<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Claus-Prozess</id>
	<title>Claus-Prozess - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Claus-Prozess"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claus-Prozess&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T15:02:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claus-Prozess&amp;diff=265728&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claus-Prozess&amp;diff=265728&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-11T16:12:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chargement du soufre à North Vancouver (2).jpg|mini|Durch den Claus-Prozess in [[Alberta]] hergestellter Schwefel wartet im Hafen von [[Vancouver]] auf seine Verschiffung.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claus-Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Verfahren zur industriellen Herstellung von [[Schwefel]] aus [[Schwefelwasserstoff]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schreiner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Schreiner |Titel=Der Claus-Prozess. Reich an Jahren und bedeutender denn je |Sammelwerk=[[Chemie in unserer Zeit]] |Band=42 |Nummer=6 |Datum=2008-12 |Seiten=378–392 |DOI=10.1002/ciuz.200800461}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwefelwasserstoff ist Bestandteil von sogenanntem saurem [[Erdgas]] („[[Sauergas]]“), das zum Beispiel in Norddeutschland bei [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]], in der kanadischen Provinz Alberta bei [[Calgary]] sowie in der chinesischen Provinz Sichuan  gefördert wird. Schwefelwasserstoff entsteht aber vor allem bei der großtechnisch durchgeführten hydrierenden Entschwefelung von [[Erdöl]] in praktisch allen [[Erdölraffinerie|Raffinerien]] weltweit. In Raffinerien entstehen erhebliche Mengen an Schwefelwasserstoff auch bei Konversionsprozessen, die ohne Wasserstoff auskommen, zum Beispiel beim Cracking im [[Steamcracken|Steam-Cracker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Saures Erdgas]] besteht aus Erdgas (hauptsächlich [[Methan|CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und anderen Kohlenwasserstoffen) und [[Schwefelwasserstoff|H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S]], sowie sonstigen Bestandteilen wie etwa [[Wasser|H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O]], [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], Thiolen sowie [[Carbonylsulfid|COS]] und [[Kohlenstoffdisulfid|CS&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]. Da für den Claus-Prozess ein relativ hoher H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S-Gehalt des Gases erforderlich ist (&amp;gt;40 %), wird das H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S zunächst aus dem Erdgas selektiv herausgewaschen (z.&amp;amp;nbsp;B. mit [[Methyldiethanolamin]], MDEA, oder [[Diisopropylamin]]) und dann aus der Waschlösung durch Erhitzen freigesetzt ([[Aminwäsche]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Claus-Verfahren wurde ursprünglich 1883 dem deutsch-britischen Chemiker [[Carl Friedrich Claus]] patentiert, und zwar sowohl in Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=28758| Code=C| Titel=Neuerung bei dem Verfahren zur Gewinnung von Schwefel bezw. schwefliger Säure aus Schwefelwasserstoff| A-Datum=1883-11-08| V-Datum=1884-08-21| Erfinder=Carl Friedrich Claus| Kommentar=Zusatz zum Patent No. 23763 vom 30. Januar 1883}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch in England.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Steudel, Lorraine West, &amp;#039;&amp;#039;Vita of Carl Friedrich Claus - inventor of the Claus process for production of sulfur from hydrogen sulfide&amp;#039;&amp;#039;, online-Dokument von 2015, verfügbar auf der Plattform ResearchGate.net&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich wurde es zur Rückgewinnung von Schwefel aus Calciumsulfid bei der Natriumcarbonat-Produktion aus Pflanzen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage wird nur noch der modifizierte Claus-Prozess durchgeführt, der in den frühen 1930er Jahren von der deutschen [[IG Farben]] entwickelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Baehr, &amp;#039;&amp;#039;Gas Purification by the Alkacid Process and Sulfur Recovery by the I.G. Claus Process&amp;#039;&amp;#039;, Refiner &amp;amp; Natural Gasoline Manufacturer, 1938, Vol. 17(6), p. 237-244.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weltweit wurden im Jahr 2014 ca. 52,8 Mio. t Schwefel produziert, verteilt auf viele Länder wie folgt (Daten in Mio. t): China (10.5), USA (9.6), Russland (7.3), Canada (5.9), Deutschland (3.8), Japan (3.3), Saudi-Arabien (3.3), Indien (2.8), Kasachstan (2.7), Iran (2.1), Vereinigte Arabische Emirate (1.9), Mexiko (1.8), Chile (1.7), Südkorea (1.4), Polen (1.1), gefolgt von Frankreich, Australien, Venezuela, Kuwait und anderen. Für 2015 wurde die globale Schwefelproduktion auf über 70 Mio. t geschätzt, der überwiegend bei der Entschwefelung von Erdgas und Rohöl anfällt („Claus-Schwefel“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/commodity/sulfur/mcs-2016-sulfu.pdf Mineral Commodity Summary 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
