;#039;&amp;#039; lagen entlang der &amp;#039;&amp;#039;[[Via Gemina]]&amp;#039;&amp;#039;, einer schon unter [[Augustus]] durch das [[Karst]]-Gebirge errichteten Militärstraße, die unter anderem die Städte [[Colonia Emona|Emona]] (Ljubljana), [[Forum Iulii (Italien)|Forum Iulii]] ([[Cividale del Friuli]]) und [[Triest|Tergeste]] (Triest) mit dem Donauhafen [[Siscia]] in Pannonien verband und so die Strecke nach [[Aquileia]] um zwei Reisetage verkürzte.&amp;lt;ref&amp;gt;„...sub Julio Octaviano Caesare Augusto per Alpes Julias iter factum est.“ [[Rufus Festus]], &amp;#039;&amp;#039;Breviarum&amp;#039;&amp;#039; 7,51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Straße war stellenweise mit teilweise in den Fels gehauenen oder im Laufe der Zeit ausgefahrenen Geleiserillen und Treppenstufen für die Lastenträger und Tragtierkolonnen versehen. Mittelpunkt der &amp;#039;&amp;#039;Claustra&amp;#039;&amp;#039; war das &amp;#039;&amp;#039;Ocra&amp;#039;&amp;#039;-Gebirge ([[Nanos]] und Umgebung) mit dem Kastell &amp;#039;&amp;#039;[[Ad Pirum]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Birnbaumer Wald]] (slowenisch &amp;#039;&amp;#039;Hrušica&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;Selva del Pero&amp;#039;&amp;#039;), einem etwa 100&amp;amp;nbsp;km² großen Kalksteinplateau am südöstlichen Rand der Ost[[alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Peutingeriana]]&amp;#039;&amp;#039; wird &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;in alpe Iulia&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet („in Alpe“ ist die Bezeichnung von Passstationen)&amp;lt;ref&amp;gt;So &amp;#039;&amp;#039;In Alpe&amp;#039;&amp;#039; am [[Radstädter Tauernpass]], zwischen [[Virunum]] und [[Iuvavum]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und befindet sich am [[Birnbaumer Wald|Hrušica]]-Pass zwischen &amp;#039;&amp;#039;[[Castra fluvio frigido]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Ajdovščina]]) und der Herberge &amp;#039;&amp;#039;([[mansio]])&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;[[Longatico]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Logatec]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Segmentum III, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;[[Itinerarium Burdigalense]]&amp;#039;&amp;#039;, dem Reisehandbuch eines anonymen christlichen Pilgers aus dem Jahre 333, wird &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; als Etappenstation angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Itinerarium Burdigalense&amp;#039;&amp;#039; 560, 3 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte CAI.jpg|mini|Lageskizze der Kastelle und Sperrmauern, Ausbaustufe im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Die Region war bereits seit dem Neolithikum besiedelt, wie die Überreste von befestigten Höhensiedlungen in Logaško schließen lassen. Die größte von ihnen war die von Velike Bukve auf dem [[Tabor (Wehranlage)|Tabor]] von Gornji Logatec. In der Antike führte durch diese Region auch ein Abschnitt der [[Bernsteinstraße]], die die [[Ostsee]] mit dem Handelszentrum &amp;#039;&amp;#039;Aquileia&amp;#039;&amp;#039; in Nordostitalien verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Verschanzungen (Wallanlagen und Wachtürme) gehen auf das Jahr 6 n.