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	<title>Claudius Florimund Mercy - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T07:37:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Claudius_Florimund_Mercy&amp;diff=324514&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-16T02:27:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HGM Poträt Florimund de Mercy.jpg|mini|Claudius Florimund de Mercy (anonymer zeitgenössischer Meister, [[Heeresgeschichtliches Museum|HGM]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafmercy.jpg|mini|Claudius Florimund Mercy]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claudius Florimund Graf Mercy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1666]] in [[Longwy]] ([[Lothringen]]); † [[29. Juni]] [[1734]] bei [[Parma]] gefallen) war [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserlicher]] [[Generalfeldmarschall#Kaiserliche Feldmarschalle 1618–1806|Feldmarschall]], kommandierender [[General]] der kaiserlichen Provinz [[Temescher Banat]] und [[Regierungspräsident (Deutschland)|Präsident]] der Banater Landesadministration (1717–1734).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Feldmarschalleutnant Freiherr [[Peter Ernst von Mercy]] (1641–1686) und &amp;#039;&amp;#039;Marie Christiane d’Allamont&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stamm&amp;quot; /&amp;gt; Sein Vater war am 23. September 1686 in den Grafenstand erhoben worden. 1700 erscheint Claudius Florimund als Herr zu [[Fontoy]], [[Looten]] und [[Schöndorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;LHAKo Best. 1A Nr. 3312&amp;lt;/ref&amp;gt; Großvater von Claudius Florimund war der kaiserliche und kurbayerische Feldherr [[Franz von Mercy]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|17|126|127|Mercy, Claudius Florimund Graf von|[[Helmut Neuhaus]]|137090234}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mercy trat 1682 als Freiwilliger in die [[Kaiserliche Armee (HRR)|kaiserliche Armee]] ein, erwarb sich in der [[Schlacht am Kahlenberg]] ([[Entsatz]] von [[Wien]], [[Zweite Wiener Türkenbelagerung|1683]]) ein [[Offizierspatent]] ([[Leutnant]]) und kämpfte in den anschließenden [[Großer Türkenkrieg|Feldzügen]] in [[Ungarn]] (1684–1690) gegen die Türken mit Auszeichnung. Den [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] machte er vom Beginn bis zum [[Rastatter Friede]] 1714 mit. So kämpfte er 1701 als [[Oberstleutnant]] in [[Italien]] und schlug bei Borgoforte ([[Provinz Mantua]]) mit 300 [[Kavallerie|Reitern]] sechs feindliche [[Eskadron]]s zurück, geriet mehrere Male in Gefangenschaft, kam aber im Zuge von Gefangenenaustausch immer wieder frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf besaß und befehligte er am [[Rhein]] ein nach ihm benanntes [[Kürassierregiment K 15 (1756)|Kürassierregiment]] und erwarb sich in der [[Schlacht bei Friedlingen]] großen Ruhm. 1705 drängte er, inzwischen zum [[Generalmajor]] befördert, die Franzosen aus ihren Linien bei [[Pfaffenhofen (Württemberg)|Pfaffenhofen]] bis unter die [[Kanone]]n von [[Straßburg]] zurück. Er versah 1706 [[Landau in der Pfalz|Landau]] mit dem nötigen Nachschub und sprengte bei [[Offenburg]] 1707 das fliegende Korps des Marquis de Vivans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum [[Feldmarschallleutnant]] erhoben, deckte er die Gegend von Landau. Im Feldzug von 1709 führte er sechs [[Regiment]]er nach [[Mantua]], ging nach seiner Rückkehr über den Rhein und nahm eine Stellung bei [[Neuenburg am Rhein]] ein. Vom [[Léonor Marie du Maine du Bourg|Comte du Bourg]] bei [[Rumersheim-le-Haut|Rummersheim]] geschlagen, musste er sich zwar nach [[Rheinfelden AG|Rheinfelden]] zurückziehen, deckte jedoch den [[Schwarzwald]] und die [[Waldstädte]]. Im [[Venezianisch-Österreichischer Türkenkrieg|Türkenkrieg]] (1716) trug er in der [[Schlacht von Peterwardein]] maßgeblich zum Sieg bei, deckte die [[Belagerung von Temeswar (1716)|Belagerung von Temeswar]] und nahm hier ebenfalls 1717 mit Auszeichnung teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. April 1718 wurde Graf Mercy laut kaiserlichem Dekret zum