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	<title>Clara Haskil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:38:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Clara_Haskil&amp;diff=248676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MichaelSchoenitzer: Audio der Aussprache hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-09-28T15:59:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Audio der Aussprache hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Clara Haskil fiatalon.jpg|mini|Clara Haskil, Zürich, 1912]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|LL-Q150 (fra)-Exilexi-Clara Haskil.wav}} (* [[7. Januar]] [[1895]] in [[Bukarest]]; † [[7. Dezember]] [[1960]] in [[Brüssel]]) war eine [[Rumänien|rumänisch]]-schweizerische klassische [[Pianist]]in. Ab 1949 hatte sie die Schweizer Staatsbürgerschaft. Sie war eine der bedeutendsten Pianistinnen des 20. Jahrhunderts, die vor allem als [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]-Interpretin berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Clara Haskil war die mittlere von drei musikalischen Töchtern [[Sephardim|sephardischer Juden]]. Ihr Vater Isaac betrieb ein Haushaltswarengeschäft. Den ersten Klavierunterricht erhielt sie mit drei Jahren von ihrer Mutter Berthe, geb. Moscuna. Diese war eine gebildete Frau und unterrichtete die Töchter ebenfalls in Fremdsprachen. Nach dem Tod des Vaters 1899 unterrichtete sie auch andere Kinder und richtete sich eine Schneiderwerkstatt ein. Als Sechsjährige kam Clara Haskil auf das [[Nationale Musikuniversität Bukarest|Konservatorium Bukarest]]. Von einem Onkel nach [[Wien]] geholt, spielte sie 1902 vor [[Anton Door]]. Begeistert empfahl er das Kind [[Richard Robert]], dem Lehrer von [[Rudolf Serkin]] und [[George Szell]]. Mit 8 Jahren spielte Haskil [[23. Klavierkonzert (Mozart)|Mozarts A-Dur-Konzert, KV 488]]. Nach drei glücklichen Jahren bei Robert wurde sie von ihrem Onkel an das [[Conservatoire de Paris]] geschickt, wo er auch mit ihr wohnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jérôme Spycket: &amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1977, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dort studierte sie [[Violine|Violin-]] und [[Klavierspiel]] bei [[Joseph Morpain]], [[Alfred Cortot]] und [[Lazare Lévy]]. 1909 gewann sie den 1.&amp;amp;nbsp;Preis für Violine und den 2.&amp;amp;nbsp;Preis für Klavier, 1910 den 1. Preis für Klavier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|44520|Clara Haskil|Autor=Irène Minder-Jeanneret|Datum=2006-08-23|Abruf=2019-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Jury saßen [[Gabriel Fauré]], [[Moritz Moszkowski]], [[Raoul Pugno]] und [[Ricardo Viñes]]. Im Jahr darauf konzertierte sie in [[Paris]], [[Bukarest]] und [[Mailand]]. Vor [[Ferruccio Busoni]] spielte sie in [[Zürich]] dessen berühmte [[Transkription (Musik)|Transkription]] von [[Johann Sebastian Bach|Bachs]] Chaconne, den Schlusssatz der [[Sonaten und Partiten für Violine solo#Partita II d-Moll, BWV 1004|d-Moll-Partita]] für Violine. Zutiefst beeindruckt, wollte Busoni Haskil als Schülerin gewinnen und nach Berlin mitnehmen. Zeitlebens bedauerte sie die Weigerung ihrer Mutter wegen ihres zu jungen Alters: Sie war erst 16.&amp;lt;ref&amp;gt;Jérôme Spycket: &amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1977, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1906 entwickelte sich ihre schwere [[Skoliose]], die sie ab 1914 zwang, vier Jahre lang ein Gips-Korsett zu tragen. Nach der Erholung in der Schweiz nahm sie in Paris ihre Laufbahn wieder auf. Ihre Mutter war 1917 gestorben. Nach Konzerten in Europa [[debüt]]ierte sie 1924 in den USA, in der [[Aeolian Hall (New York)]] und in [[Boston]]. Mit dem [[Hallé-Orchester]] unter [[Hamilton Harty]] in Manchester kam sie 1926 zum ersten Mal im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] auf die Bühne. In Amerika spielte sie im selben Jahr [[Klavierkonzert (Schumann)|Schumanns Klavierkonzert]] mit dem [[Philadelphia Orchestra]] unter [[Leopold Stokowski]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1927 lebte sie wieder bei ihrem Onkel in Paris. Als er 1934 starb, war Haskil zum ersten Mal auf sich allein gestellt. Oft konzertierte sie mit dem [[Orchestre National de France|Orchestre National de la Radiodiffusion Française]], in dem ihre Schwester Jeanne Haskil [[Violinist]]in war. Haskils Vom-Blattspiel und [[Gedächtnis]] halfen ihr aus manchen Verlegenheiten. Das [[2.