&amp;amp;nbsp;Chr. zurück und entstanden als Reaktion auf den großen [[Pannonischer Aufstand|Pannonischen Aufstand]], der das Kernland des Römischen Reiches massiv bedroht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Velleius Paterculus]], &amp;#039;&amp;#039;Historia Romana&amp;#039;&amp;#039; 2,110,4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. gab es auf dem Birnbaumer Pass eine Poststation für den &amp;#039;&amp;#039;[[cursus publicus]]&amp;#039;&amp;#039;, ab dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch einen Stützpunkt der [[Benefiziarier]]. Eine Reise auf dieser Passstraße war ohne Begleitschutz offensichtlich eine gefährliche Angelegenheit, wie die Inschrift eines bei Ajdovščina aufgefundenen Grabsteins eines [[Centurio]]s der [[Legio XIII Gemina]], Antonius Valentinus, berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Inscriptiones Latinae selectae]]&amp;#039;&amp;#039; 2646: &amp;#039;&amp;#039;„[Valentinus wurde] an diesem unheilvollen Ort in den Julischen Alpen von Straßenräubern erschlagen,[…] in Alpes Iulias loco quod appellatur Scelerata interfecto a latrionibus.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Region um die Claustra Alpium Iuliarum war im Laufe der Jahrhunderte auch immer wieder Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Befestigungsanlagen konnten 169/170 die [[Markomannen]] auf ihren Marsch nach &amp;#039;&amp;#039;Aquileia&amp;#039;&amp;#039; nur kurz aufhalten, das sie anschließend belagerten. Das benachbarte &amp;#039;&amp;#039;Opitergium&amp;#039;&amp;#039; ([[Oderzo]]) wurde von ihnen vollständig zerstört. Als Reaktion darauf wurde vorübergehend eine Militärzone, die &amp;#039;&amp;#039;Praetentura Italiae et Alpium&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet. Zuständig hiefür war der ehemalige Konsul [[Quintus Antistius Adventus Postumius Aquilinus|Quintus Antistius Adventus]],&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die Ehreninschrift {{AE|1893|88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der auch das Kommando über die in dieser Zeit in &amp;#039;&amp;#039;Italia&amp;#039;&amp;#039; neu aufgestellten Legionen (&amp;#039;&amp;#039;Legio II und III Italica&amp;#039;&amp;#039;) innehatte. Diese Militärzone umfasste die &amp;#039;&amp;#039;regio decima&amp;#039;&amp;#039;, das östliche Friaul und &amp;#039;&amp;#039;Emona&amp;#039;&amp;#039; ([[Ljubljana]]), das südöstliche &amp;#039;&amp;#039;Noricum&amp;#039;&amp;#039; mit der Stadt &amp;#039;&amp;#039;[[Celeia]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Celje]]) und den Südosten der &amp;#039;&amp;#039;[[Pannonia Inferior]]&amp;#039;&amp;#039; um die Stadt &amp;#039;&amp;#039;[[Poetovio]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Ptuj]]). Sie sollte die Straße von &amp;#039;&amp;#039;[[Aquileia]]&amp;#039;&amp;#039; nach &amp;#039;&amp;#039;Emona&amp;#039;&amp;#039; sichern, die ein Teil der Bernsteinstraße war. Die Militärzone wurde 171 wieder aufgelöst. Die [[Alamannen]] konnten bei ihrem Einfall im Jahr 271 die &amp;#039;&amp;#039;claustra&amp;#039;&amp;#039; anscheinend problemlos überwinden und dabei ebenfalls bis weit nach Norditalien vordringen. Der massive Endausbau zur Verstärkung der Sperrwerke begann ab dem Jahr 284 unter [[Diokletian]] und [[Konstantin der Große|Konstantin&amp;amp;nbsp;I.]], Anlass war wohl der Plünderungszug der Alamannen 13 Jahre zuvor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Moosbauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Römerschlacht. Der sensationelle Fund am Harzhorn.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72489-3, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tractus Italiae circa Alpes ND Occ XXIV.jpg|mini|hochkant|Illustration des &amp;#039;&amp;#039;Tractus Italiae circa Alpes&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Notitia Dignitatum&amp;#039;&amp;#039;. Die beiden mittig abgebildeten, mit Türmen bewehrten Wälle stellen möglicherweise die &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum&amp;#039;&amp;#039; dar]]&lt;br /&gt;
