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	<title>Claus von Aderkas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claus von Aderkas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Mai]] [[1919]] in [[Liepāja|Libau]], [[Lettische Sozialistische Sowjetrepublik (1918–1920)|Lettische SPR]]; † [[6. März]] [[2007]] in [[Bremen]]) war ein deutscher [[Pastor]], Direktor der [[Innere Mission|Inneren Mission]] und Geschäftsführer des [[Evangelisches Hilfswerk|Hilfswerks der Evangelischen Kirche]] sowie des [[Diakonisches Werk|Diakonischen Werkes]] in Bremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von Aderkas entstammte dem [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischen]] Adelsgeschlecht [[Aderkas (Adelsgeschlecht)|Aderkas]]. Er wuchs als ältestes von vier Kindern des Ehepaares Albrecht Gehrt und Gertrud, geborene [[Mühlendahl|von Mühlendahl]] auf dem familieneigenen Gut Kürbis (Kirbizi) auf. 1938, nach dem Abitur am Gymnasium in Mitau in [[Kurland]], begann er eine landwirtschaftliche Ausbildung auf einem Gut, ebenfalls in Kurland, bei [[Koskull (Adelsgeschlecht)|Graf Koskull]]. 1939 musste er mit seiner gesamten Familie ins Gebiet [[Wartheland|Warthegau]] (heute Polen) [[Umsiedlung der Deutsch-Balten|umsiedeln]], wie dies der [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|Hitler-Stalin-Pakt]] für fast alle Deutsch-Balten vorsah. Von dort musste die Familie 1945 nach Deutschland fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1941 wurde von Aderkas in die Wehrmacht eingezogen und diente in einer Spezialeinheit der [[Brandenburg (Spezialeinheit)|Division Brandenburg]], unter anderem in [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]] und im [[Kaukasus]]. 1943 lernte er seine Ehefrau kennen und heiratete im Januar 1944. In Jugoslawien wurde er 1944 von einer Mine schwer verletzt und er verlor seinen rechten Arm. Er kam 1945 als [[Leutnant]] nach Deutschland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg begab von Aderkas sich unter anderem nach [[Berlin]], später nach [[Marburg]] und [[Erlangen]], um dort [[Theologie]] zu studieren. In Marburg war er Mitbegründer der „Corona Dorpatensis“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Schönfeldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Corona Dorpatensis Marburg. Album fratrum 1947–1967.&amp;#039;&amp;#039; [Marburg 1967]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Baltische Corporation Fraternitas Dorpatensis zu München nahm ihn 1950 in ihre [[Studentenverbindung|Verbindung]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;ALBUM FRATRUM DORPATENSIUM 1973, Rezeptionsnummer 33&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die erste Pfarrstelle fand er in Bayern. Als Theologiestudent wurde er Mitbegründer des [[Deutschbaltischer Jugend- und Studentenring|Deutschbaltischen Jugend- und Studentenringes]]. Seinem Anliegen, den Flüchtlingen und Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges seelsorgerlich und diakonisch bei der Bewältigung ihres Schicksals zu helfen, konnte Claus von Aderkas als Anstaltsleiter des „Ludwig-Steil-Hofs“ im westfälischen [[Espelkamp]] von 1955 bis 1963 nachkommen. An der dortigen Einrichtung erteilte er außerdem Religionsunterricht. Von 1963 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1984 war er Direktor der Inneren Mission und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Bremen. Für sein Wirken erhielt er das [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 wurde Claus von Aderkas außerdem in der Nachfolge von [[Herbert Girgensohn]] zum Vorsitzenden des Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienstes gewählt, was er bis 1989 blieb. Seine Vorträge und Predigten sind vielen Landsleuten in lebendiger Erinnerung. Enge Kontakte entstanden zu Vertretern der lettischen und estnischen Auslandskirchen. Ende der 1960er Jahre konnten die baltischen Heimatländer durch erste Besuche wieder konkret in den Blick kommen. Der nach seinem Begründer benannte „Girgensohn-Fonds“, später „Girgensohn-Aderkas-Fonds“, erhielt als neuen Schwerpunkt die Hilfe für die Menschen in Lettland. Ab 1971 leitete Claus von Aderkas Gruppenreisen in das Baltikum und konnte trotz vielfältiger Erschwernisse bei den Grenzkontrollen Hilfen für den Lebensbedarf und Bibeln hinüberbringen. Die Öffnung der Grenzen bot neue Möglichkeiten der Hilfe für Kranke, Gefährdete und Arme. Noch bis 2006 verwaltete Claus von Aderkas den „Girgensohn-Aderkas-Fonds“. Sehr viele gedenken seiner in Dankbarkeit. Ein besonderer Dank wurde ihm im Juni 1996 von Vertretern der lettischen Öffentlichkeit, Kirche und des lettischen Präsidenten in der [[Riga]]er Alten St. Gertrud-Kirche mit der Verleihung des lettischen [[Drei-Sterne-Orden]]s ausgesprochen. In seiner letzten Predigt, die zum 60. Jubiläum des „Kirchlichen Dienstes“ am 8. April 2006 verlesen wurde, sagt er rückblickend zu unserem Verhältnis zu den Heimatvölkern: „Menschliche Brücken konnten gebaut werden, woraus ein neues Miteinander...“.&lt;br /&gt;
In der Familie wuchsen sechs Kinder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] I. und II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1984: [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
* 1996: Offizier des [[Drei-Sterne-Orden]]s, überreicht vom lettischen Präsidenten aufgrund seines starken Engagements für die lettische Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;300 Jahre lettische Bibelübersetzung durch [[Ernst Glück]] und ihr Einfluss auf die lettische Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk / Carl-Schirren-Gesellschaft, Lüneburg 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.diakonie-bremen.de/fileadmin/user_upload/redakteur/Presse/Jahresbericht2013.pdf#16 &amp;#039;&amp;#039;Engagement im Geist der Nächstenliebe – Claus von Aderkas&amp;#039;&amp;#039;] im Landesbericht 2013 des Diakonischen Werks Bremen{{Toter Link|date=2024-01-20|url=https://www.diakonie-bremen.de/fileadmin/user_upload/redakteur/Presse/Jahresbericht2013.pdf#16}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000116564490|NAME=Aderkas, Claus v.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=111085845|VIAF=62165389|LCCN=n/86/009988}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aderkas, Claus von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Brandenburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Drei-Sterne-Ordens (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aderkas (Adelsgeschlecht)|Claus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Diakonie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aderkas, Claus von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pastor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Mai 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Liepāja|Libau]], [[Lettische Sozialistische Sowjetrepublik (1918–1920)|Lettische SPR]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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