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	<title>Claus Peter Volkmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T12:18:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:34 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:34:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claus Peter Volkmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Pseudonym]] nach 1945 &amp;#039;&amp;#039;Peter Grubbe&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Klaus Volkmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Piotr Barejka, Katarzyna Domagala-Pereira: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.dw.com/de/das-doppelleben-des-journalisten-grubbe/a-59044615 Das Doppelleben des Journalisten Grubbe].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[10. Dezember]] [[1913]] in [[Olsztyn|Allenstein]]; † [[29. Januar]] [[2002]] in [[Trittau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[Publizist]]. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war er im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]] unter anderem an der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] von Juden in die [[Vernichtungslager]] beteiligt. Nach Kriegsende arbeitete er in Westdeutschland lange Jahre unter falschem Namen als Journalist und war ein erfolgreicher Sachbuchautor, bis seine Identität aufgedeckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Volkmann, geboren am 10. Dezember 1913&amp;lt;ref&amp;gt;Bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 508 und Thomas Sandkühler: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1996, S. 455 wird als Geburtsdatum der 10. Dezember 1913 angegeben, bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039;, S. 644 und Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 1999, S. 395 hingegen der 11. Dezember 1913&amp;lt;/ref&amp;gt; in Allenstein, war ein Sohn [[Erich Otto Volkmann]]s,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000007014|Peter Grubbe|Abruf=2024-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dieser war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Generalstabsoffizier und wurde einer der Erfolgsschriftsteller im [[Nationalsozialismus]]. Seinen Bildungsweg an humanistischen Gymnasien in [[Potsdam]] und [[Stendal]] schloss er 1931 mit dem [[Abitur]] ab. Danach studierte er [[Rechtswissenschaften]] an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Zusätzlich belegte Volkmann [[Geopolitik]] und [[Zeitungswissenschaft]]en. Als Nebentätigkeit schrieb er für die [[Frankfurter Zeitung]]. Im November 1939 schloss er mit dem zweiten Staatsexamen die juristische Ausbildung ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 395f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Dezember 1930 war Volkmann in der [[Hitlerjugend]] aktiv. Anfang Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.280.558) und Anfang November 1933 der [[Schutzstaffel|SS]]. Zudem engagierte sich Volkmann ab Anfang Juni 1933 im [[Bund Deutscher Osten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Volkmann ab Ende 1939 in [[Krakau]] persönlicher Referent von Staatssekretär [[Josef Bühler]] im [[Generalgouvernement]] (GG). Ab Anfang November 1940 war er stellvertretender [[Kreishauptmannschaft|Kreishauptmann]] im Kreis [[Radzyń Podlaski|Radzyn]] und in gleicher Funktion von April bis Juli 1941 im Kreis [[Krasnystaw]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot;/&amp;gt; In dieser Zeit veranlasste er die [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus#Ghettoisierung durch die deutschen Besatzer|Ghettoisierung]] im Distrikt Lublin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß295&amp;quot;&amp;gt;Matthias Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Journalisten – Worte als Taten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Zwielicht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2001, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Umsiedlung“ der Juden in Krasnystaw durch Volkmann verlief chaotisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hatte er die Vertreibung von 1.200 Juden und die Errichtung zweier „Straflager“ zu verantworten. Von August 1941 bis Mitte 1942 war er Kreishauptmann im Kreis [[Kolomyja|Kolomea]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot; /&amp;gt; Die Ghettoisierung durch Volkmann in Kolomea verlief ebenfalls chaotisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941 - 1944&amp;#039;&amp;#039;, München 1996, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt; Kreishauptmann Volkmann trat als arroganter und brutaler [[Herrenmensch]] auf, es ist überliefert, dass er anfänglich manchmal