Im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden die Truppen und Befestigungen der Wallzone und Oberitaliens in einem eigenen Militärbezirk, dem &amp;#039;&amp;#039;Tractus Italiae circa Alpes&amp;#039;&amp;#039;, zusammengefasst. Die claustra bewährten sich aber offensichtlich nur in Bürgerkriegen. Im Jahre 351 konnte der Usurpator [[Magnentius]] den Einmarsch von [[Constantius II.]] in Italien verhindern, indem er dessen Armee – vermutlich im Birnbaumer Wald – in einen Hinterhalt lockte und nach einem kurzen Gefecht bei &amp;#039;&amp;#039;Atrans&amp;#039;&amp;#039; ([[Trojane]]) zum Rückzug nach Pannonien zwang.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julian (Kaiser)|Julian]], &amp;#039;&amp;#039;Oratio&amp;#039;&amp;#039; 1,28; 1,31 f.; 3,17 f.; [[Zosimos]], &amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 2,45,3; [[Pedro Barceló]]: &amp;#039;&amp;#039;Constantius II. und seine Zeit. Die Anfänge des Staatskirchentums.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-94046-4, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; 394 unternahm [[Theodosius I.]], Kaiser im Osten des Reiches, mit 100.000 Mann einen Feldzug gegen seinen westlichen Widersacher [[Eugenius]], der unter anderen vom [[Römischer Senat|Senat]] in Rom unterstützt wurde. Archäologische Hinweise sprechen dafür, dass Theodosius’ Armee, vom &amp;#039;&amp;#039;[[Magister militum]]&amp;#039;&amp;#039; [[Stilicho]] geführt, in der sich auch ein Kontingent von 20.000 [[Goten]] unter [[Alarich I.]] befand, die Festung &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; belagerte und bald darauf auch einnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Thilo Ulbert 1981, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer anderen Darstellung zufolge war die Passhöhe schon vor Ankunft der östlichen Truppen vom westlichen Heer wieder geräumt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Leppin]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodosius der Große, auf dem Weg zum christlichen Imperium&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gestalten der Antike&amp;#039;&amp;#039;). Primus Verlag, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-471-4, S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaiser soll danach die Nacht betend im Kastell verbracht haben. Die nachfolgende Auseinandersetzung, die [[Schlacht am Frigidus]], wurde zwischen &amp;#039;&amp;#039;Castra fluvio frigido&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; ausgetragen. In diesem besonders für den Westen äußerst verlustreichen Kampf triumphierte Theodosius über seinen Rivalen und die Reichseinheit konnte zum letzten Mal und auch nur für kurze Zeit wiederhergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Völkerwanderung]] im frühen 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. verlor das Sperrsystem seine militärische Funktion und der Birnbaumer Wald wurde von verschiedenen Völkern als Einfallstor nach Italien benutzt. Besonders Alarich hatte auf dem Feldzug gegen Eugenius das Terrain und die Schwächen der Verteidigungsanlagen gründlich studieren können. Zwischen den Jahren 401 und 409 marschierte er deswegen mit seiner Gotenarmee wiederholt über den Birnbaumer Pass in Italien ein ([[Plünderung Roms (410)]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rufinus von Aquileia]], &amp;#039;&amp;#039;Prologus in libros historiarum Eusebii&amp;#039;&amp;#039;; [[Philostorgios]], &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 12,2; Zosimos, &amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 5,45,5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 452 zogen auch [[Attila]]s [[Hunnen]] über den Birnbaumer Wald und zerstörten dabei das Kastell von Ajdovščina. [[Theoderich der Große]] traf 489 auf seinem Eroberungszug nach Italien dort ebenfalls auf keinen Widerstand, denn [[Odoaker]] stellte sich ihm erst an der Brücke über den [[Isonzo]] entgegen. Zuletzt fielen 568 die [[Langobarden]] unter [[Alboin]] über den Birnbaumer Wald in Norditalien ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksander Jankovič Potočnik 2008, S. 21–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Valvasor - Reka - detail.jpg|mini|Detail der Stadtansicht [[Rijeka]]s in dem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ehre dess Hertzogthums Crain]]&amp;#039;&amp;#039; (1689); entlang der Berghänge im Hintergrund ist ein Teilstück der Claustra Alpium Iuliarum eingezeichnet und mit dem Schriftzug „rudera muri antiquissimi“ („Ruinen einer sehr alten Mauer“) versehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alberto Rieger - Claustra Alpium Iuliarum (1863).jpg|mini|Darstellung der Sperrwerke von 1863]]&lt;br /&gt;