Der grundlegende chemische Prozess kann durch folgende drei Gleichungen beschrieben werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Steudel: &amp;#039;&amp;#039;Chemie der Nichtmetalle.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin, 2013, ISBN 978-3-11-030439-8, S. 465–466.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei die angegebenen Reaktionsenthalpien für gasförmige Reaktionspartner bei 1 bar Druck und 298 K gelten:&amp;lt;ref&amp;gt;Berechnet aus den Enthalpie-Daten der [http://webbook.nist.gov/chemistry/form-ser.html NIST-Datenbank]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der Aminwäsche abgetrennte Schwefelwasserstoff wird aus der Waschlösung ausgetrieben. Ein Drittel dieses  Schwefelwasserstoffgases wird im Claus-Ofen mit Prozessluft zu [[Schwefeldioxid]] verbrannt, indem so viel Sauerstoff in Form von Luft oder mit Sauerstoff angereicherter Luft dosiert wird, dass folgende Stöchiometrie erfüllt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(I) &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{H_2S \ + \ 3/2 \ O_2 \longrightarrow SO_2 + \ H_2O} \qquad \Delta H^0 = -518.0\ \frac{\mathrm{kJ}}{\mathrm{mol}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil des übrigen Schwefelwasserstoffs reagiert mit dem entstandenen SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; unter [[Komproportionierung]] zu elementarem Schwefel in der Molekülgröße S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(II) &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\ H_2S \ + \ SO_2 \longrightarrow 3/2\ S_2 + \ 2\ H_2O} \qquad \Delta H^0 = +47.3\ \frac{\mathrm{kJ}}{\mathrm{mol}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der restliche Schwefelwasserstoff wird mit dem verbliebenen SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; bei tieferer Temperatur katalytisch zu elementarem Schwefel umgesetzt (hauptsächlich S&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(III) &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\ H_2S \ + \ SO_2 \longrightarrow 3/8 \ S_8 + \ 2\ H_2O} \qquad \Delta H^0 = -107.2\ \frac{\mathrm{kJ}}{\mathrm{mol}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das technische Verfahren besteht folglich aus drei Stufen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schreiner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thermische Stufe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: In einem &amp;#039;&amp;#039;Claus-Ofen&amp;#039;&amp;#039; wird durch teilweises Verbrennen des H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S mit Luft oder einem Luft-Reinsauerstoff-Gemisch die benötigte Menge SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erzeugt (Reaktion I; ca. 950–1200&amp;amp;nbsp;°C). Zentraler Teil des Ofens ist der Brenner (Burner), der die Reaktionsgase optimal vermischt (F1; siehe Abb. 1). Das entstehende SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; reagiert bereits im Claus-Ofen teilweise mit dem vorhandenen H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S zu elementarem Schwefel, der wegen der hohen Temperatur zunächst als S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; anfällt (Reaktion II). Hinter dem Claus-Ofen wird das Gasgemisch in einem Wärmeaustauscher mit Kesselspeisewasser (KSW) auf ca. 300&amp;amp;nbsp;°C abgekühlt, wobei Dampf erzeugt wird. Durch die Kühlung wird der erzeugte Schwefel flüssig abgeschieden, wobei die S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Moleküle zu einem Gemisch von Ringmolekülen wie S&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;, S&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt; und S&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt; oligomerisieren. Ungefähr 60–70 % der maximal möglichen Schwefelmenge werden bereits hier gewonnen, sofern der H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S-Gehalt des Feed-Gases ausreichend hoch ist. Hinter dem ersten Schwefelabscheider besteht das Gas dann überwiegend aus Stickstoff, Wasserdampf, H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S und SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claus-Anlage.jpg|mini|zentriert|700px|Fließschema einer Claus-Anlage zur Herstellung von elementarem Schwefel (SRE: Sulfur Recovery Efficiency)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katalytische Stufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: In zwei oder drei aufeinander folgenden katalytischen Stufen wird nach Reaktion III weiterer Schwefel gewonnen. Bei dieser exothermen Gasphasen-Reaktion handelt es sich um einen Gleichgewichtsprozess, wobei das Gleichgewicht  bei niedrigen Temperaturen am weitesten auf der Seite des elementaren Schwefels liegt. Zur Beschleunigung der