Ohrfeigen verabreichte, wenn er die Bevölkerung als allzu unverschämt wahrnahm. In Kolomea organisierte er die Deportation von Juden in das [[Vernichtungslager Belzec]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941 - 1944&amp;#039;&amp;#039;, München 1996, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Zeugenaussagen habe Volkmann gegen Zahlungen zugelassen, dass einige Juden zunächst zurückgestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß295&amp;quot; /&amp;gt; Wegen wirtschaftlicher Unregelmäßigkeiten – wahrscheinlich aufgrund von persönlicher Bereicherung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiß295&amp;quot; /&amp;gt; – wurde er danach zur [[Wehrmacht]] eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1943 wurde er auf Intervention von [[Ludwig Losacker]] wieder im GG eingesetzt und wurde Kreishauptmann im Kreis [[Łowicz|Lowitsch]]. Dort verfügte er Repressionen wie [[Razzia|Razzien]] gegen die polnische Bevölkerung, „Verhaftungen und Einweisungen in Volkmanns Arbeitslager Małszyce“ und sorgte für „die unbedingte Aufrechterhaltung der Autorität der Deutschen Verwaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;„Der Kreishauptmann Łowicz“, 1. März 1944, zitiert bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 149. Zur Eintreibung der Ablieferungskontingente, ebenda, S. 148f und S. 242–244. Zum Arbeitslager Małszyce ([[:pl:Małszyce (województwo łódzkie)]]), ebenda S. 244&amp;lt;/ref&amp;gt;. Später erhielt Volkmann durch Generalgouverneur [[Hans Frank]] das [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] I. Klasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Volkmann als Kriegsverbrecher gesucht, er nahm daher den Namen &amp;#039;&amp;#039;Peter Grubbe&amp;#039;&amp;#039; an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichel107&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Reichel (Politikwissenschaftler)|Peter Reichel]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitsbewältigung in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur von 1945 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Beck’sche Reihe 1416, München 2001, ISBN 3-406-45956-0, S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt; in Anlehnung an eine [[Marie Grubbe|Romanfigur]] gleichen Nachnamens in einem Roman von [[Jens Peter Jacobsen|Jacobsen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot; /&amp;gt; Volkmann alias Grubbe machte Karriere als Journalist und Sachbuchautor. Zunächst war er ab 1949 für die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; Korrespondent in London.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial395f&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 414 wird als Beginn der Tätigkeit für die FAZ das Jahr 1948 genannt&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1953 war Grubbe dort und von 1958 bis 1963 in Hamburg [[Auslandskorrespondent]] der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Prüver: &amp;#039;&amp;#039;Willy Haas und das Feuilleton der Tageszeitung „Die Welt“&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 2007, S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1963 arbeitete Grubbe als Redakteur für den &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, später auch für &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee644&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 644.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grubbe arbeitete ferner für den Rundfunk, wo er die &amp;#039;&amp;#039;[[Norddeutscher Rundfunk|NDR]]&amp;#039;&amp;#039;-Sendung „Vor unserer Tür“ gestaltete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nolte&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.jostnolte.de/interview.html |wayback=20101114152006 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mörder bleiben Mörder – Ein Autor interviewt sich selber: Jost Nolte über seinen Roman „Der Feigling“&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der allmählich als linksliberal geltende Grubbe, weithin geachtet und „zu den kritischen Edelfedern im deutschen Journalismus“ gehörig,&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Journalisten – Worte als Taten.