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	<title>Claude-Nicolas Ledoux - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Leuni: /* Rückkehr nach Frankreich */</title>
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		<updated>2025-09-19T11:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rückkehr nach Frankreich&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Claude Nicolas Ledoux by Martin Drolling.JPG|mini|hochkant|Claude-Nicolas Ledoux, Porträt von Martin Drolling, 1790]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Claude-Nicolas Ledoux&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1736]] in [[Dormans]], heutiges [[Département Marne]]; † [[18. November]] [[1806]] in [[Paris]]) war ein [[Klassizismus|klassizistischer]] [[Frankreich|französischer]] [[Architekt]], der zahlreiche öffentliche und private Bauvorhaben ausführte. Er entwarf aber auch völlig [[Utopie|utopische]] Bauten und gilt gemeinsam mit [[Étienne-Louis Boullée]] als Hauptvertreter der französischen [[Revolutionsarchitektur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Claude-Nicolas Ledoux wurde am 21. März 1736 in Dormans an der Marne, 100&amp;amp;nbsp;Kilometer östlich von Paris geboren. Seine Eltern, Claude Ledoux und Françoise Dominot, führten ein kleinbürgerliches und bescheidenes Leben, doch blieben ihm das „bodenständige, rechtschaffene“ Landleben in der dörflichen Gemeinschaft stets in guter Erinnerung, wie sein späteres Werk zeigte. Die Reform der Landwirtschaft und die Entwicklung der Provinzen wurden für ihn wichtige Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Juli 1764 heiratete Ledoux in der [[St-Eustache de Paris|Église Saint-Eustache]] von Paris Marie Bureau († 30. August 1792), die Tochter des Musikers Joseph-Grégoire Bureau. Mit ihr zusammen hatte er zwei Töchter – Adelaïde-Constance (1771–1794) und Alexandrine-Euphrasie (* 1775).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Durch die in der örtlichen Pfarrschule früh auffallende Begabung erhielt Ledoux ein Stipendium des örtlichen Bistums für ein Studium am [[Collège de Beauvais]] in Paris, das er 1749 begann. Sein Lehrer Rollin lehrte nach der didaktischen Methode der &amp;#039;&amp;#039;morceaux choisis&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. die Schüler lernten den üblichen Bildungskanon der Klassik und der Gegenwart durch ausgewählte Zitate der anerkannten Autoritäten kennen. So reichten Ledoux’ Kenntnisse der [[Geometrie]], der [[Poetik]], der [[Philosophie]] und der [[Rhetorik]] von der [[Antikes Griechenland|Klassik]] bis zu den zeitgenössischen Werken. Er wurde geprägt durch die [[Aufklärung]], den [[Rationalismus]] und die [[Freimaurerei]] mit ihren Idealen der Gemeinschaft und vom Bildungskanon [[Diderot]]s Enzyklopädie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1753 begann Ledoux eine Lehre als Graveur und nach deren Abschluss 1758 folgte ein Architekturstudium an der von [[Jacques-François Blondel]] gegründeten, privaten Architektur- und  Kunstschule „École des Arts“ in Paris. Dieses Studium vermittelte ihm das Wissen der [[Antike]] mit den Schwerpunkten Ordnung und Proportion, die Entwürfe der Renaissance – vermutlich über den „englischen Umweg“ – und die damals aktuellen Themen der Architekturdebatte, d.&amp;amp;nbsp;h. Logik, Methode, Strenge und Charakter – im Sinne eines unverwechselbaren Einklangs von Form und Funktion – im Gegensatz zum noch dominierenden Stil des [[Rokoko]]. Zahlreiche Theoretiker forderten, dass Funktion und Eigenschaften eines Baues schon am Äußeren zu erkennen sein sollten, gleichzeitig stellte sich dabei die Frage nach der Fassade, nach Ehrlichkeit oder Maskerade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten und Projekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marguerite-Gerard-Portrait-Ledoux.jpg|mini|hochkant|Claude-Nicolas Ledoux auf einem Porträt von Marguerite Gérard, 1788/89]]&lt;br /&gt;
