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	<title>Citrin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T19:28:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Citrin&amp;diff=302097&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-10T19:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Mineral. Für das gleichnamige Protein siehe [[Aspartat-Glutamat-Carrier]], für die Radioonkologin mit gleichem Familiennamen siehe [[Deborah E. Citrin]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quartz 47.jpg|mini|Natürlicher Citrinkristall  auf Matrix aus der &amp;#039;&amp;#039;Mine de Nespouillières&amp;#039;&amp;#039;, [[Valzergues]], Frankreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Citrin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die gelbfarbige, makrokristalline [[Varietät (Mineralogie)|Varietät]] von [[Quarz]]. Der Name leitet sich aus dem [[Lateinische Sprache|Lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;citrus&amp;#039;&amp;#039; für Zitrone ab und verweist auf die zitronengelbe Farbe dieser Quarzvarietät. Je nach Herkunft des Citrins und Ursache der Färbung variiert der Farbton von Blass-Grün-Gelb über Orange bis zu Braun-Orange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbursachen ==&lt;br /&gt;
Verursacht wird die gelbe Färbung des Citrins durch zwei verschiedene Mechanismen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisenhaltige Citrine erhalten ihre gelbliche bis orange Färbung durch submikroskopische [[Inklusion (Mineralogie)|Einschlüsse]] von [[Eisen(III)-hydroxidoxid]] (FeOOH).&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchröckeWeiner&amp;quot; /&amp;gt; Diese Eisenoxidpartikel haben eine Größe von ca. 100&amp;amp;nbsp;[[Nanometer|nm]], absorbieren Licht im violetten bis blauen Bereich des Spektrums und färben so den Citrin gelb bis braun-orange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite farbgebende Prozess ist bislang nicht in allen Details geklärt und ähnelt den [[Farbzentrum|Farbzentren]] im [[Rauchquarz]]. Quarze, die Spuren von Aluminium (Al&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;) sowie Lithium oder Wasserstoff (Li&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;, H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) enthalten, können durch Bestrahlung grünlich-gelb gefärbt werden. Farbgebend sind bei diesen Citrinen Gitterdefekte, bei denen Aluminium (Al&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;) auf die Gitterposition des Siliziums eingebaut worden ist und Lithium (Li&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) oder Wasserstoff (H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) in einen der benachbarten Zwischengitterplätze, beispielsweise in den sechsseitigen Kanälen der Quarzstruktur. Durch radioaktive Bestrahlung kann anschließend ein Sauerstoffatom aus der Umgebung des Aluminiumions ein Elektron verlieren. Das daraus resultierende Sauerstoffion mit einem ungepaarten Elektron (Elektronenloch) absorbiert Licht im ultravioletten Bereich des Spektrums und färbt den Quarz gelb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Citrine (heated amethyst).jpg|mini|Künstlicher Citrin (gebrannter Amethyst)]]&lt;br /&gt;
Je nach Ursache und Zustandekommen ihrer Färbung werden im Wesentlichen fünf Typen von Citrin unterschieden:&lt;br /&gt;
# Natürliche, eisenhaltige gelb-orangefarbige Citrine: Sie kommen als Citrin-Zonen in [[Amethyst]]en vor oder als Citrin-Sektoren im [[Ametrin]]. Farbgebend sind Entmischungen submikroskopischer Eisenhydroxidpartikel.&lt;br /&gt;
# Gebrannte, gelbe bis orange-braune Amethyste: Amethyste vieler Lokalitäten (unter anderem Brasilien, Uruguay, Namibia, Tansania und andere) lassen sich durch Erhitzen in Citrine umwandeln. Farbgebend sind wiederum submikroskopische Entmischungen von Eisenoxid. Je nach Herkunft der Amethyste braucht es bestimmte Temperaturbereiche, um diese Umwandlung auszulösen. Beispielsweise erhalten brasilianische Amethyste durch Erhitzen auf 470 °C eine hellgelbe Farbe. Erhöht man die Temperatur auf 550 bis 560 °C, werden die Steine kräftig gelb oder rotbraun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauerBouska&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Gebrannte Rauchquarze: Rauchquarze können bereits beim Erhitzen auf 300 bis 400 °C die Farbe von Citrin annehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauerBouska&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Synthetische, eisenhaltige Quarze: Gelbe bis braune Citrine können [[Hydrothermale Lösung|hydrothermal]] gezüchtet werden. Farbgebend ist auch hier Eisen, das zum Beispiel aus dem umgebenden Stahl der Hydrothermalapparatur stammt. Färbend wirken submikroskopische Eisenoxideinschlüsse, Einbau von Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt; in tetraedrisch von Sauerstoff umgebenen Gitterpositionen und Einbau von Fe&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; in oktaedrisch von Sauerstoff umgebenen Zwischengitterplätzen in den sechsseitigen Kanälen der Quarzstruktur.&lt;br /&gt;
# Durch Bestrahlung gelb gefärbte Quarze: Aluminiumhaltige Quarze können durch Bestrahlung gelb gefärbt werden. Dies kann natürlich im Gestein erfolgen oder künstlich im Labor. Quelle der [[Ionisierende Strahlung|ionisierenden Strahlung]] in der Natur ist das &amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;K-Isotop sowie Uran und Thorium im umgebenden Gestein. Gleichartig gefärbte Quarze können auch aus Rauchquarz durch [[Tempern]] bei 300&amp;amp;nbsp;°C erzeugt werden. Farbgebend sind in beiden Fällen Elektronendefekte an Sauerstoffatomen.