&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Frei: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Zwielicht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2001, S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt; bereiste Afrika und Asien, berichtete über Fehler der Entwicklungspolitik und produzierte über 40 Fernsehfilme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1995&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=9226131 |Titel=„Ich bin mit mir im reinen“ – Der linksliberale Autor Peter Grubbe über seine NS-Vergangenheit als Kreishauptmann in Kolomea|Autor=Erich Follath und Dieter Wild |Jahr=1995 |Nr=41 |Datum=1995-10-09 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gehörte er dem Beirat der [[Gesellschaft für bedrohte Völker]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee644&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Volkmann und weiteres Personal seiner Dienststelle in Kolomea wurde seitens der Staatsanwaltschaft Darmstadt ab 1963 wegen [[Mord]]es beziehungsweise [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum Mord ermittelt. Volkmann sagte dort 1967 selbst zur Sache aus, konnte sich jedoch nur bedingt an sein Wirken in Kolomea erinnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kleine-Brockhoff&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Kleine-Brockhoff |url=https://www.zeit.de/1995/42/Der_Verwalter_des_Schlachthauses_Deutsches_Doppelleben_Wie_ein |titel=Der Verwalter des Schlachthauses Deutsches Doppelleben: Wie ein Mann sich selbst und seine Umwelt 50 Jahre lang betrog |werk=[[Die Zeit]] 42/1995 |datum=1995-10-13 |abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verfahren wurde am 30. Mai 1969 durch die Staatsanwaltschaft Darmstadt mangels Tatverdacht eingestellt, da die „Individualisierung“ der Taten unmöglich gewesen sei. Im Fall Volkmann nahm das Gericht an, ihm müsse der Zweck der Selektionen als Zivilbeamten objektiv und subjektiv nicht klar gewesen sein. Diese Feststellung beurteilte [[Thomas Kleine-Brockhoff]] als „erstaunlich“, insofern Volkmanns Stellvertreter (und Mitbewohner in seinem Haus in Kolomea) zu Protokoll gegeben habe, er habe spätestens seit Dezember 1941 die Bedeutung der Begriffe „Aussiedlung“ und „[[Sonderbehandlung]]“ gekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 508&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kleine-Brockhoff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 veröffentlichte der 1954 in die DDR emigrierte Schriftsteller westdeutscher Herkunft [[Werner Steinberg]] einen Kriminalroman mit Elementen aus Volkmanns Vergangenheit, der 1970 weite Verbreitung fand. Volkmann alias Grubbe erscheint dort unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Klaus Volkmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Peter Grob&amp;#039;&amp;#039;. Er schickte den Roman mit Hinweisen zu Volkmann an den [[Stern (Zeitschrift)|Stern]], erhielt aber keine Antwort.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Steinberg: Und nebenbei: Ein Mord, Roman-Zeitung Nr. 7/1970. Die Erstausgabe erschien 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;maußhardt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Maußhardt |titel=Wiesenthal: Grubbe soll getötet haben |werk=die tageszeitung |datum=1995-10-02 |seiten=4 |url=https://taz.de/Wiesenthal-Grubbe-soll-getoetet-haben/!1490456/ |abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Steinberg hatte Volkmann nach dem Krieg 1946 beschäftigt, seine Identität schon damals entdeckt und ihn bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft angezeigt. Bei Hausdurchsuchungen wurde laut Steinbergs Autobiografie gefälschte Formulare für eine neue Identität gefunden. Grubbe habe sich aber nach einer Warnung absetzen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maußhardt&amp;quot; /&amp;gt; Laut [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]] hatte Steinberg noch „alte Rechnungen“ offen.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 415&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 gab es eine Neuauflage des Romans, in dessen Nachwort Steinberg ausdrücklich auf die Vergangenheit Volkmanns aufmerksam machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maußhardt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 enthüllte Steinberg in der DDR-[[Literaturzeitschrift]] &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]]&amp;#039;&amp;#039; erneut Volkmanns Identität und beschuldigte ihn schwerster Verbrechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/9222612 |titel=„Es war oft auch recht lustig“ |werk=Der Spiegel 42/1995 |datum=1995 |seiten=92–101 |abruf=2024-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, S. 409 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch dies drang in Ost- und Westdeutschland zunächst kaum an eine breitere Öffentlichkeit,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nolte&amp;quot; /&amp;gt; obwohl Volkmanns Duzfreund [[Axel Eggebrecht]] davon erfuhr. Eggebrecht schrieb Volkmann-Grubbe 1990, woraufhin dieser in einer Stellungnahme allgemein Fehler