<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Claudius_Innocentius_du_Paquier</id>
	<title>Claudius Innocentius du Paquier - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Claudius_Innocentius_du_Paquier"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claudius_Innocentius_du_Paquier&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T18:46:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claudius_Innocentius_du_Paquier&amp;diff=1894030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claudius_Innocentius_du_Paquier&amp;diff=1894030&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-25T11:52:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Le Pâquier]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claudius Innocentius du Paquier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[1679]]; †&amp;amp;nbsp;[[1751]]), dessen Herkunft ungewiss ist, war 1718 Begründer der zweiten [[Porzellanmanufaktur]] Europas in [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Der junge du Paquier stand vor seiner Karriere in der Porzellanerzeugung als Hofkriegsratsagent im Dienste der kaiserlichen Verwaltung. Nur der sächsische [[Kurfürst]] und [[König]] in [[Polen]], [[August II. (Polen)|August der Starke]], besaß bisher mit seiner [[Meißener Porzellan]]manufaktur in Europa das wissenschaftliche Rezept zur Herstellung des kostbaren „[[Weißes Gold|weißen Goldes]]“, welches unter strengen Vorsichtsmaßnahme auf der [[Albrechtsburg]] von der Außenwelt geschützt war. Trotz der Abschirmung der wesentlichen Arbeiter war es du Paquier auf diplomatischem Wege durch den [[Liste der österreichischen Gesandten in Sachsen|kaiserlichen Gesandten am polnisch-sächsischen Hof]] in Dresden, [[Damian Hugo von Virmont]], gelungen, einige der Handwerker aus [[Meißen]] nach Wien zu holen.&amp;lt;ref&amp;gt;Chilton 2009: Fired by passion, S. 151–152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Standort der Porzellanmanufaktur befand sich weit außerhalb des Stadtgebietes, wobei die Fabrik aus logistischen und räumlichen Gründen um 1721 in die Vorstadt [[Rossau (Wien)|Rossau]] in das gräfliche Breuner’sche Sommerhaus am Alserbach umsiedelte. Nach anfänglichen technischen Experimenten wurden zunächst Porzellane gefertigt, welche nebst ostasiatischen mitunter auch durch Meißener Motive beeinflusst wurden, im Laufe der Zeit sich aber immer mehr der barocken Formenwelt der kaiserlichen Hauptstadt zuwandten. Dekorative Elemente von architektonischem Interieur, Motive aus der Skulptur und Einflüsse aus der zeitgenössischen Malerei der Epoche beeinflussten die Porzellangestaltung der Wiener Manufaktur, deren Werke sich auf außergewöhnliche Weise zwischen verspielten Barockformen und klassischer Strenge bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des Porzellanunternehmens unterzeichnete [[Karl VI. (HRR)|Kaiser Karl VI.]] im Jahre 1718 ein „Special Privilegium“&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen zum Privileg siehe Chilton 2009: Fired by passion, S. 150–156.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das du Paquiers [[Manufaktur]] unter einen 25 Jahre währenden Schutz stellte und ihr eine Monopolstellung auf die Rechte der Porzellanherstellung innerhalb der Habsburgischen Länder einräumte. Der Kaiserhof in Wien hatte ein besonderes Interesse an der Niederlassung einer Porzellanmanufaktur durch du Paquier, denn dadurch konnte den chinesischen Importwaren eine heimische Konkurrenz entgegengestellt werden und ferner verblieb das wirtschaftliche Kapital im Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch verlief die Geschichte der Wiener Porzellanmanufaktur äußerst wechselhaft und war immer wieder von Höhen und Tiefen geprägt. Nach 25 Jahren des Privilegs und eines guten Absatzes war die Firma hoch verschuldet und du Paquier sah sich trotz eines Darlehens der Stadt Wien gezwungen, seinen Betrieb zu verkaufen. Unter [[Maria Theresia|Kaiserin Maria Theresia von Österreich]] kam die Manufaktur 1744 somit in kaiserlichen Besitz und wurde verstaatlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu Chilton 2009: Fired by passion, S. 200–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Porzellanzimmer Palais Dubsky MAK Wien.jpg|250px|mini|Porzellanzimmer aus dem Brünner Palais Dubsky, 1720–1735. Ausstellungsort: [[Museum für angewandte Kunst (Wien)|MAK Wien]]]]&lt;br /&gt;
Du Paquier hat sowohl für den kaiserlichen Hof als auch für den Adel produziert. Das mit Abstand wichtigste Werk der Manufaktur war aber nicht für den Kaiser bestimmt, sondern für Gräfin Maria Antonia von Czobor, einer geborenen Fürstin von [[Haus Liechtenstein|Liechtenstein]]. Um 1700 wurden in Europa so genannte „Porzellan-Cabinette“ modern, deren Einrichtung Gräfin von Czobor in ihrem erworbenen [[Brünn]]er Palais vorgenommen hat. Das Porzellanzimmer aus dem nachmaligen Palais Dubsky in Brünn hat eine der ersten Zimmerausstattungen mit europäischem Porzellan. Der Raum enthält über 1500 Porzellanteile, die zwischen den Jahren 1720 und 1735 verfertigt worden sein müssen. Untersuchungen der Wandvertäfelung haben ergeben, dass das Interieur ursprünglich für einen anderen, unbekannten Ort hergestellt worden ist und erst später dem Brünner Palais in seiner Dimension verkleinert angepasst wurde. Im Jahre 1912 wurde das Porzellanzimmer für die Sammlung des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien (heute [[Museum für angewandte Kunst (Wien)|Museum für angewandte Kunst]]) angekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Chilton 2009: Fired by passion, S. 1030–1091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1862 wurde in Wien-[[Alsergrund]] (9. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Porzellangasse&amp;#039;&amp;#039; nach Du Paquiers Manufaktur benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Paquier, Claudius Innocenz du|21|284|285|}}&lt;br /&gt;
* Jacob von Falke: &amp;#039;&amp;#039;Die K. K. Wiener Porzellanfabrik – ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im K. K. Oesterreichischen Museum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Gerold, Wien 1887.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Mrazek: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Porzellan aus der Manufaktur Du Paquiers (1718–1744)&amp;#039;&amp;#039;. Verlag d. Österr. Museums f. Angewandte Kunst (Schriften des Österreichischen Museums für Angewandte Kunst; 3), Wien 1952.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Sturm-Bednarczyk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Claudius Innocentius du Paquier – Wiener Porzellan der Frühzeit 1718 – 1744&amp;#039;&amp;#039;. Brandstätter Verlag, Wien 1994. ISBN 3-85447-536-5.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|60|61|Du Paquier, Claudius Innocentius|Josef Mentschl|129064505}}&lt;br /&gt;
* Meredith Chilton (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fired by passion – Barockes Wiener Porzellan der Manufaktur Claudius Innocentius du Paquier&amp;#039;&amp;#039;. Arnoldsche Art Publ., Stuttgart 2009. ISBN 978-3-89790-308-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.mak.at/sammlung/schausammlung/raum01_09.htm Porzellanzimmer Palais Dubsky] auf [https://www.mak.at/ MAK.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129064505|VIAF=52757895}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paquier, Claudius Innocentius du}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1679]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1751]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paquier, Claudius Innocentius du&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Begründer der Wiener Porzellanmanufaktur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1679&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1751&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>