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	<title>Claus Bastian - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-17T20:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claus Bastian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1909]] in [[Wiesbaden-Biebrich|Biebrich am Rhein]]; † [[26. Juni]] [[1995]] in [[München]]) war deutscher [[Malerei|Maler]], [[Bildhauerei|Bildhauer]], [[Promotion (Doktor)|promovierter]] [[Jurist]] und der erste Häftling im [[KZ Dachau]] (Häftlingsnr. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Claus Bastian, der aus großbürgerlichen Verhältnissen stammte, wuchs gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern in [[Utting am Ammersee]] auf. Sein Vater Richard Bastian war ein bekannter Ingenieur, der leitend am Hafenausbau europäischer Großstädte beteiligt war und als Konstrukteur des Profils der Eisenbahnschiene bekannt wurde. Seine Schulausbildung unterbrach Bastian für zwei Jahre, in denen er als Schäfer, Schmied und Landwirt tätig war. Nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn studierte er an der [[Universität München]] [[Rechtswissenschaften]]. Ab 1929 studierte Bastian ein Jahr an der [[Sorbonne]], arbeitete nebenbei als Stepptänzer im [[Folies Bergère]] und bewegte sich gesellschaftlich in Künstlerkreisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andlauer&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20090530011543/http://www.zbdachau.de/fates/ger/bastian.htm Anna Andlauer: &amp;#039;&amp;#039;Claus Bastian&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er kurzzeitig Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], gründete den marxistischen Studentenbund und war Anfang der 1930er Jahre Hochschulmeister im [[Boxen]]. Er setzte sich an der Universität München für den Rechtsgelehrten [[Hans Nawiasky]] ein, dem von [[Sturmabteilung|SA]]-Angehörigen Prügel angedroht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPD-Utting&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.spd-utting.de/presse/20060610_LT.php?von=dyckerhoff |wayback=20150930183307 |text=&amp;#039;&amp;#039;Als Häftling Nummer 1 im Konzentrationslager Dachau&amp;#039;&amp;#039; }}, in: &amp;#039;&amp;#039;Landsberger Tagblatt.&amp;#039;&amp;#039; 10. Juni 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 wurde Bastian verhaftet und nach Gefängnisaufenthalten von [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Landsberg am Lech]] am 22. März 1933 mit weiteren Häftlingen zur nicht mehr betriebenen Pulver- und Munitionsfabrik nahe [[Dachau]] verbracht. Im KZ Dachau wurde er als erster Häftling registriert und nach schwerer Haftzeit ohne Begründung im September 1933 aus dem KZ entlassen. Danach konnte Bastian [[Promotion (Doktor)|promovieren]] und seine [[Referendariat]]szeit bei der Münchner Handelskammer absolvieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1936 bis 1938 lebte er mit seiner Familie in einem Haus der [[Künstlerkolonie Dachau]] und bewirtschaftete anschließend ein landwirtschaftliches Gut in [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]. Zum [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] wurde Bastian als Soldat eingezogen, gab jedoch später an, nicht einen Schuss abgegeben zu haben. Vor Kriegsende wurde er aufgrund von „Beleidigung des Führers“ und „Selbstverstümmelung“ vor ein [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Kriegsgericht]] gestellt und entging einem [[Todesstrafe|Todesurteil]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andlauer27f&amp;quot;&amp;gt; Anna Andlauer: &amp;#039;&amp;#039;Claus Bastian – Der Häftling mit der Nummer 1.&amp;#039;&amp;#039; S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Bastian als niedergelassener [[Rechtsanwalt]] tätig und vertrat hauptsächlich Verfolgte des NS-Regimes, für die er über 2.000 Wiedergutmachungsverfahren durchführte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPD-Utting&amp;quot;/&amp;gt; Bastian vertrat aber auch 1951 vor dem Münchener Schwurgericht den ihm bekannten [[Karl Friedrich Wicklmayr]], der als SS-Mann im KZ Dachau den Kommunisten [[Sepp Götz]] erschossen hatte. Wicklmayr wurde vom [[Landgericht München II]] 1951 zu sechs Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edith Raim]]: &amp;#039;&amp;#039;Westdeutsche Ermittlungen und Prozesse zum KZ Dachau und seinen Außenlagern.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Eiber]], Robert Sigl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Prozesse – NS-Verbrechen vor amerikanischen Militärgerichten in Dachau 1945–1948.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0167-2, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vertrat zudem [[Albert Schweitzer]] anwaltlich und war Rechtsberater von Angehörigen der Adalbertinischen Linie der [[Wittelsbach]]er.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andlauer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Beginn der 1950er Jahre an betätigte sich Bastian auch künstlerisch. Bekannt sind seine vier [[Kreuzweg]]e, in denen der [[Passion Jesu|Leidensweg Jesu Christi]] dargestellt wird. Der bekannteste befindet sich in der Kirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ in [[Königsbrunn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.zur-goettlichen-vorsehung.de/Kirchenfuehrung/kreuzweg-schenkung.htm |wayback=20050320012224 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wie der Kreuzweg von Claus Bastian in die Kirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ kam.&amp;#039;&amp;#039; }} Website der Pfarrei.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Kreuzwege befinden sich in Münchner Kirchen. Des Weiteren gestaltete Bastian zwei Brunnen in München, den „Drei-Wasser-Speier“ sowie die „Flache Schale“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bastian, der sich keiner Kunstrichtung zuordnen lässt, malte auch zahlreiche Ölbilder. Seine künstlerischen Schwerpunkte lagen in der Darstellung von Frauen sowie dem menschlichen Leid.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andlauer27f&amp;quot;/&amp;gt; Bastian zu Ehren wurde in Utting auf dem ehemaligen Dyckerhoff-Gelände eine Straße nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |date=2018-02-03 |url=http://www.spd-utting.de/themen_dyckerhoff.php |text=Thema „Dyckerhoffgelände“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bastian starb Ende Juni 1995 in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11865344X}}&lt;br /&gt;
* Anna Andlauer: &amp;#039;&amp;#039;Claus Bastian – Der Häftling mit der Nummer 1.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Günter Richardi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensläufe – Schicksale von Menschen, die im KZ Dachau waren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2.) BoD – Books on Demand 2001, ISBN 978-3-83112190-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://claus-bastian.art/ &amp;#039;&amp;#039;Claus Bastian. Rechtsanwalt Künstler Lebenskünstler&amp;#039;&amp;#039;] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11865344X|VIAF=72187663}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bastian, Claus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boxer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bastian, Claus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Künstler, KZ-Häftling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden-Biebrich|Biebrich am Rhein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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