&lt;br /&gt;
# Grünlich-gelbe Bestrahlungsfärbung: Auch sie entsteht durch Bestrahlung natürlicher Quarze, Tempern von Rauchquarz bei 150 bis 250&amp;amp;nbsp;°C oder einer Kombination beider Prozesse. Sie unterscheiden sich spektroskopisch von den durch Bestrahlung gelb gefärbten Quarzen durch eine zusätzliche Absorptionsbande im violetten Bereich des Spektrums (bei ca. 400&amp;amp;nbsp;nm). Farbgebend sind hier Elektronenlöcher an Al&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Li&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Defekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Begriff &amp;#039;&amp;#039;Zitrin&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem [[Mittellatein]]ischen und bezieht sich auf die gelbe Farbe der [[Zitrone]]n. Er konnte damit auf alle gelben Steine angewendet werden und bezeichnete im 12. Jahrhundert zunächst die gelbe [[Zirkon#Modifikationen und Varietäten|Varietät von Zirkon]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Hyazinth&amp;#039;&amp;#039;). Etwa ab dem 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung Zitrin beziehungsweise Citrin auf den gelbfarbigen, makrokristallinen Quarz übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Citrin bildet sich wie die meisten anderen [[Quarz]]e vorwiegend [[Magmatisches Gestein|magmatisch]] in [[Pegmatit]] mit [[granit]]ischer Zusammensetzung. Natürliche Citrine sind allerdings recht selten und blass gelb mit leichtem [[Pleochroismus]]. Bei den meisten im Handel befindlichen Citrinen handelt es sich um orange-gelbe, gebrannte [[Amethyst]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürliche Citrinvorkommen liegen unter anderem in [[Argentinien]], [[Birma]], [[Brasilien]] (Maraba, Minas Gerais, Goiás, Rio Grande do Sul), [[Frankreich]] (Dauphine), [[Madagaskar]], [[Russland]] (Ural), [[Spanien]] (Salamanca, Cordoba), [[Vereinigte Staaten|USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Citrinzonen in Amethysten sind bekannt beispielsweise aus [[Indien]] ([[Hyderabad (Indien)|Hyderabad]]) oder [[Brasilien]] (Minas Gerais) sowie in Citrinsektoren im [[Ametrin]] in Bolivien (Amahi-Mine). Von wenigen Lokalitäten weltweit sind natürliche, gebrannte Amethyste bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Citrin cut.jpg|mini|Geschliffener Citrin, 58 Carat]]&lt;br /&gt;
Citrin wird wie die meisten anderen Quarz-Varietäten zu [[Schmuckstein]]en verarbeitet. Da natürliche Citrine jedoch selten sind, werden im Handel fast ausschließlich künstliche Citrine aus gebrannten [[Amethyst]]en oder umgefärbte Quarze vertrieben. Oft werden solche Citrine veraltet oder fälschlich als &amp;#039;&amp;#039;Bahia-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Madeira-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Palmyra-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rio-Grande-Topas&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumann&amp;quot; /&amp;gt; sowie &amp;#039;&amp;#039;Böhmischer Topas&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Goldtopas&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EPI&amp;quot; /&amp;gt; bezeichnet. Laut der Handelsorganisation [[CIBJO]] muss aus Verbraucherschutz-Gründen der Mineralname mitgenannt werden (Gold-Citrin, Madeira-Citrin und andere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematik der Minerale]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minerale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= George R. Rossman | Titel= Silica: Physical Behavior, Geochemistry, and Materials Applications. Colored Varieties of the Silica Minerals | Hrsg= eter J. Heaney, Charles T. Prewitt, and Gerald V. Gibbs | Sammelwerk= Reviews in Mineralogy and Geochemistry | Band= 29 | Nummer= 1 | Datum= 1994 | Sprache= en | ISBN= 978-0-939950-35-5 | Seiten=  433–467}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Citrine}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= Christian Stobitzer | url= https://www.mineralienwissen.de/citrin.html | titel= Citrin | werk= mineralienwissen.de | datum= 2019-08-15 | abruf= 2019-10-28}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= http://www.beyars.com/edelstein-knigge/lexikon_112.html | titel= Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler – Citrin | werk= beyArs.com | abruf= 2019-10-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauerBouska&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Jaroslav Bauer, Vladimír Bouška | Titel= Edelsteinführer | Auflage= | Verlag= Verlag Werner Dausien | Ort= Hanau/Main | Datum= 1993 | ISBN= 3-7684-2206-2 | Seiten= 124 | Originaltitel= | Originaljahr= 1993 | Originalort= Prag | Originalsprache= cs | Übersetzer= Felix Seebauer}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EPI&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url= https://www.epigem.de/namensuche.html | titel= Handelsnamen Suche | werk= epigem.de | hrsg= EPI – Institut für Edelstein-Prüfung | abruf= 2019-10-28 | kommentar= Eingabe der entsprechenden Handelsnamen nötig}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Hans Lüschen | Titel= Die Namen der Steine. Das Mineralreich im Spiegel der Sprache | Auflage= 2. | Verlag= Ott Verlag | Ort= Thun | Datum= 1979 | ISBN= 3-7225-6265-1 | Seiten= 349}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchröckeWeiner&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Helmut Schröcke]], [[Karl-Ludwig Weiner]] | Titel= Mineralogie. Ein Lehrbuch auf systematischer Grundlage | Auflage= | Verlag= de Gruyter | Ort= Berlin; New York | Datum= 1981 | ISBN= 3-11-006823-0 | Seiten= 423}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Walter Schumann | Titel= Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. 1900 Einzelstücke | Auflage= 16., überarbeitete | Verlag= BLV Verlag | Ort= München | Datum= 2014 | ISBN= 978-3-8354-1171-5 | Seiten= 136}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmuckstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Varietät (Mineral)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trigonales Kristallsystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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