Das älteste nachantike Zeugnis für die Claustra Alpium Iuliarum ist eine gefälschte [[Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit|Urkunde]], die im 15. Jahrhundert aufgezeichnet und dabei als Schenkung des ungarischen Königs [[Béla IV. (Ungarn)|Béla IV.]] (regierte 1235–1270) ausgegeben wurde. Darin wird die Adelsfamilie [[Frankopan (Adelsgeschlecht)|Frankopan]] mit der Region [[Vinodol (Landschaft)|Vinodol]] beschenkt, von der in dem Text nur die Westgrenze genauer definiert wird. Dieser Grenzabschnitt entspricht genau einem Teil der Claustra Alpium Iuliarum, die in der Urkunde auch zwei Mal als Mauer ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;murus&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt werden und folglich im [[Spätmittelalter]] noch stellenweise in der Landschaft gut sichtbar waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaroslav Šašel, Peter Petrù: &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Fontes&amp;#039;&amp;#039;. Narodni Muzej, Ljubljana 1971, S. 46–49 (mit vollständigem lateinischem Text und slowenischer Übersetzung) und S. 62 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinzelte weitere Erwähnungen der römischen Festungsanlage datieren in die [[frühe Neuzeit]], ohne dass bis ins späte 19. Jahrhundert die Zusammengehörigkeit der einzelnen Anlagen zu einem spätantiken Verteidigungssystem erkannt worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaroslav Šašel, Peter Petrù: &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Fontes&amp;#039;&amp;#039;. Narodni Muzej, Ljubljana 1971, S. 50 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ruinen der Festung &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; wurden in der Zwischenkriegszeit von österreichischen Archäologen ausgegraben und im Anschluss daran von ihren italienischen Kollegen konserviert. Zwischen 1971 und 1973 fanden weitere slowenisch-deutsche Ausgrabungen auf der Passhöhe des Birnbaumer Waldes statt. Untersucht wurden dabei vor allem ein Teil der Innenfläche und das Osttor des Kastells. Auch eine Toranlage der äußeren Verteidigungswälle im Südosten des Kastells wurde erforscht. Die Militariafunde stammen zum großen Teil aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Pröttel]]: &amp;#039;&amp;#039;Mediterrane Feinkeramikimporte des 2.&amp;amp;nbsp;bis 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n. Chr. im Oberen Adriaraum und in Slowenien.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner Studien zur Archäologie der römischen Provinzen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Verlag M. Leidorf, Espelkamp 1996, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der bemerkenswerteste dieser Funde war das Bruchstück eines römischen Paradebrustpanzers aus dem 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der in der Umgebung der Festung entdeckt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Rimski paradni oklep s Hrušice / Römischer Paradepanzerbeschlag aus Hrušica&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Opuscula Iosepho Kastelic sexagenario dicata&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Situla&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14/15). Ljubljana 1974, S. 225–237.