Ledoux’ erster wichtiger Auftrag als Architekt war 1762 die Gestaltung des Café Godeau („Café Militaire“), Treffpunkt der Pariser Oberschicht. In den folgenden Jahren baute er für diesen Kreis zahlreiche Palais, Villen und Landschlösser, so den Pavillon der [[Marie-Jeanne Dubarry|Madame Dubarry]], die seine wichtigste Förderin wurde, in Louveciennes (nahe Paris) und die Gartenfassade des Hôtel von Franz-Joseph Hallwyl, einem Oberst der [[Gardes suisses (Frankreich)|Schweizergarde]]. Er errichtete für den Kardinal de Luynes das Schloss von Brienon-l’Archevêque. Mit diesen Arbeiten erregte Ledoux am Hof Aufmerksamkeit, und so wurden ihm im ersten Jahrzehnt seiner Berufslaufbahn öffentliche Ämter anvertraut. Er arbeitete für die Straßen- und Brücken- und die Forstbehörden, baute Landkirchen und wurde 1771&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pierre Laszlo |Titel=Storia del sale – Miti, cammini e saperi |Verlag=Donzelli editore |Ort=Roma |Datum=2004 |ISBN=88-7989-891-4 |Seiten=59 |Kommentar=Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Chemins et savoirs du sel&amp;#039;&amp;#039;, Hachette Littératures, Paris 1998; übersetzt von Annalisa Merlino}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bevollmächtigter für die Salzbergwerke in der [[Franche-Comté]] und [[Lothringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Funktion unternahm er 1771 eine Inspektionsreise, bei der er die Unwirtschaftlichkeit der [[Saline]]n, insbesondere im heutigen Salins-les-Bains (im französischen Jura) erkannte. Ledoux schlug den Bau einer neuen Saline in 17 Kilometer Entfernung, am Rand des Waldes von Chaux vor. Das Salzwasser sollte durch Leitungen dorthin geleitet werden, denn „es ist einfacher, das Wasser auf Reisen zu schicken, als einen Wald Stück um Stück durch die Gegend zu fahren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Ludwig XV.]] gab als Besitzer sämtlicher Salinen das Projekt im April 1773 in Auftrag. Ein Jahr später legte Ledoux seinen ersten Entwurf vor, 1774 den zweiten. Am 15. April 1775 erfolgte die Grundsteinlegung. Die Arbeiten sollten drei Jahre dauern. [[Königliche Saline in Arc-et-Senans|Les Salines Royales]], die Königlichen Salinen im heutigen Arc-et-Senans, wurden Ledoux’ Hauptwerk. In seinem Architekturtraktat von 1804 stellt Ledoux die Bauten der Saline in Arc-et-Senans als Teil einer großen, nur teilweise realisierten Stadt- und Sozialplanung dar, die auf die Gebäude für die Salzproduktion reduziert worden sei. Höchstwahrscheinlich waren aber am Standort der Salinen nie weitere Bauten geplant; erst im Nachhinein hat Ledoux seine [[Idealstadt|Stadtutopie]] entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In hessischen Diensten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Projet de château pour le Landgrave de Cassel.jpg|mini|Entwurf zur Neugestaltung der Fassade des Kasseler Residenzschlosses]]&lt;br /&gt;