&amp;amp;nbsp;Klavierkonzert (Brahms)]] soll sie sich in zwei Tagen erarbeitet haben. Bei der [[Mäzen|Musikmäzenin]] [[Winnaretta Singer]], der Prinzessin Polignac, befreundete sie sich mit [[Dinu Lipatti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl häufige Krankheiten, extremes [[Lampenfieber]] und der Aufstieg des [[Nationalsozialismus]] ihr das Leben erschwerten, konzertierte sie in den 1930er Jahren in der [[Schweiz]], in [[Belgien]] und in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Mit ihrer Schwester Jeanne und einigen Mitgliedern des Nationalorchesters floh sie 1941 vor den Nationalsozialisten nach Marseille. Wie [[Norbert Glanzberg]] und andere Juden fand sie Zuflucht bei der Gräfin Pastré. Im Mai 1942 musste ihr ein [[Tumor]] an der [[Hypophyse]] entfernt werden, der auf den Sehnerv drückte. Kurz vor der Besetzung Marseilles durch die [[Wehrmacht]] konnte sie sich am 6. November 1942 in die Schweiz absetzen. Ihre Schwester Jeanne fand 1943 ein Versteck auf dem Land und konnte 1944 vor den Nationalsozialisten flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haskilgrave.jpg|mini|Grab der Schwestern Haskil auf dem [[Cimetière Montparnasse]], division 4]]&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wieder in Paris, spielte sie im Dezember 1946 in der [[Wigmore Hall]] und in sechs Sendungen der [[British Broadcasting Corporation|BBC]]. Ein holländischer Künstleragent verhalf ihr 1949 zu Konzerten und Radiosendungen in den Niederlanden. Zum ersten Mal konnte sie von den Einnahmen leben und sich einen eigenen Flügel leisten. Nachdem sie 1949 das [[Schweizer Bürgerrecht]] erhalten hatte, lebte sie von 1951 bis 1960 in [[Vevey]]. Obwohl die Skoliose schmerzte und ihre Belastbarkeit einschränkte, konzertierte Clara Haskil in den 1950er-Jahren mit bedeutenden Orchestern und [[Kammermusik]]ern. Im [[Duett]] spielte sie gern mit [[Pau Casals]] und [[Géza Anda]], am liebsten mit [[Arthur Grumiaux]]. Nach einem Konzert in Paris reisten beide nach Brüssel. Nach der Ankunft stürzte sie auf einer Bahnhofstreppe. Vergeblich operiert, starb sie einen Monat vor ihrem 66. Geburtstag. Clara Haskil wurde auf dem [[Cimetière Montparnasse]] in Paris beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Die Papierdokumente aus ihrem Nachlass befinden sich in der [[Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne|Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne]], ihre Tonaufzeichnungen werden in der [[Schweizerische Nationalphonothek|Schweizerischen Nationalphonothek]] in [[Lugano]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plaque maison haskil (cropped).jpg|mini|Gedenktafel an Haskils ehemaligem Wohnhaus in Vevey]]&lt;br /&gt;
* Mehrere ihrer [[Schallplatte]]naufnahmen wurden mit dem [[Grand Prix du Disque]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
* Seit 1963 wird alle zwei Jahre in Vevey der [[Internationaler Clara-Haskil-Klavierwettbewerb|Internationale Clara-Haskil-Klavierwettbewerb]] ausgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.clara-haskil.ch/ Website des Internationalen Clara-Haskil-Klavierwettbewerbs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004 wurde in [[Den Haag]] die &amp;#039;&amp;#039;Lipatti-Haskil-Foundation&amp;#039;&amp;#039; gestiftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lipatti-haskil-foundation.com/ |text=Lipatti-Haskil-Foundation |wayback=20080630212922}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 2012 löste sie sich jedoch wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilung Prof. J. M. Huizing, 9. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* An ihrem Haus in Vevey ist eine [[Gedenktafel]] angebracht. Ihr ehemaliger Wohnort hat auch eine Straße nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