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Burgi von Lanišče und [[Logatec|Martinj Hrib]] sowie ein Wallabschnitt bei Logatec/&amp;#039;&amp;#039;Longaticum&amp;#039;&amp;#039; wurden von slowenischen Archäologen in den 1970er Jahren freigelegt und restauriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksander Jankovič Potočnik 2008, S. 21–23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fundmaterial aus Martinj Hrib stammt größtenteils aus dem späten 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Marietta Šašel Kos 1986, S. 195–196 und S. 203–204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wallsystem, Kastelle und Burgi ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgus Laniscu CAI.jpg|mini|Rekonstruktionsversuch des Burgus von Lanišče, 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RimskiZid Rakitna 01.jpg|mini|hochkant|Mauerreste bei [[Rakitna]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strmica Vrhnika Slovenia - tower.jpg|mini|Wachturm bei Strmica/Vrhnika (SLO)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastell ad pirum.jpg|mini|Rekonstruktionsversuch des Kastells &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039;, 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr., Blick aus NO]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ad Pirum Slovenia.JPG|mini|Überreste des Kastells &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; auf der Passhöhe des Birnbaumer Waldes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Castra Ad Fluvium Frigidum 1756.JPG|mini|Römische Mauerreste in Ajdovščina]]&lt;br /&gt;
Die spätantike Ausführung des Dreifach-Wallsystems entstand vermutlich nicht in einem Zug, sondern in mehreren Ausbaustufen. Die Strategen entschieden sich dabei aber nicht für den Bau einer Mauerlinie nach Art des [[Hadrianswall]]s in Britannien, sondern für ein System aus drei hintereinander angelegten Mauern mit Kastellen und Wachtürmen an den am meisten gefährdeten Durchgangsstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kastellkette entlang der &amp;#039;&amp;#039;Via Gemina&amp;#039;&amp;#039; begann im Westen beim Kastell von [[Ajdovščina]] im [[Vipava]]-Tal und endete im Osten bei &amp;#039;&amp;#039;[[Nauportus]]&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Vrhnika]]). Die Sperrwerke bezogen auch befestigte Orte wie &amp;#039;&amp;#039;Forum Iulii&amp;#039;&amp;#039; ([[Cividale del Friuli]], slow. Čedad) und &amp;#039;&amp;#039;Tarsatica&amp;#039;&amp;#039; ([[Rijeka]]) ein und sicherten – neben der [[Pforte von Postojna]] – auch die Hügelketten südlich von &amp;#039;&amp;#039;Emona&amp;#039;&amp;#039; ([[Ljubljana]]) und das Tal der [[Idrijca]], wo sie ihren Endpunkt erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksander Jankovič Potočnik 2008, S. 21–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt konnten drei Sperrlinien festgestellt werden:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;* Aufzählung erfolgt von Ost nach West&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! ON/Name !! Beschreibung/Kastelle/Wachtürme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wall I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Er verlief westlich des Logarska Beckens und markierte die Linie &amp;#039;&amp;#039;Tarsatica&amp;#039;&amp;#039;-Idrijcawo-Tal. An seiner Mauer wurde im Abstand von ca. 100 Meter jeweils ein Wach/Signalturm errichtet. Der südöstliche Ausgangspunkt des Wallsystems, die [[Liburner|liburnische]] Hafenstadt &amp;#039;&amp;#039;[[Tarsatica]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Trsat]] östlich von Rijeka), ein ehemaliges &amp;#039;&amp;#039;[[Oppidum]]&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;[[Tribus (Rom)|tribus]]&amp;#039;&amp;#039; (Stamm) &amp;#039;&amp;#039;Sergia&amp;#039;&amp;#039;, lag östlich der Halbinsel [[Istrien|Istria]] an der Küste der [[Adriatisches Meer|Adria]]. Sie wird auch bei [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]], in der &amp;#039;&amp;#039;Tabula Peutingeriana&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Itinerarium Antonini]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 140; Tabula Peutingeriana 5, 1 f.; &amp;#039;&amp;#039;Itinerarium Antonini&amp;#039;&amp;#039; 273: &amp;#039;&amp;#039;Tharsatico&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;duoviri&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;decuriones&amp;#039;&amp;#039;: {{CIL|3|3028}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wall II&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Er sperrte das Umland und den Durchgang bei &amp;#039;&amp;#039;Longatico&amp;#039;&amp;#039;. Wichtige Militärstützpunkte an diesem Wallabschnitt waren die [[Burgus|Burgi]] von [[Logatec|Martinj Hrib]] und Lanišče. Sie entstanden wohl in [[Valentinian I.|valentinianischer]] Zeit. Letzterer überwachte eine separate Straßenverbindung nach Italien. Um das Jahr 388 dürften sie zerstört und danach aufgegeben worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Marjeta Šašel Kos 1986, S. 195–196 und 203–204; Jana Horvath 1999, S. 231–232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wall III&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Er sicherte den Talabschnitt am sogenannten Postonja-Tor, den in 858&amp;amp;nbsp;m Seehöhe gelegenen Scheitelpunkt der &amp;#039;&amp;#039;Via Gemina&amp;#039;&amp;#039; und das Gebiet des Birnbaumer Waldes, das schon allein aufgrund seiner Topographie schwer zugänglich und deshalb auch mit wenigen, gut geführten Soldaten erfolgreich verteidigt werden konnte, da ein schnelles Vordringen mit einer größeren Armee nur über die Passstraße möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schlüsselposition war das direkt auf der Passhöhe angelegte Kastell von &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; (= „der Birnenhügel“ oder auch “beim Birnbaum gelegen”). Der Ortsname leitete sich aber nicht von der Baumfrucht, sondern wohl vom griechischen [[Terminus]] für Feuer ab, was wiederum auf einen Wach/Signalturm hinweist, der hier möglicherweise vorher gestanden hatte. Die ältesten Funde weisen jedoch auf eine Straßenstation des 1. oder 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n. Chr. als Vorgängerbau hin. &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum&amp;#039;&amp;#039; war ständig mit ca. 100–500 Mann besetzt, seine äußeren Ringwälle umschlossen ein Areal, das im Ernstfall zusätzlich mehreren tausend Mann eine Zuflucht bieten konnte. Nach den Fundmünzen zu schließen, dürfte mit dem Bau der Verteidigungswälle und des Kastells im späten 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n. Chr. begonnen worden sein. Das Kastell war 250&amp;amp;nbsp;m lang, 75&amp;amp;nbsp;m breit und von einer 2,70&amp;amp;nbsp;m breiten und 8&amp;amp;nbsp;m hohen Mauer umgeben. Das Osttor wurde durch zwei massive, vorkragende Flankentürme von etwa 10&amp;amp;nbsp;m Höhe geschützt. Der Abbruch der Münzreihe zwischen 388 und 401 lässt vermuten, dass das Kastell um diese Zeit endgültig zerstört und verlassen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Mackensen]] in Thilo Ulbert 1981, S. 131–152; Marjeta Šašel Kos 1986, S. 198–207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit dürfte auch das Kastell &amp;#039;&amp;#039;Castra ad fluvium frigidum&amp;#039;&amp;#039;/Ajdovščina entstanden sein. Sein späterer Name leitet sich von „ajdi“ (= Giganten) ab, vermutlich eine Anspielung auf die spätrömischen Baureste, von denen heute noch ein fast vollständig erhalten gebliebener Rundturm zu sehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksander Jankovic Potocnik 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Militärstützpunkt an diesem Wall lag bei Strmica.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Garnison ==&lt;br /&gt;