Von November 1775 bis Februar 1776 hielt sich Claude-Nicolas Ledoux als Gast von Landgraf [[Friedrich II. (Hessen-Kassel)|Friedrich II.]] in Kassel auf. Aus dieser Zeit sind drei Entwürfe für nicht ausgeführte Baumaßnahmen bekannt. Der zu diesem Zeitpunkt in Entstehung befindliche [[Friedrichsplatz (Kassel)|Friedrichsplatz]] sollte nach Ledoux’ Plänen in seinen Proportionen stark beeinflusst werden. Zum einen sollte das [[Museum Fridericianum]] durch eine stark erhöhte Dachlandschaft an Monumentalität gewinnen, zum anderen das südliche Platzende durch ein etwa 25 Meter hohen Triumphbogen mit angrenzenden Kolonnaden betont werden. Genauso wenig wurde die umfassende Neugestaltung der Fassade des [[Stadtschloss Kassel|alten Stadtschlosses]] ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Heppe: &amp;#039;&amp;#039;Das Schloss der Landgrafen von Hessen in Kassel von 1557 bis 1811.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1995, ISBN 3-89445-183-1. S. 246–249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kasseler Hofarchitekt [[Simon Louis du Ry]] berichtete an seine Schwester am 25. Februar 1776, dass Ledoux „in der schlechtesten Laune“ aus Kassel abgereist sei, nachdem dieser unzufrieden mit der seiner Meinung nach zu geringen Entlohnung war.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf von Both, Hans Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel – Ein Fürst der Zopfzeit.&amp;#039;&amp;#039; München 1973, ISBN 3-422-00660-5. S. 177–184&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhalten ist jedoch eine im Frühjahr 1776 von Ledoux in Paris ausgeführte Korrektur zum Erdgeschoss des Museum Fridericianum.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Steckner: &amp;#039;&amp;#039;Ledoux, Kassel und der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: XXVII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; Congrès International d’Histoire de l’Art. L’Art et les Révolutions, Strasbourg 1992, S. 345–372;  Abb. 2-5 Dokumentation des von Ledoux 1776 in Paris korrigierten Planes zum Erdgeschoss des Museum Fridericianum, eigenhändig beschriftete Baukorrektur.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend wird Ledoux bis zum Tode des Landgrafen im Jahr 1785 in Hessen-Kassel der Titel des „Controlleur Général et Ordonnateur des Bâtimens“ zugestanden,&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Steckner: Die &amp;quot;Verschönerung&amp;quot; von Kassel unter Friedrich II. Andeutungen zur Stadtsanierung durch das Bau-Departement unter Johann Wilhelm von Gohr und Claude Nicolas LeDoux, in: Gunter Schweikhart (Hrsg.): Stadtplanung und Stadtentwicklung in Kassel im 18. Jahrhundert, Kassel 1983, S. 33--51 (= Kasseler Hefte für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik Heft 5), dort S. 39 Abdruck der Leitung des Bau-Departements: General-Major Herr Joh. Wilh. von Gohr sowie: Controlleur General et Ordonnateur de Batimens Msr. le Doux, nach Hochfürstl. Hessen-Casselischer Staats- und Adreß-Calender auf 1780, S. 64f. Du Ry ist Bedienter beim Bauwesen.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Friedrich II. ihm im Dezember 1775 verliehen hatte, was ihn nominell zum Leiter des hessen-kasselischen Bauwesen machte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Dittscheid: &amp;#039;&amp;#039;Kassel-Wilhelmshöhe und die Krise des Schlossbaues am Ende des Ancien Régime – Charles De Wailly, Simon Louis Du Ry und Heinrich Christoph Jussow als Architekten von Schloss und Löwenburg in Wilhelmshöhe (1785 – 1800).&amp;#039;&amp;#039; Worms 1987, ISBN 978-3-88462-029-8. S. 73f&amp;lt;/ref&amp;gt; Du Ry macht aus seiner Ablehnung gegenüber Ledoux in dem Brief an seine Schwester keinen Hehl, doch in der Arbeit seines Nachfolgers [[Heinrich Christoph Jussow]] lassen sich Einflüsse von Claude-Nicolas Ledoux erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Dittscheid: &amp;#039;&amp;#039;Kassel-Wilhelmshöhe und die Krise des Schlossbaues am Ende des Ancien Régime – Charles De Wailly, Simon Louis Du Ry und Heinrich Christoph Jussow als Architekten von Schloss und Löwenburg in Wilhelmshöhe (1785 – 1800).