eingestand, aber auch Steinberg, der wegen Flugblattaktionen im KZ inhaftiert gewesen war, als fanatischen Nazi und als Stasimitarbeiter verleumdete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Maußhardt |titel=Selbstdarstellung eines Selbstbetrügers |werk=die tageszeitung |datum=1995-10-21 |seiten=5 |url=https://taz.de/Selbstdarstellung-eines-Selbstbetruegers/!1488023/ |abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Volkmanns NS-Vergangenheit wurde nicht weiter beachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seibt&amp;quot;&amp;gt;Heiko Seibt: [https://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6507&amp;amp;ausgabe=200311 &amp;#039;&amp;#039;Die Last der Schuld – Jost Noltes Roman „Der Feigling“ orientiert sich an einer realen NS-Biographie&amp;#039;&amp;#039;] auf www.literaturkritik.de&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland lebte er in [[Lütjensee]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kleine-Brockhoff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Identität Volkmanns wurde im September 1995 durch den Journalisten [[Philipp Maußhardt]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039; erneut publik gemacht: „Es gibt zwei Leben vor dem Tode“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichel107&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Maußhardt, &amp;#039;&amp;#039;Es gibt zwei Leben vor dem Tode&amp;#039;&amp;#039;, die tageszeitung, 29. September 1995, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz darauf rechtfertigte sich Volkmann in einem Interview mit dem Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; über seine Tätigkeit als Kreishauptmann von Kolomea und wies jede Schuld und Verantwortung für die in seinem Verantwortungsbereich begangenen Verbrechen im Zuge des [[Holocaust]] von sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1995&amp;quot; /&amp;gt; Volkmann behauptete, er habe mitgemacht, um „in bescheidenen Grenzen“ Leben retten zu können; Geldzahlungen seien dabei nicht im Spiel gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Journalisten – Worte als Taten.&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Frei: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Zwielicht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2001, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Berichterstattung wurden Volkmanns Einlassungen den Aussagen überlebender Juden aus Kolomea gegenübergestellt und seine Glaubwürdigkeit bezweifelt. In Kommentaren wurde die Verdrängung bedauert; man habe gerade ihm eine selbstkritischere Haltung zugetraut und abverlangt. [[Tilman Zülch]] strich den Namen Grubbes stillschweigend&amp;lt;!-- WANN? --&amp;gt; aus der Beiratsliste der Gesellschaft für bedrohte Völker, bevor die Enttarnung&amp;lt;!-- WANN? --&amp;gt; öffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volkmann war dreimal verheiratet: Bis 1948 war er mit Ada von Maynitz verheiratet. Er hatte sie im Amt [[Wilhelm Canaris|Canaris]] kennengelernt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Völklein |Titel=Die verweigerte Schuld: Gespräche mit einem Täter : wie aus dem NS-Kreishauptmann Claus Volkmann der linksliberale Publizist Peter Grubbe wurde |Verlag=Deutsche Zeitgeschichte [[Books on Demand]] |Datum=2000 |Online={{Google Buch|BuchID=2nsiAQAAIAAJ |Hervorhebung=Mit+seiner+Frau+Ada+,+geb.+von+Maynitz+,+die+er+im+Amt+Canaris+kennengelernt+hatte18+,+und+einem+polnischen}} |Abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Deutsche Welle |url=https://www.dw.com/pl/zbrodnia-bez-kary-podw%C3%B3jne-%C5%BCycie-lewicowego-dziennikarza/a-50613959 |titel=Zbrodnia bez kary. Podwójne życie lewicowego dziennikarza |datum=2019-09-27 |sprache=pl |abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine zweite Frau, eine 1933 emigrierte Jüdin, Nadine, Tochter eines Berliner Professors, heiratete er 1949 in London. Die Ehe wurde aufgrund der Rückkehr Volkmanns nach Deutschland 1958 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Maußhardt |titel=Es gibt zwei Leben vor dem Tod |werk=die tageszeitung |datum=1995-09-29 |seiten=12–14 |url=https://taz.de/Es-gibt-zwei-Leben-vor-dem-Tod-Von-Philipp-Mausshardt/!1490783/ |abruf=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://faustkultur.de/2995-0-Claus-Peter-Volkmann-alias-Peter-Grubbe.html |titel=Claus-Peter Volkmann alias Peter Grubbe |werk=Faust Kultur |abruf=2021-07-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210730094313/https://faustkultur.de/2995-0-Claus-Peter-Volkmann-alias-Peter-Grubbe.html |archiv-datum=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wild&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dieter Wild, Erich Follath |werk=Der Spiegel 41/1995 |datum=1995-10-08 |url=https://www.spiegel.de/kultur/ich-bin-mit-mir-im-reinen-a-7e6d4af1-0002-0001-0000-000009226131 |titel=»Ich bin mit mir im reinen« |abruf=2021-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb am 29. Januar 2002 in Trittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertungen und Einordnungen ==&lt;br /&gt;