Gleichgewichtseinstellung wird synthetisches Aluminiumoxid oder Titandioxid als Katalysator eingesetzt. Die Austrittstemperaturen der katalytischen Reaktoren werden hoch genug eingestellt, um ein Kondensieren von Schwefeldampf auf dem Katalysatormaterial und damit dessen Deaktivierung sicher zu vermeiden. Um eine maximale Ausbeute bei gleichzeitig akzeptabler Reaktionszeit zu erzielen, liegt die Temperatur in ersten Reaktor R bei 305–350&amp;amp;nbsp;°C, im zweiten bei ca. 225&amp;amp;nbsp;°C und im dritten bei 180–200&amp;amp;nbsp;°C. Hinter jedem Reaktor wird der erzeugte Schwefel durch Kühlung des Gasgemischs flüssig abgeschieden (K1 bis K3), wonach das verbleibende Gas aber wieder in einer Vorwärmstufe (W1 bis W3) auf die notwendige Reaktionstemperatur aufgeheizt werden muss, sofern noch ein weiterer Reaktor angeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste katalytische Reaktor hat darüber hinaus die Funktion, Kohlendisulfid und Carbonylsulfid hydrolytisch zu zersetzen, wozu eine möglichst hohe Temperatur erforderlich ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(IV) &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CS_2 \ + \ 2\ H_2O \longrightarrow 2\ H_2S \ + \ CO_2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(V) &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{COS \ + \ H_2O \longrightarrow \ H_2S \ + \ CO_2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Ausbeute an Schwefel beträgt bei zwei katalytischen Stufen ca. 95 %, während bei drei Stufen bis zu 98 % des Schwefels gewonnen werden können. Der erzeugte, von gelöstem H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S befreite Flüssigschwefel wird in dampfbeheizten Behältern gelagert und transportiert; er ist so rein, dass er ohne weitere Nachreinigung z.&amp;amp;nbsp;B. direkt zur Herstellung von Schwefelsäure herangezogen werden kann. Insgesamt erzeugt eine Claus-Anlage mehr Energie (in Form von Dampf) als sie selbst verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claus-Endgas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hinter der letzten katalytischen Stufe befinden sich neben N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, Wasserdampf, Wasserstoff, CO und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; immer noch Spuren von Schwefeldampf sowie SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, COS, CS&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S, die entfernt werden müssen, um Geruchsbelästigungen und Umweltschäden zu minimieren (die Geruchsschwelle für H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S liegt bei nur 0.1 ppm). Hierzu sind mehr als ein Dutzend unterschiedliche Varianten zur Feinentschwefelung im Einsatz. In hohem Maße durchgesetzt hat sich mittlerweile ein Feinentschwefelungsverfahren, welches auf der hydrierenden Umsetzung aller vorhandener Schwefelkomponenten zu H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S basiert. Letzteres wird in einer nachgeschalteten Waschstufe mit Hilfe einer Aminlösung (typischerweise wasserhaltiges MDEA) selektiv ausgewaschen und damit als konzentrierter H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S-Strom gewonnen, welcher in den Claus-Ofen geleitet wird. Damit sind Schwefelrückgewinnungsraten von über 99,8 % realisierbar, das heißt Spitzenwerte im Vergleich zu anderen Feinentschwefelungsprozessen (wie z.&amp;amp;nbsp;B. katalytische H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S-Oxidation mit Hilfe von Luft oder SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Allerdings muss diese Leistungsfähigkeit bezüglich der Minimierung von SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch relativ hohen apparativen sowie energetischen Aufwand erkauft werden. Da auch nach der Feinentschwefelung noch mit geringen Konzentrationen von Schwefelverbindungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S im Prozessgas zu rechnen ist, wird dieses abschließend einer katalytischen oder (häufiger) thermischen Luftoxidation unterworfen, so dass praktisch alle Schwefelkomponenten zu SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; umgesetzt werden, welches dann schließlich emittiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ralf Steudel]]: &amp;#039;&amp;#039;Elemental Sulfur and Sulfur-Rich Compounds.&amp;#039;&amp;#039; Top. Curr. Chem., Vol. 230, Springer, Berlin, 2003, ISBN 3-540-40191-1.&lt;br /&gt;
* F. P. Springer, &amp;#039;&amp;#039;Über Schwefel und Schwefelwasserstoff – Zur Geschichte dieser Bestandteile von Erdgasen.&amp;#039;&amp;#039; Erdöl-Erdgas-Kohle, 2011, Heft 10, S. 382–388.&lt;br /&gt;
* Linde-Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Sulfur Process Technology.&amp;#039;&amp;#039; 2012. ([http://www.linde-engineering.de/internet.le.le.deu/de/images/Sulfur%20Process%20Technology563_111155.pdf?v=1.0 PDF.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrochemisches Verfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
	</entry>
</feed>