&amp;#039;&amp;#039; Worms 1987, ISBN 978-3-88462-029-8. S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Jahrzehnte später entsteht mit Jussows Auetor ein Triumphbogen als Abschluss des Friedrichsplatzes und die Wiederaufbaupläne des abgängigen Landgrafenschlosses als sogenannte Chattenburg um 1820 zitieren verhalten die Einflüsse Ledoux’.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://architekturzeichnungen.museum-kassel.de/12392/ Kassel, Chattenburg, Präsentationszeichnung der Längsfront zur Fulda hin, Aufriß]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Frankreich ===&lt;br /&gt;
Er baute das Theater in [[Besançon]] und errichtete 1778 in Paris das [[Hôtel de Thellusson]]. Das letzte große Projekt von Ledoux war der Entwurf der Zollgebäude als Teil der 1785 errichteten [[Mauer der Generalpächter]] (&amp;#039;&amp;#039;Ferme générale, Mur des Fermiers généraux&amp;#039;&amp;#039;). Diese vorletzte der [[Pariser Stadtmauern]] diente der Erhebung von [[Akzise]]n also [[Verbrauchssteuer]]n oder Binnenzöllen. Auf einer Länge von 24 Kilometern sollte die Mauer die Hinterziehung des Wegezolls unterbinden, der bei der Einfuhr von Waren in die Stadt erhoben wurde. Doch nach zwei Jahren wurde Ledoux von der Aufgabe wegen zu hoher Kosten entbunden. Die meisten &amp;#039;&amp;#039;pavillons d’octroi&amp;#039;&amp;#039; genannten Wachhäuser fielen bald darauf dem Feuer der Revolution zum Opfer. Bis heute erhalten blieben die [[Rotonde de la Villette]] im 19. Arrondissement, die Rotonde de Monceau im [[Parc Monceau]], die Barrière du Trône ([[Place de la Nation]]) sowie die Barrière d&amp;#039;Enfer ([[Place Denfert-Rochereau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ledoux’ Werk war zu seinen Lebzeiten umstritten. Er mischte in seinen Bauten Zitate von der klassischen Antike ([[Vitruv]]) bis zur Renaissance ([[Andrea Palladio|Palladio]]) mit seinen eigenen teils utopischen Ideen (geometrische Objekte als Bauformen). Er verstieß gegen das damalige Postulat des eindeutigen Charakters von Form und Funktion, z.&amp;amp;nbsp;B. haben die Industriebauten in der Saline Royale aufwändige Dekorationen mit Säulen und Torbögen, Wohnungen der Salinenarbeiter weisen als einzige Lichtöffnung eine an mythologische Brunnenfiguren erinnernde stilisierte Urne auf, aus der Salzlake zu fließen scheint. Bei vielen seiner Bauten und Entwürfe ist ihre Bestimmung nur im Inneren erkennbar. Er plante und baute zu aufwendig und zu teuer, insbesondere die Zweckbauten (wie die Pariser Zollgebäude, aber auch viele Entwürfe wie Häuser von Schleusenwärtern, Flurwächtern, Gärtnern und anderen Handwerkern). Andererseits gelang ihm mit den Salines Royales ein sehr harmonisches Bau-Ensemble, das durch seine Symmetrie, Ordnung und Gestaltung im Detail, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Spiel von Licht und Schatten in den Fassaden, ästhetisch überzeugt. Im Theaterbau setzte er Maßstäbe, z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Einführung eines Orchestergrabens und ansteigender Zuschauerreihen mit Sitzplätzen für alle Bevölkerungsschichten. Ledoux hatte ein gutes Gespür für spielerisch oder dramatisch überraschende Wirkungen von Treppen, Rampen, Toren und sonstigen Zugängen in Gebäude, die in mehrfacher Kombination und über mehrere Ebenen verteilt dem Besucher immer neue Perspektiven bieten. Dies wird vor allem deutlich in den ca. 60 Architekturmodellen im Ledoux-Museum in der Saline Royale, die für die Ausstellungsräume gemäß seinen Entwürfen angefertigt wurden. Beachtenswert sind dort auch das Modell einer Brücke über die [[Loue]], deren Pfeiler in steinernen Barken stehen, die gegen die Strömung im Fluss zu schwimmen scheinen, und das Modell eines Zollschiffs in Form einer neoklassizistischen Gondel, die einen palladinischen Tempel trägt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Arc-et-Senans - Plan de la saline royale.jpg|Plan der Saline Royale d’Arc-et-Senans, 1775–1778&lt;br /&gt;