Laut der [[Notitia dignitatum]] zählten die Besatzungstruppen, Wallanlagen und Kastelle zum Militärbezirk des &amp;#039;&amp;#039;Tractus Italiae circa Alpes&amp;#039;&amp;#039; und standen vielleicht zeitweise unter dem Befehl eines &amp;#039;&amp;#039;[[Comes Italiae]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Notitia Dignitatum&amp;#039;&amp;#039; Occ. XXIV.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Slowenien:&amp;#039;&amp;#039; Die archäologischen Stätten und Zonen in Slowenien sind durch diesbezügliche Gesetze und Einzelverordnungen als streng geschützte Örtlichkeiten ausgewiesen. Die Ausfuhr archäologischer Gegenstände ist verboten und bedarf vorab einer behördlichen Lizenzierung. Ungenehmigtes Nachgraben ist untersagt. An antiken Objekten verursachte Beschädigungen und Zerstörungen werden mit Freiheitsstrafen zwischen fünf bis acht Jahren geahndet (StGB, Artikel 223). Die Ausfuhr archäologischer Hinterlassenschaften ohne Genehmigung der zuständigen Behörde wird mit einer Freiheitsstrafe von drei bis fünf Jahren belegt. (StGB, Artikel 222) Die nationalen Denkmäler fallen in die Zuständigkeit des – an das Kulturministerium angeschlossenen – Slowenischen Institutes zum Schutz des kulturellen Erbes (ZVKDS).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zvkds.si/sl/varstvo-kulturne-dediscine/zakonodaja/ |text=Amtsblätter zum Schutz der Kulturgüter in (slowenischer Sprache) |wayback=20120616093251 }}{{Abrufdatum |1=2024-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kroatien:&amp;#039;&amp;#039; Archäologische Funde und Stätten sowie archäologische Zonen, Landschaften und Teile davon sind Kulturgüter der Republik Kroatien und genießen besonderen Schutz. Zuständig ist die Kroatische Verwaltungsbehörde für Denkmalschutz im Ministerium für Kultur in Zagreb. Den Schutz regelt das auf Artikel 89 der Kroatische Verfassung erlassene Gesetz Nr. 01-081-99-1280/2 vom 18. Juni 1999 mit seinen nachfolgenden Ergänzungen und Änderungen. Beschädigung, Zerstörung und der Diebstahl von Kulturgütern ist sofort, aber spätestens am nächsten Tag der zuständigen Behörde zu melden. Unangemeldete Grabungen sind verboten, Verstöße gegen die Ausfuhrregelungen werden im schwersten Fall als &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, im leichtesten Fall als &amp;#039;&amp;#039;Vergehen&amp;#039;&amp;#039; im Sinne der kroatischen Gesetzgebung gerichtlich geahndet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.min-kulture.hr/default.aspx?id=81 Die gesetzlichen Vorschriften auf den Internetseiten des kroatischen Ministeriums für Kultur] (in kroatischer Sprache).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jaroslav Šašel]], Peter Petrù: &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Fontes&amp;#039;&amp;#039;. Narodni Muzej, Ljubljana 1971.&lt;br /&gt;
* Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Claustra Alpium Iuliarum und die spätrömische Verteidigung in Slowenien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Arheološki vestnik&amp;#039;&amp;#039; 29, 1978, S. 505–509.&lt;br /&gt;
* [[Thilo Ulbert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum (Hrušica). Spätrömische Passbefestigung in den julischen Alpen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 31). Beck, München 1981, ISBN 3-406-07981-4.&lt;br /&gt;
* Marjeta Šašel Kos: &amp;#039;&amp;#039;Zgodovinska podoba prostora med akvilejo, Jadranom in Sirmijem pri Kasiju Dionu in Herodijanu = A historical outline of the region between Aquilea, the Adriatic, and Sirmium in Cassius Dio and Herodian.&amp;#039;&amp;#039; Slovenska akademia znanosti in umetnosti Institut za arheologijo, Ljubljana 1986.&lt;br /&gt;