kommandierenden General im Banat ernannt, so dass der Führungsanspruch des Militärs in der Kameralverwaltung erhalten blieb. Claudius Florimund Mercy wurde gleichzeitig zum Präsidenten der Landesadministration des Banats ernannt. In dieser Funktion hatte er die Aufgabe das Einrichtungsprojekt des Banats durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Krieg der Quadrupelallianz|Krieges]] mit [[Spanien]] hatte er ab April 1719 den Oberbefehl auf [[Sizilien]] und kämpfte mit wachsendem Erfolg. Er griff den [[Juan Francisco de Bette|Marquis de Lede]] am 20. Juni [[Schlacht bei Francavilla|bei Francavilla]] an, trotz einer Verwundung gelang ihm noch die Besetzung von [[Messina]], darauf wurde er durch Feldmarschalleutnant [[Johann Hieronymus von und zum Jungen|Zum Jungen]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Gouverneur]] von [[Timișoara|Temeswar]] leitete er ab 1720 die Besiedlung und Kultivierung der von den Türken eroberten südungarischen Gebiete einschließlich des [[Temescher Banat]]s. Den Einwanderern aus Schwaben, Franken, Pfalz, Rheinland und anderswo, den [[Donauschwaben]], stellte man Grund und Boden zur Verfügung und gewährte ihnen drei Jahre Steuerfreiheit. Mercy unterstützte die Einführung hier unbekannter Kulturen und Gewerbe, brachte Reisbauer und richtete die Seidenzucht und Seidenmanufaktur ein. Insgesamt wurden 100.000 Menschen angesiedelt, alleine in der heutigen [[Wojwodina]] ließen sich 30.000 serbische Familien nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner sind Graf Mercy die Befestigung der Stadtmauern Temeswars und die Begradigung der [[Bega (Theiß)|Bega]] zuzurechnen. Am 23. April 1723 wurde der Grundstein der neuen Festungsmauern gelegt. Der Festungsbau wurde ununterbrochen fortgesetzt und fand erst 1765 seine Vollendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Schwicker: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Temeser Banats&amp;#039;&amp;#039;, LaVergne, TN USA, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seiner Leitung erhielt [[Timișoara|Temeswar]] die ersten städtebaulichen Einrichtungen: Kaserne, Kirche, Bürgermeisteramt, Militärspital und die erste Anlage zur Trinkwasserversorgung, wozu in der Fabrikstadt ein Pumpwerk gebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Ludwig Lupsiasca: &amp;#039;&amp;#039;Dieses von Natur aus reiche Land, Eine Geschichte des Banater Berglands in der Zeitspanne 1718-1855&amp;#039;&amp;#039;, Kultur- und Erwachsenenbildungsverein Deutsche Vortragsreihe Reschitza, 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 stand der Bau des Bega-Kanals unter Mercys Führung. Vor der Kanalisierung bot die Bega in wildem, ungeregeltem Lauf dem ausgedehnten Sumpfgebiet im Westen reiche Nahrung. Die Ableitung der Sümpfe erschien Mercy eine aus strategischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt sanitären Gründen gebotene Notwendigkeit. Das daraus resultierende Austrocknen der Sümpfe ließ neues, fruchtbares Ackerland entstehen, die Banater Heide.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.birda.de/Die-Schwabenzuege-I.html Die Schwabenzüge], Birda.de, Zugriff September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Generalfeldmarschall]] übernahm Mercy 1733 den [[Oberbefehlshaber|Oberbefehl]] in Italien. Er fiel 29. Juni 1734 in der [[Schlacht bei Parma]] beim Angriff auf Crocetta bei [[Parma]], nach einem Schlaganfall bereits fast blind und taub, im Alter von 68 Jahren. Er wurde in der Domkirche zu [[Reggio nell’Emilia|Reggio]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
{{Bilderwunsch|Koordinaten|Breitengrad=44.6975|Längengrad=10.630833|ISO-Region=IT-RE|Benutzer=[[Benutzer:Flominator|Flominator]]|Duomo di Reggio Emilia, Grab von Claudius Florimund Mercy}}&lt;br /&gt;