Datei:France arc et senas saline royal main building 1.jpg|Haus des Direktors in der [[Königliche Saline in Arc-et-Senans|Königlichen Saline in Arc-et-Senans]], 1775–1778&lt;br /&gt;
Datei:Ledoux Saline Eingang.JPG|Eingangsportikus mit Grotte in der [[Königliche Saline in Arc-et-Senans|Königlichen Saline in Arc-et-Senans]], 1775–1778&lt;br /&gt;
Datei:Ledoux Saline Arbeiter.JPG|Wohngebäude der Arbeiter und Rückseite des Eingangsbauwerks der [[Königliche Saline in Arc-et-Senans|Königlichen Saline in Arc-et-Senans]], 1775–1778&lt;br /&gt;
Datei:Ledoux Salzwerkstatt.JPG|Östliche Salzwerkstatt in der [[Königliche Saline in Arc-et-Senans|Königlichen Saline in Arc-et-Senans]], 1775–1778&lt;br /&gt;
Datei:Ledoux Theater Besancon.JPG|Theater in [[Besançon]], 1779&lt;br /&gt;
Datei:Paris Rotonde de la Villette 2004.jpg|[[Rotonde de la Villette]], ein ehemaliges Zoll-Wachhaus in Paris, 1785&lt;br /&gt;
Datei:Ledoux Haus des Gaertners Chaux Projekt 1789.jpg|Utopisches &amp;#039;&amp;#039;Haus des Gärtners&amp;#039;&amp;#039; in einer Idealstadt&lt;br /&gt;
Datei:Claude-Nicolas Ledoux Die Salinenstadt Chaux.jpg|Entwurf der utopischen Salinenstadt Chaux / Arc-et-Senans&lt;br /&gt;
Datei:Claude-Nicolas-Ledoux-Architecture.jpg|[[Autoroute_A_39#Trivia|Pavillon des Cercles]]&lt;br /&gt;
Datei:Claude-Nicolas Ledoux, Le Pavillon des Cercles.jpg|Pavillon des Cercles am 17.08.2025, neuzeitlich aus Stahlbeton errichtet.&lt;br /&gt;
Datei:2025-08-17 Claude-Nicolas Ledoux, La Porte de Bourneville.jpg|[[Autoroute_A_39#Trivia|Porte de Bourneville]] am 17.08.2025&lt;br /&gt;
Datei:2025-08-17 Ledoux 3 La cabane des charbonniers 03.jpg|[[Autoroute_A_39#Trivia|Haus des Köhlers]], la cabane des charboniers, am 17.08.2025&lt;br /&gt;
Datei:2025-08-17 Claude-Nicolas Ledoux, La cabane des charbonniers.jpg|Haus des Köhlers, la cabane des charbonniers, Detail moderne Türanlage, am 17.08.2025&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Utopische Projekte ==&lt;br /&gt;
Ledoux machte detaillierte Pläne für zwei utopische Projekte: die Stadt Chaux als Erweiterung der Saline Arc-et-Senans und das Hofgut zum Château de [[Mauperthuis]] ([[Département Seine-et-Marne]]).  Beide folgten der im Klassizismus beliebten streng geometrischen Anlage und stechen durch seltsame, außergewöhnliche Architektur-Komponenten heraus. Was sie von ähnlichen nicht realisierten Projekte ihrer Zeit unterscheidet, ist der allumfassende Ansatz: Alle Funktionen und Aktivitäten einer Gesellschaft wurden berücksichtigt: Bildung, spirituelles, wirtschaftliches, industrielles und häusliche Leben. In der Stadt Chaux waren vereint Manufakturen zur Salzgewinnung und Verarbeitung, Eisengewinnung und Verarbeitung, ein Markt mit allen Lebensmitteln und Gütern des täglichen Lebens, das &amp;#039;&amp;#039;Panarétéon&amp;#039;&amp;#039; (Haus der Tugend), das &amp;#039;&amp;#039;Oïkèma&amp;#039;&amp;#039; (Haus des Vergnügens), das &amp;#039;&amp;#039;Pacifère&amp;#039;&amp;#039; (Justizgebäude), öffentliche Bäder. Ziel war eine ideale Gesellschaft im Sinne [[Jean-Jacques Rousseau|Rousseaus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaques Rittaud-Hutinet |Titel=Claude-Nicolas Ledoux - L&amp;#039;Œuvre &amp;amp; La Vie |Verlag=La Taillanderie |Ort=Chatillon-sur-Chalone, |Datum=2006 |ISBN=978-2-876-29309-0 |Seiten=49ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Hofgut Mauperthuis sollte ein einfaches und reines Leben ermöglichen. Die Bewohner, die Arbeiter des Guts, sollten umgeben von Licht, Luft und Wasser leben. Die Häuser (Abbildung: Haus des Gärtners) waren von großen Gärten umgeben, in denen die Bewohner ihre Lebensmittel selbst erzeugten konnten. Dies ist offensichtlich eine Vorwegnahme der [[Gartenstadt]] des 19./20. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaques Rittaud-Hutinet |Titel=Claude-Nicolas Ledoux - L&amp;#039;Œuvre &amp;amp; La Vie |Verlag=La Taillanderie |Ort=Chatillon-sur-Chalone |Datum=2006 |ISBN=978-2-876-29309-0 |Seiten=45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Realisierte Bauten ==&lt;br /&gt;
* 1762: Gestaltung des „Café Militaire“ in der rue Saint-Honoré, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1763: Château de Mauperthuis, Mauperthuis (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1765: Hôtel du président Hocquart in der rue de la Chaussée-d’Antin, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1766: Hôtel d’Halwyll in der rue Michel-le-Comte, Paris&lt;br /&gt;
* 1767: Hôtel d’Uzès in der rue Montmartre, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1769: Château de Bénouville in [[Bénouville (Calvados)]]&lt;br /&gt;
* 1770: Maison de Mlle Saint-Germain in der rue Saint-Lazare, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1771: Pavillon d’Attilly in faubourg Poissonnière, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1771: Pavillon de musique de Madame du Barry in [[Louveciennes]] (in großen Teilen umgebaut)&lt;br /&gt;
* 1771: Hôtel de Montmorency im boulevard des Capucines, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1778: Saline royale (Königliche Salinen) in [[Arc-et-Senans]] (UNESCO-Weltkulturerbe seit 1982)&lt;br /&gt;
* 1778: Hôtel Thellusson in der rue de Provence, Paris (zerstört)&lt;br /&gt;
* 1779: Theater von [[Besançon]] (zerstörter und nicht rekonstruierter Innenraum nach einem Brand im Jahr 1958)&lt;br /&gt;
* 1785: Bau der „barrières“ (Zollhäuser) für die Fermiers généraux in Paris (von den ursprünglich rund vierzig realisierten „barrières“ blieben vier erhalten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretisches Schaffen ==&lt;br /&gt;
Die [[Französische Revolution]] beendete schlagartig das bauliche Schaffen von Claude-Nicolas Ledoux, war er doch Vertreter und Baumeister des [[Ancien Régime]] und hatte seine Pläne mit dem Zusatz „Architecte du Roi“ (Architekt des Königs) signiert. Am 29. November 1793 wurde er für gut ein Jahr in Haft genommen (Freilassung am 13. Januar 1795) und entging einer Ermordung durch die Volkstribunale, indem er sein Buch über die Saline von Chaux als Prototyp des demokratischen Zusammenlebens schrieb. Sein Leben wurde nun von Gönnern finanziert, Ledoux widmete sich ganz der theoretischen Arbeit und Aufarbeitung seines Gesamtwerkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor er 1806 starb, wurde nur der erste Band seines auf vier Bände angelegten Werkes &amp;#039;&amp;#039;L’Architecture considerée sous le rapport de l’art, des moeurs et de la législation&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. Er enthielt die Beschreibung einer &amp;#039;&amp;#039;Chaux&amp;#039;&amp;#039; genannten idealen Stadt. Es ist die Utopie eines zur Untätigkeit verdammten Baumeisters, der sich