* [[Charlie Chaplin]] soll 1961 in einem Radio-Interview gesagt haben, dass er in seinem Leben nur drei Genies getroffen habe: [[Albert Einstein]], [[Winston Churchill]] und Clara Haskil.&amp;lt;ref&amp;gt;Bradley P. Tolppanen: &amp;#039;&amp;#039;Churchill in North America, 1929: A Three Month Tour of Canada and the United States&amp;#039;&amp;#039;. McFarland, Jefferson 2014, ISBN 978-0-7864-7922-1, S. 178, {{Google Buch |BuchID=9kVXAwAAQBAJ |Seite=PA178 |Hervorhebung=&amp;quot;Clara Haskil&amp;quot; &amp;quot;chaplin&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat für ihn einen [[Steinway &amp;amp; Sons|Steinway]] ausgesucht, auf dem alle sieben Kinder von Chaplin Klavierstunden erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dasmagazin.ch/2019/04/05/der-schuechterne/ |titel=Der Schüchterne |werk=Das Magazin |datum=2019-04-05 |sprache=de-CH |abruf=2019-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jutta Dick; Marina Sassenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Lexikon zu Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek 1993, ISBN 3-499-16344-6.&lt;br /&gt;
* Cord Garben: &amp;#039;&amp;#039;Am Glück vorbei...Kunst und Schicksal legendärer Pianistinnen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Wilhelmshaven 2018, ISBN 978-3-7959-1013-6, S. 155–174.&lt;br /&gt;
* [[Bernard Gavoty]]; Roger Hauert: &amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil.&amp;#039;&amp;#039; Kister, Genf 1962 (Reihe &amp;#039;&amp;#039;Die großen Interpreten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Wolfram Goertz: &amp;#039;&amp;#039;Leise lächelnd. Clara Haskils hinreißende Aufnahme von Robert Schumanns Klavierkonzert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 17/2012; [https://www.zeit.de/2012/17/D-Haskil zeit.de]&lt;br /&gt;
* {{HLS|44520|Haskil, Clara|Autor=Irène Minder-Jeanneret}}&lt;br /&gt;
* Jerôme Spycket: &amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Hallwag, Bern 1977, ISBN 3-444-10209-7.&lt;br /&gt;
* Monica Steegmann; Eva Rieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frauen mit Flügel.&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main, Leipzig 1996, ISBN 3-458-33414-9, S. 245–292.&lt;br /&gt;
* [[Rita Wolfensberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Clara Haskil.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von [[Pierre Fournier]], [[Ferenc Fricsay]], [[Joseph Keilberth]], [[Rafael Kubelík]], [[Igor Markevitch]], [[Peter Rybar]]. Scherz, Bern 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Nationalphonothek}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=118546635}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118546635}}&lt;br /&gt;
* {{Bach Cantatas|Bio|Haskil-Clara}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fonoteca.ch/fond/74947.011 Haskil Clara] bei der [[Schweizerische Nationalphonothek|Schweizerischen Nationalphonothek]]; Beschreibung (französisch) und Dokumente des Bestandes.&lt;br /&gt;
* {{Discogs}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deccaclassics.com/de/cat/4782541 Clara Haskils Diskografie.] Decca.&lt;br /&gt;
* Peter Feuchtwanger: [http://www.peter-feuchtwanger.de/deutsche-version/clara-haskil/index.html Über Clara Haskil.] peter-feuchtwanger.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118546635|LCCN=n83153250|NDL=01234085|VIAF=54157683}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haskil, Clara}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Bukarest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Haskil, Clara&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=rumänisch-schweizerische klassische Pianistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bukarest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brüssel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MichaelSchoenitzer</name></author>
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