Da Mercy keine Kinder hinterließ, erbten sein Lehen und den Grafentitel, den er 1720 erhalten hatte, sein Adoptivsohn Antoine Mercy d’Argenteau, der 1767 als Generalgouverneur in [[Osijek|Esseg]] starb, und dessen Sohn, [[Florimond Claude von Mercy-Argenteau|Florimund Mercy d’Argenteau]], der in den diplomatischen Dienst trat, unter [[Peter III. (Russland)|Peter III.]] und [[Katharina II.]] den Botschafterposten in [[Russland]] bekleidete, 1786 Gesandter in Paris wurde und als Vertrauter [[Maria Theresia]]s und Ratgeber der Königin [[Marie-Antoinette]] eine wichtige Rolle spielte. [[Johann Andreas von Hamilton|Johann Andreas Graf von Hamilton]] (1734–1738) und [[Franz Anton Leopold Pontz|Franz Anton Leopold Ponz Freiherr von Engelshofen]] (1740–1757) waren bedeutende Nachfolger Mercys als Gouverneur des [[Temescher Banat]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Prinzen Eugen von Savoyen, dessen Feldherr und Vertrauter Mercy war, ist im Wiener [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]] umfassend dargestellt. In diesem Sammlungsbereich (Saal I des Museums) ist auch das einzige zeitgenössische, heute noch erhaltene Porträt des Claudius Florimund de Mercy ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Infanterieregimenter der kaiserlich-habsburgischen Armee der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Mercy Mercy]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pierer’s Universal-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 11. Altenburg 1860, S. 146 f.&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Mercy, Florimund Claudius Graf von|17|386|391}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Mercy Mercy]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 13. Leipzig 1908, S. 628 f.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Seewann]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1334 Mercy, Claudius Florimund Graf]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. München 1979, S. 159–161&lt;br /&gt;
* [[Stephan Vajda]]: &amp;#039;&amp;#039;Felix Austria. Eine Geschichte Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Ueberreuter, Wien 1980, ISBN 3-8000-3168-X, S. 338 f.&lt;br /&gt;
* [[Anton Peter Petri]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des Banater Deutschtums.&amp;#039;&amp;#039; Th. Breit, Marquartstein 1992.&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|126|127|Mercy, Claudius Florimund Graf von|[[Helmut Neuhaus]]|137090234}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kuk-wehrmacht.de/biograph/f0028mercy.html Biografie auf kuk-wehrmacht.de]&lt;br /&gt;
* [https://elisabeth-packi.blogspot.com/2008/05/das-temeswarer-banat-unter-den.html Das Temeswarer Banat unter den Habsburgern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;stamm&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pierre Napoléon Célestin Charles Auguste Kessel, &amp;#039;&amp;#039;Livre d&amp;#039;or de la noblesse Luxembourgeoise, ou, Recueil historique, chronologique, généalogique &amp;amp; biographique des familles nobles du Luxembourg ancien &amp;amp; moderne&amp;#039;&amp;#039;, S. 4, [http://books.google.de/books?id=nmQ_AQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA4 Digitalisat] Stammbaum &amp;#039;&amp;#039;Christiane d&amp;#039;Allamont&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Militär- und Zivilpräsidenten des Temescher Banats}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137090234|VIAF=81329092}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mercy, Claudius Florimund}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (österreichische Habsburger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher General (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Timișoara)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1666]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1734]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mercy, Claudius Florimund&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mercy, Claudius Florimund Graf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kaiserlicher Feldmarschall&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1666&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Longwy]] ([[Lothringen]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 1734&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Parma]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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