* Jana Horvat: &amp;#039;&amp;#039;Roman Provincial Archeology in Slovenia Following the Year 1965: Settlement and Small Finds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arheolški vestnik&amp;#039;&amp;#039; 50, 1999, S. 215–257, [http://av.zrc-sazu.si/pdf/50/AV_50_Horvat.pdf zrc-sazu.si] (PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Marko Frelih, Walter Istenic, Mojca Urankar, Donald F. Reindl: &amp;#039;&amp;#039;Logatec – Longaticum in rimski obrambni sistem Claustra Alpium Iuliarum: s prispevkom o bitki pri reki Frigidus (soča) leta 394.&amp;#039;&amp;#039; Občina, Turisticno drustvo, 2003, ISBN 961-91241-0-3.&lt;br /&gt;
* Aleksander Jankovič Potočnik: &amp;#039;&amp;#039;Utrbe na Slovenskem. Vodnik po utrdbah c Slovenjii in bliznji okolici – ruga dopolnjena izdaja / Slovenian Fortifications. A Guide to Fortifications in Slovenia and Surrounds, Second revised edition.&amp;#039;&amp;#039; Ljubljana 2008, ISBN 978-961-91721-6-2.&lt;br /&gt;
* Peter Kos: &amp;#039;&amp;#039;The construction and abandonment of the Claustra Alpium Iuliarum defence system in light of the numismatic material&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Arheološki vestnik&amp;#039;&amp;#039; 63, 2012, S. 265–300 ([https://www.academia.edu/2630899/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Andrew G. Poulter: &amp;#039;&amp;#039;An indefensible frontier: the Claustra Alpium Iuliarum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 81, 2012, S. 97–126 ([http://eprints.nottingham.ac.uk/2156/ Vorabdruck]).&lt;br /&gt;
* Peter Kos: &amp;#039;&amp;#039;Ad Pirum (Hrušica) in Claustra Alpium Iuliarum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vestnik&amp;#039;&amp;#039; 26). Zavod za varstvo kulturne dediščine Slovenije, Ljubljana 2014, ISBN 978-961-6902-67-0, [http://www.claustra.org/images/vsebina/Ad-Pirum-Hrusica-in-Claustra-Alpium-Iuliarum.pdf claustra.org] (PDF).&lt;br /&gt;
* Josip Višnjić, Katharina Zanier: &amp;#039;&amp;#039;Claustra patefacta sunt Alpium Iuliarum. Recentna arheološka istraživanja na području kasnoantičkog obrambenog sustava.&amp;#039;&amp;#039; Hrvatski restauratorski zavod, Zagreb 2019, ISBN 978-953-7389-34-5 (durchgehend dreisprachig slowenisch/englisch/kroatisch; [https://www.claustra.org/wp-content/uploads/2019/04/Claustra-patefacta-sunt-Alpium-Iuliarum_CLAUSTRA_interreg-SI-HR-2014-2020s.pdf PDF des Bandes online]).&lt;br /&gt;
* Mario Zaccaria: Claustra Alpium Iuliarum: a Research Plan. [http://haemus.mk/wp-content/uploads/2013/02/10-Zaccaria-2012.pdf PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ars-cartae.com/claustra/claustra.htm |text=Beschreibung und Abbildungen der Claustra Alpium Iuliarum |wayback=20150626163554}} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=0If7iRSR-dM |titel=Animationsvideo über die Claustra Alpium Iuliarum}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=V3ExSa6QyXY |titel=Animationsvideo Rekonstruktion des Kastells Ad Pirum}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.slovenia.info/?kul_zgod_znamenitosti=11991&amp;amp;lng=3 |text=Der Burgus von Lanišče |wayback=20151129042241}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://blogodneverina.blog.hr/2011/10/1629571465/claustra-alpium-iuliarum.html |text=Karten und Abbildungen |archive-is=20130217221106}} (slowenisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.dedi.si/dediscina/420-poznoanticna-utrdba-kastra-ajdovscina Poznoantična utrdba Kastra (Ajdovščina) = Das spätantike Kastell Ajdovščina] (slowenisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Römische Limites in Westeuropa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Noricum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowenische Geschichte (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15116-62</name></author>
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