und sein Werk in der gerade errichteten neuen Staatsordnung zu verteidigen versuchte. Kurz vor seinem Tod verkaufte Ledoux die Unterlagen seines Werks  &amp;#039;&amp;#039;L’Architecture&amp;#039;&amp;#039; an seinen Freund, den Architekten Pierre Vignon, der 1847 zwei Bände mit 322 Kupferstichen veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaques Rittaud-Hutinet |Titel=Claude-Nicolas Ledoux - L&amp;#039;Œuvre &amp;amp; La Vie |Verlag=La Taillanderie |Ort=Chatillon-sur-Chalone |Datum=2006 |ISBN=978-2-876-29309-0 |Seiten=62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michel Gallet: &amp;#039;&amp;#039;Claude-Nicholas Ledoux. Leben und Werk des französischen „Revolutionsarchitekten“.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1983, ISBN 3-421-02800-1.&lt;br /&gt;
* Claude-Nicholas Ledoux: &amp;#039;&amp;#039;L’architecture considerée sous le rapport de l’art, des moeurs et de la législation.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde. (Nachdruck) Uhl, Nördlingen 1981 und 1984, ISBN 3-921503-81-7 und ISBN 3-921503-60-4.&lt;br /&gt;
* Anthony Vidler: &amp;#039;&amp;#039;Claude-Nicolas Ledoux. Architektur und Utopie im Zeitalter der französischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, Basel 2006, ISBN 978-3-7643-7484-6.&lt;br /&gt;
* Anthony Vidler: &amp;#039;&amp;#039;Claude-Nicolas Ledoux. Architektur und Utopie im Zeitalter der Französischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Zweite und erweiterte Ausgabe, [[Birkhäuser Verlag|Birkhäuser]], Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2079-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die königliche Saline von Arc-et-Senans.&amp;#039;&amp;#039; Nouvelle Editions Scala, Paris 2011, ISBN 978-2-35988-048-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=L’architecture… de Claude-Nicolas Ledoux – La ville, le livre et la fiction |Autor=Fabrice Moulin |Hrsg=Thomas Kirchner, Sophie Raux und Marlen Schneider |Sammelwerk=L’art de l’Ancien Régime. Sortir du rang! |Band=15 |Ort=Heidelberg |Datum=2022 |ISBN=978-3-98501-017-2 |Fundstelle=S. 345–361 |Online=[https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/reader/download/880/880-17-101341-1-10-20221205.pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Claude Nicolas Ledoux|Claude-Nicolas Ledoux}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118570781}}&lt;br /&gt;
* {{Whoswho}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://ledoux2006.doubs.fr/ | wayback=20061020055746 | text=Le Doubs célèbre Ledoux}} (französischsprachige Website der Königlichen Saline in Arc-et-Senans anlässlich des 200. Todestags)&lt;br /&gt;
* Ursula Pia Jauch: [https://www.nzz.ch/articleENS3G-1.76505 &amp;#039;&amp;#039;Karrierist? Futurist? Utopist?&amp;#039;&amp;#039;] in der NZZ anlässlich des 200. Todestages&lt;br /&gt;
* [https://www.salineroyale.com/de/ Saline Royale d&amp;#039; Arc-et-Senans]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118570781|LCCN=n/81/33737|VIAF=59091718}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ledoux, Claude-Nicolas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Klassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1736]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1806]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ledoux, Claude-Nicolas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1736&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dormans]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 1806&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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