Volkmann äußerte gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, seine Geschichte sei „eine normale deutsche Geschichte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wild&amp;quot; /&amp;gt; Für den in der DDR lebenden Schriftsteller [[Werner Steinberg]] war Volkmann ein Opportunist, der „wie ein Chamäleon“ die Farbe seiner Gesinnung wechselte. [[Götz Aly]] sah in diesem Lebensweg einen „furchtbaren Normalfall“ der deutschen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;vergleiche taz vom 29. September 1995, abgedruckt bei Matthias Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Journalisten – Worte als Taten.&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Frei: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Zwielicht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2001, S. 299.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Verarbeitung der Biografie ==&lt;br /&gt;
Die Biografie Volkmanns alias Grubbe war nach Steinbergs Roman &amp;#039;&amp;#039;Und nebenbei ein Mord&amp;#039;&amp;#039; von 1968 Vorlage des 2003 erschienenen Romans &amp;#039;&amp;#039;Der Feigling&amp;#039;&amp;#039; von [[Jost Nolte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seibt&amp;quot; /&amp;gt; Bei [[Hans Joachim Schädlich]] erscheint Volkmann als ein Beispiel der Unmenschlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Monsieur Tara&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Joachim Schädlich: &amp;#039;&amp;#039;Das Tier, das man Mensch nennt&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 2023, ISBN 978-3-498-00232-9, S. 141–142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lässt ihn in [[La Bégude-de-Mazenc|La Begude]] auf einen Zeugen treffen, der ihn enttarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Hoeres]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeitung für Deutschland. Die Geschichte der FAZ&amp;#039;&amp;#039;. Benevento, München, Salzburg 2019, ISBN 978-3-7109-0080-8.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musiał]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04208-7; 2. unv. Aufl., Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-05063-2.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Völklein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die verweigerte Schuld: Gespräche mit einem Täter. Wie aus dem NS-Kreishauptmann der linksliberale Publizist Peter Grubbe wurde.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2000.&lt;br /&gt;
* Matthias Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Journalisten – Worte als Taten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Zwielicht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-593-36790-4, S. 240–299.&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2009. ISBN 978-3-8353-0477-2.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941 - 1944: Organisation und Durchführung eines staatlichen Massenverbrechens&amp;#039;&amp;#039;, (Studien zur Zeitgeschichte; 50), Oldenbourg, München 1996 (Zugl.: München, Univ., Diss., 1994). ISBN 3-486-56233-9 ([https://link.bsb-muenchen.de/BV010915041 Volltext digital verfügbar]).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sandkühler]]: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941-1944&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Nachfolger, Bonn 1996, ISBN 3-8012-5022-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|105746770}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000007014|Peter Grubbe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105746770|LCCN=n81056371|VIAF=59558577}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Volkmann, Claus Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auslandskorrespondent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Volkmann, Claus Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grubbe, Peter; Volkmann, Klaus Peter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Dezember 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Olsztyn|Allenstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Januar 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Trittau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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